Diamond Quantum Leap

Effektpedal

  • High End Delay
  • Schalter für 5 Modi: Flanger, Chorus, Fixed Comb Filter, Tap Delay und Pitch Ramp Delay
  • Regler für Speed, Width, Regen und Mix
  • Tap Tempo Fußschalter
  • True Bypass
  • Betrieb mit einer 9 V-Batterie oder 9 V DC-Adapter (nicht im Lieferumfang enthalten)
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Soundbeispiele

 
0:00
  • Blues
  • Delay
  • Hazey
  • Lead
  • Rockabilly
  • Rotary

Weitere Infos

Analog Nein
Tap-Funktion Ja
Batteriebetrieb Ja
Inkl. Netzteil Nein
4 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
5 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
2 Textbewertungen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Bisher das Feinste vom Besten

14.05.2016
Bin auf der Suche nach einem neuen analogen Delay eher zufällig über das Diamond Quantum Leap gestolpert.
Es gibt ja eine schier unerschöpfliche Auswahl an kleineren und größeren Trampelkisten, die analoge Delaysounds (für mich am liebsten auch mit Modulation) liefern.
Geräte wie bspw. Strymon El Capistan, MXR M169 etc.haben mich klanglich nie richtig überzeugen können, daher habe ich lange mit Klassikern, wie bspw. dem allseits beliebten EH Deluxe Memory Man gearbeitet. Gutes Echo, Modulation ok, aber Overload und auch etwas zickiges Gesamtverhalten vorm Verstärker liesen mich dann doch mal wieder Ausschau nach einer Alternative halten.
Ich habe genau 5 Minuten zum Testen gebraucht- dann hat das Diamond alle Delays, die je auf meinem Board vernagelt waren, vergessen gemacht.
Nicht nur die Bedienung und Funktionalität sind extraklasse- die Features und Möglichkeiten sind sehr umfangreich; ich will hier gar nicht zu ausführlich werden- die sehr gute Bedienungsanleitung hat nicht umsonst 10 Seiten und ist in DIN A4.
Bspw. Möglichkeiten wie den LFO Speed oder Pitch Ramp per Tap/Hold-Funktion (bei Hold auf 1/4 für die LFOs) ändern zu können sind spitze. Aber vor allem der Sound ist weltklasse. Das Gerät glänzt besonders auch vor einem Amp; Chorus und Flanger des Diamond sind die Besten, die ich bisher da gehört habe. Nie unnatürlich aufgesetzt, auch bei extremeren Einstellung, sondern so, als würden sie einfach dahin gehören.Sehr harmonisch und gemäß ihrer Funktion auch akzentuiert- aber sie scheinen den normalen Klang der Gitarre überhaupt nicht einzuengen. Dazu noch keine Lautstärkesprünge- oder Abschwächungen bei Aktivierung- was man ja öfters mal hat.Die Modulation im Delay selbst klingt auch erstklassig- da gab es im Gegensatz bspw. beim DMM kaum Spielraum zwischen "geht so "und "klingt total verhunzt".
Das Diamond bzw. die Delaysektion des Selben lässt sich sogar vor verzerrtem Amp noch gut einsetzen bzw. anpassen, so dass man tatsächlich noch ein Delay hat und nicht alles nur noch in oszillierendes Gewabber ausartet.
Auch sind die einzelnen Modes klanglich sehr gut aufeinander abgestimmt- man kann alle Regler quasi auf einer Einstellung lassen und muss bspw. nicht mit MIX oder WIDTH nachregeln.
M.M.n einzige Optimierungsmöglichkeit: Um alle soundtechnischen Möglichkeiten nahtlos auf der Bühne nutzen zu können- also zwischen den Modes wie Chorus,Flanger Delay etc. umzuschalten, gibt es den Toggleswitch, der als Taster/Wechsler ausgeführt ist. Wer schmales Schuhwerk trägt, kann theoretisch auch mit dem Fuß durch die Modes schalten und muss sich nicht bücken. Es geht- aber im Eifer des Gefechtes birgt dies natürlich schon die Gefahr, dass man sich das Diamond vom Board kickt.(und das wäre sehr schade) Daher könnte man den Modeschalter auch noch als fußschaltbare Funktion ausführen, dann wäre das Quantum Leap die Inkarnation der eierlegenden Wollmilchsau unter den delay/modulationsartigen Effekten.
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Vergleichstest: Memory Lane Jr., Quantum Leap, Vapor Trail und Carbon Copy Bright

AudioPhil, 18.04.2017
Ich habe auf der Suche nach einem weiteren Delay eine ganze Reihe an Pedalen zum Test bestellt.

Es sollte ein analoges oder analog-hybrides Pedal sein. Klangliches Ziel: warm und - welch Wunder - "analog" mit der Fähigkeit, große Klangteppiche zu legen, trotzdem mit genügend Definition der Wiederholungen, um im Bandkontext nicht abzusaufen.

