Line6 Pod HD500X

Bodeneffektgerät

  • über 100 Studio- und Pedaleffekte
  • bis zu 8 Effekte gleichzeitig möglich
  • frei wählbare Boxen und Mikrofon-Modelings
  • 512 freie Speicher
  • dynamischer DSP für Amps und Effekte
  • 2 separate Signale
  • zahlreiche Routing-Optionen
  • professionelle Fußtaster mit LED-Ringen
  • alle notwendigen Ein- und Ausgänge: USB 2.0, MIDI, S/PDIF, symmetrische XLR-Ausgänge
  • interner Mikrofonvorverstärker
  • L6-LINK Anschluss für DT-Verstärker und StageSource-Boxen
  • VDI-Anschluss für James Tyler Variax-Gitarren
  • konfigurierbares Expression-Pedal
  • Looper-Funktion (Aufnahmezeit: bis zu 48 Sekunden)
  • 8 "Set List"-Bänke
  • Expression-Pedal, das auch Verstärker- und Effektparameter ansteuern kann
  • eingebaute chromatische Stimmfunktion
  • Tap Tempo-Fußtaster
  • robustes Metallgehäuse
  • verchromte Rollstange und druckgegossenes Expression-Pedal
  • variable Eingangsimpedanz
  • Editor/Archivierungsprogramm für den POD HD500X als Download verfügbar
  • inkl. Netzteil DC-3g

Weitere Infos

Design Floorboard
Röhre Nein
Amp Modeling Ja
Effekte Ja
Kopfhöreranschluss Ja
Direkt Out Ja
MIDI-Schnittstelle Ja
Integriertes Expression Pedal Ja
Anschlüsse für Pedale oder Fußleiste Ja
Aux-in Ja
Integriertes Stimmgerät Ja
USB Anschluss Ja
Drumcomputer Nein

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302 Kundenbewertungen
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4.6 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
175 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Nicht schlecht, mein Freund!!

31.03.2017
Ich bin vor einiger Zeit, wegen des Wiedereinstiegs in eine Coverband, komplett auf das Dream Rig von Line6 umgestiegen. Dream Rig in diesem Fall heisst: Variax JTV '59, HD 500x und Stage Source L2t. Den DT habe ich noch nicht ins Auge gefasst, da mir wichtig ist erst einmal das Konzept auszutesten.

Der Umstieg erfolgte von Marshall / Mesa Boogie, Gibson LP und Fender. Nicht dass da Fragen hochkommen. Die Musik ist Jazz, Blues und Rock. Ich neige zur Grundhaltung: Keep it simple and old school.

Die Verarbeitung des HD 500x ist einfach robust und roadtauglich. Dafür gibt eine glatte 1. Schade finde ich, dass man ein externes Netzteil hat. Der Punkt ist aber verkraftbar. Alle relevanten Anschlüsse sind vorhanden. Ich nutze mit der Variax den Line6-Link. Gleiches gilt für den Weg vom POD HD zur Stage Source.

Programmierung von Patches und Updates der Software sind sehr gut mit den Programmen am PC/Mac abgedeckt. Das ist alles easy, wenn man sowieso mit PC/Mac umgeht. Ich bin Mac User, da passt alles. Bei der Parametrierung einzelner "Effekte" wird es schon spannender. Wer da keine Erfahrung mit den Hardware-Teilen hat, kann viel falsch machen.

Wer den POD HD verstehen will, muss sich etwas mühen und sich in dieses Gerät einarbeiten. Im Netz gibt es diverse Legenden, die mich zum Teil auf Irrwege brachten.

Beispiel 1: Nehmen wir mal an, ich ziehe den Marshall auf und nehme mit einem SM 57, etwas out of axis, in einem geeigneten Raum den Lieblingsmördersound auf. Nun liegt das wunderbare Signal in der DAW und wird, weil es in den Mix passen muss mit EQ und allem erdenklich Notwendigem bearbeitet, so dass der Mix super klingt, die Instrumente ortbar sind und der Gesang präsent über allem steht. Nehme ich jetzt die Gitarrenspur und höre mir den Sound solo an, ist von dem vollen, brachialen Sound der Ursprungsaufnahme nicht viel übrig - z.B. Solo spielen; Mitten rein, Lautstärke etwas anheben. Der EQ mindestens bei 80 Hz und ca. 7 kHz heruntergezogen. Mit ergänzenden Gitarrenspuren wird der Sound dann angedickt usw.
Man bekommt also mit dem POD HD schon einmal alles was man braucht, das geht dann per USB in die DAW und kann, vorausgesetzt, man weiss was man tut, für die Aufnahme gut eingepasst werden. Als kleiner Hinweis: Wir sind doch eigentlich alle eher gewohnt die Musik über HiFi-LP zu hören als den Stacksound von einer Bühne. Selbst über die PA wird das Signal aller Instrumente in den Raum eingepasst... Man stelle mal einige Gitarren aus den Lieblingssongs frei, da wundert es einen schon manchmal.

