Dynamisches Großmembran-Mikrofon

  • für Studio und Liveanwendungen
  • Niere
  • 30 - 18.000 Hz
  • 150 Ohm
  • schaltbare Frequenzkurve für Kick-Drum oder Linear
  • robustes Stahlgehäuse
  • Maße: 216,7 x 54,4 x 49,2 mm
  • Gewicht 681 g
  • incl. Klemme und Aufbewahrungsbox
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • ideal für Bassdrum, Bläser, Sprache
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Soundbeispiele

 
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Weitere Infos

Röhre Nein
Richtcharakteristik umschaltbar Ja
Richtcharakteristik Kugel Nein
Richtcharakteristik Niere Ja
Richtcharakteristik Acht Nein
Low Cut Nein
Pad Nein
Inkl. Spinne Nein
USB Mikrofon Nein

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139 Kundenbewertungen
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  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.7 /5
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Features
Sound
Verarbeitung
Mein bestes dynamisches Mikrofon
Dantschge, 08.11.2013
Es liegt schwer in der Hand und es braucht auch einige Überzeugung gegenüber dem Mikroständer, dass es bei diesem Gewicht an Ort und Stelle bleibt, weil alleine das Gewicht, wenn es in einer ungünstigen Stellung befestigt wurde, fast jedes Gewinde aufzudrehen im Stande ist. Die Verarbeitung scheint trotz chinesischer Herkunft vollkommen in Ordnung zu sein, was ja auch andere Markenhersteller dank moderner Qualitätskontrolle inzwischen ganz gut beherrschen (siehe z.B. AKG Perception).

Klanglich konnte ich es mit meinen anderen Mikrofonen anhand von Aufnahmen meines Kontrabasses vergleichen (weil mir dessen Klang einfach sehr vertraut ist) und bin schon recht begeistert, wie es sich z.B. im Vergleich zu guten Kondensator-Großmembranern (AKG C214, AKG C3000, AKG Perception 820 Tube) und auch -Kleinmembranern (AKG C451B, DPA 4099 B) schlägt.

Während die getesteten Kleinmembraner etwas unter ihrem Nahbesprechungseffekt leiden und damit die Tiefbässe leicht überbetont und damit wummrig werden und undifferenziert klingen (was z.B. klanglich dem EV RE320 in der Bassdrum-Einstellung nahe kommt und dessen Einsatz als Kickdrum-Mikro vermutlich entgegen kommt) klingt das EV RE320 (in Flat-Einstellung) über den gesamten Tonumfang des Kontrabasses ebenmäßig austariert, was ich dem Variable-D-Konstruktionsprinzip des RE320 zuschreiben möchte. Der wunderbar holzige Klang des Kontrabasses in den Tiefmitten wird vom RE320 ganz natürlich wiedergegeben (bei Einstellung "flat" am RE320) und klingt damit etwas prägnanter und druckvoller als alle meine Kondensatormikros. Die Großmembran-Kondensatormikros fangen zwar noch ein paar mehr und feinere Bogengeräusche beim Streichen mit ein und klingen noch etwas feiner aufgelöst, aber dafür arbeitet das RE320 den typischen holzigen Kontrabassklang in den Mitten deutlicher heraus. Die Unterschiede sind zwar vielleicht auch Geschmackssache, aber neue Besen kehren halt einfach mal gut und bringen neue Aspekte ins Bewusstsein.

Auch beim Gesang (tiefere Männerstimme) hat sich das EV RE320 tapfer geschlagen, wenn ich auch dafür immer noch mein AKG Perception 820 Tube bevorzuge mit seinem sehr weichen Gesamtklang (allerdings ist das eher eine Geschmacks- statt einer Qualitätsfrage). Speziell als Sprecher-Mikrofon kann ich mir das EV RE320 sehr gut vorstellen, weil es etwas prägnanter formuliert, als meine Großmembran-Kondensatormikros. Ganz ohne Poppschutz kann man leider auch das EV RE320 nicht benutzen (zumindest beim heute aufgenommenen Song "Poppa Joe" und einer Entfernung von ca. 10 cm vom Mund zum Mikro). Mit den Bongo-Aufnahmen war ich nicht ganz so glücklich. Die waren etwas muffig und nicht so spritzig, wie ich das erhofft hätte, sodass ich dafür lieber die AKG C451B Kleinmembraner eingesetzt habe. Dann haben wir noch eine Cajon mit dem EV RE320 von hinten (am Schallloch) abgenommen. Das hat sauber gerumst und einen wuchtigen Bass-Schlag getan (klare Transienten und Impulse). Bei der Abnahme einer E-Gitarre haben wir ebenfalls sehr gute, vollklingende Signale bekommen.