Die Testkandidaten:
1. Diamond Memory Lane Jr
2. Diamond Quantum Leap
3. Seymour Duncan Vapor Trail
4. MXR Carbon Copy Bright

Vergleichspedale (digital):
-> TC Alter Ego: tolle Emulationen von Echorec und DMM
-> Digitech Obscura Altered Delay: klasse saubere bis "kaputte" Tape-Simulation
-> Digitech (Hardwire) DL-8: insgesamt sehr gute Algorithmen
-> TC Flashback: guter Allrounder, kennen die meisten

Im Ergebnis überraschte mich vor allem das Vapor Trail, das sehr, sehr gut klang, wenig rauschte, sich toll bedienen ließ und einen Effekt-Insert besitzt, vor allem aber tolle analog-warme Repeats bietet, die trotzdem gut im Kontext heraushörbar (= definiert) sind.
Absoluter Preis-Leistungs-Tipp! Für mich persönlich leider etwas zu "düster", also tonal tief angelegt.

Die beiden Diamond-Pedale sind definitiv eine Klasse für sich!
Der Oberknaller ist definitiv das Quantum Leap mit seinem unglaublichen Funktionsumfang (zwei Delaytypen, Flanger, Chorus, Kammfilter) und dem tollen Ramping-Modus. Klanglich ist eines der Delays SEHR düster angelegt (mit zusätzlichem Transienten-Smearing). Dieses - in Zusammenhang mit der Space-Chorus artigen Modulation - erschafft riesige, reverbartige Klanguniversen. Für Ambient-Sachen perfekt!
Das zweite Delay des Quantum Leap ähnelt dem des definierteren Memory Lane, ist aber ebenfalls minimal tiefer angesetzt. Der Kammfilter ist aus meiner Sicht überflüssig, Chorus und Flanger reichen von moderat bis krass.
Schade ist, dass bei dem universaleren, definierteren Delay die Tap-Funktion NICHT funktioniert, da der Taster die Time/Pitch-Rampe steuert. Super-ärgerlich.

Das Memory Lane Jr. ist im Funktionsvergleich fast etwas "langweilig", macht aber in Wirklichkeit alles richtig! :-) Tolle, warme, aber sehr definierte Delays im tonal genau richtigen Frequenzbereich... dabei nicht zu schmalbandig... Tap-Funktion, bis zu 1200 ms (!!) Delay-Time und praxisnahe Teiler (Viertel, Achtel, punktierte Achtel, Triolen) - alles an Bord was man braucht.
Die Modulation ist "gemäßigter" als die sehr dreidimensionale des Quantum Leap, aber nicht schlechter.
Insgesamt funktioniert das ML Jr. perfekt im Kontext mit anderen Instrumenten, klingt aber auch solo noch "groß" genug. Daumen hoch!

Das enttäuschendste Pedal war das Carbon Copy Bright von MXR.
In Kurzform muss ich sagen:
-> das Pedal rauscht stark. Jaa jaa, Bucket Brigade und so weiter und so fort. Aber hey: es rauscht WIRKLICH stark. Doppelt so stark wie das Vapor Trail.
-> Es verschluckt Wiederholungen: die letzten Delays saufen einfach ab. Das Vapor Trail tut dies nicht. Ok, die hybriden QL und ML Jr. tun dies auch etwas , aber viel später und sie rauschen dabei null.
-> Jetzt der Killer: es klingt einfach nicht gut. Die Wiederholungen sind beim CC Bright extrem schmalbandig in einen höheren Mittenbereich gesetzt. Sie machen also recht scharf "peck - peck" im Gegensatz zum wärmeren "pock - pock" der übrigen Pedale. Sehr enttäuschend, vor allem zu dem aufgerufenen Kurs!

Es ist möglich, dass mein Testkandidat einen Fehler hatte, allerdings deutet ansonsten nichts darauf hin. Es funktionierte. Ich gehe davon aus, dass das CC Bright genau so klingen soll wie es klingt - und das ist aus meiner Sicht nicht besonders gut.

Behalten habe ich schlussendlich das Diamond Memory Lane Jr. aus den oben genannten Gründen. Ja, es ist ziemlich teuer, aber es ist auch jeden Cent davon wert.
Die 1200 Millisekunden verschaffen einem jede denkbare Freiheit, die Tapping-Funktion in Verbindung mit den Notenwert-Teilern ist klasse und - das Wichtigste - es klingt schlichtweg hervorragend.

Wer weniger ausgeben will, Tapping nicht braucht und eher etwas klanglich dunkleres sucht, dem sei das günstige Vapor Trail nahegelegt. Sehr gut bei diesem das "im Takt" blinkende Delay-Poti!
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