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Hughes&Kettner GrandMeister Deluxe 40

E-Gitarren Topteil

Der Clou an diesem 4-Kanal Vollröhrentop ist die "Smart-Rotary-Control"-Technik, mit der sich die Sounds inklusive der Werte aller Regler am Amp auf 128 Plätzen speichern und jederzeit wieder abrufen lassen.

  • Leistung: 40 Watt
  • 4 Kanäle: Clean, Crunch, Lead, Ultra
  • Smart-Rotary-Control: Speicherfähigkeit sämtlicher Reglereinstellungen
  • Power-Soak: schaltbar auf 20 W / 5 W / 1 W / 0 W
  • Vorstufenröhren: 3x 12AX7
  • Endstufenröhren: 4x EL84
  • Tube-Safety-Control (TSC): überwacht die Röhren und sorgt für klangliche Stabilität und eine längere Lebensdauer der Röhren
  • 128 Speicherplätze
  • vom Triamp 3 inspirierte Deluxe-Tone-Technology
  • integrierte Red Box AE DI-Box mit authentischer Speakersimulation
  • On-Board-Effekte in Studioqualität: Reverb, Tap Delay, Flanger, Phaser, Chorus, Tremolo
  • MIDI In/Out - sämtliche Sounds mit allen gespeicherten Reglerwerten lassen sich über Midi abrufen
  • passiver 3-Band-EQ, Presence & Resonance
  • schaltbares / einstellbares Noisegate
  • Gewicht: 7,7 kg
  • Abmessungen (B x H x T): 445 x 170 x 150 mm
  • inklusive Soft-Bag
  • kostenlose App für iPad GM40REMOTE
  • passendes MIDI-Board FSM-432 MK III: Art. 323250 (nicht im Lieferumfang enthalten)

Weitere Infos

Leistung 40 W
Endstufenröhren EL84
Kanäle 4
Hall Ja
Fußschalter Nein

Röhrentechnik auf dem Stand der Zeit

Mit den Vollröhrenverstärkern Grandmeister-Reihe gelang Hughes & Kettner 2012 ein großer Wurf. Das aktuelle Modell Deluxe 40 bietet eine mehrfach reduzierbare 40 Watt Ausgangsleistung, vier Kanäle, integrierte Effekte, eine eingebaute Lautsprechersimulation, MIDI und vor allem eine komplette Speicherbarkeit sämtlicher Regler. Das Resultat ist eine Klangvielfalt, die man eher von digitalen Geräten kennt, die hier aber im Bereich der Verstärkung in reiner Röhrentechnik bereitgestellt wird. Trotz dieser Leistung fällt der GrandMeister Deluxe 40 mit einem Gewicht von 7,7 kg erfreulich leicht aus.

Vollausstattung mit 40-Watt-Motor und Effektturbo

Dedizierte Clean-, Crunch-, Lead- und Ultrakanäle liefern für jede Anwendung die nötige Klangfarbe, die sich über eine Boost-Funktion, eine klassische dreibandige passive Klangregelung sowie Presence- und Resonance-Parameter in der Endstufe weiter abstimmen lässt. Das funktioniert auf Basis einer reinen Röhrenschaltung, die auf drei 12AX7 und vier EL84 zurückgreift. Dazu sind sämtliche Parameter speicherbar, was für eine solche Konstruktion nicht nur außergewöhnlich ist, sondern auch die Klangvielfalt drastisch erhöht. Die resultierenden 128 möglichen Klangeinstellungen lassen bequem über MIDI-Programmwechselbefehle abrufen. Dazu lässt sich der Verstärker sogar über eine kostenlose iOS-App und das optionale WMI-1 MIDI-Interface drahtlos über ein iPad fernsteuern – etwa aus dem Regieraum. Doch damit nicht genug: Es gibt ein regelbares Noise Gate, einen Nachhall, ein Delay und einen Modulationseffekt – allesamt gleichzeitig nutzbar und natürlich ebenfalls in ihren Einstellungen speicherbar. Im Praxiseinsatz ersetzt der GrandMeister Deluxe 40 somit also gleich auch mehrere Zubehörgeräte.

