Harley Benton E-Gitarrenbausatz ST-Style

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E-Gitarrenbausatz ST-Style

  • komplettes Eigenbau-Set
  • geschraubter Hals
  • Massivholzkorpus (Holzfarbe kann variieren)
  • Ahornhals
  • "Double Action" Halsstab
  • Amaranthgriffbrett
  • Dot-Einlagen
  • Radius: 350 mm
  • 22 Bünde
  • Mensur: 648 mm
  • Sattelbreite: 42 mm
  • Trussrod
  • Tonabnehmer: 3 keramische Single Coils
  • Elektronik: 1-Volume, 2-Tone & 5-Weg Schalter
  • Hardware: Chrom
  • DieCast Mechaniken
  • Tremolo
  • Saiten: .009 - .042 Saiten
  • Finish: Natur

Hinweis: ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick ist für den erfolgreichen Zusammenbau Voraussetzung.

Weitere Infos

Farbe Natur
Korpus Massivholz
Decke Keine
Hals Ahorn
Griffbrett Amaranth
Bünde 22
Mensur 648 mm
Tonabnehmerbestückung SSS
Tremolo Vintage
Inkl. Gigbag Nein
Inkl. Koffer Nein

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  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.1 /5
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Features
Sound
Verarbeitung
Die kleine hässliche...
Dyne, 08.01.2017
Zielsetzung: Billig, hässlich und festivaltauglich (im Zelt oder Auto liegen lassen)
Erreichtes Ziel: Billig, hässlich, festivaltauglich aber grandios bespielbar und gut klingend

Ich hab das Teil vor einem Jahr an nur einem Wochenende gebaut.

Mit den Teilen hatte ich eventuell Glück denn mein Body war aus einem Stück gefertigt.
Ich habe lange gesucht aber keine Naht gefunden.

Abgesprüht habe ich die gute mit dem giftigsten Neonpink das ich im Baumarkt finden konnte.
Hals und Body wurden aber vorher mit weiß grundiert.
Der Lack hat ein furchtbares Finish inklusive Rotznasen und Absplitterungen.
Nach dem Klarlack und Politur wurde der Hals aber dennoch wunderbar glatt und schnell bespielbar.
(Der Korpus sieht eher aus wie eine Kraterlandschaft)

Die Teile:
Natürlich kommen alle Teile nur so Gut wie nötig.

Die Mechaniken und das Tremolo sind wirklich nicht die besten aber ausreichend.

Der Hals war absolut in Ordnung.
Ein Bunsstäbchen (14. Bund) war minimal erhöht. 2-3 Leichte Hiebe mit dem Hammer und einem stück weichem Holz konnten das Problem lösen.
Ich empfehle zusätzlich die Bünde zu schleifen. 1500+ Papier und 100 Züge pro Stäbchen genügen.
Vorher haben die Stäbchen bei Bends ziemlich gerieben.

Der Korpus war, wie schon erwähnt, aus einem Stück aber nicht sehr feinporig geschliffen.


Die Elektronik:

Ausreichend aber bei weitem nicht gut.
Die Singlecoils liefern wenig Output und sind etwas ?nasal?.
Der Mittlere ist in der Phase gedreht um den Humbuckereffekt zu erzielen.

Die Potis sind falsch gewählt (Log/Linear).
Sie reagieren erst auf die letzten mm der Drehung.

Alles in allem bekommst man aber einen Stratsound aus der Elektronik der wirklich nicht schlecht ist.
Das Brummen verhält sich nach der Graphitlackbehandung im Elektronikfach auch wirklich dezent.


Der Lernprozess:

Ich habe mitt diesem Bausatz wirklich gelernt ein Setup der Bundreinheit, Halsspannung und Seitenlage durchzuführen.
Das hat sich bei der Gitarre auch über Wochen hingezogen aber sie spielt sich wirklich perfekt und wurde auch im Studio schon verwendet.
Die kleine hat ein tolles Sustain.

Mir ist das Teil wirklich ans Herz gewachsen.


Fazit:
Ich muss für den preis von 69¤ wirklich überall 4 Sterne vergeben, denn ich bin zufrieden.

Wer sich richtig Zeit nimmt und eventuell noch ein wenig Geld für Mechaniken und Elektronik investiert kann ein wirklich hervorragendes Instrument mit diesem Kit bauen.
Mehrmaliges Anschleifen des Lacks um ein glattes Finish zu erreichen braucht seine Zeit, lohnt sich aber.

