Koch Amps Jupiter Head JUP45-H

E-Gitarren Topteil

  • ATR Technology
  • Leistung: 45 W
  • 3 schaltbare Kanäle: Clean, Overdrive, High Gain
  • 2 Röhren 12AX7 in Preamp und Endstufe
  • 3 Band EQ mit Contour Schalter
  • Effekt-Einschleifweg mit Buffer
  • lautsprecheremulierter Ausgang mit passivem Filter
  • Lautsprecher Ausgänge: 4, 8 und 16 Ohm
  • "Spring Type"-Reverb
  • Abmessungen (BxHxT): 54 x 27,5 x 23,2 cm
  • Gewicht: 12 kg
  • inkl. 2-fach Fußschalter

Weitere Infos

Leistung 45 W
Kanäle 3
Hall Ja
Effekte Nein
Fußschalter Ja
4 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
5 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
3 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Absolut begeistert
SlowHead, 16.09.2017
Gleich vorweg - der Koch Jupiter ist meiner Meinung nach ein fantastischer Amp. Ich habe das Ding jetzt seit etwa drei Monaten bei mir im Einsatz und bin immer noch absolut begeistert. Ich war auf der Suche nach einem kleinen Topteil für meine Marshall MX212A Box (Celestion Seventy 80 Speaker), das sowohl zu Hause in der Mietwohnung als auch im Proberaum und auf der Bühne eine gute Figur macht.

Röhrenverstärker haben da ja grundsätzlich das Problem, dass die begehrte Endstufensättigung immer nur ab einer bestimmten Lautstärke erreicht werden kann - d.h. der Amp ist, je nach Leistung, entweder für zu Hause überdimensioniert oder für die Bühne zu leise. Dieses Problem lösen viele Hersteller inzwischen durch den sog. Power-Soak, was nichts anderes ist als ein dicker Lastwiderstand, in dem die überschüssige Leistung wieder verbraten wird. Koch löst dieses Problem mit dem Jupiter wesentlich eleganter. Statt einer überdimensionierten Endstufe wird hier der Klang in einer schwachen 12AX7-Röhre erzeugt, die als Single-Ended Endstufe betrieben wird (Class A). Danach wird das Signal mit einer zusätzlichen Transistor-Endstufe auf die gewünschte Leistung hochskaliert. Klangerzeugung und Verstärkung werden dadurch entkoppelt. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend. Es ist tatsächlich möglich, bei nachbarschaftskompatibler Lautstärke einen richtig schön angedickten, knurrenden Sound zu produzieren. Der Gain-Regler bestimmt die Vorstufen-Zerre, der Volume-Regler bestimmt die Endstufensättigung und mit dem Dimmer stellt man nur noch die gewünschte Lautstärke ein - klarer und unkomplizierter könnte es kaum sein.

Der Sound selbst ist ebenfalls eine Ohrenweide. Der Clean-Kanal - eindeutig im Blues/Jazz-Bereich angesiedelt - klingt weich und Voluminös, aber auch mit viel Attack und angenehm unaufdringlicher Brillanz in den Höhen. Vor allem Single-Coil-Pickups harmonieren sehr gut mit diesem Amp, da ihr oft schneidender, greller Klang hier etwas entschärft wird. Humbucker-Gitarren können allerdings dadurch etwas dumpf klingen. Positiv hervorzuheben ist hier noch der separate Gain-Regler, der zumindest bei Gitarren mit höherem Output schon eine leichte Vorstufenzerre ermöglicht. Das Spring-Type-Reverb ist zwar digital, klingt für mich aber dennoch sehr organisch. Bei kurzen, harten Anschlägen mischt sich ein leichter Chorus-Effekt in den Hall, was aber meistens nicht weiter stört.

Während in den meisten Tests, die ich gelesen habe hauptsächlich der Clean-Kanal des Jupiter gelobt wurde finde ich den Overdrive-Kanal nicht weniger beeindruckend. Gerade bei günstigen Verstärkern habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass der Sound bei niedrigem Gain zu undefiniert ist und erst bei höheren Zerrgraden langsam brauchbar wird. Hier hat mich der Jupiter positiv überrascht. Er bietet wunderbare Sounds über den gesamten Gain-Bereich hinweg. Bei sehr niedriger Einstellung hat er fast noch die Fülle und Brillanz des Clean-Kanals. Dreht man den Gain-Regler auf 12 Uhr bricht der Klang wunderbar auf. Der Amp hat eine sehr direkte Ansprache und lädt dazu ein, den Sound mit den Fingern zu machen und den Zerrgrad durch die Härte des Anschlags zu regulieren. Dreht man das Gain weiter auf wird der Sound immer fetter und rockiger. Die Verzerrung klingt dabei nicht sehr komplex, dafür aber sehr harmonisch. Mischt man mittels Volume- und Dimmer-Regler noch etwas Endstufensättigung hinzu kann man den Sound noch verfeinern. Will man es richtig krachen lassen gibt es noch einen zuschaltbaren Gain-Boost. Für ausgereifte Lead-Sounds würde ich aber ein eher ein Effektgerät vorziehen. Für Metaller ist der Amp ohnehin nicht geeignet.

Der Equalizer tut was er soll. Vor allem die, eher hoch angesetzte, Mittenregelung kann sehr nützlich sein wenn es dem Signal an Präsenz und Klarheit fehlt. Der Contour-Switch wirkt sich dabei nur geringfügig aus. Ich habe ihn meistens eingeschaltet, da ich den Eindruck habe, dass der Klang dadurch etwas satter wird - kann aber auch Einbildung sein. Insgesamt bietet der Amp genau das richtige Maß an Flexibilität ohne dabei seinen Charakter zu verlieren. Erwähnenswert ist noch die Möglichkeit, zwei Boxen anzuschließen sowie der Recording Output, den ich wirklich gelungen finde. Natürlich kann nichts eine richtige Gitarrenbox ersetzen, aber der Klang über meine Studiomonitore kommt dem schon erstaunlich nahe.

Alles in allem bin ich mehr als zufrieden mit dem Amp. Jegliche Zweifel, ob denn ein Hybrid-Verstärker so richtig nach Röhre klingen kann wurden sofort zerstreut. Für das Gebotene finde ich den Preis von 569 Euro (Stand: September 2017) absolut vertretbar. Sicher gibt es teurere Verstärker, die klanglich mehr zu bieten haben, aber in seiner Preisklasse ist der Jupiter schon ein echtes Statement. Die Verarbeitung ist tadellos und der Fußschalter ist inklusive. Man darf auch nicht vergessen, dass dieser Amp aus europäischer Fertigung stammt während die meisten seiner preisgünstigen Konkurrenten längst in China hergestellt werden.
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Gesamt
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Sound
Verarbeitung
Einer der Besten!
Sossel, 19.07.2019
Ich hatte schon einige Amps aber der Koch Jupiter überzeugt mich am meisten. Man bekommt so gut wie jeden Sound raus. Richtig böse kann er auch aber mit einem entsprechenden Pedal zB Revv wirds natürlich besser. Seine Stärken liegen definitiv im Clean Sound und vor allem Blues, Rock und dreckiger Stoner. Das Konzept der Vor und Endstufe ist brilliant. Leiser Schlafzimmer Sound mit mächtig Wumms oder brachial laut ebenso mit Wumms ;) Geht alles. Genau dafür habe ich mir den Amp gekauft. Zum leisen Recording. Hört sich aber so an als wäre er richtig laut aufgenommen. PERFEKT.
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