Diamond Memory Lane Jr

High End Delay

Das Diamond Memory Lane Junior ist die digitale Weiterentwicklung des weltweit ersten Analog-Delays mit Tap-Tempo, basierend auf dem Memory Lane-Konzepts. Die einzige Funktion der digitalen Diamond Memory Lane jr Sampling Engine ist das Signal zu kopieren, zu verzögern und zu vervielfältigen - ganz ohne Manipulation. Im Gegensatz zu Standard-Digital-Designs gibt es kein digitales Anti-Aliasing und Wiederaufbau-Filter, denn es wird mit analogem Anti-Aliasing gearbeitet.

Somit erfolgt die Signalverarbeitung bis auf das Erzeugen der Delay-Wiederholungen immer noch analog, um den einzigartigen Sound zu erhalten.

  • 1200 ms Delayzeit
  • Regler für Dly / Mod / Fbk / Mix
  • analoge Bucket Brigade Modulation
  • Schalter für Tap Tempo
  • Schalter für punktierte Achtel
  • True Bypass
  • Betrieb mit einer 9 V Batterie oder einem 9 V DC Adapter (nicht im Lieferumfang dabei)
No JavaScript? No Audio Samples! :-(

Soundbeispiele

 
0:00
  • Blues
  • Delay
  • Hazey
  • Lead
  • Rockabilly
  • Rotary

Weitere Infos

Digital Ja
Delayzeit 1,2 s
Tap-Funktion Ja
Batteriebetrieb Ja
Inkl. Netzteil Nein

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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Vergleichstest: Memory Lane Jr., Quantum Leap, Vapor Trail und Carbon Copy Bright

AudioPhil, 18.04.2017
Ich habe auf der Suche nach einem weiteren Delay eine ganze Reihe an Pedalen zum Test bestellt.

Es sollte ein analoges oder analog-hybrides Pedal sein. Klangliches Ziel: warm und - welch Wunder - "analog" mit der Fähigkeit, große Klangteppiche zu legen, trotzdem mit genügend Definition der Wiederholungen, um im Bandkontext nicht abzusaufen.

Die Testkandidaten:
1. Diamond Memory Lane Jr
2. Diamond Quantum Leap
3. Seymour Duncan Vapor Trail
4. MXR Carbon Copy Bright

Vergleichspedale (digital):
-> TC Alter Ego: tolle Emulationen von Echorec und DMM
-> Digitech Obscura Altered Delay: klasse saubere bis "kaputte" Tape-Simulation
-> Digitech (Hardwire) DL-8: insgesamt sehr gute Algorithmen
-> TC Flashback: guter Allrounder, kennen die meisten

Im Ergebnis überraschte mich vor allem das Vapor Trail, das sehr, sehr gut klang, wenig rauschte, sich toll bedienen ließ und einen Effekt-Insert besitzt, vor allem aber tolle analog-warme Repeats bietet, die trotzdem gut im Kontext heraushörbar (= definiert) sind.
Absoluter Preis-Leistungs-Tipp! Für mich persönlich leider etwas zu "düster", also tonal tief angelegt.

Die beiden Diamond-Pedale sind definitiv eine Klasse für sich!
Der Oberknaller ist definitiv das Quantum Leap mit seinem unglaublichen Funktionsumfang (zwei Delaytypen, Flanger, Chorus, Kammfilter) und dem tollen Ramping-Modus. Klanglich ist eines der Delays SEHR düster angelegt (mit zusätzlichem Transienten-Smearing). Dieses - in Zusammenhang mit der Space-Chorus artigen Modulation - erschafft riesige, reverbartige Klanguniversen. Für Ambient-Sachen perfekt!
Das zweite Delay des Quantum Leap ähnelt dem des definierteren Memory Lane, ist aber ebenfalls minimal tiefer angesetzt. Der Kammfilter ist aus meiner Sicht überflüssig, Chorus und Flanger reichen von moderat bis krass.
Schade ist, dass bei dem universaleren, definierteren Delay die Tap-Funktion NICHT funktioniert, da der Taster die Time/Pitch-Rampe steuert. Super-ärgerlich.

