Electro Harmonix HOG2

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E-Gitarreneffektgerät

  • polyphoner Synthesizer
  • mit neuen Algorithmen
  • Oktave, Midi, Wah Wah, Envelope Filter u.v.m
  • Freezefunktion
  • alle Parameter und Presets voll über MIDI steuerbar
  • Mastervolumeregler
  • Speichern und Abrufen von bis zu 100 Programme mit dem optionalen Foot-Controller (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • True Bypass
  • Abmessungen (B x T x H): 235 x 152 x 57 mm
  • inklusive Netzteil (9LDC-500) und Expression-Pedal
Erhältlich seit Februar 2013
Artikelnummer 304573
Verkaufseinheit 1 Stück
Art des Effekts Synthesizer
459 €
575 €
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In 5-7 Wochen lieferbar
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25 Kundenbewertungen

20 Rezensionen

A
Für den Bastler, der sich vielseitig ausprobieren möchte
Anonym 14.01.2016
Auf der Suche nach den etwas "anderen" Gitarreneffekte, bin ich auf das Hog 2 von EHX gestoßen. Inspirierend sind da vor allem die Effectology-Videos (siehe youtube), in denen schon ziemlich schräge Sounds vorgestellt werden: von Cello, Orgel bis hin zu Mellotron und Synths. Fast immer dabei, quasi als Grundstock: ein POG 2 oder HOG 2. Preislich nehmen sich die beiden mittlerweile ja nichts mehr, also griff ich zum, für mich, vielseitigeren Gerät.

Allgemeines:
Der HOG 2 fügt im Grunde ein oder mehrere Töne zum Grundton am Eingang (nicht nur für Gitarre nutzbar!) hinzu, als da wären:
- 2 Octave
- 1 Octave
Original
+ 5th
+1 Octave
+ 1 Octave +5th
+ 2 Octave
+ 2 Octave + 5th
+ 3 Ocate
+ 4 Octave

Hinzu lassen sich der Envelope (Dauer, bis der Ton "greift"), Frequenz und Resonanzfilter einstellen. Verschiedene Expressionmodi ergänzen die Funktionen.
Dazu wurde ein Expressionspedal der Next-Step-Reihe geliefert, um diese zu steuern.

Konstruktion:
Ziemlich groß und solide, wirkt nicht ganz so robust, wie der Big Muff. Bei mir fehlte leider ein Fuß, da es ansonsten funktioniert, wollte ich eicht extra das ganze Paket zurückschicken. Zum rauftreten ist es geeignet, aber ob man das will? Bei mir ruht das Gerät in Greifnähe, da alle Funktionieren via Midi auch von anderen Geräten steuerbar sind.

Bedienung:
Über die Schieberegler alles sehr gut änderbar.
Speichern geht leider am Gerät nicht wirklich gut, dafür braucht es etwas Externes (den dazugehörigen Foot-Controller oder ein Midi-Controller).

Sound:
Absolut gut, keine hörbare Latenz, lässt die Gitarre bisweilen künstlich klingen, was aber gewollt ist und auch der Natur der Dinge ist, wenn man auf einmal 6 zusätzliche Oktaven zum Klang beimischen kann.

Aber die Simulation von Bass, Flöte und Orgel sowie Cello kann man damit schon sehr gut hinbekommen (wer noch mehr in diese Richtung will, muss dann wohl zu den Roland Midi-Geschichten greifen). Mit den unterschiedlichen Envelope-Einstellungen (Bsp. die tiefen Oktaven mit schnellem Attack, die höheren mit einem Langsamen) können sehr schöne Klangteppiche produziert werden.
Zu empfehlen ist auf jeden Fall das Zusammenspiel mit anderen Effekten (Kompressoren zu Signalverstärkung, Reverb/Delay für Räumlichkeit etc.), um nochmal das gewisse Etwas rauszukitzeln.

