Harley Benton Ultimate Drive

Effektpedal

  • Für E-Gitarre
  • Overdrive
  • Regler: 1x Gainregler, 1x Tonregler, 1x Levelregler
  • Schalter für Low - und Highpeak
  • Maße (HxBxT): 38 x 64 x 118 mm
  • Betrieb mit 9V Batterie (# 417473) oder Netzteil (409939), beides optional erhältlich
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4.4 /5
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  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Features
Sound
Verarbeitung
Bedienung
Idealer Low-Gainer der den Charakter des Amps nicht verfälscht!
Parade Me, 10.12.2015
Was ich gesucht habe:
Ein Pedal, das eine natürliche und satte eigen-Distortion hat und transparent ist (also bei der entsprechenden Einstellung exakt das Amp-Signal wiedergibt).
Ich brauchte etwas, dass meinen Amp bei Bedarf "anrauht", und das vor allem beim Spielen von Singlenotes, ohne den Charakter des Amps zu verfälschen.
Von BD-2 über TS bis zu einigen sog. Boutique-Pedalen habe ich einiges erfolglos ausprobiert. Das nächste auf der Liste sollte das OCD sein. Über Freekish und dem Hinweis in mehreren Foren, dass das Ultimate Drive ein Klon sein soll, gab ich der Kiste eine Chance.

Was ich mit dem Ultimate Drive gefunden habe:
Ein Pedal, das eine natürliche eigen-Distortion hat und transparent ist.
Ehrlich, die ganzen Lobpreisungen von hier bis zu den nerdigsten Pedal.Foren sind gerechtfertigt.

Der Sound:
Clean/Boost: Mit Tone ca. auf ein Uhr, Drive auf Null, "high" Setting und Level auf neun Uhr war bis auf ein leichtestes "anfetten" des Signals kein Unterschied zum Signal ohne Pedal zu hören. Mit Verstellen des Level-Potis kann man das Teil wunderbar als Cleanboost verwenden und mit dem Tone-Regler schön den Sound nach Bedarf kolorieren (was ich eigentlich nicht wollte/brauchte, aber beim Spielen mit dem Stegtonabnehmer meiner Tele war das dann doch ab und an sehr hilfreich - die scharfen Höhen wurden so frequenztechnisch "eingeebnet" und gezähmt).
Overdrive: Langsam reingedreht wurde das Signal lauter und es kam eine ordentliche Portion "Dreck" (positiv gemeint, dreckiger Overdrive) mit rein. Dabei blieb alles schön differenziert, es matschte nicht. Zusammen mit dem Overdrive des Amps, der dadurch gepusht wurde, wirklich eine angenehm rauhe, "dirty" Blues/Rock Zerre ohne in die Distortion-Ecke abzudriften.
OK, hier lag dann aber auch das Problem des Pedals, das auch andere schon hatten: die Gain-Reserven sind etwas zu großzügig bemessen. Ab elf bis zwölf Uhr passiert nicht mehr wirklich viel. Was ich oben beschrieben habe, spielte sich alles zwischen Null und ganz leicht aufgedreht ab. Ich kam nicht mal bis neun Uhr. Außerdem setzte der Drive sprungartig erst ein, nachdem man das Poti schon etwas aufgedreht hat; zwischen kein-Gain und diesem Sprung lag der heilige Gral unerreichbar vergraben. Bei dem Preis und den dadurch wohl qualitativ weniger hochwertigen Einzelteilen überrascht das allerdings nicht (darum ein Minus bei Verarbeitung). Die Lösung: Poti tauschen. Verbaut war ein 1000kOhm (linear!) Poti. Eingebaut habe ich ein 100kOhm audio taper Poti von Alpha. Perfekt. Der Sprung von Null auf Distortion wie beschrieben war weg und ich kann nun sehr genau wenig bis immer noch viel (entspricht ca.zehn Uhr mit dem Werkspoti) drive ansteuern. Jetzt bewege ich mich immer zwischen zehn bis zwei Uhr.

