Harley Benton E-Gitarrenbausatz ST-Style

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E-Gitarrenbausatz ST-Style

  • komplettes Eigenbau-Set
  • geschraubter Hals
  • Rengaskorpus (Holzfarbe kann variieren)
  • Ahornhals
  • "Double Action" Halsstab
  • Amaranthgriffbrett
  • Dot-Einlagen
  • Griffbrettradius: 305 mm
  • 22 Bünde
  • Mensur: 648 mm
  • Sattelbreite: 42 mm
  • Trussrod
  • Tonabnehmer: 3 keramische Single Coils
  • Elektronik: 1-Volume, 2-Tone & 5-Weg Schalter
  • Hardware: Chrom
  • DieCast Mechaniken
  • Tremolo
  • Saiten: .010- .046 Saiten
  • Farbe: Natur

Hinweis: Korpus und Hals wurden mit Porenfüller grundiert, und sind somit zum direkten Lackieren geeignet - für eine Beizung oder andere Form der Oberflächenbehandlung muss die Grundierung ggf. wieder angeschliffen werden.

Hinweis: ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick ist für den erfolgreichen Zusammenbau Voraussetzung, ebenso wie vorhandene erste Erfahrungen mit Lackierarbeiten.

Erhältlich seit September 2005
Artikelnummer 185163
Verkaufseinheit 1 Stück
Farbe Natur
Korpus Massivholz
Decke Keine
Hals kanadischer Ahorn
Griffbrett Amaranth
Bünde 22
Mensur 648 mm
Tonabnehmerbestückung SSS
Tremolo Vintage
Inkl. Gigbag Nein
Inkl. Koffer Nein
79 €
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
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D
Die kleine hässliche...
Dyne 08.01.2017
Zielsetzung: Billig, hässlich und festivaltauglich (im Zelt oder Auto liegen lassen)
Erreichtes Ziel: Billig, hässlich, festivaltauglich aber grandios bespielbar und gut klingend

Ich hab das Teil vor einem Jahr an nur einem Wochenende gebaut.

Mit den Teilen hatte ich eventuell Glück denn mein Body war aus einem Stück gefertigt.
Ich habe lange gesucht aber keine Naht gefunden.

Abgesprüht habe ich die gute mit dem giftigsten Neonpink das ich im Baumarkt finden konnte.
Hals und Body wurden aber vorher mit weiß grundiert.
Der Lack hat ein furchtbares Finish inklusive Rotznasen und Absplitterungen.
Nach dem Klarlack und Politur wurde der Hals aber dennoch wunderbar glatt und schnell bespielbar.
(Der Korpus sieht eher aus wie eine Kraterlandschaft)

Die Teile:
Natürlich kommen alle Teile nur so Gut wie nötig.

Die Mechaniken und das Tremolo sind wirklich nicht die besten aber ausreichend.

Der Hals war absolut in Ordnung.
Ein Bunsstäbchen (14. Bund) war minimal erhöht. 2-3 Leichte Hiebe mit dem Hammer und einem stück weichem Holz konnten das Problem lösen.
Ich empfehle zusätzlich die Bünde zu schleifen. 1500+ Papier und 100 Züge pro Stäbchen genügen.
Vorher haben die Stäbchen bei Bends ziemlich gerieben.

Der Korpus war, wie schon erwähnt, aus einem Stück aber nicht sehr feinporig geschliffen.


Die Elektronik:

Ausreichend aber bei weitem nicht gut.
Die Singlecoils liefern wenig Output und sind etwas ?nasal?.
Der Mittlere ist in der Phase gedreht um den Humbuckereffekt zu erzielen.

Die Potis sind falsch gewählt (Log/Linear).
Sie reagieren erst auf die letzten mm der Drehung.

Alles in allem bekommst man aber einen Stratsound aus der Elektronik der wirklich nicht schlecht ist.
Das Brummen verhält sich nach der Graphitlackbehandung im Elektronikfach auch wirklich dezent.


Der Lernprozess:

Ich habe mitt diesem Bausatz wirklich gelernt ein Setup der Bundreinheit, Halsspannung und Seitenlage durchzuführen.
Das hat sich bei der Gitarre auch über Wochen hingezogen aber sie spielt sich wirklich perfekt und wurde auch im Studio schon verwendet.
Die kleine hat ein tolles Sustain.