Speichern/Midi:
Eigentlich der Grund, warum ich mich gegen das POG entschieden habe: die Speichermöglichkeit der HOG 2-Einstellungen, die per Midi-Befehl aufgerufen werden können. Mit dem richtigen Equipment (Midi-Controller) kann man sich dann auch den EHX-Foot-Controler sparen.
Übrigens: per Midi können ALLE Funktionen des Hog gesteuert werden, die beigelegte Bedienungsanleitung liefert da genug Überblick, hinter welchen Kommandos sich welche Funktionen steuern lassen.

Expression:
alle Modi funktionieren an sich sehr gut, Octave-Bending (Whammy lässt grüßen), Volume-Swell, 2 Freeze-Modi, Wah- sowie Filter können per Fuß gesteuert werden.

Mein große ABER: das Expressionspedal ist für mich nicht gut zu gebrauchen, da es 1. über Batterien läuft (kann also im Gig auch mal ausfallen) 2. und was ich eigentlich schlimmer finde, man kann es nicht "parken". D.h, möchte ich es auf der Hacken- oder einer Zwischenstellung lassen, muss der Fuß draufbleiben. Das ist unpraktisch, auch wenn das Grundkonzept "keine beweglichen Teile" sinnvoll ist. Sicherlich kann man auch ein Pedal von einem anderen Hersteller benutzen, dann könnte man das Hog auch ohne Expressionspedal anbieten können und den Preis dafür niedriger ansetzen.

Fazit:
Ein tolles Gerät für Soundbastler, einige Kleinigkeiten trüben allerdings den Gesamteindruck. Die vielen SOundmöglichkeiten sowie die externe Steuerbarkeit und Speichermöglichkeit eigener Einstellungen sind für mich die Gründe es dennoch zu behalten.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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a
Der Übereffekt...
andi-m 08.12.2021
Er kommt daher mit einem Edelstahlgehäuse, andere EHX Effekte sind in Druckguß Gehäusen untergebrauht. Ich hab schon den POG2 der vom Prinzip her eine abgespeckte Version des HOG2 ist. ABer als ich den POG2 kaufte wußte ich nicht daß es den HOG2 gibt.

Nun ... der POG2 kann 8 Presets speichern, der HOG2 keins. Es sei denn man kauft für 59 Euro ein Preset-Gerät dazu - ein extra Kästchen - oder man steuert das per Midi. Aber das muß man unter Umständen garnicht wenn man vesteht, wie die Klänge zusammengebaut werden. Die Theorie hab ich im Physikstudium gelernt, die Praxis halt Gehör. Ich kann mir den Wunschsound vorstellen und auch mit meinen Effekten einstellen, die ich schon hab.

Also, was der HOG2 mehr als der POG2 kann: Zusätzlich zum POG2 kann der HOG2 in den Ausgangsmix anstelle des Gitarrensignals auch das synthetisierte Gitarrensignal geben.

Das weicht teilweise deutlich vom Original ab. Synthetisch halt, aber es steht ja auch "Guitar synthesizer" auf dem Gerät. Der Pog2 hat Oktave +1 und +2 und -1 und -2. Dazu hat der HOG2 die Quinte auf das Grundsignal, eine Quinte auf Oktave+1 und eine (große) Terz auf Oktave +2, Oktave+3 und Oktave+4. Die geht bis in den Ultraschallbereich auf der hohen E-Saite einer E-Gitarre, und mit dem Pedal ist auch Oktav+5 möglich.

Da man das Eingangssignal wiedererkennt, dürfte das wohl vocodet sein und der Frequenzshift vermutlich mit FFT, Frequenzshift und inverser FFT realisiert worden sein. Komplizierter als das was EytschPi42 in seinem Youtube Video zum Hog2 sagt... auch der digitale Wasserfall bei Rauschen klingt ein wenig nach FFT über einen DSP. Und nein der Hog2 nimmt NICHT die Harmonien aus dem Originalsignal und verstärkt die. Er rechnet sie aus.

Dazu kommen zahlreiche Filter, Hüllkurveneffekte für Tiefen und Höhen getrennt, man kann Attack / decay für beides einstellen und die Filter-Steilheit. Der Pog2 hat dafür vier Einstellungen, der HOG2 stufenlos.

