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Laney IRT120H Ironheart

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Topteil für E-Gitarre

  • Leistung: 120 W
  • 4 Vorstufenröhren ECC83
  • 4 Endstufenröhren 6L6
  • Class AB
  • 3 Kanäle: Clean, Rhythm und Lead
  • Regler für Bass, Middle, Treble mit Pull-Push EQ-Shift
  • Presence
  • Reverb
  • fußschaltbarer Pre Boost für jeden Kanal
  • FX Loop
  • Lautsprecherausgang: 4, 8 und 16 Ohm
  • Abmessungen (B x H x T): 678 x 271 x 288 mm
  • Gewicht: 20 kg
  • inkl. 4-fach Fußschalter
  • passendes Flightcase: Art. 317521 (nicht im Lieferumfang enthalten)
Leistung 120 W
Endstufenröhren 6L6
Kanäle 3
Hall Ja
Fußschalter Ja
Artikelnummer 269321
840 €
1.199 €
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134 Verkaufsrang

37 Kundenbewertungen

5 26 Kunden
4 9 Kunden
3 2 Kunden
2 0 Kunden
1 0 Kunden

Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

d
Ein super Verstärker
diedl 15.01.2018
Best british tradition kennzeichnet den Ironheart 120/60, ein sehr gut verarbeiteter Amp mit hervorragendem Sound und Preis-Leistungsverhältnis. Er kann von Jazz, Blues, Rock bis bösestem Heavy Metal alles. Er bietet Vintage wie zeitgemäße Möglichkeiten und ist eine klare Kaufempfehlung!

Bauweise:

Der Amp macht rundum einen sehr soliden Eindruck, nichts klappert und es gibt keine billigen, wackeligen Plastikteile. Das Elektronik-Gehäuse und die front-/rückseitigen Schutzgitter sind aus Stahlblech, das Logo aus Alu.
Ausgangstrafo und Kühler für die 4 St. ECC83 Röhren sind verchromt und sehen neben den 6L6 sehr edel aus. Die 6L6 haben festsitzende Klammern, damit nichts rappelt. Überhaupt ist viel Stahl verarbeitet, der verchromt oder dick genug lackiert ist und dem Namen des Ironheart alle Ehre macht.
Die Korpusschale besteht aus hochstabilen MDF-Platten und ist mit dem gleichen, ziemlich unverwüstlichen Bezugsmaterial bespannt, das auch ORANGE in orange verwendet. Die Gitter sind abnehmbar zur Wartung der Röhren und an den Berührungsstellen zum Metallgehäuse mit Verlours-Dämpfungsstreifen versehen, die erfreulicherweise nicht aus billigem Kunststoff bestehen. Erfahrungsgemäß lösen sich solche nämlich nach ein paar Jahren des Bratens unter Bildung eines üblen, klebrigen Breis von selbst auf oder verhärten wie eine Monate alte Semmel und die folgende Rappelei geht auf die Nerven. Wenn sich beim Ironheart mal nach vielen Jahren etwas ablösen sollte, dann ist es nur der Kleber, der i.d.R. restauriert werden kann.
An den oberen Querkanten sind 2 sehr solide Tragegriffe anatomisch richtig angeordnet, womit die immerhin 24 kg schwere Wuchtbrumme beim Transport beidhändig an Becken und Oberschenkel herangezogen werden kann (kein Sexismus, sondern Rückenschule!), um die Wirbelsäule weitgehend zu entlasten. Das kommt mir Altrocker mit Bandscheibenschaden sehr entgegen.
Alles zusammen macht das den Amp absolut roadtauglich und langfristig sanierungsfähig.
Das Design ist klasse, die Beschriftung groß, sehr gut ablesbar und nicht wie Schrödingers schwarze Katze in der Nacht zu suchen, wie bei manchen anderen Amps. Die rote LED-Innenbeleuchtung mit Chromteilen macht ihn auf der Bühne zum Hingucker und signalisiert auch gleich deutlich, wo es lang geht: Obergeil.

