Metabolic Devices Moonwalker

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Eurorack Modul

  • analoger Funktionsgenerator und VCO
  • nutzbar als AD-Hüllkurve, LFO und Oszillator
  • einstellbare Start-Phase (0° - 360°) mit CV-Eingang und bipolarem Abschwächer
  • Ausgangswellenform stufenlos modulierbar von Dreieck zu Sägezahn ohne Tonhöhenverschiebung oder Amplitudenänderung
  • Regler für Attack und Decay, jeweils mit CV-Eingang und bipolarem Abschwächer
  • 3 Frequenzbereiche wählbar: low, mid, Audio
  • unipolar/bipolar umschaltbarer Signalausgang
  • Gate-Ausgang für Attack Phase
  • Trigger-Eingang und manueller Trigger Taster
  • Hard Sync/Retrigger Modus, Cycle Modus und Umkehrung der Attack/Decay-Zeiten schaltbar
  • 1 V/Okt. Eingang
  • Strombedarf: 110 mA (+12 V) / 80 mA (-12 V)
  • Breite: 10 TE
  • Tiefe: 39 mm
Erhältlich seit Oktober 2020
Artikelnummer 505934
Verkaufseinheit 1 Stück
Analog Ja
Digital Nein
Breite 10 TE / HP
319 €
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1 Kundenbewertungen

1 Rezension

B
Sehr spezieller Generator
Benjamin485 12.06.2022
Den Moonwalker habe ich weniger wegen irgendeinem bestimmten Vorhaben gekauft, viel mehr aus Neugier und Faszination für sein Konzept. Da das Internet zu diesem Modul doch erschreckend wenig Tutorials und/oder Reviews bereithält, war ich definitiv unsicher, aber mit guter Haltung zu anderen Produkten des selben Herstellers bereit, Vertrauen zu investieren.

Letztlich handelt es sich um einen Funktionsgenerator mit zwei unterschiedlichen Wellenformausgängen mit triangularen Shapes, welche sich jederzeit in einer Referenz zueinander befinden (Demnach: Es ist nicht der klassische Duale Funktionsgenerator, wenn auch zwei Ausgänge hierfür bereit stehen).

Als (gesyncter) Oscillator ist man schnell bei Saw, Ramp und Triangle Wellenformen am Referenz-Out sowie verschiebbare unipolare oder schaltbar bipolare Versionen hiervon. Rise- wie auch Fallzeiten sind natürlich einstellbar und wirken sich auf beide Outs im LFO/Envelope-Modus wie erwartet aus. Für die Abwandlungen der zweiten Wellenform über den Shiftregler würde ich auf die Anleitung des Herstellers verweisen, welche illustriert vorlegt, welche Einstellung zu welchen Variationen führt.

Schaltbar ist einmal der manuelle Trigger der Hüllkurve sowie die Sync-Option (welche in den Modi LFO zu Envelope unterschiedliche Funktionen erkennt und annimmt), hinzu kommt aber neben einem Loopschalter für das dauerhafte Cycling des Moduls noch ein durchaus ungewöhnlicher: es lässt sich das Verhältnis von Rise und Fall per Knopfdruck umdrehen, oder aber bei Latching dieses Buttons ein Wechsel der Richtung nach jedem Zyklus erreichen, was zu viel Abwechslungen führt, wenn das Gerät als Modulator eingesetzt wird und noch dazu die Rise- von der Fallzeit ausreichend abweicht. Das ganze übrigens in der gewohnten Manier von drei Geschwindigkeitseinstellungen für die Auflösung der Zeiten. Für eine unabhängige CV-Steuerung der Zeiten steht je ein Eingang mit Attenuverter bereit, wer simultane Änderungen - beispielsweise für Envelopes bei Sequenzen - möchte, nutzt den 1V/Oct-Eingang.

Wenn das Modul cycled, lassen sich die Verläufe "stören", indem ein Gate eingespeist wird. Damit lassen sich gestufte und wechselnde Modulationen erzielen - so sagt es jedenfalls das Manual. Ich hatte hiermit noch keine signifikanten Ergebnisse, weil ich vermutlich nicht vollständig das Modul durchschaut habe.

Der V/Oct-Eingang weist auch zugleich auf den Oscillator-Einsatz hin, welcher mit den oben genannten Wellenformen problemlos operiert und durch eine Mixtur von Referenz- und Phasenausgang interessante Timbres verspricht. Hier wurde trotz analoger Bauweise im höchsten Geschwindigkeitsmodus bei Cycling für eine geringere Auflösung von Rise/Fall gesorgt, sodass es sich trotz fehlendem Finetune ganz sauber stimmen lässt. Als Oscillator trackt der Moonwalker wirklich sehr zuverlässig, vorausgesetzt, dass Rise=Fall ist. Darüber hinaus garantiert der Hersteller kein astreines Tracking, ich kann aber feststellen, dass es da bislang für mich keine Probleme gegeben hat.

Der bislang nicht erwähnte Gate-Out nach Durchlauf des Cycles ist variabel und reagiert auf die Modulation des Phase-Switches in der Form, dass er bei Audiorate tolle Pulsewidth-Modulation erzeugt.

Soweit zu den Funktionen, welche ich selbst einigermaßen gut durchschaut habe. Das Labeling ist in Metabolic Devices Design natürlich unterschiedlich beliebt. Bislang tue ich mich jedoch mit der Anleitung sehr schwer, beispielsweise den Zusammenhang des halbnormalisierten Attenuverter am Phaseregler zu Durchschauen - dieser soll die Wellenform wohl skewen, die Anleitung wirkt hier jedoch zeitweise etwas kryptisch.

Auch darf ohne "Mehraufwand" kein Wechsel von logarithmisch zu exponentiell erwartet werden, da die Verläufe von Grund auf linear sind. Hier hilft nur die Modulation der Rise/Fall-Zeit oder der Einsatz des passenden VCA aus. Außerdem ist hier nichts mit Sustainphase im Envelope-Modus, dafür aber mit Retriggerverhalten. Interessanterweise reagiert die Hüllkurve in der richtigen Einstellung nicht auf neue Trigger/Gates sondern fährt ihren Zyklus konsequent durch, was durchaus interessante Einsatzzwecke bietet (Pulswelle rein, dennoch lange Hüllkurven raus, beispielsweise).

Im Fazit zeigt sich bei Features und Bedienung wegen genannter Punkte ein kleiner Abzug für mich, dafür sind andere Dinge sehr gut implementiert und das Modul behält an Vielseitigkeit. Die Anleitung dürfte trotz ansprechender Gestaltung und viel Text verständlicher gestaltet sein. - Ich würde definitiv ein Gerät wie das Data zum "Überwachen" der Signale empfehlen, damit sich aus eben diesem die Zusammenhänge besser erkennen lassen. Ich mag den Moonwalker sehr gern, würde ihn aber nicht als ersten Bread-and-Butter-Modulator empfehlen, denn dafür ist er a) zu spezifisch und b) zu schade.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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