Harley Benton R-458 WH Fanfret

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8-Saiter E-Gitarre

  • Progressive Serie
  • Lindekorpus
  • geschraubter Ahornhals
  • Ahorngriffbrett
  • Offset Dot Griffbretteinlagen
  • Halsprofil: Speed D
  • Griffbrettradius: 350 mm
  • Multi-Scale Mensur: 692 / 650 mm
  • Sattelbreite: 54 mm
  • Dual Action Trussrod
  • 24 Medium gefächerte Jumbo Frets
  • Tonabnehmer: 2 Hi-Gain Humbucker
  • 1 Volume- und 1 Tonregler
  • 3-Weg Tonabnehmer Wahlschalter
  • Nubone Sattel
  • schwarze Hardware
  • Saitenstärken ab Werk: .009/.011/.016/.024/.032/.042/.054/.065
  • Stimmung ab Werk: F# / B / E / A / D / G / B / E
  • Deluxe DieCast Mechaniken
  • Farbe: Weiß Hochglanz
  • passendes Gigbag: Art. 142777, passender Koffer: Art. 212516 (beide nicht im Lieferumfang enthalten)
Erhältlich seit Juni 2018
Artikelnummer 427252
Verkaufseinheit 1 Stück
Farbe Weiß
Korpus Linde
Decke Keine
Hals Ahorn
Griffbrett Ahorn
Bünde 24
Mensur 686 mm
Tonabnehmerbestückung HH
Tremolo Nein
Inkl. Koffer Nein
Inkl. Gigbag Nein
Anzahl der Saiten 8
Form ST
Mensur lang 686 mm
Mensur kurz 648 mm
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Manchmal reichen sechs nicht aus

Die Instrumente von Harley Benton bieten schon seit langem eine solide Qualität für das eher kleine Portemonnaie. Dabei umfasst das Programm auch sogenannte Exoten. Dazu gehört etwa die achtsaitige R-458MN WH Fanfret aus der Progressive-Serie, die zu einem extrem günstigen Preis die Möglichkeit bietet, in die faszinierende Welt der achtsaitigen E-Gitarren einzusteigen und es im Low-End krachen zu lassen. Ausgestattet mit einem Lindekorpus, einem Ahornhals mit einer Multiscale-Mensur von 650 bus 692mm und zwei High-Gain-Humbuckern, liefert diese Achtsaiter einen durchsetzungsfähigen Klang, während die Hardware für eine zuverlässige Stimmung sorgt. Das flache Speed-D-Halsprofil ermöglicht eine pfeilschnelle Bespielbarkeit des Ahorngriffbretts mit 24 Medium-Jumbo-Bünden.

Aufgefächerte Bünde

Die Harley Benton R-458MN WH Fanfret Progressive Series liefert dank ihrer verlängerten Mensur eine enorme Power. Die Basis für diesen druckvollen Sound bilden ein in Hochglanz lackierter Lindekorpus mit einem fünffach verschraubten Ahornhals und einer Multiscale-Mensur. Mit dieser werden die tieferen Saiten straffer gehalten, um auch bei härterem Anschlag unter Kontrolle zu bleiben und die hohen Saiten werden mit der verhältnismäßig kürzeren Mensur auch bei Bendings nicht überstrapaziert. Ohne Schnickschnack zeigt sich die Elektronik mit den zwei High-Gain-Humbuckern, die über einen Dreiwegeschalter angesteuert und mit Volume und Tone geregelt werden. Zudem sorgen eine Tune-o-Matic Brücke und ein Satz solider Mechaniken an der Kopfplatte für eine zuverlässige Stimmung.

Schnäppchen für Einsteiger

Mit ihrem extrem günstigen Preis richtet sich die Harley Benton R-458MN WH Fanfret Progressive Series vornehmlich an Einsteiger sowie an Fortgeschrittene, die neu auf dem Gebiet der Achtsaiter sind und erst einmal nicht so viel investieren können. Dafür bietet diese Gitarre einen enormen Gegenwert. Das zeigt sie vor allem in Sachen Optik, Bespielbarkeit sowie mit ihrem brachialen Sound. Er liefert dank bewährter Hölzer an Korpus und Hals sowie der beiden High-Gain-Tonabnehmer ein wahres Gewitter beim Riffing im Low-End-Bereich.