Beispiel 2: Der POD HD himself gegen die echten, meine Amps plus Cabs. Da sage ich mal: "Keine Chance!" Darf man das erwarten? Nein! Jedoch in einer Band als Gitarrist bestehen und guten Sound abliefern mit dem man sich auch wohlfühlen kann? Das geht und zwar sehr gut. Flexibel sein und verschiedene Sounds bedienen, Effekte zur Verfügung haben und auch den FOH erfreuen? Das passt!

Die Effekte des POD HD sind, meiner Meinung nach, sehr gut. Mancher bemängelt z.B. die Reverbs. Die nutze ich aber live kaum, da der Raum ja immer "hallt". Im Studio kommt das Reverb aus der DAW. Wenn man die Cabs im POD richtig einstellt, dann kommt man auch gegen den IR-Hype (Impuls Response) bei externen Cab-Simulationen an. Wer es garnicht lassen möchte, der kann ja über den FX Loop eine Cab Sim einspeisen oder hinter den POD hängen und damit die externe Cab Sim, wie im ersten Fall, beimischen oder ohne interne Cab Sim (bitte abschalten!), mit der nachgeschalteten Cab Sim spielen. Regelmöglichkeiten im POD HD sind beispielsweise: Cab-Typ, Resonanz, Low Cut, Mikrofontyp, Mikrofonanordnung, Mikrofonabstand im Raum. Wer schon einmal einen Studiotechniker gefragt hat, wie er den Ampsound macht, hört meistens die tollsten Dinge und fast immer, dass das ewig gedauert hat um den Sweet Spot zu finden, 2 oder sogar 3 Mikrofone bemüht, ins Klo geschoben wegen des schönen Hallsoundsund noch mehr. Wir sind doch aber Gitarristen und wollen spielen!
Die Möglichkeiten des POD HD sind manigfaltig vorhanden, man muss sie nur nutzen.
Auch die Amp Simulationen werden öfter bemängelt. Da kann ich nur jedem empfehlen an die Tage zu denken, an denen man sein Hammer-Super-Equipment für über 5.000 Okken aus dem Fenster werfen wollte, weil man einfach schlecht drauf ist und dann alles komplett falsch und popelig klingt... Dadurch, dass man einen Marshall JCM 800 im POD HD auch mit einer Tweed-Box 1x12 fahren kann oder ein Mesa-Cab mit einem Mini Gibson Amp, ergeben sich diverse, zum Teil auch abgefahrene Kombinationsmöglichkeiten. Ich kann auch keinen 100-prozentigen JCM 800-Sound erwarten, aber eben eine Annäherung! Und, es gibt auch echte JCMs die wirklich traurig klingen. All das gilt für alle anderen Amps auch. Wer spielt denn heute noch mit echter Endstufenverzerrung? Man zeige mir mal den aufgerissenen Amp in einem kleinen Club. Ok, da kommen jetzt die Attentuatoren, aber die klauen Dir auch den Sound. Wir entscheiden uns im echten Leben für vielleicht zwei, drei Amps. Im POD HD kann man Amps spielen, die man sich normalerweise nie leisten kann oder findet. Wenigstens ist man damit nah dran. Jedenfalls näher als sonst, oder?
Meinen Sound habe ich erst einmal reduziert auf eine Bank gelegt. CLEAN/CRUNCH, ACOUSTIC, LEAD, JAZZ, die Speicherplätze sind A, B, C, D. Pro Sound hat man maximal 8 Effekte zur Verfügung, dazu gehören aber auch Volumenpedal, Wah und ggf. ein Noise Gate. Man kann, wenn man es mag, mit zwei Amps parallel fahren, hin und her pannen, mischen, Effekte vor oder hinter den Amp schalten uvm.. Für Clean empfehle ich den Hiwatt 100 oder den JC120. (der letztgenannte muss separat erworben werden). Achtung TIPP! Um im Studio einen richtig trockenen und super cleanen Sound zu erhalten, kann man mal den FX-aIN direkt mit der Gitarre verbinden.
Bei Crunch und Lead kann man, je nach Fraktion, auswählen was einem gefällt, die Boxenauswahl kommt noch dazu. Und dann braucht man Zeit und Geduld für die richtigen Einstellungen! Im eigenen Kämmerlein zu Hause klingt es vielleicht super, geht man damit in den Proberaum, sieht es schon ganz anders aus. Höhere Lautstärke = anderer Sound. Deshalb sollte man in der Lage sein den HD auch ohne Computer zu bedienen.