Genreübergreifend und universell nutzbar

Mit seiner immensen Klangvielvielfalt lässt sich der GrandMeister Deluxe 40 dank seiner vier Kanäle auf kein Genre und kein festes Einsatzgebiet eingrenzen. Pop, Funk, Rock, Indie und Metal sind nicht nur spielend umsetzbar, sondern auch mit immenser Vielseitigkeit. Dank seiner Speicherbarkeit und der ergänzenden Effektsektion stellt der GrandMeister Deluxe 40 einen Klangfundus bereit, der ein perfektes Abstimmen des Verstärkers auf den Musiker, dessen Instrument, den Song und das Einsatzgebiet ermöglicht. Mit diesen Eigenschaften ist der Verstärker gleichermaßen Profiwerkzeug für die Bühne aber auch Universalist im Proberaum und eine ideale Lösung für musikalische Aufsteiger.

Über Hughes & Kettner

Hughes & Kettner gehört zu den größten deutschen Anbietern von Gitarren- und Bassverstärkern. 1984 von Hans und Lothar Stamer unter dem Namen Stamer Musikanlagen GmbH gegründet, darf sich der Hersteller aus St. Wendel im Saarland für seine zahlreichen Innovationen rühmen. So war das Produktdebüt im Bereich der Gitarrenverstärker, der ASR64 von 1986, der erste programmierbare Verstärker der Welt. Die Cream Machine von 1987 darf man dank ihres Kompaktformats zu den ersten Mini-Röhrenverstärkern überhaupt zählen. Ebenso prägend waren die analoge Lautsprechersimulation Red Box, der erste sechskanalige Verstärker (Triamp) und der ZenTera, der Modelingtechnik noch vor Line 6 in einem Vollverstärker zum Einsatz brachte.

Bühne, Studio, Proberaum und Heimeinsatz

Der GrandMeister Deluxe 40 ist mit 40 Watt kräftig genug für den Einsatz im Proberaum und auf der Bühne. Gleichzeitig ermöglicht die schaltbare Leistungsreduzierung auf 20, 5 oder 1 Watt auch einen leiseren Betrieb. Umgekehrt kann man genau diese Power-Soak-Funktion auch sinnvoll für eine bewusste Übersteuerung der Endstufe nutzen, beispielsweise im Studio. Dazu kann man die Endstufe sogar komplett deaktivieren, wodurch sich in Kombination mit der integrierten Lautsprechersimulation eine Möglichkeit einer geräuschlosen Aufnahme ergibt. Wer nach höherer Ausgangsleistung verlangt, kann den GrandMeister Deluxe 40 übrigens über den Lineausgang auch in Kombination mit einer größeren Endstufe kombinieren. Zu Hause, bei der Ideenaufnahme, im Proberaum und auf der Bühne profitiert der Musiker insbesondere auch von der mehrstufigen Effektsektion des GrandMeister Deluxe 40. Die wichtigsten digitalen Standards sowie ein Noise Gate sind hier direkt integriert und mit dem Sound speicherbar. Hinzu kommt ein Effektloop, der die Integration weiterer Effekte ermöglicht.

Dieses Produkt ist derzeit ausverkauft

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75 Kundenbewertungen
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4.6 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Ein Alleskönner, der nicht nur alles ein bisschen kann...
Tobias612, 16.08.2020
Kurz vorweg: Der GrandMeister war ein kleiner "Lustkauf", da die Features wirklich schon überragend sind. Eigentlich habe ich mich nach 15 Jahren auf meinen Marshall JVM eingeschworen und früher ehrlich gesagt Amps von H&K vermieden. Meiner Meinung nach sind diverse Modelle noch immer ein wenig "klinisch", aber beim Grandmeister 40 Deluxe haben H&K ihr Versprechen gehalten und den Sound wirklich so brutal ins Positive gedreht, dass mein Marshall JVM (eigentlich Marshalls Flagschiff) einen ernsten Gegner hat. Nicht nur was Sound betrifft.