Fazit:
Mit ausgewechseltem Drive-Potentiometer ein Pedal, das weder Amp noch Gitarrensound verfälscht, als Booster oder Low-Gainer verwendet werden kann und dabei äußerst differenziert klingt und eine schön dreckige Eigenzerre mitbringt. Eigentlich genau das, womit Pedals in der obersten Liga beworben werden. Für den Preis sollte man das Pedal erstmal auprobieren, bevor man von Boutique zu Boutique tingelt.
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Geheimtipp für Bassisten
Onkel Heidi, 21.05.2020
Dieses Pedal klingt an passiven Bässen, idealerweise in Kombination mit einem gesplitteten Cleansignal, einfach nur fantastisch.
Die Verarbeitung ist wie bei allen Harley Benton Pedalen, die ich bisher gesehen habe, absolut gut. Gehäuse und Buchsen sind aus Metall, was in der Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Nichts wackelt, die Potis drehen sich nicht zu leicht und der Fußschalter wirkt stramm und robust.
Der Gain-Regler wirkt irgendwann etwas limitiert, soll heißen, zwischen 2 Uhr und Rechtsanschlag ist kaum ein Unterschied wahrnehmbar, wenn das Voicing (Kippschalter) auf High steht. Auf Low hingegen ist weniger Säge und mehr Headroom vorhanden, was insbesondere am Bass, aber auch für crunchige Rhythmusgitarren sehr stark klingt.
Selbst wenn, je nach Output des jeweiligen Instruments, der Gainregler im High-Setting schon sehr früh sehr brachial zerren kann, so klingt das Pedal niemals dünn und kratzig.
Für eine harte Zerre bleibt hier stets eine gewisse Dichte und sehr musikalische Ansprache zu hören.
Das Tonepoti hat, anders als bei vielen Pedalen, einen sehr gut wahrnehmbaren Frequenzgang und erzeugt viele verschiedene Klangfacetten. Im Testsetup fand ich heraus, dass bei 9 Uhr ca. 500 Hertz betont wird, zwischen 10 und 12 Uhr ca. 800-1000 Hz, und bei 2-3 Uhr ca 2-3 Khz. Ein Bass-Cut ist vorhanden, allerdings in den Bereichen, in denen man verzerrten Bass sowieso im Proberaum und auf Bühnen dringend zurücknehmen sollte. Mischt man hier ein komprimiertes Cleansignal dazu, kann man richtig hochwertig klingen.
An der Gitarre konnte ich ebenfalls nichts negatives im Klang feststellen. Es klingt immer warm und trotzdem knusprig, wobei man auch leicht nasale Leadsounds zaubern kann, wenn man mag.
Das Gerät ist extremst preiswert, aber nicht billig!
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Ultimate Drive - DAS Killer Pedal
Tommy62, 10.07.2020
Eins vorweg, ich spiele seit über 35 Jahren Gitarre und hatte schon so einiges an Pedals unter den Füssen und weiß wie mein sound klingen soll. Mit dem Ultimate Drive habe ich meinen sound gerade für lead soli neu wiederentdeckt, es macht unglaublich Spaß mit diesem Teil zu spielen. Es dauert etwas, bis man seinen gewünschten Sound gefunden hat, das liegt an den meiner Meinung nach nicht optimalen Potentiometer, die verbaut sind. Der Regelweg um den sweet spot herum ist einfach sehr kurz, daher gibt es einen Stern Abzug bei den features. Hier sollte der Hersteller nachbessern, und 500K Log Potis für Gain und Level einbauen.
Zum Sound selbst : Reden wir nicht um den heißen Brei, es soll sich hierbei um einen Clone des hochgelobten Fulltone OCD handeln, und so klingt es auch, jedenfalls fast. Ich kann mit etwas Fingerspitzengefühl wirklich jeden Sound einstellen, den das OCD auch bietet und im direkten Vergleich A/B schneidet das Ultimate Drive hier überraschend gut ab.
Verarbeitung : Hier gibt es nichts zu bemängeln, außer daß der Hi-Lo Schalter sehr nah am Tone Regler sitzt, so daß man bei Tone auf 12h nur mit dem Fingernagel den kleinen switch betätigen kann. Das Teil ist robust gebaut und ich würde nicht zögern, es live einzusetzen. Bei den Proben hat es jedenfalls seine Feuertaufe mit Bravour bestanden.
Der Bypass ist ordentlich, ich bemerke jedenfalls keine Veränderung, wenn er aktiv ist. Ebensowenig bemerke ich Rauschen oder sonstige Nebengeräusche, wenn das Drive aktiviert ist - Klasse !
Da ich rundum zufrieden mit dem Teil bin, habe ich mir gleich noch ein zweites bestellt, wer weiß wie lange es das Pedal noch zu diesem wirklich fairen Preis gibt ?
Fazit : Wozu das fünfmal teurere Original kaufen, wenn es nicht fünfmal besser klingt ? Das Ultimate Drive hat mich jedenfalls voll überzeugt und ich gebe eine glasklare Kaufempfehlung ab !
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Ok.. aber toll is was anderes...
SamBarry, 08.08.2020
Sicher ist bei dem Preis nicht viel drin, aber man fährt mit Geräten die etwa 30-40 Euro mehr kosten viel viel besser! Die DI Funktion z.B ging bei meinem Exemplar garnicht... gi g auch zurück und ich habe lieber bei Artec was passenderes gefunden! ✌️
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