Über Harley Benton

Seit 1998 bedient die Marke Harley Benton die Bedürfnisse vieler Gitarristen und Bassisten. Neben einer umfangreichen Bandbreite an Saiteninstrumenten bietet die Hausmarke des Musikhauses Thomann auch jede Menge Verstärker, Lautsprecher, Effektpedale und weiteres Zubehör an. Insgesamt umfasst die Palette über 1.500 Produkte. Gefertigt von etablierten Herstellern, überzeugen alle Artikel von Harley Benton durch Qualität, Zuverlässigkeit und einen dennoch günstigen Preis. Durch die ständige Erweiterung des Portfolios, bietet Harley Benton so stets neue und innovative Produkte für den musikalischen Alltag.

Low-End, Riffing und mehr

Im Zusammenspiel mit einem kraftvollen Amp und entsprechender Box bzw. Boxen kann man es mit der Harley Benton R-458MN WH Fanfret Progressive Series nicht nur im Low-End und beim Riffing richtig krachen lassen. Auch bei Clean- und Crunch-Sounds geben die zwei Humbucker ein für diese Preisklasse sehr überzeugendes Bild ab. Nicht zu vergessen ist natürlich der optische Auftritt dieser Metal-Gitarre. Mit ihren modernen Formen und dem strahlend weißen Finish stellt sie vor allem auf der Bühne einen echten Eyecatcher dar und lässt an ihrer Stammeszugehörigkeit nicht den geringsten Zweifel aufkommen.

141 Kundenbewertungen

114 Rezensionen

MG
Sehr ambivalent
Mr Grimheart 27.10.2020
Ich habe mir die R-458MN geholt, weil es in unserer Band gerade sehr proggy wird und ich viel Tapping mit beiden Händen mache, da bietet sich eine 8-Saiter einfach sehr für an. Da ich bisher keine Extended Range Gitarren gespielt habe, wollte ich nicht direkt Unsummen ausgeben und da erschien mir dieses Angebot doch als recht sinnvoll. Habe mir vorher diverse Reviews durchgelesen und Testvideos auf YouTube angesehen. Das Problem dabei ist vor allem, dass diese Gitarre, wie viele von Harley Benton, diverse Modellvariationen durchlaufen hat. Viele der hier geschriebenen Reviews und Videos auf YouTube beziehen sich nämlich auf die Version mit aktiven Pickups. Da diese aber wohl ziemlich anfällig für Interferenzen waren, hat Harley Benton die dann wohl durch passive Pickups ersetzt. Meine Version ist also die passive.

Ich muss sagen, ich bin sehr ambivalent, was diese Gitarre angeht. Aber eins nach dem anderen, dann lässt sich mein Gefühl dazu vielleicht besser nachvollziehen.

Die Verarbeitung ist für diesen Preisbereich ausserordentlich gut. Hier und da waren noch ein paar Fussel vom Polieren, ein paar Späne unter der Trussrodabdeckung, ein paar dunkle Flecken auf dem Griffbrett und ein merkwürdiger klebriger Fleck auf der Rückseite. Ich stelle mal lieber keine Vermutungen darüber an, was das war. Also im Großen und Ganzen nichts, was sich nicht mit einmal drüberwischen oder kräftig pusten beseitigen lässt. Allerdings hatte meine an der Griffbrettkante am ersten Bund ein paar kleinere Kerben im Holz, als ob jemand beim Feilen nicht richtig aufgepasst hätte oder mit einem Hammer dagegen geschlagen hat. Ist nicht dramatisch, kaum zu sehen und beeinflusst auch die Bespielbarkeit nicht. Mich stört sowas nicht, aber bei einer Gitarre teurer als 400€ hätte ich das beanstandet und entweder zurückgeschickt oder einen Preisnachlass verlangt.
Ansonsten kann ich nicht meckern. Der Lack ist toll und ohne Fehler, Kratzer oder Macken. Insgesamt finde ich die Gitarre auch gut durchdesignt. Schwarze Mechaniken und Pickups, die schwarze Bridge und die schwarzen Bundmarkierungen bilden einen schönen Kontrast zum hellen Ahorngriffbrett und -hals und zu der weißen Lackierung. Einfach sexy das Gerät, das muss ich schon sagen.