Angefangen mit der Verarbeitung, Haptik und Optik:
Der Amp ist einfach absolut einwandfrei verarbeitet. Man findet absolut NICHTS. Die Potis laufen sauber und geschmeidig, auf der Plexiglasfront sind keine Fingerdappen drauf, er hat auch hochwertige Buchsen und Switches verbaut. (JVM, ich schiele auf deine Plastikbuchsen.....)

Optisch ist das Gerät ein echter Augenschmaus. Die Blaue Front ist Geschmackssache, hat mir vor 10 Jahren nicht gefallen. Jetzt, wo ich den Amp hier in echt stehen habe, bin ich begeistert. Ist der Amp aus, sieht man die Schriftzüge kaum und man sieht die wunderschönen Innereien des Amps, ein wenig wie bei einem Ausstellungsfahrzeug bei einem Tuning-Treffen, bei dem der Motorraum lackiert und verchromt wurde. Hier wurde wirklich Wert drauf gelegt, dass der Amp innen auch optisch verdammt gut aussieht. Schaltet man den Amp an, wird das Plexiglas seitlich beleuchtet und die darin befindlichen Gravuren werden plötzlich sichtbar, weil sich das blaue LED-Licht an ihnen bricht. Was sehr sehr geil ist: Die Namen der Potis sind ebenfalls im Plexiglas eingraviert und leuchten. Also egal wie Dunkel eine Bühne sein mag, man sieht immer welcher Regler welche Funktion hat. Absolut Praxistauglich.

Nun zum Sound: Ich habe den Amp an einer 2x12 mit Celestion V30 Speakern am laufen und der holt eine Bassansprache aus dieser kleinen Box raus, das ist unglaublich. Die V30 harmonieren meiner Meinung nach sehr gut mit dem Amp. Etwas "Fizz" hört man, aber das ist auch eben die Frequenz, die einen im Bandkontext nicht untergehen lässt. Insgesamt ist der Amp mit seinen Kanälen hervorragend aufeinander abgestimmt. Hatte ich beim JVM mit extremen Lautstärkesprüngen zu kämpfen, so ist der Grandmeister 40 wirklich in jederlei Hinsicht einwandfrei. Das Umschalten der vier Kanäle geht stets ohne Störgeräusche oder Wartezeiten von der Hand. Wirklich gut.

Der Sound der einzelnen Kanäle ist wirklich so gut abgestimmt, dass er mit allen Reglern auf 12 Uhr exakt so klingt, wie ich es will. Habe direkt mit dem Grandmeister ein paar Riffs aufgenommen und mit Bass und Drums hinterlegt. Ohne die Settings am Amp zu ändern, sitzt der Amp durch sein Grundvoicing einfach schon brutal gut im Mix. Beim JVM hat das einiges mehr an Arbeit und Bearbeitung benötigt.

Der Sound reicht von Fender-mäßig Clean, über Britisch Crunch und Lead bishin zu amerikanisch Hi-Gain. Auch der britisch klingende Lead-Kanal hat mehr Gain, als man für Metal bräuchte. Durch die integrierten Booster kann man die Kanäle weiter veredeln. Man kann Clean durch den Boost in einen sahnigen Overdrive kitzeln. Bei Crunch wird das Gain etwas erhöht. Im Lead und Ultra-Kanal verhalten sich die Boost-Schalter ein wenig wie Tubescreamer. Bassbereich wird aufgeräumt, die MItten werden etwas gehoben. Sehr gute Geschichte. Nach einigen Vergleichen mit meinem alten Maxon OD 808 habe ich mich entschieden, dass die programmierbaren Boosts im Amp mehr als ausreichen sind. Das hört Live keiner, ob das jetzt ein echtes OD 808 oder TS9 ist, oder der eingebaute Boost des Amps. Der Sound ist auf jeden fall sehr hochwertig und das Sterile, was man H&K nachgesagt hat, ist dank der überarbeiteten Vorstufe verschwunden. Mir gefällt der Lead-Kanal sogar besser, als mein Marshall JVM. Auch generell ist der Amp sehr gut abgestimmt. Der Sound hat eine Menge "Punch", also der Attack der Noten pumpt beim Anschlag, ähnlich wie man es nur von aufgerissenen Amps kennt. Selbst auf Zimmerlautstärke ohne der Verwendung des eingebauten Attenuators. Klingt einfach geil und macht Spaß.

