Korg Volca Keys

Analoger Loop-Synthesizer

  • 3-stimmig
  • 3 VCOs, 1 VCF, 1 VCA, 1 LFO und 1 EG
  • Voicing-Funktion
  • Delay-Effekt
  • Loop Sequencer
  • Motion Sequence-Funktion
  • Active Step- und Flux-Funktion
  • Selftuning-Funktion gegen Tonhöhenschwankungen
  • Multitouch Trigger Pad / Step-Taste
  • LED-Anzeige
  • integrierter Lautsprecher
  • Sync I/O 3,5 mm Minibuchse Mono
  • MIDI In
  • Kopfhörerausgang: 3,5 mm Mini-Klinke Stereo
  • Stromversorgung: 6 AA-Batterien oder über optionales Netzteil (KA-350, nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Abmessungen (B x H x T): 193 x 115 x 45 mm
  • Gewicht: 372 g
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Soundbeispiele

 
0:00
  • Pattern 1
  • Pattern 2
  • Pattern 3

Weitere Infos

Anzahl der Tasten 27
Anschlagdynamik Nein
Aftertouch Nein
Keyboard Split Nein
Modulation Wheel Nein
Anzahl der Stimmen 3
Tonerzeugung Analog
MIDI Schnittstelle 1x In
Speichermedium Keine
USB Anschluss Nein
Effekte Delay
Arpeggiator Nein
Anzahl der analogen Ausgänge 1
Digitalausgang Nein
Display Nein

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  • 2
  • 1
4.3 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
63 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Kleine Kiste, großer Wurf.
Lightman, 15.01.2014
Volca Keys ist ein 3-stimmiger polyphoner Synth im Kleinformat mit Loop-Sequenzer, mit dem neben Noteninformationen auch die Bewegungen aller Regler für die Oscillatoren (Reichweite 1' bis 32'), das Filter, den LFO und den Hüllkurvengenerator live aufgezeichnet werden können. Die VCOs können in sechs Einstellungen gespielt werden, als da wären Poly (3-stimmig polyphon), Unison (alle VCOs erklingen monophon und werden gesynct) Octave (Ein-Finger-Akkorde), Fifth (Ein-Finger-Quint-Akkorde), Unison Ring (die VCOs erklingen monophon und modulieren sich gegenseitig) und Poly Ring (die VCOs erklingen polyphon und modulieren sich teils sehr krass gegenseitig). Die VCOs bieten ausschließlich Sägezahnwellen, beim LFO kann zwischen Dreieck, Sägezahn und Rechteck gewählt werden. Er kann durch Triggering zum Sequenzer synchronisiert werden.

Laut Korg ist das Filter an den ersten Synth der Firma angelehnt, den Korg 700S, es hat eine deutlich andere Charakteristik als die der Monotrons oder des Monotribes. Hier hätte ich mir im oberen Resonanzbereich etwas mehr Brillanz gewünscht, andererseits ist das eher sanfte Filter meinen Ohren zufolge besonders für flächige Sounds besser geeignet als das harsch zupackende Pendant in den anderen kleinen Korg-Geräten, was am Ende aber auch Geschmacksache ist.

Beim Aufnehmen und Abspielen von Loops kann mittels Halten der FUNC-Taste und Wahl der entsprechenden Funktion auf einer der Keyboard-Tasten zwischen normaler, halber und viertelter Geschwindigkeit umgeschaltet werden. Dies wird vor allem im Flux-Modus interessant, wo unquantisierte Einspielungen möglich sind, auf diese Weise können bis zu vier Takte eingegeben werden, und das sowohl wahlweise über die eingebaute Tastatur oder ein per MIDI angeschlossenes Keyboard. Zusammen mit dem Aufnehmen der Reglerbewegungen sind somit auch längere Sequenzen mit einem sehr belebten Soundbild möglich, und nimmt man noch das eingebaute analoge Delay dazu, schwingt sich der kleine Volca Keys zu regelrechten Höhenflügen auf, da vergißt man schnell, daß die VCOs nur Sägezähne können. Das Aufzeichnen der Reglerbewegungen ist übrigens auch ohne Noteneingaben machbar, dazu kann man entweder auf der Tastatur oder einem externen Keyboard spielen und erhält auf diese Weise rhythmische Modulationen der gespielten Noten. Super Sache!

Die MIDI-Ìmplementation ist wie beim Beats und Bass gut gelungen, 16 Parameter können via MIDI-CC gesteuert werden, darunter Filter-Cutoff, LFO-Intensität, alle Hüllkurvenfunktionen, Delayzeit und -Tiefe, usw. Besitzer von Midi-Controllerkeyboards oder einer DAW können das Gerät also problemlos in ihren Setup integrieren.

Weitere Highlights sind die Möglichkeit zur Synchronisierung des Delayeffekts zum Tempo, die von den anderen Volcas und vom Monotribe bekannte Active Step-Funktion, mit der einzelne Steps ausgeblendet/übersprungen werden können, ein Metronom als Aufnahmehilfe, sowie eine Speicherfunktion mit acht Slots für eigene Kreationen, die während des Abspielens live geladen werden können.

Anschlußseitig gibt es auf der Oberseite Sync/Trigger In und Out-Buchsen und einen Kopfhörerausgang (Miniklinke), sowie einen Netzteil-Eingang (9V, nicht im Lieferumfang enthalten) und eine MIDI-IN-Buchse. Im Batteriebetrieb hat das Gerät keine allzu hohe Standzeit, mein am gleichen Tag gekaufter Volca Beats läuft immer noch mit dem ersten Batteriesatz, der Keys saugte die Dinger schon auf der Hälfte der Zeit leer. Die Anschaffung eines Netzteils ist daher ratsam.