Die Tuner sind für diesen Preisbereich jetzt nicht das Gelbe vom Ei, aber absolut in Ordnung. Nach ein bisschen Einspielen halten sie die Stimmung ausreichend genug. Ich hab zumindest nicht das Gefühl die jetzt so schnell es geht wechseln zu müssen. Lediglich der Tuner für die tiefste Saite hat ein bisschen Spiel, was gerade da natürlich nicht so ideal ist.
Der Sattel ist vernünftig und symmetrisch eingelassen und auf die Besaitung ab Werk gut eingestellt. Die Bünde sind richtig toll verarbeitet. So eine glatte Griffbrettkante hätte ich für 175€ nicht erwartet. Keine scharfen Kanten, alles gut. Allerdings sind die Bünde an einigen Stellen ein bisschen rau und könnten eine Politur vertragen. Wird dann beim nächsten Saitenwechsel gemacht.
Der Hals war ab Werk eigentlich ganz gut eingestellt. Ich habe die Halsspannung trotzdem noch ein kleines bisschen nachgezogen. Ich bin da ziemlich pingelig. Der Hals sitzt auf jeden Fall richtig gut im Body und lässt kein Spiel, wackelt nicht und ist anständig verschraubt. Die Bundmarkierungen sind übrigens keine echten Inlays, sondern nur aufgedruckt. Das juckt mich nicht wirklich. Aber was mich wirklich aufregt ist, dass die Markierung im 24. Bund drei, im 12. Bund aber nur einen Punkt, statt zwei, hat. Das erscheint mir irgendwie unlogisch und nervt.
Der Body fühlt sich richtig gut an. Trotz der acht Saiten ist er, bis auf ein paar Millimeter, etwa genauso groß wie bei meiner 6-Saiter Ibanez RGA. Man hat also kein unbequemes Stück Brennholz auf dem Arm. Dadurch bleibt das ganze Instrument - gemessen an der Form - noch recht ergonomisch. Am Gurt und auch im Sitzen macht sie eine sehr gute Figur, zeigt sich sehr ausgewogen und überhaupt nicht kopflastig. Man muss also nicht gegen das Instrument ankämpfen. Das ist schon viel wert.
Die Pickups sind gut in den Body eingelassen. Die Bridge mit den einzelnen Saitenreitern lässt feinste Einstellungen in Oktavreinheit und Saitenlage zu. Noch bevor ich den Hals nachgezogen habe, hatte ich erstmal die Oktavreinheit geprüft und die war nicht wirklich gut eingestellt. Das verstehe ich auf jeden Fall nicht unter Quality Control.
Richtig gut sind die Potis und der 3-Wege-Schalter. Fühlt sich alles wertig und saftig an. Vernünftiger Widerstand, labbert nicht rum und macht nicht den Eindruck nach zweimaliger Bedienung abzufallen.
Auf der Rückseite finden wir in einer geraden Linie angelegte Führungshülsen für die String-Thru-Body-Konstruktion. Sie haben allerdings nicht alle den exakt gleichen Abstand. Es handelt sich aber nur um ein paar wenige Millimeter. Kann ich mit leben, zumal man sein Instrument ja eher selten von hinten sieht.
Das Elektronikfach ist sauber eingelassen und macht von innen einen einigermaßen gut abgeschirmten und aufgeräumten Eindruck. Und siehe da: nachdem die Pickups von aktiv auf passiv umgestellt wurden hat Harley Benton wohl an der grundsätzlichen Bauform nichts geändert. Wir finden also noch viel Platz für eine potentielle 9V-Batterie, sollte man doch auf aktive Pickups umrüsten wollen.

Bespielen lässt sich die Gitarre für mein Empfinden richtig gut. Dadurch, dass der Hals angeraut und super krass flach ist, fliegen die Finger nur so über das Griffbrett und die Multiscalebauweise fühlt sich für mich absolut sinnvoll an. Da habe ich null Umgewöhnungszeit gebraucht. Generell ist dieser Hals einfach total toll. Kann gar nicht aufhören immer wieder daran entlangzufahren. Richtig gute Haptik.
Die Saitenlage war ab Werk relativ gut eingestellt, könnte aber gut und gerne noch ein bisschen flacher sein. Da bin ich von Harley Benton besseres gewohnt. Konnte man auf jeden Fall mit arbeiten. Ich hab mein bestes getan, um die Saiten noch niedriger zu einzustellen. Dabei muss einem aber natürlich bewusst sein, dass das gerade bei der tiefen H- und F#-Saite (bei mir auf Drop E) seine Grenzen hat. Denn dicke und tiefe Saiten mit einer 080er Stärke schlagen in Schwingung natürlich deutlich weiter aus, als eine hohe Saite mit Stärke 009. Entweder lebt man dann mit ein bisschen Schnarren oder mit einer höheren Saitenlage. Da die Gitarre aber gute Einstellmöglichkeiten hat, wird man da schon sein Ideal finden können. Oder zumindest nahe am Ideal. Generell brauchte das ganze Instrument ein bisschen Liebe und Zuwendung, um für mich wirklich gut zu sein. Das ist aber alles eine Frage der individuellen Vorlieben. Deshalb meckere ich da mal nicht rum.
Insgesamt bin ich von der Bespielbarkeit sehr überzeugt und das ist auch unter anderem ein Grund, warum ich die Gitarre nicht zurückgeschickt habe.