Zu den Features:
Der Amp ist wirklich klein und handlich, mit seinen nicht mal 8 Kilogramm ist er hervorragend zu transportieren. Die beiden seitlich angebrachten Tragegriffe erleichtern den Transport zusätzlich. Es wird eine kleine gepolsterte Tasche für den Amp mitgeliefert, die auch noch einen Umhängegurt besitzt. Den Amp zur Probe oder mit auf Gigs zu nehmen ist absolut kein Problem. Sound-Technisch muss er sich ohnehin nicht vor den großen Vollröhrenamps verstecken, Lautstärketechnisch übrigens auch nicht. Die 40 Watt Vollröhre reichen definitiv für Gigs jeglicher Art aus. Für kleine Clubs ist er selbst mit 40 Watt overpowered. Bei größeren Bühnen sind die 40 Watt auch absolut praxistauglich und selbst dann, sind die Amps in der Regel per Mikrofon abgenommen. (Was der Grandmeister überflüssig macht, aber dazu später mehr).

Kein Schwein braucht einen 100 Watt Amp um eine Konzerthalle ohne PA zu beschallen, zumal das dem Sound nicht zulänglich ist. Endstufenzerre ist geil, ja. Aber zu viel Endstufenzerre versaut den Sound. Also kommt man auch selbst mit 100 Watt Amps nicht weit, soll der Sound perfekt sein. Für den Clean-Kanal ist mehr Headroom natürlich von Vorteil, wenn er absolut clean bleiben muss. Aber ich kriege den Grandmeister sogar mit EMG's noch auf hohen Lautstärken clean. Sollte also kein Problem darstellen. Zur Lautstärke allgemein: Um den Lautstärke eines identischen Verstärkers zu verdoppeln, braucht man das zehnfache an Leistung. Ein 40 Watt Vollröhrenamp ist also nicht nur halb so laut, wie ein großer 100 Watt Amp. Rechnet man sich das aus, kommt man Rechnerisch darauf, dass ein 40 Watt Amp nur 25% leiser ist, wie derselbe Amp mit 100 Watt. Ich persönlich habe noch nie die letzten 25% Lautstärke eines 100 Watt Topteils benötigt... Man hat dadurch aber Vorteile: Man kommt bei geringeren Lautstärken in die gern gewollte Endstufenzerre. Bass benötigt natürlich viel mehr Energie, aber mal ehrlich: Im Studio und auch Live sind zu viel Bass in der Gitarre ein No-Go. Das ist der Job vom Bassisten. Die Gitarre lebt in den Mitten... Man kriegt mit dem H&K also mehr als ausreichend Leistung für nur jeglich erdenkliche Bandsituation.

Aber was kann der Amp noch so? Die Features sind wirklich absoluter Hammer:

- Reaktive Loadbox. Ja, der Amp hat eine reaktive Loadbox an board. Normale Loadboxen saugen den Sound weg, wenn man die Endstufe drosselt oder komplett ohne Gitarrenlautsprecher spielt. Beim Grandmeister 40 kein Problem, da er eine hochwertige Loadbox verbaut hat.

- Integriertes Noise Gate, welches hervorragend arbeitet. Das Noise-Gate ist "intelligent" und prüft die Lautstärke des eingangssignals (Gitarrenbuchse) und überwacht auch die Lautstärke zwischen Preamp und Poweramp. Anhand der beiden Messstellen entscheidet das Gate anschließend, ob es öffnet oder schließt. Vorteil: Es reagiert hervorragend und wesentlich natürlicher und zuverlässiger als mein Bodentreter-Noisegate vor dem Amp oder im FX-Loop. 2. Vorteil: Effekte werden nicht abgeschnitten, wenn das Gain schließt. Man kann die Gitarre ausklingen lassen, ohne das das Noisegate plötzlich am Ende vom langen Sustain einen abbrupten Cut macht. Hall und Reverb klingen weiter und natürlich aus.