Elektronik:

Mr. Lyndon Laney konfigurierte den zweikanaligen Amp in der Weise, daß dieser durch eine raffinierte Schaltung effektiv dreikanalig zu bedienen ist. Dabei kann der Clean Kanal duch einen Schalter per Hand oder Fuß bei gleichbleibendem Sound auf Overdrive geschaltet werden, wie es alte britische MARSHALL, ORANGE, HIWATT etc. bieten. Deswegen gibt es hier zwar getrennte Volume- und Gain-Regler, aber nur eine gemeinsame Klangregelung.
Der zweite Kanal ist komplett eigenständig und liefert neben einer eigenen Klangregelung und Volume auch ein Gain von clean bis jenseits von gut und böse für Freunde von Heavy Metal oder abstürzenden Fliegern in Jimi Hendix Stimmung DGCfad.
Jede Klangregelung der beiden Kanäle ist 3-bandig. Durch einen integrierten Push-Pull-Schalter können die Bass-Regler auf ein tieferes Band und die Middle- und Treble-Regler auf ein Höheres umgeschaltet werden. Das ergibt 6 sinnvolle Bänder für eine sehr effektive Klangregelung, ohne daß die Frontplatte durch hunderttausend Regler unübersichtlich wird. Mit den Push-Pulls stehen sofort Bass-, Middle- und/oder Treble-Boosts/-Cuts zur Verfügung, ohne die Reglerstellung zu verändern, sofern diese nicht bei 12 Uhr stehen. Es lohnt sich, damit zu experimentieren.
Ich füttere diesen Amp mit völlig unterschiedlicher Nahrung: Strat, Tele, Paula, George Benson, dropdown-tunings oder sogar mit meinem Jaguar-Baß, alles verdaut er hervorragend. Stellt man alle Regler auf 12 Uhr, gibt es bereits einen guten Gitarrensound, was eine ausgewogene Architektur zeigt. Der wichtigste Sound ist der klar definierte, druckvolle und bereits mit leichter Kompression verlaufende Clean Sound. Alle weiteren Gain-Wünsche decken die beiden Overdrives ab. Ein regelbarer Pre-Booster kann zugeschaltet werden und beeinflußt den Gain. Damit stehen insgesamt 5 Overdrives per Schalter zur Verfügung, da er auch dem CleanSound einen sanften Hauch von Overdrive verleihen kann. Das ist die nach wie vor von Transistoren kaum erreichte Stärke von Röhren.

Zur Masterregelung gibt es einen Dynamics-Regler für die Tieftonstruktur, einen Toneregler für die Obertonstruktur und einen einfach zu bedienenden und sehr gut klingenden Digitalhall. Mit dem Leistungsregler wird das Ungeheuer gebändigt von angenehmen <<1 Watt bis 120 (60) Watt, wo dann die Fetzen fliegen. Er geht auch nicht wie üblich bei 0 los, sondern bei sanfter Zimmerlautstärke. Damit kann man zuhause spielen, ohne daß Nachbars Besenstiel gleich an die Decke geht.
Rückseitig gibt es einen direkt aus dem Lautsprechersignal emulierten, symmetrischen und in der Lautstärke regelbaren DI-Wandler mit XLR für PA/Recording, 2 unsymmetrische Klinken-Anschlüsse für Send/Return und einen 3,5 mm AUX IN.
Wenn man wie ich mit der 4-Kabel-Methode arbeitet, ist Send/Return Pflicht, denn so können Wah, Kompressor und Zerre vor den Preamp gelegt und Chorus, Flanger, Delay und Reverb danach eingeschleift werdenen, womit der Sound definierter und klarer wird. Der Amp meistert brummtechnisch die gesamte Kabelstrecke von ca. 35 Meter sehr gut, sicherheitshalber habe ich in die Effektschleife mittels 2 DI-Boxen (passiv, Thomann je 10 ¤) eine kurze, symmetrische Strecke mit Groundlift eingebaut, um eventuelle Erdungs-Brummschleifen auszuschließen. Wer mit Single Coils Heavy Metal machen will, sollte zudem noiseless Vertikal-Humbucker einbauen, sonst brummt es im High Gain gewaltig, was aber nicht am Verstärker liegt.