Denn die Pickups klingen einfach sowas von katastrophal schlecht, dass ich da fast keine Worte für finde. Ich habe in meinen 20 Jahren Gitarre schon viele Instrumente unterschiedlicher Preisklassen gespielt und darunter waren auch so einige Harley Bentons, aber diese Tonabnehmer hier sind ein absolutes Verbrechen. An meine Mitrezensenten_Innen: hört doch bitte auf sowas einem Einsteiger zu empfehlen. Als ob Einsteiger keine Ansprüche haben. Wenn ein Einsteiger dieses Ding spielt und dann glaubt, dass 8-Saiter so klingen müssten, dann vergrault man doch nur Menschen von Extended Range Instrumenten und das wäre doch wirklich schade.
Also ich hab alles versucht: ich habe die Höhe der Pickups ein bisschen verändert, am Röhrenamp Höhen und Mitten mehr als üblich reingedreht und Bässe rausgenommen, die Presence erhöht und die Resonance rausgenommen, nichts half. Auch über hochwertige Plugins habe ich nichts brauchbares aus dem Ding rausbekommen. Ab der tiefen H-Saite matscht und rumpelt es nur noch undifferenziert vor sich hin. Sowas Schlechtes hab ich wirklich noch nie gehört. Ich hatte ja gedacht, dass die Pickups zwar nicht überragend, aber wenigstens brauchbar klingen, aber das ist hier absolut nicht der Fall. Nach drei Tagen rumexperimentieren hab ich dann endlich eine Einstellung in meinem Plugin gefunden, die wenigstens irgendwie High Gain zulässt, aber ich würde damit auf jeden Fall nichts aufnehmen. Und auf eine Bühne stell ich mich mit den Dingern schon mal gar nicht. Es ist schon traurig, wenn deine E-Gitarre unplugged besser klingt, als am Amp. Da muss man sich als Hersteller wirklich fragen, ob man das so auf den Markt bringen kann. Clean ist es zwar etwas besser, aber auch da matscht es unten rum nur absolut ekelhaft durch die Gegend. Ich versuche hier wirklich nicht zu übertreiben und ich möchte auch nochmal betonen, dass mir klar ist, dass eine Gitarre für 175€ nicht klingen kann, wie eine für das zehnfache. Ich habe nicht nur 20 Jahre Gitarrenerfahrung, sondern auch fast 10 Jahre Erfahrung um Recording und kenne genug Tricks und Kniffe um selbst aus dem letzten Hobel noch was brauchbares rauszubekommen. Aber hier ist das alles vergebens. Diese Pickups sind eine Beleidigung für alles was sich Tonabnehmer nennt. Die Gitarre klingt sogar verstimmt, weil die Pickups die Frequenzen auf eine ganz merkwürdig Art und Weise abbilden, obwohl alles in Tune ist. Aber nicht nur die tiefen Register, auch alles ab der D-Saite aufwärts klingt muffig und leblos, wie durch eine Wolldecke. Wenn man nach einer durchzechten Nacht besoffen durch einen Aschenbecher leckt, weiß man ungefähr wie diese Gitarre klingt.

Warum schicke ich so ein Instrument nun also nicht zurück? Weil die Gitarre einfach gut designt ist, sexy aussieht, sich toll spielen lässt und mir für 175€ die Möglichkeit bietet mich erstmal in die Welt der Extended Range Gitarren und der Multiscalebauweise einzufühlen. Wenn die Tuner schlechter gewesen wären, dann hätte ich sie auf jeden Fall zurückgeschickt. Auf lange Sicht werde ich die zwar wechseln, aber für den Moment kann ich damit gut leben. Aber nicht mit den Pickups. Ich spare jetzt auf einen Satz EMG 808X. Die klingen nämlich richtig geil und sind auch noch relativ günstig. Immerhin hat der Gott der 8-Saiter, Tosin Abasi selbst, diese mal gespielt. Und weil, wie oben bereits erwähnt, im Elektronikfach noch genug Platz für eine 9V-Batterie ist und die EMGs auch noch genau in diese Gitarre hineinpassen, bin ich dann mit einem Preis von knapp unter 400€ immer noch günstiger unterwegs, als mit einer Ibanez Multiscale. Und ich muss auch sagen, dass die Ibanez 8-Saiter unter 800€ (was ein Zufall) meistens schlechter verarbeitet und zu bespielen sind, als die Harley Benton R-458MN. Was günstigeres wird man kaum finden. Ich sehe das jetzt als Möglichkeit mich in Ruhe an das neue Instrument zu gewöhnen, in der Zwischenzeit auf EMGs zu sparen und mir dann mein Instrument so anzupassen, wie ich das brauche. So kann die Gitarre mit mir zusammen wachsen.