Mir ist das Teil wirklich ans Herz gewachsen.


Fazit:
Ich muss für den preis von 69¤ wirklich überall 4 Sterne vergeben, denn ich bin zufrieden.

Wer sich richtig Zeit nimmt und eventuell noch ein wenig Geld für Mechaniken und Elektronik investiert kann ein wirklich hervorragendes Instrument mit diesem Kit bauen.
Mehrmaliges Anschleifen des Lacks um ein glattes Finish zu erreichen braucht seine Zeit, lohnt sich aber.

Ich habe mittlerweile auch den J-Bass gebaut und dieser ist mit etwas mehr Zeit ein wunderbares Instrument geworden.
Features
Sound
Verarbeitung
21
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R
Auch den Neffen freuts..
Rockstarter 01.03.2019
Hallo Bastlergemeinde,

ich habe mit dem ST-Style Bausatz jetzt bereits das 2 Kit bestellt und viel Spaß damit gehabt. Besonders weil einer meiner Neffen (10 Jahre alt), inspiriert durch die Präsentation meines ersten Bausatzes Interesse bekundete. Gesagt getan und den Kleinen nach der schnellen Lieferung gleich mal an die Schleifmaschiene gelassen um den Korpus zu bearbeiten. Fand er super - ca. 1h. Die restliche Schleifarbeit habe ich dann selbst übernommen. Gebeizt wurde in gelb (ist dann ein schöner Honigton geworden), die Kopfplatte sollte so bleiben wie sie ist. Das Lackieren habe ich dann auch allein gemacht, wegen der vielen Schichten und der langen Wartezeit. Zusammengeschraubt haben wir dann wieder gemeinsam. Ich glaube er hat viel gelernt und viel Freude an seinem Instrument.
Jetzt mal zum Bausatz an sich. Die Verarbeitung fand ich absolut Ok. Der Hals ist klasse und lässt sich mit recht niedriger Saitenlage gut bespielen. Beim einpassen haben wir uns allerdings auch viel Mühe gegeben und die Bünde vorher noch mit Stahlwolle poliert. Oktavreinheit ist kein Problem.
Allein der Korpus ist ehr was für Menschen die gleich farbig lackieren möchten. Den Porenfüller runterzuschleifen ist eine wiederliche Arbeit. Die Anleitung reicht völlig und gibt gute Hinweise. Funktioniert hat das gute Stück jedenfalls auf anhieb und klingt auch gut.
Da ich bekommen habe was ich bestellte, gibt es von mir volle Punktzahl. Wer was lernen möchte und sich mit ein paar Recherchen dem Thema hingibt, traut sich hinterher auch viel ehr an die Wartung seiner teuren Gitarre. Für die sinnvoll verbrachte Zeit mit meinem Neffen würde ich noch einen Punkt vergeben.
Eigentlich bin ich fertig, hätte aber noch ein paar Anmerkungen für den Interessierten.
Den Bausatz kann man bestimmt auch in unter 2h einfach zusammennageln. Wer es richtig (oder eben besser) machen möchte, schaut sich mal ein paar Grundlagen an wie zum Beispiel: Abrichten Bünde, Halswinkel, Saitenlage, Sattelkerben, Höhe Pickups, Halskrümmung, etc.. Nicht weil es unbedingt nötig wäre um einen Ton aus seiner Axt zu bekommen, aber es fliest alles in den Bausatz ein und macht ihn sinn- und wertvoller. Hinterher kann man eben mitreden.
Features
Sound
Verarbeitung
9
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JD
Macht Spaß
Joe Danby 09.01.2015
Da ich gemeinsam mit meinen beiden Söhnen seit einer Weile einen Gitarrenkurs besuche, wo wir auf Western- bzw. Konzertgitarren musizieren, hielt ich es für eine gute Idee, uns als gemeinsames Weihnachtsgeschenk einen Gitarrenbausatz zu beschaffen. Da ich bereits eine Telecaster besitze (Fender Modern Player Tele Plus, ein tolles und vielseitiges Instrument) sollte es dieses mal etwas anderes sein. Und ich dachte mir „wenn schon billig, dann richtig billig“, also fiel die Wahl auf die Strat-Version des Harley Benton Bausatzes (zurzeit 64 Euro günstig).