Zubehör:

Mitgeliefert wird eine ebenso solide Fußschalterbox aus Stahlblech mit 4 Schaltern für Boost, Kanalumschaltung, Overdriveumschaltung und Reverb on/off. Damit diese Stompbox funktioniert, müssen die Schalter am Amp in einer bestimmten Stellung sein. Alle Schaltstellungen sind an Box und Amp mit großen, farbigen LEDs beleuchtet. Erfreulicherweise sind die Schalter mechanisch und nicht elektronisch. Dadurch haben sie erstens einen definierten Druckpunkt mit spürbarem Einrasten und zweitens gehen sie erfahrungsgemäß bei häufigem Gebrauch irgendwann kaputt und können problemlos kostengünstig ausgetauscht werden. Wer einmal 350 ¤ für ein popeliges, elektronisches Schalterersatzteil berappte, weiß wovon ich spreche. Dafür kriegt man nämlich schon einen guten Verstärker wie den A1+ von Laney. Angeschlossen wird die Fußbox über ein mitgeliefertes Midi-Kabel mit Steckern aus Metall!
Vorab getestet hatte ich diesen Amp im tollen Thomann-Ampraum über eine passende und sehr gut klingende Laney 4x12er Box. Zuhause und für Recording verwende ich eine phantastische alte Vintage ORANGE 4x12er, die ich aber nicht mehr schleppen kann. Deswegen verwende ich on stage ein kleines, transportables Stack aus 2 Stück 1x12er Boxen mit guten, zeitgemäßen 200 W RMS PA-Tiefmitteltönern in Birkensperrholzgehäusen. Diese wiegen gerade mal je 15 kg und klingen etwas mittiger. Zum Ausgleich der Soundunterschiede zwischen Zuhause und Stage verwende ich im Effektschleifweg einen 8-Band EQ von Artec (35 ¤), der sehr gut funkioniert und roadtauglich ist. Ein Amp dieser Soundkategorie erfordert unbedingt 12er Lautsprecher, 8er oder 10er werden mit ihm nicht fertig. Man fährt ja auch keinen Ferrari mit 155er Reifen.
Die Bedienungsanleitung mit Blockschaltbild und Vorschlägen für Grundsounds liefert alles, was man wissen muß und ist, wie üblich, in Englisch, mit einem rührenden Vorwort von Mr. Laney. Das ist englischer Stil vom Feinsten.
Leider gibt es für diesen großartigen Amp kein Softshell-Cover, sondern nur ein Flightcase, womit es das Monster auf stolze 32 kg bringt und für mich nicht mehr transportabel ist. Also mußte ich mir eins aus Filz von meiner Frau nähen lassen. Das ist allerdings Jammern auf höchstem Niveau und keinen Punktabzug wert.

Das ist der beste Amp, der mir je in die Finger kam und in 45 Jahren Rockgeschichte hatte ich schon über viele gespielt.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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M
Was für ein Wahnsinns-Amp! Kaufempfehlung
Metalzottel84 05.08.2016
Dieser Amp ist der blanke Wahnsinn! Ein 2-Kanaler mit 5 Sounds, was will man mehr? Die Front-Panel ist sehr übersichtlich gestaltet. Die Regler DYNAMICS und TONE verleihen dem Ironheart das geiwsse Etwas. Er ist für jede erdenkliche Musikrichtung geeignet. Ich spiele ihn im Hardrock- und Metal-Bereich.

Seine größte Stärke ist sein absolut lupenreines Gain. Sehr definiert OHNE zu Matschen. Weitere sinnvolle Features sind die Push-Pull-Poti der EQ-Sektion. Damit findet man auch sehr schnell seinen Lieblings-Sound.

Der Fußschalter ist sehr übersichtlich. Doch kommt es beim Ironheart immer drauf an, wie am Topteil die Kippschalter eingestellt sind. Will man ALLE Optionen per Fuß schalten, muss man vorher erst rausfinden, in welcher Position der Kippschalter des Clean-Kanals stehen muss. Doch dies ist binnen 1 Minute schnell geklärt.

Sehr überzeugend und definiert ist auch der integrierte Hall-Effekt. Er hat eine sehr schnelle und direkte Ansprache.