Zusammenfassend:
Verarbeitung, Bespielbarkeit und Design sind hier absolut in Ordnung, wenn nicht sogar überragend, vor allem für den Preis, aber die Pickups kann man wirklich getrost vergessen. Deswegen empfehle ich diese Gitarre an Menschen, die gerne erste Gehversuche auf Extended Range Instrumenten machen wollen ohne ein Vermögen auszugeben, aber auch nicht davor zurückschrecken nochmal das gleiche Geld für neue Pickups auszugeben. Denn die sind leider notwendig, weil die ab Werk nämlich vollständig unbrauchbar sind, egal in welchem Kontext. Das ist absolut keine Anfänger- oder Einsteigergitarre. Das ist eine Gitarre, die viel Liebe und Zuwendung braucht und mit der Zeit zu einem individuellen Low-Frequency-Schreckgespenst werden kann, wenn man denn bereit ist etwas Arbeit zu investieren. Aber für 175€ wird man wohl keine bessere Grundlage für sowas finden.

Ich vergebe insgesamt 3 Sterne als arithmetisches Mittel aus den drei Bereichen Features, Sound und Verarbeitung. Da komme ich auf 10/3=3,334 und habe abgerundet, weil die Pickups es nicht anders verdient haben.

EDIT 17.01.2021
Nach mehr als drei Monaten mit dieser Gitarre habe ich ein paar Möglichkeiten gefunden sie mit den Stock-Pickups etwas brauchbarer klingen zu lassen. Hier meine Empfehlungen das Instrument klanglich etwas aufzuwerten.

1. Dickere Saiten
.080er Saiten sind für die tiefen Register auf jeden Fall zu schwach. Selbst in F# Standard würde ich dazu raten eher in Richtung .090er Saiten zu gehen. Bei Drop-E muss die tiefste Saite auf jeden Fall eine .090er sein. Denn bei zu wenig Saitenspannung kommen die tiefen Frequenzen einfach zu schlecht durch. Deswegen klingt sie auch ständig verstimmt. Und bei dickeren Saiten schlägt man die Saite nicht sharp. Ich empfehle also einen Satz von .009 bis .090. Viel Spaß beim Suchen. Thomann hat sowas nicht im Repertoire und auch bei anderen einschlägigen Händlern habe ich nichts brauchbares gefunden. Da kann ich empfehlen mal bei Pyramid anzufragen. Die fertigen nämlich auch Customsätze an.

2. Kompressor
Mit dem Harley Benton Dyna Compressor klingt die Gitarre deutlich besser. Die Harley Benton Effekte sind doch ganz gut auf die Harley Benton Instrumente abgestimmt. Außerdem kostet der Kompressor knapp unter 30€, was lächerlich wenig Geld für einen deutlich besseren Sound ist. Mit dem Dyna Compressor klingt die Gitarre viel differenzierter, klarer, more juicy und insgesamt viel ausgeglichener. Dafür den Kompressor zwischen Gitarre und Amp klemmen, nicht in den Effektweg einschleifen. Ich fahre mit den Einstellungen Sustain 3 Uhr, Level zwischen 1 und 2 Uhr und Attack zwischen 10 und 11 Uhr bisher ganz gut. Funktioniert sowohl bei Clean als auch verzerrten Sounds.

3. Einstellungen am Amp
Wegen Corona können wir im Moment nicht proben, was bedeutet, dass ich die Gitarre zur Zeit mehr zu Hause spiele. Deswegen bezieht sich das jetzt auf Guitar Rig 5. Dort empfehle ich für High Gain Sounds den Van 51 mit folgenden Einstellungen:
• vor den Amp den Skreamer (quasi ein Tube Screamer) mit voll aufgedrehtem Poti für Volume und Tone, Drive auf 0
• Lead Channel und HI GAIN aktivieren
• Pre Gain 1.65
• Bass komplett rausdrehen
• Middle und Treble voll aufreißen
• Post Gain und Resonance auf 3.25
• Presence voll aufdrehen
• Matched Cabinet mit Mikro A und vollem Air
• zum Schluss ggf. mit einem EQ etwas nachregeln
So oder ähnlich sollte sich das auch auf einen echten Amp übertragen lassen. Da hab ich die Erfahrung gemacht, dass das Harley Benton Extreme Metal im FX-Loop recht gut funktioniert, da es gute Einstellmöglichkeiten am EQ bietet. Sowohl für Plugin als auch echten Amp empfehle ich weiterhin den Harley Benton Dyna Compressor zwischen Gitarre und Input zu klemmen.
Für Clean Sounds empfehle ich folgende Einstellungen:
Als Amp den Twang Reverb und dort
• Volume auf etwa 8
• Treble auf etwa 9
• Mid auf 7,5
• Bass auf 2
• Bright aktivieren
• Matched Cabinet mit Mikro B und den Regler für Dry und Air genau in der Mitte
• auch hier eventuell mit einem EQ etwas nachregeln