Also: bestellt, unter den Weihnachtsbaum gelegt, ausgepackt. Alles vollständig vorhanden (bis auf ein winziges Schräubchen, das aber ersetzbar bzw. verzichtbar ist). Die Abdeckung der Klinkenbuchse sowie die Tremoloabdeckung für die Rückseite sehen wirklich billig aus; die sonstigen Teile sind optisch o.k.

Nach kurzen Recherchen bei Thomann-Rezensenten und YouTube-Filmern haben wir uns entschieden, auf den Korpus zunächst eine Lasur (Holzlasur C. Kreul Hobbyline, Farbe „Rost“, ca. 5 Euro; angenehmer rot-orange Ton) mit dem Pinsel mehrfach aufzutragen und anschließend einen seidenmatten Klarlack aus der Sprühdose (Marabu Seidenmattlack, ca. 6 Euro; drei Sprühvorgänge) aufzutragen. Das Ergebnis finden wir klasse.

Dann die nächsten Schritte. Viel Arbeit war ja wirklich nicht mehr übrig; schließlich waren die Pickups bereits im Schlagbrett verschraubt und die Kabel weitestgehend zurechtgeklemmt. Ein paar minimale Ungenauigkeiten gab es bei den Bohrlöchern. Am Schlagbrett mussten wir ein wenig feilen damit es nicht bis unter den Steg reichte. Doch irgendwie hat schließlich alles zusammengepasst.

Obwohl ich mir gleich einen Satz bessere Saiten mitbestellt hatte, habe ich dann dennoch die beiliegenden Saiten aufgezogen, da ich ja hören wollte, was aus den eigentlichen Bestandteilen des Bausatzes herauszuholen ist.

Hals, Kopfplatte und Griffbrett haben wir unverändert gelassen, da sie ohnehin schon behandelt waren. Die große und kantige Kopfplatte – die wahrscheinlich absichtlich so groß ist damit man sie nach Belieben zurechtsägen kann – werden wir vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch bearbeiten. Schön wäre es, wenn Thomann zu diesem Zweck Aufkleber oder Schablonen (bspw. mit dem Schriftzug „Harley Benton“ oder „Thomann“ oder sonstwas Kreatives) beilegen würde.

Einige Bundstäbchen (ca. 12.-20. Bund) sind nach unten etwas unsauber und scharfkantig; Verletzungsgefahr besteht aber nicht. Also haben wir daran bislang auch nicht geändert.

Als dann alles zusammengesetzt, haben wir das Teil an meinen Vox VT20 angeschlossen und uns erst einmal darüber gefreut, dass alles funktioniert hat (hätte ja sein können, dass bei dieser Preislage oder nach unserem unprofessionellen Geschraube ein Pickup oder Poti oder der 5-Wege-Schalter nicht einsatzfähig gewesen wären).

Den Klang würde ich als spitz oder scharf beschreiben, aber mit den richtigen Einstellungen an den Klangreglern sowie am Verstärker durchaus als gut (immer in Relation zum Preis gesehen). Auch ist die Gitarre sofort einsatzbereit. Ein paar Feinarbeiten (Stichwort Halskrümmung und Bundreinheit) wären sicher noch hilfreich, doch dazu werde ich lieber jemanden ranlassen, der sich damit auskennt.

Fehlt noch ein kleiner zusätzlicher Verstärker, damit wir zuhause nun wenigstens zu zweit elektrisch rocken können.

Noch ein paar Anmerkungen: Die in deutscher und englischer Sprache beiliegende Aufbauanleitung ist gut verständlich und mit hilfreichen Abbildungen versehen. Allerdings muss man bei der Reihenfolge vorsichtig sein bzw. von der Anleitung abweichen. So wird bspw. die Verschraubung des Halses zu früh beschrieben (und auf späteren Abbildungen sieht man auch, dass der Hals noch gar nicht verschraubt ist).