Der Hi-Gain-Bereich bietet noch mal 2 Optionen. NORMAL und BOOST. Der NORMAL klingt etwas bauchiger/offener, und BOOST ist dann etwas komprimierter mit etwas mehr Verzerrung. Dies kann man am Boost-Regler einstellen.

Der Clean-Sound lässt ebenfalls keine Wünsche offen.

Der LANEY Ironheart ist vergleichbar mit dem ENGL Powerball 2, hat jedoch besser abgestimmte Features. Ob man bei einem Vollröhren-Topteil nun unbedingt einen Hall-Effekt braucht, dass ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ich bin froh, dieses Topteil zu besitzen. Der LANEY Ironheart ist ein echter Allrounder, der aber auf jeden Fall im Rock und Metal zuhause ist. Egal, ob fette Powerchords für Rhythmus, Shredding à la Black Metal oder melodiöse Soli von Pink Floyd bis Hammerfall. Der Ironheart kann all dies.

Klare Kaufempfehlung!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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SB
Absolut Empfehlenswert
Semi BS 27.08.2020
Hallo in die Runde,

vorab mal wieder ein Lob an Thomann... Freitag Abend (17.30 Uhr) bestellt. Montag morgen (10 Uhr) da!

Und jetzt zum Laney Ironheard 120 Watt:

PRO:
- Verarbeitung
- Flexibilität
- Sound

CONTRA:
- eigentlich nichts

Der Amp bietet so viel, dass ich gar nicht recht weiß, wo ich anfangen soll:

Ich habe bislang nur Transistoren gespielt, weil ich mich mit dem Vorurteil - Röhre klingt nur laut wirklich gut - schwer getan habe. Ich habe keine Ahnung, ob das bei anderen Röhrenamps so ist, aber dank des Wattreglers bei diesem feinen Gerät spielt das keine Rolle. Alle Kanäle lassen sich sehr gut auch in Zimmerlautstärke mit klarem (und reichlich gezerrtem) Sound spielen. Zudem gibt`s über den Tone- und den Dynamics - Regler schöne Einstellungen um den Sound auf den jeweiligen Raum einzustellen.

Was habe ich bisher gemacht:

Bislang habe ich den Amp nur in Zimmerlautstärke in meinem Hobbystudio gespielt. Dafür aber in den verschiedensten Variationen. Im Ausgang kombiniert mit einer Marshall 4x12, einer Orange 2x12, einer Syrincs 4x12 und der klassischen Harley Benton 4x12, die ich auch angeschlossen lasse. Im Input hatte ich eine Gibson Doublecut, eine Epiphone Les Paul, eine Fender Strat und eine Ibanez S... (leider nicht alle meine eigenen :-)). Alle Gitarren jeweils direkt am Amp und auch in Verbindung mit meinem Pedalboard (bestehend aus Boss ME80, Vox Wah Pedal und nem Big Muff).

Der Amp hat einen extrem guten Klang in allen Kanälen. Dank der Push Funktion bei Bass, Middle und Treble in allen Kanälen hat man aber auch extrem viel Freiheiten den Sound für sich optimal zu gestalten. Der Gain bei Rhythm- und Leadchannel ist schon recht brachial, wenn man den Hahn voll aufdreht. wem das aber noch nicht reicht, der kann den Boost aktivieren. Dann werden (soweit ich das richtig verstanden habe) die 4 Röhren aus dem Vorverstärker zugeschaltet, was auf allen Kanälen (Clean, Rhythm und Lead) nochmal ne ordentliche Schippe drauf legt. im Cleankanal bekommt man dadurch einen angenehmen Bluessound. im Leadkanal bricht man schon fast in die fuzzige Richtung aus. Von klaren, flinken Riffs bis hin zu schwerlastigem Stoner lässt sich nahezu alles abdecken.

