Lothar Semmlinger No. 134 Cello 4/4

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Cello

  • Größe: 4/4
  • Meisterinstrument
  • Stradivari Stil
  • gute massive Fichtendecke mit gut sichtbaren Jahresringen
  • Ahornboden
  • Zargen und Hals schön geflammt
  • beste Ebenholzgarnitur
  • Besaitung: A- und D-Saite Larsen Chromstahl medium, G- und C-Saite Thomastik Spirocore Wolfram medium
  • goldbrauner Lack auf Spiritusbasis
  • hergestellt in Deutschland
Erhältlich seit April 2017
Artikelnummer 389831
Verkaufseinheit 1 Stück
Griffbrett Ebenholz
Massive Decke Ja
Geflammter Boden Ja
inkl. Tasche Nein
inkl. Koffer / Etui Nein
inkl. Bogen Nein
Linkshänder-Modell Nein
4.500 €
Versandkostenfrei und inkl. MwSt.
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Informationen zum Versand
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Es braucht Zeit
elgreco68 03.12.2020
Lothar Semmlinger 134
Obwohl ich ein unerfahrener Cellist bin schildere ich meine Eindrücke.
Von der Bestellung bis zur Lieferung vergingen viele Tage. Die Streicherabteilung war anscheinend sehr überlastet. Ich musste mehrmals urgieren, was aber nur der Terminkoordination zum Vergleich mit anderen Cellos geschuldet war. Sonst wäre es kein Problem gewesen etwas länger zu warten.
Die Lieferung kam gut verpackt und nach Vorankündigung pünktlich, mit der Spedition an.
Auspacken und der erste Eindruck: Wow! Ein schönes Instrument! Der Teufel steckte dann aber im Detail. Einige kleine Blessuren am Hals, die D-Saite überdehnt, die G-Saite falsch aufgezogen und das Griffbrett nicht wie in dieser Preisklasse erwartet schwarz sondern schwarz-braun mit helleren stellen. Da hat die Streicherabteilung keine optimale Arbeit gemacht oder hat gehudelt -war ich zu ungeduldig?
Das hat mich erstmal verunsichert und ich überlegte, das Instrument sofort zu retournieren.
Das erste Anstreichen. Ein warmer Klang und sonore Bässe. Die A-Saite aber recht eindimensional. Das Instrument ist bezüglich der Lautstärke im Gesamten leise bis mittel. Der Vergleich zu Cellos in der Preisklasse von €3.500,- 4.200,- aus der Gegend von Siebenbürgen schlug erstmal deutlich zugunsten der rumänischen Instrumente aus. Diese waren aber bereits einige Wochen eingespielt - hatten aber eine für mich unangenehme Spitze auf der A-Saite. Das Semmlinger hat eine relativ hohe Saitenlage - das würde ich wahrscheinlich beim Instrumentenbauer etwas nacharbeiten lassen.
Bezüglich des Griffbrettes des Semmlingers griff ich zum Telefonhörer und rief direkt bei der Fa. Semmlinger an. Ich konnte mit dem Meister persönlich, bezüglich der Beschreibung „beste Ebenholzgarnitur“ telefonieren. Er nannte mir seine Lieferanten und klärte mich bezüglich der Qualitätsmerkmale von Ebenholz auf – und das auf sehr vertrauenswürdige Art.
Das, diesen persönlichen Kontakt, schätze ich und dafür bin ich auch bereit etwas mehr auszugeben. Übrigens ein kleines liebevolles Detail ist das „französischen Auge“ auf den Wirbeln.
Nach langem Testen bemerkte ich, dass sich das Semmlinger 134 zu entwickeln beginnt und obwohl zum Zeitpunkt der Entscheidung die Vergleichsinstrumente noch leicht die Nase vorne hatte entschied ich mich aus dem Bauch raus und nach vielen „Vorspielstunden“ vor der Familie und obwohl es das teuerste der Instrumente war, für das bayrische Semmlinger 134.
Jetzt nach einigen Wochen des Spielens zeigt sich folgendes Bild:
Meine Intuition war richtig.
Die Lautstärke hat deutlich zugenommen und ist sehr ordentlich – es ist aber kein Schreier, das will aber ohnehin niemand.
Das Klangbild ist wunderbar ausgeglichen und warm. Die A-Saite etwas metallisch aber trotzdem angenehm rund und inzwischen obertonreicher. Die Bässe sind angenehm dominant und sonor.
Ich werde im Laufe des nächsten Jahres aber einen anderen Satz Saiten versuchen (Larsen-Magnacore) obwohl die aufgezogenen auch sehr gut sind.
Das Instrument strahlt eine handwerkliche Konsequenz und Wärme aus. Die Lackierung und der Farbton sind sehr schön. Es ist ein Beispiel für traditionelles Kunsthandwerk.
Wenn man ein Instrument möchte dem man Herkunft und Handwerker zuordnen kann, das schön gebaut ist und insgesamt klanglich überzeugt, ist man bei der Fa. Semmliger und dem Mittelklasseinstrument 134 gut aufgehoben. Das Cello und ich sind inzwischen ein Herz und eine Seele – trotz oder vielleicht gerade wegen der kleinen Macken die ich Anfangs beschrieben habe.
Sound
Verarbeitung
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