Line6 Helix LT Guitar Processor

Gitarrenprozessor

  • nächste Generation mit Dual DSP-basierter HX Modeling Engine mit 4 diskreten Stereo-Signalwegen
  • 50 Gitarrenamps
  • 12 Bassamps
  • 37 Boxen
  • 16 Mikrofone
  • 104 Effekte
  • importiert IRs (Impulsantworten) bis zu 1024 / 2048 Samples Länge
  • 12 berührungsempfindliche Fußschalter
  • Pedal Edit Mode zum freihändigen editieren
  • Near-Instant-Fußschalter und Controller-Zuweisung
  • bis zu 2 Expression-Pedale
  • weitreichende MIDI-Steuerung
  • umfangreiche Ein-, und Ausgänge für die nahtlose Integration eines gesamten Rigs
  • 8 In/Out USB-Audio-Schnittstelle
  • AES / EBU / L6 LINK (funktioniert als SPDIF mit Adapter) und VDI-Schnittstellen
  • 123 dB Dynamikbereich am Gitarreneingang für Tiefe und geringes Rauschen
  • robuste Konstruktion
  • Abmessungen (B x T x H): 52,9 x 30,1 x 9,2 cm
  • Gewicht: 5,44 kg

Ein- und Ausgänge:

  • 1 Gitarreneingang
  • 2 Sends
  • 2 Returns - stereo verlinkbar
  • 1 Expression-Pedal Eingang (wird mit External Amp Out geteilt - global einstellbar)
  • 6,3 mm Klinke und XLR Ausgang mit Ground Lift
  • Kopfhörerausgang

Weitere Infos

Design Floorboard
Röhre Nein
Amp Modeling Ja
Effekte Ja
Kopfhöreranschluss Ja
Direkt Out Ja
MIDI-Schnittstelle Ja
Integriertes Expression Pedal Ja
Anschlüsse für Pedale oder Fußleiste Ja
Aux-in Nein
Integriertes Stimmgerät Ja
USB Anschluss Ja
Drumcomputer Nein

Vollausstattung für den Gitarristen

Mit dem Helix LT hat Line 6 ein digitales Komplettsystem für Gitarristen im Angebot, das die Klangqualität und Leistung der renommierten Helix-Modells in einer günstigeren Preisklasse bereitstellt. Die Hardware simuliert die Kernelemente Verstärker und mikrofonierte Box ebenso wie vor- und nachgeschaltete Effekte aller Art, natürlich speicher- und nach Belieben konfigurierbar. Selbst echte Pedale lassen sich in das System über zwei Send/Return-Loops integrieren. Dank leistungsstarker Signalprozessoren kann man im Helix LT zudem mit bis zu vier Signalsträngen arbeiten und entsprechend komplexe Klänge erzeugen, die analog, digital und über USB abgreifbar sind. Helix LT ist schließlich über ein großes 6,2“-Farbdisplay und farbkodierte Fußtaster intuitiv zu bedien- und programmierbar.

Verstärkersimulation, Effekte und Steuerzentrale

Helix LT bietet erstklassige Simulationen von 62 Verstärkerkanälen, 37 Boxen, 17 Mikrofonen und mehr als einhundert Effekttypen. Dank zweier Signalprozessoren sind dabei komplexe Verschaltungen in bis zu vier Signalsträngen möglich, für die man früher tonnenschwere und kaum erschwingliche Racks hätte bemühen müssen. Helix LT setzt für seine authentischen Klangergebnisse auf eine aufwändige Modellierung auf Komponentenbasis. Ergänzend lassen sich Impulsantworten für die Boxensimulation laden. Gleichzeitig lässt sich das System dank des großen Farbdisplays und der farbkodierten berührungsempfindlichen Fußtaster komfortabel nutzen und bei Bedarf auch über eine kostenlose Steuersoftware konfigurieren.

Pop, Rock, Gitarre und Bass

Livemusiker profitieren von den Möglichkeiten des Helix LT ebenso wie Projektstudios. Dabei ist das Gerät aufgrund seiner immensen Auswahl an Verstärkern und Effekten genreübergreifend nutzbar ¬ vom Top 40 Musiker bis hin zu Djent-Metaller. Tatsächlich wendet sich Helix LT keinesfalls nur an E-Gitarristen, sondern kann auch elektrische Bässe mit passenden Klängen ausstatten. Schließlich wird die Ausstattung an Verstärkern und Effekten auch noch kontinuierlich über kostenlose Updates erweitert.