Der Amp kommt zum Einsatz in einer Band deren Musikrichtung ich nicht genau definieren kann. Teilweise klingt`s ein bisschen wie Rage aganinst the Machine, gepaart mit Ska und vielleicht ein bisschen Metal... Aber mit dem Ironheart konnte ich (zumindest bei der geringsten Wattleistung die man einstellen kann) zuhause beim Üben alles wunderbar abdecken. Selbst meine Whammybar wird klar rübergebracht. Der Amp hat nen super Sound, aber ich muss anmerken, dass es hier das Instrument ist, was die Musik macht. Im Gegensatz zu so manchen anderen Verstärkern die ich bislang gespielt habe, bringt der Laney Ironheart den Klang der jeweiligen Gitarre stark in den Vordergrund. Sehr geil, wenn die Gitarre auch nach was klingt. Zum Spaß hatte ich meine allererste Gitarre (mittlerweile 25 Jahre alt und damals schon nur 100 Mark Neupreis) angeschlossen. Und auch hier wurde der gitarreneigene Sound wunderbar transportiert wurde. Was mit der Gitarre eher ein Nachteil war :-)...

Die Verarbeitung ist super. Sowohl beim Topteil, als auch beim Fußschalter. Und obwohl das Teil doch recht schwer ist, lässt es sich dank der eingelassenen Tragegriffe easy handeln.

Sobald wir uns alle mal wieder zum Proben zusammenfinden, berichte ich nochmal, wie sich der Amp aufgedreht verhält...

Was gibt`s zu meckern? - Eigentlich nix. Das einzige was mich ein bisschen stört ist das Verbindungskabel zwischen Fußschalter und Amp. Hier wird ein Midi-Anschluss genutzt. Mein vorheriger Verstärker hatte ebenfalls einen 4-Fach Schalter, der über ein normales Klinkekabel angeschlossen wurde. Warum stört mich das? Weil ich mir ne Gearbox in mein Pedalboard gebaut habe, was einen Midianschluss nicht berücksichtigt hat. Letztlich ist das aber auch egal, weil das mitgelieferte Kabel ausreichend lang ist.

Fazit:

Wenn Ihr nen Vollröhrenamp haben wollt, der flexibel und stabil ist, den man zuhause und auf der Bühne nutzen kann und immer den gewünschten Klang abliefert... Dann kauft euch nen Ironheart!!! Schaut euch bei Youtube nen paar Reviews an. Da gibt es deutlich mehr Klangeindrücke als die Beispiele hier (die auch schon überzeugend sind).

Update 15.09.2020

Letzten Freitag war es endlich soweit. Wir haben seit Wochen mal wieder geprobt. Und hier noch das versprochene Update:

Laut ist das Ding noch fetter!!! die 120 Watt habe ich nicht gebraucht um gehört zu werden! Ich bereue nix. War die richtige Entscheidung, diesen Amp zu kaufen. Der steckt die anderen in die Tasche :-)
Bedienung
Features
Sound
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M
Ich glaube, ich bin verliebt.
Metlieb 18.12.2018
Seit 2011 spiele ich auf meinem Peavey Valve King 112, einer 50 Watt Vollröhren-Combo. Mittlerweile reicht mir der Valve King nicht genug, sodass mal etwas Größeres hermusste. Den Ironheart 120 Head spiele ich über die 2x12 Box von Laney. Um ehrlich zu sein, habe ich zunächst überlegt, mir den Peavey 6505+ zu holen. Als Gitarrist der härteren Gangart (Death Metal) braucht man ordentlich wumms und der 6505 ist für eben dieses bekannt. Nach zahlreichen Reviews, Vergleichen und Tests habe ich mich doch für den Ironheart entschieden. Dem 6505 wird zwar ein spitze verzerrter Sound nachgesagt, allerdings wird sein ?Clean?-Sound als dürftig und sein Rauschen als Orkan beschrieben. Ein One-Trick-Pony eben.