Außerdem habe ich noch eine weitere Sache entdeckt, die mich an der Gitarre selbst ein wenig stört. Der 3-Way-Switch liegt genau hinter den beiden Potis und ist etwas umständlich zu erreichen. Während des Spiels mal eben hinlangen wird dadurch erschwert.

Am Gesamteindruck ändert das alles für mich nichts. Ich werde trotzdem noch EMGs reinbasteln. Dafür ist einfach noch zu viel Luft nach oben.
Features
Sound
Verarbeitung
12
1
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O
Gute Anfangsgitarre, jedoch mit Abstrichen
Omegaseven 04.08.2019
Also, unterm Stich eine schöne Gitarre und, dem Preis entsprechend, überdurchschnittlich gut! Es gibt aber ein paar "Mängel".

Fangen wir mal bei der Verpackung an. Die Gitarre kommt in einem Karton, welcher am Hals einen Styroporeinsatz hat und die Gitarre stabilisiert. Mitgeliefert werden dabei zwei Imbusschlüssel und ein Klinkenkabel. Da gibt es soweit nichts auszusetzen.

Die Verarbeitung ist gut und schlecht gleichzeitig.
Fangen wir mal den Pro?s an:
-Keine Lackfehler, weder am Korpus, noch an der Kopfplatte.
Ich habe die Gitarre "gegen das Licht" gehalten und konnte bisher nichts entdecken. Gute Arbeit!
-Saitenlage ist angenehm eingestellt
-Bünde stehen nicht über und sind gut verarbeitet
-Gewichtsverteilung ist auch angenehm verteilt
-Die Tonabnehmer sind "OK". Es geht besser, aber hey. Wir reden hier von nicht mal 200€.
-Der Hals ist weitestgehend unbehandelt. Bei glatten Lacken leidet die Bespielbarkeit, meiner Meinung nach. Dickes Plus, dafür!
Für mich MUSS der Hals entweder "Natur" oder Matt lackiert sein.
An sich eine solide Gitarre, mit der man mal in die Welt der 8-Saiter reinschnuppern kann.

Nun aber zu den Kontras:

- Das Griffbrett weicht in der Darstellung extrem vom "Ist"-Zustand ab. Es wird zwar geschrieben, dass Ahorn beim Hals und Griffbrett verwendet wurden. Wer sich aber auf die Bilder verlässt, wird ein wenig enttäuscht. Das Griffbrett hat, bei meinem Exemplar, die Farbe des Halses. Das ist aber rein optisch.

-Die Mechaniken sind Kernschrott. Die halten kaum die Stimmung und haben extremes Spiel beim Stimmen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt in die Tonne gegriffen habe, aber ich werde andere Mechaniken nachrüsten.

-Der Sattel ist zu kurz für die vorgearbeitete Nut. Oder zu klein? Jedenfalls ist eine Seite (hohe E-Saite) bündig mit dem Rest, die andere Seite (F#) nicht so ganz. Das ist nichts gravierendes. Aber es stört mich - ich rede hier aber von maximal 1 mm.

Kein Kontra, aber eine Anmerkung meinerseits:

Ich werde noch die Tonabnehmer tauschen. Gegen was weiß ich noch nicht, aber ich werde sie tauschen. Die Höhen und Mitten klingen gut, der Bässe sind eher matschig. Aber ich denke, dass es da auch auf den Einsatzbereich ankommt.


Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine wunderbare Gitarre für kleines Geld ist, bei welcher man sich von vornherein bewusst sein muss "kleinere Mängel" aufs Haus geliefert zu bekommen. Aber noch immer gilt: > 200€!
Harley Benton hat verstanden, dass man als Anfänger nicht gleich +1000€ ausgeben möchte und bedient einen nicht zu kleinen Markt.
Weiter so!
Features
Sound
Verarbeitung
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s
What?
skombijohn 16.07.2020
Ich habe mir die R-458 Fanfret bestellt, weil ich einfach mal a) 8 Saiter und b) Fanfret für mich ausprobieren wollte.
Was soll ich sagen....ich besitze sonst aussschliesslich Mayones HiEnd Teile....aber das Teil von HB hier, für den Preis, unglaublich.
Aus meiner persönlichen Sicht / Erfahrung:
- Griffbrett nicht wie abgebildet "Amaranth" sondern offenbar Maple beim gelieferten Modell. I Like! I Like a lot!
- Finish ohne Beanstandung sauberst gearbeitet
- Verarbeitung ohne Beanstandung, keine Fugen, nix krumm, alles tight.
- Bünde waren nicht wirklich poliert, geht aber nach ein bissl Spielen natürlich weg..
- Hardware, Volume / Tone sehr hohe haptische Qualität, ebenso der 3way-Toggle. Alles schön knackig.
- Tuner, ok die sind ein wenig hakelig, aber man bekommt die Gitarre in tune :)
- Bespielbarkeit: Hier gehts echt los. Ich hab keine Ahnung was die gemacht haben, aber für mich persönlich ist das verdammt nah an den 10x so teuren Mayos dran. Bespielbarkeit ist aber subjektiv.
- Sound: Irgendwo muss der günstige Preis ja herkommen. Die PUs sind okay, aber unspektakulär bis etwas muffelig. Mit etwas Höhen und Presence klingt es aber im Kontext dann ganz passabel. Hier lohnt sich vermutlich ein Upgrade auf EMGs o.ä.

Irgendwie fühlt es sich komisch an, jetzt so nen Billigheiner da zu haben, der echt Spaß macht, wenn im Koffer HiEnd Äxte warten.

Aber summa summarum:

Top Teil für den Preis.
Features
Sound
Verarbeitung
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MV
5 Sterne
Martin Vanderwand 27.01.2019
Da habe ich als Oldschooler doch einige Zeit überlegt, Kritiken gelesen, Videos geschaut; eine Gitarre aus dem Internet kaufen? Nur weil sie billig ist?
Die Kommunikation mit Thomann hat sich dann fast angefühlt, als würde ich im Geschäft stehen. Da wurde nicht "verkauft", sondern Fragen wurden kompetent beantwortet, die Kundenbetreeung ist äußerst zuvorkommend. Damit wird ein vertrauenswürdiges Setting geschaffen.
Also habe ich das Instrument bestellt und es kurz darauf gut geschützt und verpackt erhalten.