Über Line 6

Der amerikanische Hersteller Line 6, der seit 2014 dem Yamaha-Konzern angeschlossen ist, gehört zu den Pionieren im Bereich der digitalen Verstärker für Gitarristen. Schon 1996, im Jahr der Firmengründung, wurde der weltweit erste digitale Modelingverstärker AxSys 212 vorgestellt. Der Durchbruch gelang Line 6 mit dem POD (1998), der Modeling-Sounds erstmals im Heimstudio verfügbar machte. Seit 2015 sorgt die Helix-Serie für nochmals deutlich verfeinerte Simulationen. Daneben hat der Hersteller aus Kalifornien seit Jahren mit der Variax-Technik eine Möglichkeit geschaffen, auch den Klang der elektrischen Gitarre per Modeling zu flexibilisieren. Neben Effektpedalen hat Line 6 auch Software und Aufnahmetechnik im Angebot und im Bereich digitaler Funkstrecken zur Tonübertragung und kleiner Beschallungsanlagen am Markt präsent.

Solo- und Teamspieler

Helix LT ist eine Universallösung für Gitarristen. Trotz kompakter Abmessungen lässt sich hier die gesamte Verstärkerkette ersetzen. Bei der Aufnahme ist man dabei überall und zu jeder Zeit einsatzbereit. Auf der Bühne überzeugt das robuste Pedal durch enorme Klangvielfalt, bei Eliminierung von Pegel- und Konsistenzproblemen mikrofonierter realer Verstärker. Gleichzeitig ist Helix LT aufgrund seiner Fähigkeiten als leistungsstarker Effektprozessor und als Boxensimulation auch ein idealer Partner für vorhandene Verstärker. Und schließlich ist das Pedal mit zwei programmierbaren Effektloops und seiner MIDI-Steuerbarkeit eine überzeugende Steuerzentrale für externe Hardware.

Im Detail erklärt: Komponentenmodellierung

Bei der Komponentenmodellierung wird eine reale Schaltung Bauteil für Bauteil vermessen und in der digitalen Emulation entsprechend mit diesen Eigenschaften nachempfunden. Auf diese Weise werden auch die Besonderheiten spezifischer verbauter Bauteile, deren Ansteuerung und deren Kennlinien erfasst. In der Summe ergibt sich durch dieses Vorgehen ein Klangergebnis, das sich sehr nah an einem ausgewählten Original und nicht an einem generischen Schaltplan orientiert. Gleichzeitig ergibt sich hieraus ein verblüffend authentisches, dynamisches Spielverhalten.

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4.8 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Erst enttäuscht - dann begeistert - auch mit Variax - weiter so Line6 !!!
MrHKBlues, 05.03.2018
Ich - Blueser - 65J - wenig Erfahrungen mit Digital-Effekten, eher Purist.

Helix LT (Firmware 2.21) gekauft Ende Dez. 2017 - absolutes Neuland für mich.

Verpackung vorbildlich. BedAnleitung pdf auf Stick dabei +große Bedienelement-Übersicht (43,5 x 28 cm Pappe, beidseitig bedruckt, Englisch) geben Orientierungseinstieg. Viele Beschreibungen für mich zunächst #böhmische Dörfer#, weil Grundwissen voraussetzend. In Youtube-Demos zumeist viel zu viel Gesabbel. Inzwischen aber auch empfehlenswerte Beiträge - also: entwickelt sich noch-

Test aller 200 Presets via Marshall-Stereo-Endstufe + 2x12 Box führt zunächst zur ersten handfesten Enttäuschung. Sounds überladen, für meine Ohren zumeist eine Zumutung. Vom Rückgaberecht Gebrauch machen ruft es in mir! Mehrere Tage lang.

Endlich herausgefunden, wie man Presets zu User-Presets macht und viele Effektintensitäten erstmal runterschraubt weniger ist mehr! Folge: Doch behalten ruft es in mir!

So geht es laufend ein Tag: zurückgeben nächster Tag: behalten.