- TSC (Tube Safety Control). Absoluter Hammer. 1. stellt der Amp sein Bias selbst ein, Röhrenwechsel sind also im wahrsten Sinne des Wortes "Plug and Play". Neue Röhren, die nicht ordentlich vom Hersteller "eingebrannt" wurden, können ihr benötigtes Bias noch leicht verändern. Das ist beim H&K kein Problem mehr, da er es selbst einstellt.
2. Warnt der Amp wenn möglich schon vor dem Ausfall einer Röhre, dass diese nicht mehr im Toleranzrahmen läuft. Man kann also vor dem Gig die Röhre noch austauschen. Natürlich wird dies per LED auf der Rückseite des Amps angezeigt. Man sicht also nicht nur ob eine Röhre schwächelt, sondern auch ganz genau welche der Übeltäter ist.
3. Sollte eine der Endstufenröhren ausfallen, schaltet der Amp das Röhrenpaar ab. Ein Vorteil, dass in der Endstufe 4 EL84 verwendet werden, statt 2 El34. Warum? Wenn eine der 4 Röhren ausfällt, schaltet die TSC-Schaltung die Partnerröhre automatisch ab und der Amp funktioniert ohne Zutun noch mit den restlichen zwei intakten Endstufenröhren. Zwar wird die Leistung halbiert und man hat bei Auftritten einen plötzlichen Lautstärkedrop, den man aber mit einem kleinen Dreh am Master-Regler wieder ausgeglichen hat. Und der Gig ist gerettet.
4. Kann man sich mit dem Amp über die TSC-LED's das Bias der einzelnen Röhren ausblinken lassen. Das ist zum Beispiel top, wenn man schauen will, ob gematchte Endstufenröhren wirklich "gematched" sind.

- Der Attenuator/Loadbox: WIe gesagt, rekative Last, also kein Soundverlust bei höheren Leistungsreduzierungen. Man kann den Amp also locker in 40, 20, 5, 1 Watt und komplett ohne Lautsprecher betreiben. Schaltet man den Verstärker von 40 auf 20 Watt, wird die Leistung nicht durch die Powersoak vermindert, sondern der Amp schaltet erst mal 2 der 4 Endstufenröhren ab. Dadurch kann der Sound nicht verfälscht werden. Drosselt man die Leistung weiter, greift die reaktive Last und der Amp bleibt weitgehends Klangneutral. Feine Sache, zumal die eingebauten El84 Röhren ohnehin schneller in die Sättigung fahren, als 6l6 und El34.

- Der Amp kann komplett frei programmiert werden. Alle Regler außer Master, also Presence, Resonance, die Effekte, Treble, Mitten, Bass, Channel Volume und Gain, Noise Gate, FX-Loop sowie der interne Boost können auf 128 Presets abgespeichert werden! Sogar die Power-Soak kann bei Wunsch programmiert werden. Verwendet man ein Midi-Board, hat der Amp quasi 128 Kanäle mit unabhängigen Presence, Resonance, EQ, Effekten, Channel Volume, Gain und Boost, Noise Gate, Fx Loop. Und das alles in Vollröhrentechnik. Noch Fragen?

"Was ist, wenn ich 50 Presets habe und möchte die Presence und Resonance-Werte an einen Live-Gig anpassen, weil der Amp in der Halle zu viel Bass produziert?" Kein Problem: Man kann eine globale Presence und Resonance aktivieren. Die Einstellung der beiden Regler im Preset wird dann überschrieben mit den aktuellen Settings der Regler an der Front des Amps. Man muss also nicht per Hand in 50 Presets gehen und Resonance/Presence anpassen.

Dasselbe funktioniert übrigens mit der programmierbaren Leistungsreduzierung.