Dann das Knöpfchen "spectral gate". Gate kenn ich... von meinem Noise Gate. Und genau so agiert es - für meine Ohren. Und dann komme ich auch zu einem Kritikpunkt... wenn das Eingangssignal auch nur ansatzweise verrauscht ist, spinnen die Oktav-Generatoren und der Eingangsfilter. Und mit obertonreichen Gitarrensaiten spinnen die auch. DAnn ist der HOG2 nicht in der Lage die stärkste Frequenz zu bestimmen, die als Eingang für die acht Modulatoren verwendet werden, und aus dem Rauschen wird ein digitaler Wasserfall. Was ich dem Gerät schon ziemlich übelnehme, der POG2 geht damit besser um bzw man kann den garnicht so einstellen daß er dafür die Empfindlichkeit überhaupt erreicht.

Man kriegt schon ohne das Expression Pedal verdammt interssante Gitarrentöne raus, wenn man innerhalb dessen bleibt, was der HOG2 kann. Und mit... hab ich garnicht ausprobiert, schaut euch diie Videos an.

Wär ich Gitarrist der auf Klangexperimente steht.. dann würde ich sagen, kaufen. Den Hog2 lernen, vor allen ein sauberes Signal rein damit der HOG2 gut klingt. Darüber lassen sich die ganzen Heinis garnicht aus, die die Demos machen. Die sehen alle so kinderleicht aus, aber man braucht schon gewisse Grundkenntnisse wie ein Effekt funktioniert, was ein Signal und was Rauschen ist und wo Rauschen herkommt.

Wenn meine Tochter (aktuell 3 Jahre) mal E-Gitarre lernt und Effekte dazu verwenden möchte... Gitarre an Amp anschließen konnte sie schon mit 23 Monaten. Wenn das Intersse anhält... würd ich ihr den HOG2 kaufen. Aber für mich... ich krieg auch aus der E-Gitarre was raus, aber für mich ist das stets nur ein Instrument um Übungstracks für den E-Bass zu basteln.

Mit dem E-Bass ist es mir nach langem Probieren dann doch gelungen, ebenso interssante Sounds zu erzeugen. Und Harmonien am Eingang... gehen wenn man das Spectral Gate ausschaltet. Aber maximal zweifach polyphon aber dann immerhin auch mit Gesang. Bei dreifacher Polyphonie und zu vielen hochgeschobenen Reglern fängt der HOG2 an zu spinnen.

Stichwort Latenzen... genauso wie der POG2 berechnet der HOG2 die Harmonien nicht ganz in Echtezeit, aber so schnell wie man zwei Gitarrensaiten hintereinander mit dem Plektron anschlagen kann. Wer mehr will braucht einem 2000 Euro teuren DSP oder einen teuren PC mit einer teuren DAW die so ein Octaver Plugin hat oder wo man das zukaufen kann.

So als Resümee... Elextro Harmonix hat den POG2, ein frequenzsensitives Noisegate und den Superego miteinander verheiratet, man bekommt mit dem HOG2 ein sehr vielseitiges Effektgerät, würde man die Effekte einzeln kaufen wird man schon fast 600 Euro los. Eins das auch relativ intuitiv bedienbar ist (bis auf den Einsatz mit dem E-Bass jedenfalls), ein edles Design hat, das Expression Pedal und ein entstörtes traditionelles Trafonetzteil mitbringt (Trafo=vollständige Entkopplung) und mit der E-Gitarre, aber auch mit Gesang ein großes Potential hat. Denn etwas Polyphonie kann der HOG2 genauso wie der POG2.
Technisch ist der HOG2 nicht perfekt, rauscht ein wenig am Eingang und am Ausgang, und die Regler für Envelope, Filter und Resonace gehen von Null bis ans technische Limit. Das ist aber ein Merkmal aller EHX Effekte, sie haben einen Bereich wo sie mit Sicherheit den Standard abliefern, und für die Freaks aber auch das absolute Maximum oder Minimum erlauben.