Ich habe mittlerweile auch den J-Bass gebaut und dieser ist mit etwas mehr Zeit ein wunderbares Instrument geworden.
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Auch den Neffen freuts..
Rockstarter, 01.03.2019
Hallo Bastlergemeinde,

ich habe mit dem ST-Style Bausatz jetzt bereits das 2 Kit bestellt und viel Spaß damit gehabt. Besonders weil einer meiner Neffen (10 Jahre alt), inspiriert durch die Präsentation meines ersten Bausatzes Interesse bekundete. Gesagt getan und den Kleinen nach der schnellen Lieferung gleich mal an die Schleifmaschiene gelassen um den Korpus zu bearbeiten. Fand er super - ca. 1h. Die restliche Schleifarbeit habe ich dann selbst übernommen. Gebeizt wurde in gelb (ist dann ein schöner Honigton geworden), die Kopfplatte sollte so bleiben wie sie ist. Das Lackieren habe ich dann auch allein gemacht, wegen der vielen Schichten und der langen Wartezeit. Zusammengeschraubt haben wir dann wieder gemeinsam. Ich glaube er hat viel gelernt und viel Freude an seinem Instrument.
Jetzt mal zum Bausatz an sich. Die Verarbeitung fand ich absolut Ok. Der Hals ist klasse und lässt sich mit recht niedriger Saitenlage gut bespielen. Beim einpassen haben wir uns allerdings auch viel Mühe gegeben und die Bünde vorher noch mit Stahlwolle poliert. Oktavreinheit ist kein Problem.
Allein der Korpus ist ehr was für Menschen die gleich farbig lackieren möchten. Den Porenfüller runterzuschleifen ist eine wiederliche Arbeit. Die Anleitung reicht völlig und gibt gute Hinweise. Funktioniert hat das gute Stück jedenfalls auf anhieb und klingt auch gut.
Da ich bekommen habe was ich bestellte, gibt es von mir volle Punktzahl. Wer was lernen möchte und sich mit ein paar Recherchen dem Thema hingibt, traut sich hinterher auch viel ehr an die Wartung seiner teuren Gitarre. Für die sinnvoll verbrachte Zeit mit meinem Neffen würde ich noch einen Punkt vergeben.
Eigentlich bin ich fertig, hätte aber noch ein paar Anmerkungen für den Interessierten.
Den Bausatz kann man bestimmt auch in unter 2h einfach zusammennageln. Wer es richtig (oder eben besser) machen möchte, schaut sich mal ein paar Grundlagen an wie zum Beispiel: Abrichten Bünde, Halswinkel, Saitenlage, Sattelkerben, Höhe Pickups, Halskrümmung, etc.. Nicht weil es unbedingt nötig wäre um einen Ton aus seiner Axt zu bekommen, aber es fliest alles in den Bausatz ein und macht ihn sinn- und wertvoller. Hinterher kann man eben mitreden.
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Macht Spaß
Joe Danby, 09.01.2015
Da ich gemeinsam mit meinen beiden Söhnen seit einer Weile einen Gitarrenkurs besuche, wo wir auf Western- bzw. Konzertgitarren musizieren, hielt ich es für eine gute Idee, uns als gemeinsames Weihnachtsgeschenk einen Gitarrenbausatz zu beschaffen. Da ich bereits eine Telecaster besitze (Fender Modern Player Tele Plus, ein tolles und vielseitiges Instrument) sollte es dieses mal etwas anderes sein. Und ich dachte mir "wenn schon billig, dann richtig billig", also fiel die Wahl auf die Strat-Version des Harley Benton Bausatzes (zurzeit 64 Euro günstig).

Also: bestellt, unter den Weihnachtsbaum gelegt, ausgepackt. Alles vollständig vorhanden (bis auf ein winziges Schräubchen, das aber ersetzbar bzw. verzichtbar ist). Die Abdeckung der Klinkenbuchse sowie die Tremoloabdeckung für die Rückseite sehen wirklich billig aus; die sonstigen Teile sind optisch o.k.

Nach kurzen Recherchen bei Thomann-Rezensenten und YouTube-Filmern haben wir uns entschieden, auf den Korpus zunächst eine Lasur (Holzlasur C. Kreul Hobbyline, Farbe "Rost", ca. 5 Euro; angenehmer rot-orange Ton) mit dem Pinsel mehrfach aufzutragen und anschließend einen seidenmatten Klarlack aus der Sprühdose (Marabu Seidenmattlack, ca. 6 Euro; drei Sprühvorgänge) aufzutragen. Das Ergebnis finden wir klasse.

Dann die nächsten Schritte. Viel Arbeit war ja wirklich nicht mehr übrig; schließlich waren die Pickups bereits im Schlagbrett verschraubt und die Kabel weitestgehend zurechtgeklemmt. Ein paar minimale Ungenauigkeiten gab es bei den Bohrlöchern. Am Schlagbrett mussten wir ein wenig feilen damit es nicht bis unter den Steg reichte. Doch irgendwie hat schließlich alles zusammengepasst.

Obwohl ich mir gleich einen Satz bessere Saiten mitbestellt hatte, habe ich dann dennoch die beiliegenden Saiten aufgezogen, da ich ja hören wollte, was aus den eigentlichen Bestandteilen des Bausatzes herauszuholen ist.