Aber wozu eine programmierbare Leistungsreduzierung? Nun, damit kann man kleine aber effektive Tricks betreiben:
Man kann den Clean-Kanal auf 40 Watt programmieren, damit er nicht anfängt zu zerren, auch bei Gig-Lautstärken. Den Lead-Kanal kann man dann auf 20 Watt programmieren, damit dieser früher in die Endstufensättigung fährt. So hat man einen glasklaren Clean-Kanal, der auf 40 Watt läuft und beim Wechsel in den Lead-Kanal automatisch eine 20 Watt drossel, die den Amp in eine sahnige Endstufenzerre fährt. Wirklich geil...

- Loadbox: Die Loadbox ist wie oben erwähnte rekativ, verfälscht den Klang des Amps also so gut wie nicht. Was aber noch absolut erwähnenswert ist: Angenommen jemand stolpert über das Boxenkabel und zieht den Stecker, raucht ein normaler Vollröhrenamp ab, weil die Endstufe ohne Last läuft. Der Grandmeister 40 erkennt das Problem und schaltet sofort auf die Loadbox um, damit die Endstufe nicht gegrillt wird. Sollte man den Amp einschalten ohne eine Box angeschlossen zu haben, schaltet er auch sofort auf Loadbox um. So kann man beim Silent Recording über die hervorragende Redbox nicht vergessen, eine Lautsprecherbox anzuschließen und versehentlich die Endstufe grillen. Der Amp ist also absolut Idiotensicher.

- Zur Redbox: Ich habe ungelogen noch nie eine so geil klingende Cab-Sim gehört. Nie. Ich verwende zum Recorden schon immer eine Loadbox und einen hardware IR-Loader mit hervorragenden IR's, damit nicht nur die Vorstufe sondern auch die Endstufe im Aufnahmesignal vorhanden ist. Auch live geht man so gerne mal in die PA um sich das Mikrofon zu sparen. Die Redbox klingt sowas von gut, dass man wirklich meint, man hätte eine Mesa 4x12 oder eine Marshall 4x12 am Amp mikrofoniert. Mit allen Reglern auf 12 Uhr und mit dem Redbox-Ausgang auf Vintage sitzt der Sound sofort im Mix und klingt dazu noch absolut hochwertig. Dagegen ist der Line-Ausgang mit Boxensimulation meines Marshall JVM's wirklich absoluter Schrott. Im Vergleich zu guten IR's klingt die Redbox nicht schlechter, nur leicht anders.

Man kann dazu noch zwischen Vintage und Modern wählen, oder auch ob es eine kleine 2x12 oder eine große 4x12 Box ist. Das Signal kann man von Line auf Mikrofon umschalten, falls es nötig ist. Wenn nicht, sollte man aber bei Line bleiben. Das liefert den besten Sound. Obendrein besitzt die Redbox (die es so in dieser Ausführung nur exklusiv im Grandmeister 40 verbaut gibt) noch eine Ambience Emulation. Das Signal ist also nicht furztrocken, sondern es wird ein leichter Raumklang hinzugemischt, als hätte man den Amp wirklich im Studio mit Mikrofon aufgenommen. Es ist kein Hall, den man wahrnimmt, aber der Sound klingt trotzdem organischer und echter. Es hört sich jetzt einfach wirklich nach Box und Mikrofon an, statt Line-Out. Man kann auch die Lautsprechersimulation komplett deaktivieren und im Loadboxbetrieb per XLR direkt ins Audiointerface gehen, um dort eigene IR's zu laden.

Dazu gibt es noch einen Line-Ausgang um die Vorstufe des Grandmeisters in eine externe Endstufe zu jagen und natürlich einen Midi Ein- und Ausgang. Der separat erhältliche Fußschalter aus Metall (eigentlich ein Midi Controller) wird durch den Amp mit Strom versorgt. Man kann übrigens auch schon am Fußschalter Midi-Kabel anschließen, wenn man zum Beispiel ein zusätzliches Midi-Board verwenden will. Der Fußschalter arbeitet dann als Midi-Merger und schickt ein gemeinsames Signal zum Verstärker. Wenn man also für seine 128 Presets 128 physikalische Knöpfe am Boden haben will, nur zu. Achja, man kann den Fußschalter noch mit Switches und Expression Pedalen erweitern, welche man auf die verschiedenen Regler und Funktionen des Amps legen kann. Das alles gibts für ca. 1200 Euro (ohne Fußschalter ist der Amp natürlich günstiger...).