Da ich selbst gern mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten experimentiere, war mir eine Vielfältigkeit des Verstärkers ebenso wichtig. Der Ironheart bietet hierbei bereits im Grunde drei Kanäle (Clean, Rhythm, Lead), wobei Clean und Rhythm sich einen EQ teilen. Hier seine Wunscheinstellungen für Rhythm und Clean zu finden, ist etwas tricky, denn man möchte zu einen nicht, dass der Lead-Channel exakt wie der Rhythm-Channel klingt und zum anderen sind die Einstellungen, mit denen man seinen Wunschsound im Clean erreicht nicht immer die optimalsten für den Rhythm. Clean bevorzuge ich beispielsweise gescoopte Mitten und betonte Höhen und Tiefen, (Bass: +2, Mid: -2, Treble: +2), doch verzerrt geht man mit diesem Sound im Gesamtbild der Band leicht unter, wenn die restlichen Instrumente nicht entsprechend equalisiert sind. Aber besser haben als brauchen, schließlich sind die meisten Amps herkömmliche Zweikanäler, weshalb ich den Rhytm-Channel als Bonus-Dreck für den Clean-Channel sehe. Man kann natürlich im Rhythm-Channel den Gain 3 oder 4 drehen und hat eher einen oldschool Crunch-Sound, oder eben Gain auf 7 bis 9 und modernen, gescoopten, brutalen Rhythm-Sound erzeugen. Im Lead-Kanal wiederum habe ich die Bässe zurückgedreht und stattdessen die Höhen und Mitten Betont (Bass: -2, Mid: +2, Treble: +2). Damit hat man genug Punch, um sich im Gesamtbild gut durchzusetzen. In der Regel spiele ich aber zu 90 % über den Lead-Kanal (auch Rhythmus, nicht nur Melodie und Soli). Einzelne Passagen können gerne über den Rhytm-Kanal gespielt werden, wenn es dem Gesamtbild dient.

Die Push-Pull-EQ-Potis verändern wiederum noch weiter die Klangcharakteristik, sobald sie herausgezogen werden. Beim Bass-Poti wird die Bandbreite nach unten erweitert, sodass der Sound etwas fetter wird. Zockt man alleine, ist das ziemlich cool. Ist noch ein Bassist mit dabei, braucht man es nicht. So oder so hat man hiermit eine einfache Möglichkeit, den Sound fetter zu machen, ohne den eigentlichen Regler drehen zu müssen. Der Mid-Regler verringert die Bandbreite der Mitten, sodass der Sound insgesamt tighter wird, der Treble-Regler hingegen rundet die Höhen etwas ab. Die Potis selbst haben für meinen Geschmack genau den richtigen Drehwiderstand. Bei mir sind bisher alle Potis in Push-Position und soweit bin ich mit dem Sound mehr als zufrieden. Allerdings verwende ich auch ein Boss EQ-Pedal vor dem Amp.

Darüber hinaus hat der Amp für den Clean/Rhytm-Doppelkanal und den Lead-Kanal jeweils noch eine Boost-Funktion. Diese kann über den mitgelieferten Footswitch (der übrigens sehr robust verarbeitet ist) aktiviert werden. Am Amp selbst kann die Höhe des Boosts eingestellt werden. Im Rhythm- und Lead-Channel wird die Zerre nochmal ordentlich geboostet, der Clean-Channel wird hingegen leicht angezerrt. Wenn man kreativ ist, kann man sich hier also 6 verschiedene Channels zaubern. In meinem Falle steht der Bost auf etwa 3 bis 4, sodass ich effektiv zwischen moderatem und high-gain-Sound im Rhythm- und Lead-Channel schalten kann. Sobald man den Boost auf 7 oder mehr aufdreht und über den Clean-Channel spielt, kriegt man eine durchaus gut klingende Oldschool-Zerre hin.

An die Schaltung mit den Footswitch musste ich mich erstmal etwas gewöhnen. Ist am Footswitch alles aus, wird der Rhythm-Kanal angespielt, welcher im Grunde als ?Ausgangskanal? angesehen werden kann. Über den entsprechenden Fußschalter kann im Rhythm-Kanal in den Clean-Kanal geschaltet werden. Persönlich fände ich es intuitiver, wenn man im Clean-Channel Verzerrung dazuschalten würde anstatt den Rhythm-Channel ?sauber zu machen?, aber letzten Endes läuft es auf das selbe hinaus. Der einzige Unterschied ist, wann die LED leuchtet. Der Lead-Schalter überbrückt wiederum den Rhytm/Clean-Kanal. Sprich egal ob gerade Clean oder Rhythm an ist, per Lead-Schalter wird direkt in den Lead-Channel geschaltet. Das ist an sich ziemlich praktisch, da man bereits während man noch im Lead-Channel ist schon den Clean/Rhythm-Kanal entsprechend im Voraus schalten kann, bevor man den Lead-Channel deaktiviert.