Hals, Kopfplatte und Griffbrett haben wir unverändert gelassen, da sie ohnehin schon behandelt waren. Die große und kantige Kopfplatte - die wahrscheinlich absichtlich so groß ist damit man sie nach Belieben zurechtsägen kann - werden wir vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch bearbeiten. Schön wäre es, wenn Thomann zu diesem Zweck Aufkleber oder Schablonen (bspw. mit dem Schriftzug "Harley Benton" oder "Thomann" oder sonstwas Kreatives) beilegen würde.

Einige Bundstäbchen (ca. 12.-20. Bund) sind nach unten etwas unsauber und scharfkantig; Verletzungsgefahr besteht aber nicht. Also haben wir daran bislang auch nicht geändert.

Als dann alles zusammengesetzt, haben wir das Teil an meinen Vox VT20 angeschlossen und uns erst einmal darüber gefreut, dass alles funktioniert hat (hätte ja sein können, dass bei dieser Preislage oder nach unserem unprofessionellen Geschraube ein Pickup oder Poti oder der 5-Wege-Schalter nicht einsatzfähig gewesen wären).

Den Klang würde ich als spitz oder scharf beschreiben, aber mit den richtigen Einstellungen an den Klangreglern sowie am Verstärker durchaus als gut (immer in Relation zum Preis gesehen). Auch ist die Gitarre sofort einsatzbereit. Ein paar Feinarbeiten (Stichwort Halskrümmung und Bundreinheit) wären sicher noch hilfreich, doch dazu werde ich lieber jemanden ranlassen, der sich damit auskennt.

Fehlt noch ein kleiner zusätzlicher Verstärker, damit wir zuhause nun wenigstens zu zweit elektrisch rocken können.

Noch ein paar Anmerkungen: Die in deutscher und englischer Sprache beiliegende Aufbauanleitung ist gut verständlich und mit hilfreichen Abbildungen versehen. Allerdings muss man bei der Reihenfolge vorsichtig sein bzw. von der Anleitung abweichen. So wird bspw. die Verschraubung des Halses zu früh beschrieben (und auf späteren Abbildungen sieht man auch, dass der Hals noch gar nicht verschraubt ist).

Die reine Arbeitszeit mit dem Harley Benton-Bausatz beträgt sicher nicht mehr als 2 Stunden, wenn man aber berücksichtigt, dass man noch Lack besorgen muss, einen belüfteten Raum zum Lackieren mit Zeitung oder ähnlichem auslegen muss und nach jedem Auftragen von Lasur, Lack oder ähnlichem eine Pause zum Trocknen einlegen muss, dann kann man durchaus 2-3 Tage zur Fertigstellung veranschlagen.

In Anbetracht der Tatsache, dass ich bislang nicht über das Aufbauen von IKEA(-ähnlichen) Möbelstücken bzw. (was meine Kinder angeht), das Herumschrauben an ferngesteuerten Autos hinaus handwerklich tätig war, sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Wenn es also das Ziel war, mit meinen Kindern gemeinsam etwas zu unternehmen, sprich einen Bausatz zusammenzufügen und dabei einen kleinen Einblick zu bekommen aus welchen Teilen eine E-Gitarre besteht und wie diese zusammengehören, so hat sich die Ausgabe definitiv gelohnt. Wenn man jedoch eine Gitarre haben möchte, die sehr gut verarbeitet ist und toll klingt, ist ein Billig-Bausatz vielleicht nicht die richtige Wahl.
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günstiger Weg zu einer guten Gitarre
Charlee, 27.07.2020
Ich habe den Bausatz gekauft, weil meine Tochter bemalen wollte. Der Bausatz lag dann erst mal ein Jahr hier, bis ich dann alleine mit dem bemalen angefangen habe,
Die Lackierung ist die aufwendigste Arbeit und wahrscheinlich nicht nur bei mir am weitesten von den anfänglichen Ansprüchen entfernt. Am Ende bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, aber auch weil ich akzeptiert habe, daß man auch sehen darf oder sogar soll, daß es DIY ist.

Das Instrument ist sehr gut und hat einen erstaunlich guten, eher glockigen Klang. Kein bisschen muffig.
Einzig mit der Stimmstabilität bin ich nicht glücklich. Die Saitenniederhalter wirken sehr windig und die habe ich auch ersetzt. Auch die 6 Schrauben der Bridge sind nicht sehr präzise gebohrt und bei einer der Schrauben dreht das Gewinde durch.
Der Rest der Hardware macht einen guten Eindruck.

Wer wirklich was zum spielen sucht, dem würde ich raten den Body zu ölen und wachsen, das scheint mir einfacher zu sein und ich denke so bekommt man auch eine bessere Oberfläche hin.

Außerdem würde ich den Steg Pickup prophylaktisch für einen Humbucker ausfräsen. Buchse und Schlagbrett sind sind mit einem Stecker verbunden, so daß man das Schaltbrett austauschen kann, wenn man einen passenden Stecker findet.
Für einen Tip, wo man den passenden Stecker findet bin ich sehr dankbar.
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