Für gelegentliche Studioeinsätze kann ich das EV RE320 sogar in meine AKG H 85 Spinne einsetzen, wenn auch das Mikro aufgrund des hohen Gewichtes bei horizontaler Montage etwas nach unten hängt, was man mit dem Auslegerarm des Mikroständers wieder ausgleichen muss. Die AKG H85 ist deutlich kleiner und günstiger als die Original EV-Spinne. Außerdem hab ich ja schon mehrere daheim.

Der Ausgangspegel des EV RE320 ist natürlich nicht gerade hoch, wenn man es z.B. mit einem eher leisen Kontrabass bespielt. Bei meinem SPL GoldMike MKII musste ich den Gain auf gut über 60 dB aufdrehen, um den Pegel des Mikrofons auf Vollaussteuerung zu bekommen. Bei schlechteren Preamps könnte das "berauschende" Auswirkungen auf das Signal haben. Ich wurde jedoch auf meinen Testaufnahmen von keinerlei störendem Rauschen oder anderen Geräuschen behelligt (auch bei der hohen Gain-Einstellung von über 60 dB).

Nach den getesteten Studioanwendungen werde ich das Mikro nun auch live einsetzen, wo es auch noch auf andere Qualitäten (z.B. Rückkopplungsunempfindlichkeit, Bewegungsfreiheit des Musikers, etc.) ankommt, als nur auf eine 100%ig korrekte Wiedergabe des Signals (v.a. wenn man über besser geeignete Alternativen im Studio verfügt). Der Live-Einsatz vor einem Akkordeon war zumindest sehr überzeugend, sowohl vom Klang als auch vom Handling (viel Bewegungsfreiheit des Musikers ohne merkliche klangliche Änderungen; keinerlei Rückkopplungen sogar bei 60 dB Gain).

Vom Preis-/Leistungs-Verhältnis her ist das EV RE320 auf alle Fälle sehr in Ordnung, wenn es vielleicht auch keine Universallösung für alle Gelegenheiten darstellt. Aber welches Mikro (noch dazu in dieser Preisklasse) kann das schon von sich behaupten.
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Sound
Verarbeitung
Sehr solide - empfehlenswert!
Jockl, 02.06.2019
Es ging um den Kauf eines Bass-Drum-Mikrofons (Studio und Live), dass auch andere Anwendungen nicht ausschließt. An einer 22“ x 18“ Bass Drum mit Evans 22" EMAD2 Clear Fell wurde es direkt mit AKG D112, Sennheiser e602 II, Sennheiser e902, Superlux Pro 218A und Shure Beta 52A auf je drei Positionen (mittig in der Bass Drum, außermittig vor dem Resonanzfell und mit Kopf im Resonazfell-Loch) verglichen.

Weitere Anwendungen waren:
- Gitarren-Amp-Abnahme im Vergleich mit Sennheiser e906, Shure SM57 & Shure Beta 57A
- Sprach-Ab- bzw. Aufnahme (gesungen und gesprochen)
- Trompeten-Ab- bzw. Aufnahme im Vergleich mit Sennheiser e906, Shure SM57 und Shure Beta 57A

Im Allgemeinen bei allen Anwendungen ein ähnliches Ergebnis:

* viel Volumen
* hohe Klangtransparenz
* hohe Klangtreue
* sehr detailreich im Klang
* satter Ausgangspegel
* kaum Nahbesprechungseffekt
* auch bei hohem Gain nur geringes (Eigen-)Rauschen (abhängig vom Pre-Amp)
* sehr rückkopplungsfest

Kurzum: Das EV RE320 ist - in der Preisklasse wohl auch schwer möglich - keine eierlegende-Woll-Milch-Sau, aber weitaus vielseitiger einsetzbar als viele andere „Allround-“Mikros – klare Kaufempfehlung.
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Seit 7 Jahren im Einsatz und immer noch überglücklich
Dalfuss, 15.07.2021
Ich gebe zu, nicht all zu viel Ahnung von Audioequipment und Mikrofonen zu haben. Aber was ich weiß ist, dass ich mit dem RE320 unfassbar glücklich und zufrieden bin.