Der eingebaute digitale Reverb kann sich auch durchaus hören lassen. Auf dem Pedalboard habe ich zwar ein Shimverb von Mooer, allerdings verwende ich es nicht als herkömmliches Reverb sondern eher in cleanen Passagen mit dem namensgebenden Shimmer-Effekt. Der eingebaute Reverb lässt sich ebenso mit dem Footswitch aktivieren, was mir bei meinem Valve-King ziemlich gefehlt hat (mal ehrlich, wozu einem Amp einen eingebauten Reverb verpassen, wenn dieser nicht per Footswitch de-/aktiviert werden kann?).

Noch ein kleiner Einschub nebenbei: Auch dieser Amp rauscht. Allerdings lässt sich das bei High-Gain Einstellungen, Boost und High-Output Humbuckern nicht verhindern, weshalb sich (wie eigentlich bei jedem Amp) ein Noisegate empfiehlt, im Optimalfall ein Mal direkt vor dem Amp und ein Mal als erstes in der Effektkette. Mache ich so mit meinem Boss Noise Gate. Damit sind das gitarrenbedingte Rauschen und kleinere Griffgeräusche in Spielpausen beseitigt sowie auch das Eigenrauschen des Amps bei High-Gain-Einstellungen.

Zu den weiteren Funktionen zählt der Watts-Regler. Hiermit kann der Amp von seinen vollen 120 auf <1 Watt runtergedreht werden, sodass man die volle Röhrenpower auch bei Wohnzimmerlautstärke genießen kann. Apropos Wohnzimmer: Auf der Rückseite kann man so ziemlich alles von 1 x 4 Ohm bis 2 x 16 Ohm anschließen, sodass man auch eine kleine 1 x 12 Box für zuhause und eine größere 4 x 12 für Gigs oder Proben verwenden kann. Im Proberaum reicht es übrigens locker, wenn der Watts-Regler auf 60 bis 80 (12 bis 13 Uhr) gedreht ist, damit kann man locker mit jedem Drummer mithalten.

Weiterhin finden wir auf der Frontseite des Ironheart einen Dynamics und einen Tone-Regler. Mit dem Dynamics-Regler lässt sich die Tightness des Sounds noch genauer einstellen, der Tone-Regler wiederum funktioniert genauso wie einer an der Gitarre, nur dass dieser sich am Ende des Signalwegs befindet und somit das Signal entweder abrundet oder die Obertöne weiter betont. Im Grunde genommen ist das ein guter Weg, den Klang an die Charakteristik des Speakers und des Raums anzupassen, ohne die EQs verändern zu müssen.

Was den Sound insgesamt angeht muss ich sagen: Verdammt ist das Teil tight! Mein Valve King klang noch etwas nach Brei, was ich auch mit einem EQ-Pedal nicht loswerden konnte. Der Ironheart hat dank Push-Pull-EQ-Potis sowie Dynamics- und Tone-Regler genug Spielraum, um den Sound weicher und weiter oder aggressiver und tighter und machen. Wobei auch bei auf Maximum gedrehtem Bass-Regler der Sound nicht matscht. Er drückt einfach stärker und wird präsenter. Powerchords klingen auch bei extremen High-Gain-Settings wunderbar kraftvoll und klar zugleich und im Lead-Bereich erreicht man nach Wunsch alles von bissigen, kreischenden bis cremigen und smoothen Sounds.

Den Amp hatte ich bisher in dreierlei Situationen getestet: Im Schlafzimmer, im Proberaum sowie live. Mit 120 Watt und der Möglichkeit, die Leistung herunterzudrosseln hat man mehr als genug Spielraum, um eine Sporthalle ohne PA zu beschallen. Auch durch die Abnahme über ein Mikro geht nichts am Klang verloren.

Kaufen, staunen, freuen.
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