Erste Fragen ins Helix-Forum gestellt. Erstaunlich schnelle Antworten, die meisten qualifiziert und anständig, was in vielen anderen Foren ja selten ist. Echte Hilfestellungen. Wie lege ich für einen Auftritt analog zu meiner Set-List für jeden Song einen Sound an? Wie geht das mit den Snapshots? Prompte Antworten ohne Häme. Nachdem ich dadurch weiß, wie es geht, verstehe ich die Bedienungsanleitung endlich auch richtig. Setlist-Sounds mit jeweils völlig latenzfreien (!) Schaltungen für Intro Main Solo Outro etc. geht jetzt echt einfach.

Mein Schrei nach Undo-Button findet im Forum überwiegend Zustimmung, wird aber wohl Wunschtraum bleiben. Ohne hat man z.T. ärgerliche Mehrarbeit, wenn man sich verdaddelt hat, ohne vorher zu speichern. Also: ändern - speichern - ändern - speichern - etc. ist ein Muss.

Alle Bedienelemente machen mit wachsender Erfahrung nun auch wirklich Sinn + Spaß. Line6 hat das Ding bedienungsfreundlich gemacht, wenn man erstmal weiß, wie es geht. Die Bedienungsanleitung hätte allerdings einen deutlich umfangreicheren Teil der ersten Schritte (Blitzstart) enthalten sollen, besser noch: einen Extrateil für Leute, die ihre Bodentreter einfach mal im Helix nachbilden wollen. Dann wären die enormen Vorteile Helix LT versus traditionelle Bodentreter-Boards noch klarer geworden. Mit Helix kann man eben u.a. alle Reihenfolgen, Serien- und / oder Parallel-Verkabelungen realisieren, stereo oder mono, ohne auch nur ein Kabel zu ziehen. Und das geht in null-komma-nichts Zeitaufwand.

Besonders positiv fallen mir die Fußschalter-Funktionen auf, denn nicht nur treten, sondern auch mit Berührungen, Doppelbelegungen, oder Wechselbelegungen (Beispiele: Delay on + gleichzeitig Hall off, oder Amp 1 Channel Clean on im Wechsel zu Amp 2 Channel Drive on) sind nur die einfachsten Zuordnungen. Aber besser noch: man macht das mit latenzfreien Snapshots für jede Sound-Variation innerhalb eines Sounds. Da geht auch mehr, z.B. nur Tast-Effekt: solange man draufdrückt, wird z.B. Delay reingehauen, mit Einstellung, dass es beim Loslassen ausklingt und nicht einfach aufhört. Sehr praxisorientiert. Die Farbzuordnung ist flexibel und und und....Flexibilität hoch Drei!

Software ausprobiert. Installation klappt auf Anhieb. Damit gehen einige Modifizierungen schneller und genauer. Auch die Umbenennung von Presets gehen via Tastatur natürlich auch schneller als über Scroll am Gerät selbst. Kombiniert man beides, also Software + Einstellungen am Gerät, dann wird man richtig schnell und präzise.

Firmware 2.3 ist verfügbar. Installation fehlgeschlagen. Angefragt beim Service. Zügig Direktlink zum Update erhalten + funzt! Und wie! Endlich sind Werkspresets jetzt auch für meine Ohren zumutbar und z.T. echt Spitze! Und weitere Effekte und Modelle gibt's jetzt auch.

Variax ausprobiert. Klappt auf Anhieb. Interessante Kombinationsmöglichkeiten in beide (!) Richtungen festlegbare Schaltkombinationen.

Fertige Sounds können unter den Usern via Software ausgetauscht und gespeichert werden. Man findet dadurch vieles, was in Eigenarbeit viel Gehirnschmalz + Zeit kosten würde und kann es natürlich nach eigenem Bedarf anpassen. Mitmachen und selbst Sounds dort einstellen bringt dann ja auch Spaß und Anerkennung, wenn man was gutes hingelegt hat.

Soundqualität - bei gutem Händchen anstelle maßloser Übertreibungen - ist erste Sahne. Das Ausklingverhalten vieler Amps / Boxen-Kombinationen ist sehr natürlich einstellbar, bis hin zu filigranen Beeinflussungen von Miking und Feedback-Verhalten. Besonders gefällt mir die Möglichkeit, High-Gain-Feedback bei niedrigen Lautstärken mit ausgepägtem Singen zu erzielen. Das Feedback kann man da mit Gitarren-Volumen-Poti wirklich realistisch steuern. Aber ich habe ja auch erst angefangen, nach jetzt 2 Monaten mäßiger Nutzung. Und da gibt es garantiert noch vieles weiteres positives zu entdecken.