Und jetzt: LIVE!

Variax, POD HD 500 x und Stage Source passen sehr gut zusammen. Mit einem FRFR-Aktiv-Monitor (PA BOX) umgeht man auch nicht die Anpassung vom Bedroom zur Stage im POD HD. Darüber hinaus ist es erst einmal ungewohnt bei normalen Rock- oder Blues-Sounds einen Hochtöner im Hörbild zu haben. Das ist der einsame Gitarrensound in einem gut klingenden Monitor - für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Wo die Frequenzweiche in der Stage Source ansetzt habe ich noch nicht herausbekommen. Mir wäre es lieber, wenn man im POD HD den Tweeter per Line6-Link auch abschalten könnte, wenn man ihn nicht braucht. 10" + 1" Full Range ist anders, kann aber durch die Patch-Einstellungen durchaus ausreichend kompensiert werden (Amp-EQ, Cab Sim, Effektweg-EQ). Lautstärke ist kein Problem, das System bläst einem, bei Bedarf, alle Haare aus dem Gesicht.

Bei guter Einstellung hat man ein Arbeits-System in dem man die Gitarrentypen modeln, Patches frei wechseln und ordentlichen Sound abliefern kann. Wer will, kann sich für bis zu 16 Songs eine Setlist anlegen, um immer den amtlichen Sound für den Song zu haben. Ansonsten hilft, wenn man sich nicht zu tief in irgendwelchen Soundoptimierungen verliert. Immer nach dem Grundsatz:
" WENN ES GUT KLINGT IST ES AUCH GUT!"

FAZIT für den POD HD 500X:

DAS TEIL KLINGT GUT, IST FLEXIBEL UND LEICHT BEDIENBAR. MAN KANN DAS DREAM RIG VERWENDEN ODER DIREKT IN DIE PA SPIELEN. MAN KANN AUCH MIT EINEM ECHTEN AMP ARBEITEN (FX IN ODER 4CM). BEI RICHTIGER AUSWAHL SIND ALLE NOTWENDIGEN EIN- UND AUSGÄNGE VORHANDEN. AUCH IM STUDIO IST DIE INTEGRATION SIMPEL UND FUNKTIONAL. MAN KANN MONO ODER STEREO SPIELEN. VORAUSSETZUNG IST IMMER, DASS MAN OFFEN FÜR NEUES IST UND DIE GEBOTENEN MÖGLICHKEITEN AUCH NUTZT.

KLASSE TEIL!

OB HELIX, KEMPER ODER AXE NOCH EINE SCHIPPE DRAUFLEGEN KÖNNEN, WEISS ICH NICHT. BISHER HAT SICH DIESE FRAGE BEI MIR NOCH NICHT GESTELLT!
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Sound
Verarbeitung

HD500X - HD500

cue.big, 24.07.2013
POD HD500X

Vorab: Ich bin Line 6 - Fan und im Modelling seit dem "Urvater" AX2 dabei, so dass ich zwar einerseits relativ viel Erfahrung damit habe, andererseits meine Rezension möglicherweise etwas gefärbt sein mag. Vieles ist natürlich Geschmackssache.

Ebenfalls vorab ein paar wesentliche Fragen zu einem Upgrade vom HD500 zum HD500X:

** Maße:
Ich konnte nirgendwo etwas zu den Maßen finden, weder bei Thomann noch auf der Hersteller-Seite noch in den diversen Foren. Daher habe ich beim Line 6 - Support nachgefragt. Die Antwort: Die Maße des HD500X sind mit denen des Vorgängers HD500 identisch! Man kann also seine Cases, Taschen, etc. weiter benutzen.

** Kompatibilität der Sounds:
Nicht unerheblich ist die Frage, ob man die Sounds vom HD500 zum HD500X bringt. Das ist derzeit etwas umständlich. Das Gute: Es geht. Die Dateiendungen der Dateien vom HD500X sind nicht dieselben des HD500. Es ist aber möglich, einfach per Hand die Dateiendungen der alten HD500-Sounds in die Dateiendungen des neuen HD500X zu ändern. Hier die entsprechenden Dateiendungen (bei mir hat es sofort geklappt, aber ich würde trotzdem mit Kopien der alten Sounds arbeiten...):

Patches .h5e (HD500) - .5xe (HD500X)
Setlists: .h5s (HD500) - .5xs (HD500X)
Bundles: .h5b (HD500) - .5xb (HD500X)

Außerdem geht es auch per Drag & Drop, also vom Datei-Explorer in das HD500X-Edit Programm ziehen.