Gekauft hab ich es damals in meinem jugendlichen Übermut und Verlangen nach Perfektion wenn es um meine Tonqualität geht. Damals™ lustigerweise zusammen mit einem Xenyx X1204USB was nochmal unterstreicht, wie wenig Ahnung ich dann doch hatte. Aber den Kauf des RE320 habe ich, bis heute, nicht ein einziges Mal bereut!

Die Tonqualität ist einwandfrei und die Verarbeitung so premium, wie man es bei dem Preis auch erwarten würde. Einziges Manko, meiner Meinung nach, sind die hohen Preise des Zubehörs für das Mikrofon wie z.B. für die Spinne. Aber wenn man fast 300€ für ein Mikrofon ausgibt, brauch man wohl nichts anderes zu erwarten.

Wie dem auch sei. Alles in Allem ein unfassbar gutes Mikrofon, mit dem ich seit mittlerweile 7 Jahren mehr als zufrieden bin!
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Hochwertiges Mikrofon aber kein Allrounder
Toc6, 17.03.2015
Eigentlich sollte man für jeden Zweck das richtige Mic haben. Aber Krösus bin ich leider nicht, also machte ich mich unlängst mal wieder auf die Suche nach einem vielseitigen Mikrofon. Außerdem wollte ich ein t.bone sc450 ablösen, da dieses mir bei Sprache und Gesang doch irgendwie immer noch zu vernuschelt klang. Bass Drum sollte es auch können, aber eben ohne nur Bass Drum zu können.

Das RE320 macht einen soliden Eindruck und ist recht schwer. Für den Jazz-Drummer in meiner einen Band bot sich das Millenium BD100 Stativ an, damit ist das Mic gut aufgehoben. Meistens müssen wir die Kick nur ein bisschen hervorheben und eben nicht auf Rock'n'Roll bürsten. Hier finde ich das RE320 angenehm. In der entsprechenden Einstellung ist eigentlich nicht mehr viel zu tun am Pult. Vielleicht noch den Anteil der Tiefen (Wumms) ein bisschen anpassen und gut. Die Positionierung ist hier wichtiger als das EQing.

Bei Sprache fällt schnell der absichtlich reduzierte Nachbesprechungseffekt auf, der wirklich nur aus nächster Nähe einsetzt. Trotz eingebautem Ploppschutz ist eine Scheibe je nach "Explosivität" des Sprechers empfehlenswert. Es fällt schnell auf, dass das RE320 in den Präsenzen stark betont. Zum Glück klingen die Präsenzen sauber (nicht so wie beim sc450). Man kann sie also auch wieder rausdrehen am EQ, wenn sie zu viel sind.

Für Gesang habe ich das Mic mit einem Rode NT5 und einem Sennheiser E965 verglichen. Resultat: Das NT5 hat mir bei der getesteten Dame am besten gefallen. Es war eher sachlich, sauber und formbar. Das im Vergleich teuerste E965 klang dagegen sehr edel und wäre der Favorit gewesen, es konnte aber Explosivlaute nicht wirkungsvoll genug abdämpfen. Das RE320 hingegen war am Gesang eher eigen. Die deutlichen Präsenzen waren störend und auch in anderen Frequenzbereichen trat eine deutliche Färbung auf, die so mancher Stimme zum Nachteil gereichen dürfte. Positiv anzumerken ist der deutliche wahrnehmbare Air-Bereich, den ich von einem dynamischen Mic nicht so erwartet hätte.

Das Mic ist außerdem sehr empfindlich für Trittschall und die Original-Spinne (vermutlich die einzige passende) kostet ein Vermögen.

Fazit: Das RE320 ist kein Allrounder. Zwar kann man es eigentlich vor jede Quelle stellen, vom Sound her ist es aber je nach Situation einfach nicht passend. Dennoch bildet es recht gut ab und ist damit durchaus ein Kandidat für die Erweiterung des eigenen Fuhrparks. Auf der Bühne kann die Trittschall-Empfindlichkeit stören, wenn dort viel getrampelt und gewackelt wird.
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