Interner Speicher für Presets ist mit über 1.000 Plätzen schier unglaublich, aber auch sinnvoll, wenn man für jeden Song komplett individualisierte Sounds haben will. Die Preset-Bezeichnungen (Name) sind für meinen Geschmack etwas kurz, so dass man abkürzen muss. Aber damit kann man leben.

An die in BedAnleitung genannten Prozessor-Grenzen bin ich mit noch keinem Sound gestoßen. Es ist aber beschrieben, wie man bei Überlastungen alternativ modifizieren kann.

Fazit:

Tolles Gerät mit unglaublichem Preis-Leistungs-Verhältnis und hohem Spaß-Faktor. Super Sound-Qualität mit schier unglaublichen Möglichkeiten. Zugegeben: man braucht viel Zeit, um die Vorteile auszuschöpfen, aber dann ist es einfach genial. Bedienungsanleitung ist verbesserungsbedürftig (u.a. fehlt auch ein Stichwortverzeichnis). Wenn man weiß, wie etwas geht, dann findet man sich aber auch in der Bedienungsanleitung zurecht.

Also: Absolute Kaufempfehlung, erstrecht nach mehrmaligen Preissenkungen. Firmware-updates zeigen, dass das Produkt nicht ausläuft, zumal jetzt auch noch eine abgespeckte Version kommt (der ich Helix Lt aber vorziehen würde) und die auch wieder voll identische Engines / Sounds hat, so wie auch das teuerste Helix ohne das LT. Das macht wirklich Sinn: jeweils dasselbe Firmware-Update. Weiter so Line6!!!

Zu guter Letzt: Gerade Firmware-updates 2.50 bis 2.53 installiert. Hammer! 2 neue Amp-Models, 6 neue HX Effects Models + 77 neue Legaxy Effects Models. Auch HX Edit Software wurde upgedated. Vorbildliche Produktpflege.

Ich möchte das Teil nicht mehr missen. Hätte ich vorher und auch anfangs nicht gedacht.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Mittlerweile Unverzichtbares Gerät
DJakes, 01.02.2021
Zur Einleitung möchte ich erwähnen das ich nicht auf alle Funktionen im Detail eingehen werde, da es reichlich sehr ausführliche Bewertungen gibt, deren Meinungen ich zum Großteil genau so vertrete bzw. Dokus im Internet viel detaillierter sind.

Verwendung/Bedienung/Features:
Ich bin grundsätzlich kein Fan davon, 20 Geräte in aneinander zu stecken um alle Funktionen zu haben welche ich als nötig empfinde.
Da kam Line6 mit dem HelixLT genau richtig.
Aktuell ist der GuitarProcessor seit mehr als 2 Jahren im Einsatz und ich möchte ihn nicht mehr missen.

Bei einem Live-Setup liegt nun nur noch der Line6 Helix LT vor mir auf dem Boden und vereint die Funktionen die früher Amp, Noisegate, Compressor, Tuner, EQ, Looper, u.Ä. separat erledigen mussten. Verkabelungsseitig gibt es nun nicht mehr so viele Fehlerquellen und ich muss nicht 5 Mal rumtreten, als würde ich eine Kakerlake auf dem Boden jagen, sondern wechsle nur das Preset. Aber auch das muss ich demnächst nicht mehr machen. (Mehr dazu kommt noch).

Anfangs war es noch gewöhnungsbedürftig sich durch die Menüs zu hangeln und die Software zu verstehen bzw. die Bedienung dieser über die Dreh- und Druck-Knöpfe. Doch meiner Meinung nach relativ sauber gelöst, lediglich eine Fernsteuerung über Tablet oder Handy wäre noch super gewesen. Alternativ kann man das Gerät auch über USB an den PC anschließen und der HX Edit Software mit Maus und Tastatur alles konfigurieren.

