L.R.Baggs iBeam Active System Steel

16 Kundenbewertungen
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4.4 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
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  • Verarbeitung
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Gesamt
Sound
Verarbeitung
Features
Bedienung
Viel Frust, wenig Wohlklang
10.03.2017
Seit über 40 Jahren warte und repariere ich (als ehemaliger Instrumentenbauer) meine Gitarren selbst. Auch mit dem Einbau von Tonabnehmern der meisten Hersteller habe ich einige Erfahrung gesammelt.
Zwar hat sich seit den ersten Piezos in den 70er Jahren (Shadow, Ovation) hinsichtlich Klang einiges geändert, - was sich aber ?technisch bedingt- nicht ändern läßt, sind die Probleme mit der Lautstärkebalance der einzelnen Saiten und dem Dynamischen Anschlag. Piezo klingt m.E einfach hart, scharf und wüst, -ganz gleich welche Marke auch immer man wählt. Einzige Ausnahme ist der B-Band. Doch aufgrund der extrem dünnen Folien sind da leider die Balanceprobleme nie ganz in den Griff zu bekommen. Der Pickup reagiert sehr sensibel auf die kleinsten Unebenheiten in der Stegnut, auf Saitendicke und den unterschiedlichen Anhangwinkel bzw - länge zwischen Steg und Emndpin, -was sich nur sehr begrenzt beeinflussen läßt. Klanglich allerdings ist er für mich nach wie vor der autentischste under-saddle-Pickup.

Also ließ ich mich von den guten Bewertungen und den phantastischen Klangbeispielen im Netz beeindrucken und entschied mich, einmal den IBEAM zu versuchen (It all seemed to be so easy....), - wenn auch 184¤ inzwischen sehr viel Geld für mich ist.

Die Gitarre: eine Gibson aus Kanadischer Fertigung (klasse Klang, Verarbeitung 600% besser als jede vermurkste neue aus Bosnan USA!)

Die Einbauanleitung ist sehr gut und umfassed. Die mitgelieferte Einbauhilfe kann man allerdings getrost in den Sondermüll werfen. Sie ist zu komplizieert, wackelig und ja auch nur für eine einzige Position gut.

Also zunächst die Gurtpin-Buchse mit dem Preampü und das Batterietäschchen anbringen. Dann blind im Body (wohl dem der kleine Hände hat!) mit Hilfe der Endpins die richtige Position ertasten: Parallel zur Stegeinlage, Abstand zu den Pins mit der Fingerspitze prüfen und vor allem darauf achten, daß der PU links und rechts der Stegeinlage gleich weit übersteht. Dann andrücken bis die Handgelenke schmerzen und ? das mitgelieferte Klebeband hält nicht! Also nochmal alles raus und der Stegplatte einen Feinschliff verpassen. Das Ganze von vorn, Saiten drauf, spannen, stimmen, einstöpseln und, -es klingt furchtbar! Die Höhen muß ich am Amp (eigentlich schon sehr höhenbetonter SR Jam150) stark anheben, was wiederum den Rauschpegel ebenfalls anhebt. Die Mitten fast zurückdrehen und die Bässe auf 0, -es dröhnt aber immer noch. Zudem klingt es sehr hohl, topfig und koppelt aufgrund bauartbedingter Eigenresonanzen oder Interferenzen im Gitarreninneren.

Es folgen mehrere Stunden weiterer Versuche. Jedes Mal muß man auf der Gitarre (das Kabel ist sehr kurz) neues Klebeband anpassen zuschneiden (geeignete Schneideunterlage drunterlegen!) und bei allen Arbeiten peinlich genau darauf achten, nicht das kaum tastbare, dünne Kabel des PU?s zu zerdrücken, das blöderweise nicht steckbar ist und direkt in der Mitte des PU?s rauskommt. Vor allem beim Andrücken im Body ist das Kabel sehr gefährdet. Im Lauf des Prozederes brechen vom ständigen rauf-und runter die Blank- und die G-saiten an den Mechaniklöchern, und die umsponnen klingen matt, -was zur Kontrolle des Klangs alles andere als günstig ist.

Nach 30 Versuchen gebe ich auf. Großer Frust und 184 ¤ für den Müll. Ich bin enttäuscht und stinkig. En paar Tage später wage ich einen neuen Versuch: Diesmal in meiner alten Stanford Mini-Jumbo aus Furch?s Anfängen tschechischer Fertigung.

Gesamtergebnis: es klingt zwar etwas besser, aber noch lange nicht gut. Zu viel Baßanteile, zu wenig Höhen, Interferenzen. Auch nach weiteren Stunden Feintuning, diversen neuen Saitensätzen und Stegeinlagen gebe ich endgültig auf. Diesen Pickup so einzubauen, daß er so klingt, wie auf , halte ich inzwischen für ausgeschlossen. Wenn man zum halbwegs störungsfreien Betrieb einen extra Equalizer, Liniter und mehrere Notch-Filter braucht, die allesamt das Klangbild verfälschen, kann das einfach nicht sein.

Fazit: Teures Lehrgeld von 184¤, aber dafür die endgültige Erkenntnis gewonnen, künftig wirklich von allem undersaddle oder underbridge-Zeug konsequent die Finger zu lassen. Das nächste Mal wird es ein Fishman rare earth blend . Der klingt zwar noch immer etwas magnetisch, hat aber all die anderen Nachteile nicht.

Um das Ganze zu vervollständigen: das Klebeband auf dem Lautstärkpoti fürs Schalloch hat auch nicht gehalten. Die Auflagefläche ist einfach zu schmal, -zudem besteht beim Andrücken die Gefahr, daß man die ungeschützte Platine beschädigt.

Dieser PU ist m.E völlig überteuert, -made in China?- und sollte von Jemand handwerklich unerfahrenem definitiv nicht eingebaut werden. Das Ergebnis rechtfertigt nicht den hohen Preis.
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