Das Memory Lane Jr. ist im Funktionsvergleich fast etwas "langweilig", macht aber in Wirklichkeit alles richtig! :-) Tolle, warme, aber sehr definierte Delays im tonal genau richtigen Frequenzbereich... dabei nicht zu schmalbandig... Tap-Funktion, bis zu 1200 ms (!!) Delay-Time und praxisnahe Teiler (Viertel, Achtel, punktierte Achtel, Triolen) - alles an Bord was man braucht.
Die Modulation ist "gemäßigter" als die sehr dreidimensionale des Quantum Leap, aber nicht schlechter.
Insgesamt funktioniert das ML Jr. perfekt im Kontext mit anderen Instrumenten, klingt aber auch solo noch "groß" genug. Daumen hoch!

Das enttäuschendste Pedal war das Carbon Copy Bright von MXR.
In Kurzform muss ich sagen:
-> das Pedal rauscht stark. Jaa jaa, Bucket Brigade und so weiter und so fort. Aber hey: es rauscht WIRKLICH stark. Doppelt so stark wie das Vapor Trail.
-> Es verschluckt Wiederholungen: die letzten Delays saufen einfach ab. Das Vapor Trail tut dies nicht. Ok, die hybriden QL und ML Jr. tun dies auch etwas , aber viel später und sie rauschen dabei null.
-> Jetzt der Killer: es klingt einfach nicht gut. Die Wiederholungen sind beim CC Bright extrem schmalbandig in einen höheren Mittenbereich gesetzt. Sie machen also recht scharf "peck - peck" im Gegensatz zum wärmeren "pock - pock" der übrigen Pedale. Sehr enttäuschend, vor allem zu dem aufgerufenen Kurs!

Es ist möglich, dass mein Testkandidat einen Fehler hatte, allerdings deutet ansonsten nichts darauf hin. Es funktionierte. Ich gehe davon aus, dass das CC Bright genau so klingen soll wie es klingt - und das ist aus meiner Sicht nicht besonders gut.

Behalten habe ich schlussendlich das Diamond Memory Lane Jr. aus den oben genannten Gründen. Ja, es ist ziemlich teuer, aber es ist auch jeden Cent davon wert.
Die 1200 Millisekunden verschaffen einem jede denkbare Freiheit, die Tapping-Funktion in Verbindung mit den Notenwert-Teilern ist klasse und - das Wichtigste - es klingt schlichtweg hervorragend.

Wer weniger ausgeben will, Tapping nicht braucht und eher etwas klanglich dunkleres sucht, dem sei das günstige Vapor Trail nahegelegt. Sehr gut bei diesem das "im Takt" blinkende Delay-Poti!
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Edles Delay: hohe Qualität, einfache Bedienung

Alexander235, 16.04.2015
Verarbeitung:
Das Diamond Memory Lane ist sehr gut verarbeitet und auch von Kollegen weiß ich, dass sie die Verarbeitungsqualität schätzen.

Funktionen:
neben dem On/Off gibt es natürlich den Tap Schalter, auf dem man das gewünschte Tempo Tappen kann. Sehr praktisch finde ich die Zweitfunktion, die (bei 2 sekündigem Gedrückthalten des Tap Schalters das Taptempo verdoppelt. Aus 4tel werden also 8teln.
Mit nur 4 Reglern lässt sich alles absolut zufriedenstellend einstellen. Das Tempo, die Modulation (also pitch-Schwankungen im Delay), Feedback (wie viele Delays erzeugt werden bzw. wie schnell diese in der Lautstärke absinken) und der Mix (Mischung wet/dry Signal).
Dazu gibt es einen kleinen Schlater, der verschiedene Delay Modi anbietet:
4tel, punktierte 8tel, Triolen. Also alles was man benötigt (zumal ja die Geschwindigkeit verdoppelt werden kann). In der letzten Stufe wird die Modulation hinzugeschaltet (nur bei 4teln möglich).

Klang:
absolut sauber und keinerlei Qualitätsverluste (was bei der Länge eines Signalweges auf dem Effektboard sehr wichtig ist). Hier zeigt sich, dass das Diamond wirklich ein Edeleffektgerät ist.
In meiner Signalkette ist es nach Vol, Wah, Distortion und vor Hall. Macht eine gute Figur.

Fazit:
Das Diamond ist simpel in den Features, lässt aber trotzdem nichts vermissen. Ich mag die Einfachheit der Bedienung, da sich alle gängigen Delaywünsche in hoher Klangqualität realisieren lassen. Der Preis ist nicht gerade niedrig aber aufgrund des gebotenen Gegenwertes nicht übertrieben. Wer ausgefallenere und sehr komplexe Delays will sollte jedoch besser nach einem anderen Gerät ausschau halten.
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