Korg Volca FM

Kompakter Digital FM Synthesizer

  • 3-stimmig polyphon
  • vollständig kompatibel zum Original
  • automatisierbarer Step-Sequenzer mit 16 Steps
  • mit Warp Active Step, Arpeggiator und Pattern Chain
  • Chorus-Effekt
  • Sync Ein- und Ausgang: 3,5 mm Minibuchse Mono
  • MIDI Eingang
  • Kopfhörerausgang: 3,5 mm Mini-Klinke Stereo
  • Stromversorgung: 6 AA-Batterien oder über optionales Netzteil KA-350 (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Abmessungen (B x H x T): 193 × 115 × 40 mm
  • Gewicht: 360 g
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Soundbeispiele

 
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55 Kundenbewertungen
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  • 3
  • 2
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4.4 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
38 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Mein Hirn tut weh ...
Darage Bang, 30.05.2017
Ich bin von Natur aus ein Soundbastler und nutze maien Hard- und Sofware-Synths im Heimstudio in Kombination mit verschiedenen DAWs. Mir macht es Spaß an den Knöpfen zu drehen und Sounds zu entdecken. Der Volca FM hat mich hier aber leider nicht überzeugt. Nicht, weil er keinen guten Klang hat, denn den hat er, sondern weil er unter der Haube sehr komplex ist und dadurch als klassischer Volca wirklich schlecht zu bedienen ist. Jetzt aber erst mal das Positive:

----------- Gut:
Die allgemeinen Volca-Features, der MIDI- und Volca-Sync, sowie der Volca Sequenzer sind ganz anständig und tun ihren Dienst.
Die Qualität der Verarbeitung ist ebenfalls gut.
Das Gerät liefert zwar bei geeigneten Einstellungen einen klasse Sound und haut auch im Bassbereich gut durch die Wand, aber alles in allem ist da auch schon die Grenze zu ziehen.

----------- Böse:
Die Bedienung erscheint auf den ersten Blick überschaubar, aber wenn man die Sounds in der Tiefe bearbeiten will, wird schnell klar, dass dem Volca eine Menge an Display fehlt. Die 2 x 2 harmlos erscheinenden Attack- und Decay-Regler sind nur die Spitze des Eisbergs. Darunter muss man aber über das magere 9-stellige Display sechs Oszillatoren mit je 23 Parametern (darunter allein schon sieben je Osc für die Hüllkurve) einstellen. Dazu kommt noch die allgemeine Parameter-Sektion mit 16 Parametern. Und viele von den teilweise sehr kryptisch benamten Parametern haben einen gravierenden Einfluss auf den Sound. Auch schon bei kleinen Änderungen, so wie es bei der FM-Synthese halt ist. Alles in allem ein recht mächtiger Synth mit großem Potenzial, wäre da eben nicht das mickrige Volca-Display. Spätestens wenn ich in der 2. Rekursion versuche, den angestrebten Sound feinzutunen, stelle ich fest, dass mein Kurzzeitgedächtnis die vorherigen Parameter nur noch bruchstückhaft erinnert. Ab da wird es dann - zumindest für mich - sehr unbquem. Und natürlich ist die Anleitung, ganz im Korg-Stil, auf einer spartanischen Infografik im DIN A4-Format zusammengeschrumpft und ungefähr so hilfreich wie eine Gabel zum Suppe essen. Gäbe es nicht YouTube, würde ich immer noch völlig planlos an den Knöpfchen drehen, ohne zu wissen, was eigentlich wirklich passiert. Mit dem Volca FM wird auch eine doppelseitig bedruckte Harkarton-Bedienhilfe mitgeliefert, auf der alle Parameter in Menschensprache übersetzt wurden und auf der Rückseite kann man die Verschaltungen der FM-Algorhythmen ersehen. Allein diese Flut von Informationen sollte klar machen, dass hier keine schnellen Sounds mal eben "hingetweakt" werden.
Es gibt zwar eine iPad-App (Patch Base, 21 Dollar) mit der man die Sounds sehr viel besser, weil sichtbar, editieren kann. Aber zusammen mit den Kabeln für den Anschluss legt man dann nochmal rund 50 Euro auf den Tisch.

Was auch negativ auffällt, ist der LFO. Dieser erzeugt bei den Hüllkurven Rechteck, S&H und Ramp Down einen initialen Knacks, vermutlich, weil er zu hart einsteigt. Das ist schlecht umgesetzt und sollte eigentlich einer Bude wie Korg schon lange nicht mehr passieren.

Außerdem werden die Sounds nicht immer sauber abgespeichert und sind total verhackstückt, wenn man sie wieder abruft. Nach einer Stunde Starren in ein rotes Display, bis man endlich alles soweit hat, ist das extrem frustrierend.

Und wer nicht alle 2 Tage sechs AA-Batterien auf den Kompost schmeißen will, der sollte sich ein Netzteil dazu kaufen. Also noch mal 30 Euro, wenn man das extrem überteuerte Korg-Teil nimmt. Hab ich nicht, gibt's bei Amazon billiger.

----------- Fazit:
Der Korg Volca FM ist bei genauerem Testen sehr mühselig einzustellen und nichts für den schnellen Geistesblitz oder gar eine Live-Performance mit spontanen Sound-Tweaks. Eher was für introvertierte Bastler, am besten mit einer Inselbegabung für's Zahlen memorieren.

Meiner Meinung nach sollte Korg nicht versuchen, jede Synth-Variante in ein Volca-Kistchen zu packen. Was bei Volca Keys und Bass wegen der eher geradlinigen Syntheseform noch gut funktioniert, ist für den komplexen FM bei weitem nicht mehr ausreichend. Vielleicht bin ich ja ein bisschen verwöhnt, aber Form follows Function. Das hat Korg beim FM nicht mehr beherzigt, denn hier wird mit der Brechstange versucht alles in das gleiche Chassis zu quetschen.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Guter Klang, Midi-Einbindung schwierig
Daddy T., 02.04.2019
Pros:
- Klang ist sehr gut, max. 3 Stimmen ist OK
- Kompatibilität zu DX7 patches und damit zu DX7 Editoren
- Flexibler Sequencer

Cons:
- Fummelige Bedienung
- Kein MIDI-OUT
- Unverschämt kastrierte MIDI-Implementierung: keine Note-On Velocity, kein Hold Pedal, keine Reaktion auf Modulationwheel oder Aftertouch, kein Programchange, keine Parameteränderung über sysex (nur bulk dump)

Fazit:
Ich hab mir den Volca FM gekauft, um eine echte FM-Stimme in meinem Rompler Setup zu haben. Diesen Zweck erfüllt er mit externen Effekten ausgezeichnet. Die Einbindung in ein Midi-Setup ist problematisch. Ich route die Daten über einen Raspberry-Pi, der die fehlende Velocity, das Hold Pedal und ein Mapping der gängigen Midi-CCs auf Volca-Parameter ermöglicht. Solässt sich das Kistechn dann auch wie ein Synthesizer spielen und macht richtig Spass. Für eine derart kastrierten Midi-Implementierung habe ich kein Verständnis.
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