Im Vergleich zum Volca Bass und Beats rauscht der Keys etwas stärker, was für mich persönlich kein Problem darstellt, da ich einen effizienten Denoiser im Audioweg habe, live spielt die Sache sowieso keine Rolle. Producer, die absolute digitale Stille gewöhnt sind, könnten sich vielleicht daran stoßen, hier ist Antesten empfohlen.

Das mitgelieferte Handbuch (ein mehrsprachiges Faltblatt) ist sehr sparsam ausgefallen, die Funktionen werden zwar grundsätzlich erklärt, es wird aber mit keinem Wort auf deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten eingegangen. Glücklicherweise gibt es auf YouTube viele Anregungen zu sehen, die man sich abgucken kann. Das Gerät ist zwar nicht wirklich komplex, einige nützliche Funktions-Kombinationen sind aber auch nicht so offensichtlich, wie man denkt.

Trotzdem ist der kleine Kasten schon deshalb ein großer Wurf, weil er eine Lücke im Setup vieler Liveacts schließt. Günstige Drumboxen und Monophonsynths mit Arp/Sequenzer gibts genug, aber einen analogen Polyphonsynth im Zigarrenkistenformat mit tollem Sound, flexiblem Loopsequenzer und großem Funktionsumfang für unter 200 Euro hat man bisher noch nicht gesehen. Auch im Studio weiß das Teil zu begeistern, kurzum, der Volca Keys ist ein geniales Gerät, mit dem ich sehr zufrieden bin und das ich jedem elektronisch orientierten Musiker und Producer empfehlen kann, man bekommt wirklich unheimlich viel Synth für fast schon erschreckend wenig Geld. Danke, Korg!
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Polywinzinling Featureschleuder mit Abstrichen?
Frank291, 25.06.2014
Bei dem Preis kann man schon mal zugreifen dacht ich mir. Also entäuscht wird man nicht, der Sound ist OK für den Preis. Bugs hab ich auch noch nicht großartig entdeckt.

Die Schwächen:
Die Bedienung ist durch viele Shortcuts und 2 Tasten Kombis etwas zerfahren. Die Minipotis sind klein und fragil und man fragt sich wie lang diese wol halten werden (mein Monotron Delay ist auf jedenfall schon lang hinüber). Die Monotribe ist im Vergleich ein Panzer. Abstriche gibt es auch bei den Wellenformen der Oscis, wo man lediglich Saw zur verfügung hat. Durch das Motionsequenzing hat man eine fast totale Parametrisierung der Potis, was sich in unzähligen Midi Treppchen im Sound deutlich bemerkbar macht, vor allem beim Filter. Der dann auch schon mein nächster Kritikpunkt ist, er klingz zwar ganz ok im Unison der ja Monophon ist aber sobald man Polyphon spielt stören sich die Wellenformen mit der Filterresonanz bis zum totalen kreischen. Er hält die drei Oscilatoren wol nicht besonders gut aus, hab den Oscilatorsound mit einem externen 12db und nem Ladder Filter ausprobiert ohne diese brachialen Dissonanzen zu bekommen, es liegt also eindeutig am Filterdesign, wahrscheinlich der Hauptkritikpunkt. Bei niedriger Reso klingt er aber Recht weich und schön.

Die Stärken:
Die Oscilatoren klingen schön und satt. Der Filter kann auch recht schön klingen wenn man ihn nicht überstrapaziert. Die Polyphonie ist gut gelöst bei der Größe, die Folientastatur läßt sich ganz ok spielen aber mit nem Midikeyboard machts eindeutig mehr Spaß. Die absuolute Megastärke dieser kleinen Schachtel sind sicherlich die Modulationsmöglichkeiten. Man hat Portamento und TonhöhenEG zur Verfügung. Die Oscilatoren können gegeneinander verstimmt werden und man hat somit auch viele Schwebungen offen, sehr gut gelöst. Die Modes sind super, Poly, Unison, Fifth, Oktavgespreizt und zwei Ringmodi erhellen die Möglichkeiten aus der Keys Sound rauszukriegen um ein vielfaches. Sie klingen auch allesamt überzeugend. Der LFO kann sich zur Klock syncen ebenso dass Delay. Das Delay klingt nicht besonders gut aber ist zumindest praktisch und trägt zum lofi Feeling bei. Ich habs allerdings schon mit nem externen analog Delay versucht und siehe da auf einmal klingt die Volca Keys schön warm, weit und ja auch ein bischen fett. Der Sequenzer ist gewohnt durchdacht und alles läuft prima, der Motionsequenzer funktioniert auch tadellos und läßt die verücktesten Kreationen zu. Als groovebox für unterwegs sicherlich besonders, denn für nen (teilweise) analogen Synth in der Größe total überfrachtet mit Funktionen.

Fazit:
Kann man kaufen wenn man einen kleinen netten Synth brauchen kann der vor allem durch seine außergewöhnlichen Funktionen etwas ganz eigenes geworden ist. Einen Juno mit 3 facher Polyphonie darf man jetzt nicht erwarten, dafür ist die Handhabung und Verarbeitung doch etwas begrenzt. Und auch der Sound kann nicht mit den klassischen Vorbildern mithalten aber in Sachen Features haut das Teil einiges um. Man bekommt auch noch wesentlich mehr raus wenn man etwas Modularer unterwegs ist, dann kann man nämlich nen externen Filter Einschleifen nen externen LFO drauf und dann noch alles durchs Analog Delay und schon klingt das Teil 10 mal größer.
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