Zur Konstruktion:
Sofort fällt auf: hier wurde mitgedacht! Die Kopfplatte ist unter dem Griffbrett unter den ersten Bünden mit dem Hals verleimt, nicht an der Knickstelle unter dem Sattel.
Der Hals ist an 5 Punkten mit dem Korpus verschraubt. Die Schrauben sitzen auf gleichfarbigen Beilagscheiben, die, in flachen Fräsungen liegend, plan mit der Unterseite des Korpus abschließen. Da steht nichts heraus und es verrutscht nichts, die Verbindung ist fest und stabil! Technisch und ästhetisch eine bessere Lösung, als die vintage Metallplatten, die sonst den Druck der Schrauben verteilen.
Der Korpus ist an den Rändern abgerundet und dadurch sehr ergonomisch. So wurde aus einem Brett so etwas wie eine archtop Form geschliffen.
Der untere Cutaway ist weit genug, daß selbst grosse Hände ungehindert bis zum 24. Bund gelangen- auch keine Selbstverständlichkeit.
Da drückt und stört auch bei längerem Spiel nichts!
Die Bohrungen, durch die die Saiten von unten durch den Korpus geführt werden, befinden sich perfekt auf einer Linie.
Die Verarbeitung des Instrumentes, daß ich erhalten habe, ist ausgezeichnet!
Lackfehler am Korpus habe ich im gleißenden
Sonnenlicht gesucht; nur so aus Interesse, weil ich diese, im Verhältnis zu anderen Features, für unerheblich halte.
Die weisse Lackierung ist nahezu perfekt und wirkt widerstandsfähig.
Die Lackschicht am Hals ist übrigens dünner, klar und haptisch sehr angenehm.
Die Einzelbridges wirken hochwertig und ermöglichen problemlos das Einstellen einer guten Saitenlage und Bundreinheit.
Der Sattel am anderen Ende der schwingenden Saite ist bei dieser Gitarre perfekt. Da wo Billiginstrumente oft schwächeln, wurde nichts verschenkt. Sattelhöhe, Einkerbungen, Saitenabstand: Ausgezeichnet.
Der Sattel ist die Grundlage für eine gute Bespielbarkeit. Respekt,-wirklich.
Hier war kein Nacharbeiten notwendig!
Ich konnte eine extrem gute Saitenlage realisieren, nah am absoluten Optimum, so gut sind die Voraussetzungen, die auch der Hals bietet.
Der Halsquerschnitt, ein flaches D, nicht zu dick, nicht zu dünn, trifft wirklich meinen Geschmack!
Zum Klang:
Das Instrument zeigt trocken gespielt eine hervorragende Resonanz, und klingt ganz einfach schön.
Die aktiven PUs haben einen runden vollen Klang, mit einer Nase im unteren Mittenbereich.
-Jazzie-, weder dünn noch spitz.
Leider nicht sehr ausgewogen, was die Lautstärke der einzelnen Saiten betrifft und bei Akkorden zeigen sich Schwächen in punkto Definition und Transparenz. Verzerrt fehlt ein wenig der Biss. Insgesamt nicht optimal, unbrauchbar sind sie aber nicht!
Die Lötstellen im Elektrikfach sehen sauber aus.
Sonst kann ich über die Elektronik nichts sagen.
Drewegschalter, ein Ton-, ein Volumpoti: der Drehwidersand ist sehr angenehm, die Verarbeitung der Bauteile wirkt stabil, nicht filigran oder klapprig.
Die Lautstärke nimmt am Ende des Regelweges nichtlinear zu, dafür fadet der Ton am Anfang des Regelweges schön ein und "springt" nicht plötzlich an. Damit kann ich gut leben. Die Klangregelung tut was sie soll.
Die Klinkenbuchse macht auch nach Monaten keine Probleme, da wackelt nichts und die Kontermutter neigt auch nicht dazu, sich zu lockern.
Die Mechaniken sind nicht gut. Wenn man sich aber angewöhnt, die Saiten immer von unten zum gewünschten Pitch zu stimmen, ist die Sache dann doch in den Griff zu bekommen. Das Instrument zeigt sich dann aussreichend stimmstabil.
Fazit zum Instrument: Wo man hinsieht gute durchdachte Detaillösungen. Es handelt sich in vieler Hinsicht um ein gut entwickeltes und ausgereiftes Konzept und, ich muss es deutlich sagen: ich scheiss mich an, so gut ist die Grundsubstanz dieses Instrumentes! Echt.
Meine Bewertungskriterien sind die, die ich auch bei einer ums 10- oder 20fachen teureren Gitarre anlegen würde. Bei diesen ist es auch üblich z.B. PUs nach eigenen Vorlieben zu wechseln.
Ein kleiner aber schmerzlicher Fehler ist mir nach einigen Stunden aufgefallen: Es gibt für mich zwei heilige Bereiche an einer Gitarre, -die Halsrückseite und die Bünde. Leichte Grate waren am 7. Bund der A-Saite zu spüren und zu sehen. Da hat jemand nicht aufgepasst.
Also Saiten runter und her mit dem 600er Schleifpapier. Die Grate verhalten sich jetzt völlig unauffällig und beeinträchtigen weder das Spielgefühl noch den Klang. Bei der Gelegenheit habe ich das Griffbrett mit Öl eingelassen, was dem zartvioletten Farbton des Amaranthgriffbretts sehr gut steht.

Fazit: Eine Gitarre, die Zuwendung verdient und anhaltend Freude bereitet.
Extendet Range Multiscale Gitarren sind eine Challenge, die es Wert ist angenommen zu werden. Die Umstellung auf ein solches Instrument ist ein Prozess. Wer behauptet, der Umstieg von 6- auf 8 Saiten sei kein Problem und die Umstellung auf ein Multiscale-Konzept vollzöge sich über Nacht von selbst, ist entweder ein Genie oder ahnungslos. Mit dieser Gitarre ist eine mehr als gute Basis geschaffen, sich mit dem Thema zu befassen. Do it!
Ich überlege, mir eine zweite Harley Benton R-458 WH Fanfret anzuschaffen, um während eines Umbaus (PUs, Mechaniken) nicht auf dem trockenen zu sitzen. Die würde ich danach einem meiner Gitarrenfreunde schenken, um sie oder ihn anzufixen und ihr bzw. sein Gitarristendasein für immer zu verändern.

Zwei Wünsche an den Hersteller zum Schluss:
Eine geringfügig längere Mensur (ca. ein Bund).
Und
please go Headless, please !!!
Features
Sound
Verarbeitung
2
2
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