Fazit: Muss ich dazu überhaupt auch noch ein weiteres Wort schreiben?...
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Die eierlegende Wollmilchsau.....
Stratobartschi, 25.07.2020
Ich habe unendlich viele Amps, Effektgeräte, Multieffekte und Modeller ausprobiert. Entweder klang es gut und war blöd zu bedienen (Stressbrett) oder es war gut zu bedienen klang aber nicht überzeugend. Mein letztes Set war ein Stressbrett mit OKKO Zerrern in Kombi mit einem Twin Reverb. Hammersound !! Ich meinte die Suche hätte ein Ende. Dann kam der Grandmeister.... Hughes & Kettner stand bis Dato nicht so hoch bei mir im Kurs. Einmal probiere ich es noch, dachte ich...du kannst ihn ja zurückschicken wenn er nix ist....was soll ich sagen?: Das Teil ist super kompakt (ich bin mit dem Fahrrad samt Amp in den Proberaum geradelt), 1A Bedienkonzept: Sounds basteln im Handumdrehen ohne sich durch Menüs zu quälen... und das wichtigste: 4 Grundsounds allererster Güte....ich spiele Rock und Rock?n?Roll in vielen Facetten: Elvis, Status Quo, Tina Turner, Queen usw. All das bringt der Amp mühelos...sagenhaft!! Klar ist aber auch: er kann nicht wie ein AC 30 oder wie ein Plexi klingen....wer unbedingt genau solch einen Sound sucht muss sich auch so einen Amp kaufen, Der kann dann aber auch nix anderes. Die Effekte im Amp bringen das was sie sollen. Soundfreaks werden umfangreichere Einstellmöglichkeiten vermissen, ich persönlich bin begeistert von der Einfachheit der Bedienung. Und mal ehrlich: wer glaubt allen Ernstes daran das irgendwer im Live-Handgemenge raushört ob die dritte Delay-Wiederholung ein wenig in den Höhen beschnitten ist? Da ist auch immer viel Voodoo dabei. Eine weitere super Sache ist das programmierbare Power-Soak....damit kann man in den Presets auch mal die Endstufe zum Schwitzen bringen ohne von den Mitstreitern aus dem Proberaum gejagt zu werden....oder man schaltet den Amp stumm und nimmt mit der ebenfall integrierten Red-Box zu Hause auf (mit meinem voll aufgedrehten AC30 und Mikrofon davor geht das nicht in meiner Wohnung) An alle die auf echte Röhrensounds bestehen und eine größere Bandbreite abdecken müssen, sei es in einer Top-Forty -Band oder in verschieden Bands mit unterschiedlichen Richtungen: Probiert diesen Amp mit dem dazugehörigen Controller aus. Ihr werdet begeistert sein....falls sich jemand für den Amp interessiert dem sei der Test bei Bonedo empfohlen...dort bringt man alles auf den Punkt...ich hätte nicht gedacht das ich doch noch Fan von Hughes & Kettner werde....nun bin ich es.......wenn die Firma es nun noch schafft ein Stimmgerät und einen Sender mit einzubauen wäre alles zusätzliche Gedöns komplett überflüssig.....wer weiß, vielleicht schaffen sie das ja auch noch;-)
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Klang Top, Qualitätskontrolle so Naja
DeSumbarche, 06.02.2019
Nach ca einem Monat testen muss ich sagen das der Amp eine absolute Kaufempfehlung verdient hat.
Optisch zwar klein und leicht aber durch die beleuchtung ein hingucker.

Sound...Kurz und knapp, MEGA... von extrem sanften Clean bis hin zum Metalbrett alles drin, selbst die 50er lässt das teil zum Leben erwecken.

Bedienung: Das speichern der presets ist gewöhnungsbedürftig und es wird zum kauf von dem Hughes&Kettner FSM 432 MKIII geraten.
Dennoch ist die Bedienung simpel gehalten und für jeden verständlich.