Ein Preset ist relativ einfach zu verstehen. Es handelt sich einfach nur um eine Digitale Version einer Signalkette vom Eingangssignal (Instrument, Mic, etc.) bis hin zum Ausgangssignal (Verstärker, PA, Stagebox, Interface). Welcher der Input/Output sein soll lässt sich einstellen.
Dazwischen lassen sich dann allerlei Geräte einstellen die man auch als Hardware kennt wie z.B. Effekte/Pedale, Amp, Box, EQs, Signalsplitter, etc.) und das An-/Aus-/Umschalten lässt sich dann den Knöpfen zuweisen.
Von diesen Presets lassen sich dann mehrere Erstellen und beliebig wechseln. Ich habe z.B. Pro Song ein Preset.

Live verwenden wir ein PC mit laufender DAW, welche neben Lichtsteuerung, IEM-Mixer auch das HelixLT (via MIDI) steuert. D.h. ich muss noch nicht einmal die Presets wechseln oder Effekte An/Aus schalten, da dies die DAW zum entsprechenden Zeitpunkt im Song macht. Natürlich kann ich trotzdem manuell übersteuern.

Je nach Live-Situation verwende ich entweder den Ausgang welcher mit einer BoxSimulation (eigene ImpulsResponses) an den Mixer/PA geht oder den Output, welcher direkt an einen Verstärker/Box geht. Manchmal auch beides parallel.

Kurz gesagt, es sind fast keine Grenzen gesetzt. Bisher konnte ich für alle meine Probleme eine Lösung finden.

Sound:
An dem Sound gibt es eigentlich keine Kritik zu äußern. Grad durch die Vielfallt an Amp-Simulationen und die Möglichkeit den Sound in einem hohen Grad anzupassen, kann man von klarem/natürlich bis hin zum verzerrtesten und effektüberladenen Sound eigentlich alles hinbekommen. Und je nachdem was das Ausgabegerät ist (PA, Gitarrenboxen, PC-Monitorboxen), lässt sich der Output entsprechend einstellen.
Störgeräusche oder Fehler kamen nie zustanden. Wenn dann nur durch Eigenverschulden wie z.B. Signalkette falsch eingestellt oder falschen Output verwendet.

Verarbeitung:
Verarbeitung ist solide und stabil. Trotz mehrere Transporte hat mein Helix bisher noch keine Macken. Weder optischer noch technischer Natur. Anschlüsse und Bedienfelder sind gut montiert und weisen auch noch keine Schäden oder Abnutzungen auf.
Man sollte jedoch bedenken das es sich um einen kleinen Computer handelt und damit auch vermeiden das Geräte durch den Raum zu schmeißen. (Seine Gitarre wirft man ja auch nicht umher :P)

Pro:
- Vielseitig einsetzbar
- Hohe Individualisierbarkeit
- Automatisierung möglich
- Gute Performance
- Reduziert Fehlerquellen in der Signalkette

Contra:
- gutes technisches Verständnis nötig


Fazit:
Wer keine Scheu vor Technik hat und sich Zeit nimmt mit der Software bzw. deren Möglichkeiten zu beschäftigen, bekommt hier alles was man benötigt in einem Gerät, welches einem auch noch viel Arbeit abnehmen kann.
Wer jedoch auf Analoge Geräte schwört, sollte sich überlegen worauf er sich hier einlässt.
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Features
Sound
Verarbeitung
warum ich das Helix statt dem Headrush genommen habe
xcvb, 19.12.2018
Zum Sound will ich eigentlich nur so viel sagen, dass es einen nicht sofort vom Hocker haut, vor allem die Presets, aber für den, der will ist alles drin, jede Menge guter Presets online und unendlich viele Möglichkeiten. Wer mit dem Sound nicht zufrieden ist hat einfach noch nicht lange genug geschraubt. Wer nicht bereit ist sich mehrere Stunden damit zu Beschäftigen, der ist beim Helix falsch. Wer meint er kommt ohne Bedienungsanleitung aus, der vermutlich auch. Anfangs war ich sehr unbeholfen, irgendwann ist der Knopf aufgegangen und jetzt weiß ich gar nicht mehr, warum ich mir zuerst so schwer getan habe, gewisse Einstellungen zu finden bzw. die Bedienung zu verstehen.