Die reine Arbeitszeit mit dem Harley Benton-Bausatz beträgt sicher nicht mehr als 2 Stunden, wenn man aber berücksichtigt, dass man noch Lack besorgen muss, einen belüfteten Raum zum Lackieren mit Zeitung oder ähnlichem auslegen muss und nach jedem Auftragen von Lasur, Lack oder ähnlichem eine Pause zum Trocknen einlegen muss, dann kann man durchaus 2-3 Tage zur Fertigstellung veranschlagen.

In Anbetracht der Tatsache, dass ich bislang nicht über das Aufbauen von IKEA(-ähnlichen) Möbelstücken bzw. (was meine Kinder angeht), das Herumschrauben an ferngesteuerten Autos hinaus handwerklich tätig war, sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Wenn es also das Ziel war, mit meinen Kindern gemeinsam etwas zu unternehmen, sprich einen Bausatz zusammenzufügen und dabei einen kleinen Einblick zu bekommen aus welchen Teilen eine E-Gitarre besteht und wie diese zusammengehören, so hat sich die Ausgabe definitiv gelohnt. Wenn man jedoch eine Gitarre haben möchte, die sehr gut verarbeitet ist und toll klingt, ist ein Billig-Bausatz vielleicht nicht die richtige Wahl.
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Sound
Verarbeitung
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C
Da wäre mehr drin gewesen
Cisiamo 31.10.2020
Dies ist neben einer 1987er Korea Squier und einer PRS SE Soapbar meine 3. Gitarre. Sie war ein Experiment, da ich schon seit langem eine Gitarre selbst bauen wollte aber leider keine gut eingerichtete Werkstatt mein Eigen nenne.

Beim Preis dieses Bausatzes ist bereits klar: Hier wurde an jedem erdenklichen Ende gespart.
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass sämtliche Hardware zum billigsten gehört, was man bekommen kann. Immerhin kostet das Kit gerade mal so viel wie bei anderen Herstellern ein einzelner Tonabnehmer.

- Qualität der Teile:

Leider ist dann auch die Verarbeitung der Hölzer an vielen Stellen sehr nachlässig.

Der Body besteht bei mir aus 3 verleimten Teilen. Das Shaping ist nicht ganz sauber. An einer der Leimfugen gab es bei mir einen deutlichen Knick in der Kontur.
Das Holz ist recht weich, was die Bearbeitung einerseits erleichtert andererseits aber auch die Entstehung von Dellen und Kratzern begünstigt. Bei mir gab es an einigen Stellen recht große Poren im Holz. An den Stirnseiten mussten einige Löcher verspachtelt werden. Die vorgeborten Löcher für Schlagbrett und Vibrato saßen kaum akkurat.

Der Hals ist gerade und das Ahorn sauber lackiert. Das Griffbrett muss noch geölt werden, es ist knochentrocken und macht zunächst den Eindruck, als ob es bald zerbröslet. Zum Glück bestätigt sich dieser Eindruck bisher nicht. Die Dot-Inlays sitzen nicht in einer Linie sondern tanzen hin und her.

Die Bünde sind für meinen Geschmack relativ Schmal (ca 2mm) und flach. Ich hoffe sie sind nicht zu weich und nutzen sich nicht zu schnell ab. Viel Spiel für eine Überarbeitung vermute ich hier nicht.
Sie sind nicht ganz gleichmäßig abgerichtet und ihre Enden nicht sauber verrundet. Sie könnten einige Nacharbeit vertragen. Leider ist dies für den Laien eine sehr aufwendige und ohne Spezialwerkzeug kaum durchzuführende Arbeit. Ich habe mich daher auch auf einige minimale Korrekturen beschränkt.

UPDATE: Anscheinend ist das Griffbrettholz nicht ordentlich getrocknet. Nach eineigen Wochen schient es leicht geschrumpft zu sein, so dass die Bundenden scharfkantig hervorstehen und beim Spielen in die Haut schneiden. Die Bespielbarkeit ist damit kaum noch wirklich gegeben.