Ausstattung is GRANDIOS! selbst die eingebaute RedBox hilft jedem Mixer glücklich zu werden. NoiseGate, Reverb, Chorus, Flanger, Tremolo und Phaser alles an Board um so ziemlich alles nach zu Spielen oder seinen eigenen Sound zu finden.

Der Powersoak... was will man dazu sagen? Es war ein kaufgrund für mich, endlich zuhause mit vollem klang spielen ist doch jedem sein Wunsch :)

Maße&Gewicht: Hatte die ganze Zeit auf Gigs meinen Engl Powerball dabei aber der wurde somit in den Ruhestand für Gigs geschickt alleine dadurch das der H&K extrem leicht und kompakt ist, ist es viel angenehmer zu reisen.

Negatives muss ich leider auch sagen, die Plexiglaßscheibe war von innen berührt worden was man sehr sah, beim ausbauen und reinigen vielen mir kratzer auf die allerdings eingebaut verdeckt sind.
Es gelingt mir auch nicht den Clean kanal an den verzerrten kanälen relativ gut anzupassen mit der Lautstärke da der Cleankanal extrem aufgerissen werden muss wobei der verzerrte nur Minimal Master brauch.

FAZIT: Ich Liebe das Teil!!!
PS: Die 40 Watt reichen Locker ;)
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Features
Sound
Verarbeitung
Deluxe - In der Tat!
Watze, 22.10.2016
Gitarristen, die ewig Suchenden und nie Zufriedenen. So auch ich. Als Nutzer eines Grandmeister 36 musste ich doch mal den Deluxe antesten. Nicht wegen der höheren Leistung (die 4 Watt machen den Bock wirklich nicht fett), sondern wegen des Sound-Re-Designs. War ich doch skeptisch, hat sich dies doch nahezu beim Anschlag des ersten Akkords in Wohlklang aufgelöst. H A M M E R !!!
Test-Szenario:
Gibson Standard (Humbucker splitbar auf Single-Coil), 1*12 offen, 2*12 geschlossen
Alle Klangregler 12 Uhr, Gain mal so, mal so.
Clean und Crunch waren beim GM36 schon meine Favoriten und H&K hat es geschafft, diese nochmal zu toppen! Lead und Ultra singen wie blöde.
Hatte der GM36 noch ein kleines Problem mit Höhenlastigkeit, welches Lead und Ultra mitunter kreischig machte, so ist dies beim Deluxe kein Thema mehr. Volle, satte, fette Sounds mit druckvollem Sustain für Licks und Soli. Selbst offene Akkorde führen hier nicht zum Desaster, sondern singen angenehm harmonisch.
Der EQ tut zwar seinen Dienst, braucht man aber fast nicht, da die Kanäle in der 12-Uhr-Stellung schon sehr ausgewogen daher kommen. Der wichtigste Regler ist Gain. Damit und mit der Boost-Taste kann man sehr unterschiedliche Sounds überzeugend einstellen. Vom transparenten "Fender", über erdigen "Blues-Breaker", AC/DC-Standard bis Rasiermesser-Rectifier.
Presence und Resonance kann man im globalen Mode betreiben, um damit Klangprobleme in unterschiedlichen Räumen zu beheben. Super für Live-Gigs!
Highlight ist auch die Spieldynamik des Clean-Kanal: Saiten streicheln -> angenehm warm und clean, heftiger Anschlag: dynamische Zerre mit Biss.
Dazu dann noch die altbekannten Zutaten Reverb, Noise Gate, FX, Red Box, Power Soak, die alle problemlos und höchst einfach bedienbar ihren Dienst tun. Live habe ich nur noch ein Wah davor, alles andere ist in der blauen Kiste.
Wenn man das alles zusammen rechnet: 4 Kanäle vom Feinsten + Boost = 8, plus FX-Arsenal etc ergibt das eine klare Kaufempfehlung!

Einziger Nachteil: Man kriegt das blöde Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht und die Gitarre nicht mehr aus der Hand.
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