Wer wie ich zwischen Helix und Headrush schwankt für den hier meine Pluspunkte fürs Helix:
Als erstes Unterscheided sich das Grundsätzliche Bedienkonzept, ich schalte beim spielen fast nur zwischen Snapshots um. Das heißt man packt alles was man will in ein Preset und speichert dann pro Snapshot was ein oder aus ist und jede Menge weiterer Parameter ein. Das hat den Vorteil, dass "globale" Effekte/Einstellungen nur einmal gemacht werden müssen. Beim Headrush habe ich keine Möglichkeit gefunden zwei oder mehr Dinge in einem Preset gleichzeitig umzuschalten, da bleibt nur der Weg über zwei Presets.
Außerdem kann man beim Helix pro Snapshot auch Midi Befehle (Program oder Control Changes) senden oder über Ext. Amp Anschluss den Kanal am Verstärker wechseln (Achtung geht nicht bei jedem, beim meinem Engl E315 zB nur mit selbstgelötetem Kabel). Umgekehrt kann auch jeder Snapshot per Midi von extern angewählt werden. Wem die Fußtasterbelegung vom Helix noch zu wenig variabel ist (Snapshot oder Stop, oder halbe/halbe), der kann auch Midi In und Out vom Helix verbinden, um beliebige Midi Befehle an sich selbst zu senden. Midi ist beim Headrush nur sehr eingeschränkt möglich.

Die Signalkette:
Beim Headrush gibts nur ein paar Möglichkeiten/Varianten zur Auswahl. Beim Helix geht fast alles was man sich nur irgendwie Ausdenken kann. Auch mehrere Gitarren, oder ein Signal ohne Simulation zum echten Amp, das zweite über eine Amp Sim zum XLR oder USB raus - kein Problem. Auch bei der 4 Kabel Methode kann man Send und return frei platzieren und entweder komplett parallel bis hin zu komplett seriell einstellen. Beim Headrush: FX send/return nur ein oder aus.

Die Bedienung:
Der Touchscreen am Headrush bring meiner Meinung nach nicht so viel, wie man erwarten würde. Der große Nachteil: entweder ist der Touchscreen am Boden, oder die Fußschalter am Tisch (Spielen und schalten nicht gleichzeitig möglich). Zum effektiven einstellen empfehle ich die Helix PC software, mit der man auch ein Backup erstellen kann. So kann man auf Augenhöhe einstellen, gleich darauf beim ausgiebig Testen per Fuß umschalten. PC software gibts fürs Headrush gar nicht.
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Sound
Verarbeitung
Top Multieffekt mit vielen Möglichkeiten
LukasL, 16.04.2020
Ich nutze den Helix LT in einer klassischen 3-Mann Kombo. (Gitarre, Keyboard, Schlagzeug) Wir spielen hauptsächlich Feuerwehrfeste, Hochzeiten. Hier ist enorme Klangvielfalt gefragt (von Austopop bis AC/DC) - diese erreiche ich mit dem Helix LT super. Ich bin absolut kein Profi-Gitarrist, aber was selbst ich aus diesem Gerät herausholen kann ist für meine Verhältnisse erste Sahne.

Im Vergleich zu dem "großen" Helix fühlt sich meines Erachtens das Modulation-Pedal besser an. Anfangs befürchtete ich, dass die beleuchteten Displays bei den Pedalen fehlen würden, da ich diese aber "etwas anders" als vorgesehen (siehe unten) benutze, stört mich das kein bisschen.

Falls Sie/Ihr euren Helix auch als Midipedal verwenden wollt, könnte folgendes für euch interessant sein. "Klangfetischisten" werden in den nächsten Zeilen sicher nicht auf ihre Kosten kommen ;), da ich dafür einfach nicht der Richtige bin :)

Was für mich ausschlaggebend war, das war die Möglichkeit per Midi externe Geräte anzusteuern. Hierbei schalte ich beim Behringer X32 per Control Change die Effekte für die Stimmen ein oder aus. Das war am Anfang zwar ein bisschen kompliziert, aber es funktioniert bestens. Die Midi-Befehle habe ich mir jeweils auf die Pedale unterhalb von C & D gelegt. Dadurch habe ich zwar nur mehr zwei zusätzliche Effekte pro Preset, kann aber jederzeit für Moderationen meine Stimme lauter machen. In einem anderen Preset habe ich die Voreinstellungen für das DMX Lichtmischpult eingespeichert, sodass ich mit dem Helix die unterschiedlichen Lichtstimmungen per Pedal aufrufen kann. Früher hatte ich dafür immer ein mieses Multieffektgerät und ein globiges Behringer FCB1010 vor mir stehen, jetzt einen edlen Helix LT und es ist einfach wunderbar!
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