Die Pickups sind sichtlich billige Vertreter. Die Polepieces sind keine eigenen Magnete. Stattdessen sitzt ein Stabmagnet quer unter allen 6 Metallstiften. Beim Recherchieren nach passenden Austausch-Pickups ist mir dann aufgefallen, dass die mitgelieferten nicht den Standardmaßen entsprechen. Das heißt erst einmal positiv, dass die Abstände der Polepieces hier auf die Saitenabstände abgestimmt sind und sie wirklich genau unter den Saiten liegen. Deren Abstände sind relativ schmal, da auch das Vibrato-System schmale Saitenabstände hat. Die Gesamtbreite am Steg ist etwa 53mm. Über dem Hals-Pickup beträgt der Abstand von hoher zu tiefer E-Saite dann auch gut 50mm. Austausch-Pickups haben meist etwa 52 oder 53 mm Abstand zwischen den äußeren Polepieces. Darüber sollte man sich zumindest im klaren sein.

- Fertigstellung

Die Herstellerangabe, die mir vom Kundenservice vorab noch einmal bestätigt wurde, dass das Korpusholz sofort lackiert werden könne, weil es mit Porenfüller vorbehandelt sei, ist leider ein Witz. Das Holz mag zwar vorbehandelt sein, aber für eine saubere Lackierung muss hier wesentlich mehr Vorarbeit geleistet werden. Schade, dass ich das zu spät gemerkt habe und nun auch nach etlichen Schichten Sprühlack immer noch Poren sichtbar sind.

Da ich eine sehr aufwendige Lackierung gewählt habe, habe ich dadurch auch gleich mal den Anschaffungspreis der Gitarre verdoppelt. Hier steckte für mich auch die meiste Arbeit drin und auch die Motivation den Bausatz zu kaufen.

Wer wenig Wert darauf legt, der hat nach wenigen Stunden ein fertiges Instrument in der Hand, denn das Montieren der Teile am Ende ist, für jemanden der halbwegs handwerklich geschickt ist, denkbar einfach. Man sollte dabei die Reihenfolge der mitgelieferten Beschreibung beachten, da das Schlagbrett bei montiertem Hals nicht einzusetzen ist.

- Aussehen, Bespielbarkeit und Klang

Am Ende hat man (erst mal, siehe Update oben) ein durchaus spielbares Instrument in der Hand. Der Hals ist grade. Die Saitenlage kann einigermaßen flach eingestellt werden. Bundreinheit ist gegeben. Optisch macht sie einiges her und ist eben auch ein Unikat.
Der Klang ist mir leider etwas zu dünn und harsch. Mit einem Satz guter neuer 010er-Saiten ist es schon etwas besser aber trotzdem werde ich sicher noch Modifikationen durchführen. Ich denke als erstes werden die Pickups dran glauben müssen.

UPDATE: Mit neuen Pickups (DiMarzio) ließ sich einiges herausholen.

In anderen Rezensionen wurden die Tuner bemängelt. Diese sind wirklich nicht gut aber zumindest bei mir nicht die Ursache von Verstimmungen. Dafür habe ich den 2. Seitenniederhalter für D- und G-Saite gleich wieder demontiert, da sich hier die Seiten schnell verhaken und er nicht zwingend notwendig ist. Vielleicht tausche ich den anderen später noch gegen ein Modell mit Rollen.

- Mein Fazit:

Hier wäre für ein paar Euro mehr auch wesentlich mehr drin gewesen. Halbwegs akkurat gesetzte Inlays wären für mich das Mindeste. Bohrlöcher die nicht da sitzen wo sie sein sollen sollte man sich besser sparen. Einen Porenfüller der nicht richtig füllt auch. Und das mitgelieferte Kabel ist vollkommen überflüssig.
UPDATE: Nicht richtig getrocknetes Holz und daraus resultierende hervortretende Bundenden sind eigentlich ein No Go. Nacharbeit ist also auch noch einige Wochen nach Fertigstellung wieder notwendig.

Das Kit dient sicher mehr dem Spaß am Werkeln. Man kann dabei einige Erfahrungen sammeln. Und als Show-Gitarre ohne Anspruch auf super Sound taugt das Ergebnis allemal.

So mag ich denn auch meine neue Strat im Mondrian-Style und werde sicher noch ein wenig an ihr herumoptimieren und weiter Erfahrungen sammeln. Beim nächsten Mal würde ich aber wohl doch einen höherwertigen Bausatz nehmen.

Den Prozess der Herstellung habe ich übrigens in einem Video dokumentiert: https://youtu.be/7-VSYuxh3PA
Features
Sound
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