Man kann also sowohl Bundles als auch Set-Lists und einzelne Patches reinladen.

Ein Vergleich meiner auf diese Weise in den HD500X geladenen HD500-Sounds mit den Originalsounds in meinem "alten" HD500 ergab weder über Kopfhörer noch über die XLR-Outs noch über die Klinke-Outs noch über Line6-Link/DT25 einen hörbaren Unterschied. Fein, geht doch.

** Routing-Optionen:
Die von so Vielen vermisste Möglichkeit, an die XLR-Outs und die Klinken-Outs verschiedene Signale zu schicken - also insbesondere mit Cab-Simulation an XLR zur PA und ohne Cab-Simulation an Klinke zum Amp - geht immer noch nicht. Ich brauche das zwar nicht, aber es kann in verschiedenen Situationen sinnvoll sein, so dass dies weiterhin den 5. Stern bei Features kostet. Zumal der Vor-Vorgänger (POD X3 LIVE) das bereits konnte. Das ist also einfach schwach.

** Wesentliche Neuerungen:
- Mehr DSP-Leistung. Das bringt v. a. was, wenn man viel mit zwei Signalwegen arbeitet oder generell viele effektaffine Sounds immer drauf hat.
- Neue Fußtaster. Die sind tatsächlich deutlich besser, sie wirken viel solider und sind einfach professioneller.
- LED-Ringe um die Fußtaster. Das mag zunächst trivial klingen, aber auf der Bühne sind sie sehr viel komfortabler als die alten kleinen LEDs. Sogar bei Sonnenlicht sind sie besser sichtbar.

Alles andere wie gehabt. Leider immernoch derselbe Witz von einem Netzteil (also wie beim HD500), aber das ist ein anderes Thema...

Sensationell verarbeitet.

Ob man den HD500X nun braucht, wenn man den HD500 bereits hat, muss wohl jeder selbst entscheiden. Einen anderen Sound bekommt man nicht, aber mehr Möglichkeiten, was den Prozessor betrifft.
Ich wollte ihn, da Line 6 stetig Updates fährt und dabei auch immer mal wieder ein neues Amp- oder Effektmodell oder andere Features springen lässt. Zwar habe ich in einem Beitrag des Herstellers in einem sozialen Netzwerk gelesen, dass auch der HD500 weiterhin mit Updates bedient wird. Jedoch ist es wohl eine Frage der Zeit, dass der alte DSP mit dem neuen da nicht mehr wird mithalten können oder verschiedene neue Errungenschaften von Line 6 einfach die Leistung des neuen DSP vom HD500X verlangen. Das ist aber nur meine Meinung (weils halt naheliegt und man ja aus der Vergangenheit lernt...), ohne dass das irgendwie belegt wäre.

** Zum Sound:
Wie beim H500, also beziehe ich mich gekürzt auf meine dortige Rezension:

Es ist wirklich Geduld und Wurschtelei erforderlich, um die Kiste zum Klingen zu bringen. Die Presets sind tatsächlich Müll und in der Praxis unbrauchbar. Wenn man dann aber mal fertig ist, dann hat man eine unschlagbare Soundvielfalt. Für die Soundqualität wurde ich nach nunmehr vielen Gigs von verschiedenen Tontechnikern gelobt. Die drehen praktisch nix mehr rum am Pult und meine Gitarre setzt sich live prima durch. Vorausgesetzt allerdings, dass man einen anständigen Amp auf der Bühne stehen hat.

Ich spiele den Line6 DT25 Amp in Verbindung mit dem HD500X: Das war nochmal eine Verbesserung um Welten!! In dieser Kostellation kann ich mir kein besseres Modelling mehr vorstellen. Es geht alles.

Mir ist aufgefallen, dass ein und derselbe Sound über verschiedene Amps krass unterschiedlich klingt, insbesondere funky clean Sounds, so dass unter Umständen verschiedene Setups für verschiedene Amps programmiert werden müssen. Jedenfalls dann, wenn man das Ganze perfektioniert betreiben will.

Die Editier-Software ist zwingend und damit gehts prima simpel, wenn man seine Bedenken ablegt, Gitarrensounds mit ner Maus zu basteln...

I'm addicted und gebe weder POD noch DT wieder her...
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