Edit : Um mit einem E-Bass am HOG2 glücklich zu werden, jedenfalls mit meinem Modell (Peavey Grindbass NTB5 mit NYXL 170 Saiten) sollte man den E-Bass mit einem Plektron anspielen (normal benutze ich nur die Finger). Dann klappts auch mit dem Orgelsound ... Spectral Gate ausschalten da es ansonsten um eine Oktave verirrt kurz nach dem Attack und dann eine Oktave höher synthetisiert wird... da im Sustain nach ein paar Sekunden der digitale Wasserfall anfängt kann man im HOG2 den Freeze verwenden und kriegt dann einen unendlichen Sustain, oder man schaltet vor den Eingang noch ein Noise Gate bzw einen Attack Decay.
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AF
Kleines Sound-Monster
Andreas F. 607 24.02.2014
Ausgesucht hab ich mir das Teil um schöne breite Soundteppiche zu produzieren, was auch mal auf die schnelle mit der freeze Funktion möglich ist, also Akkord anspielen und Effekt auslösen und dann drüber improvisieren. Aber nun zu den Details.

Verarbeitung: Da gibt es absolut nix auszusetzen, die Schieberegler laufen angenehm (also nicht zu locker) und das ganze macht einen ziemlich stabilen Eindruck.

Bedienung: Klassisch, einfach, übersichtlich so wie ich es mag. Das ist solange man nur an einem Sound bastelt super, aber in dem Moment, in dem man mit verschiedenen Sounds abwechselnd arbeiten will ist der Remote Controller unverzichtbar. Und da wird das klassische Schieberegler Konzept zum Problem, der einmal abgespeicherte Sound kann zwar wieder aufgerufen werden, aber eben nicht mehr angepasst werden ohne alle Einstellungen noch mal von vorn einzustellen, und ob man das immer auf die schnelle wieder hinbekommt ist halt fraglich.

Sound: „Wow“ gigantisch von der fetten Orgel über Synthi bis zum Cello ist wirklich fast alles möglich, ganz abgesehen von allen möglichen „Alien“ Sounds, die aber zumindest bei mir weniger Verwendung finden. Das schöne ist, dass das was man rein schickt auch korrekt verarbeitet wieder raus kommt, egal ob single Note oder Akkord (bei einigen octavern bekommt man bei Akkorden eher etwas undefinierbares zu hören)
Meine Lieblingskombi ist ein Overdrive vor dem HOG, das auf einen fetten Orgelsound eingestellt ist, dass so „angedickte“ Eingangssignal macht den Orgelsound noch wesentlich fetter…einfach geil.

Das ganze ist zwar keine günstige Anschaffung, aber wenn man sich überlegt was man aus diesem einen Treter alles herausholen kann dann relativiert sich der Preis auch wieder….ich würde ihn wieder kaufen :-)
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F
Wunderkiste, die mein Herz am Ende nicht erobert hat
Fritz1496 08.05.2015
Im Hog II stecken wahnsinnig aufregende Sounds und Möglichkeiten. Ich musste es einfach mal antesten, auch wenn mir nicht so richtig klar war, wie ich es in meinem Setup verwenden würde. Ich besitze schon den POG2 und nutze ihn in meinem Akustik-Setup, von daher war mir zumindest die grundlegende Bedienung vertraut. Aber auch ohne dieses Vorwissen ist die Bedienung (nahezu) intuitiv.
Am Ende habe ich den HOG II zurückgeschickt, weil mir für das viele Geld nicht so richtig Anwendungsmöglichkeiten klar wurden in meinem (0-8-15) Setup.
Für Soundbastler und Liebhaber von Klanglandschaften ist der optisch umwerfende Kumpel allerdings ein absolutes Muss.

Das mitgelieferte Exp.-Pedal hat sich mir nicht so richtig erschlossen. Mal hats super gefunzt und im nächsten Moment musste ich erst hin- und herwackeln, um eine Reaktion zu erhalten. Da ist also noch Nachholbedarf...
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