Clavia Nord Electro 6D 73

Stagepiano und Synth

  • 73 halbgewichtete Waterfall Tasten
  • Splitten und Layern aller drei Sektionen
  • 6 Splitpunkte mit LED Anzeige
  • 1 GB Speicher für Nord Piano Library
  • 512 MB Speicher für Nord Sample Library
  • Nord C2D B3 Tone Wheel Simulation
  • Principal Pipe Organ Model
  • B3 Tone Wheel Bass
  • Leslie 122 Simulation des Nord C2D
  • erweiterte Polyphonie
  • Programmauswahl mit Setlist-Funktion
  • Organisiermodus zum Umsortieren der Programme und Samples
  • nahtlose Übergänge (Seamless-Transitions-Funktion)
  • neuer Dual-Organ-Modus, der einen schnellen Zugriff auf zweimanualige Setups zulässt
  • 9 physische Zugriegel
  • Halterung für optional erhältlichen Half-Moon-Switch von Nord
  • Alle Effekte in Stereo
  • Tube Overdrive Simulation
  • Vibe Effect
  • getrennte Reverb und Delay Effekt
  • 2x Line-Out 6.3 mm Klinke (L/R)
  • Monitor-Eingang 3.5 mm Mini-Klinke Stereo
  • Kopfhörerausgang
  • Eingang für Control- und Sustain-Pedal
  • Eingang für Rotary Speaker Pedal
  • MIDI-In/Out
  • USB-Anschluss (MIDI)
  • Abmessungen: 1066 x 296 x 97 mm
  • Gewicht: 9,2 kg

Weitere Infos

Anzahl der Tasten 73
Hammermechanik Nein
Anzahl der Stimmen 120
Anzahl der Sounds 8
Effekte Ja
Lautsprecher Nein
Anzahl der Kopfhöreranschlüsse 1
Sequenzer Nein
Metronom Nein
Masterkeyboard-Funktionen Ja
Pitch Bend Nein
Modulation Wheel Nein
Anzahl der Splitzonen 3
Layerfunktion Ja
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out

Runde Nummer 6

Die markant roten Keyboards der schwedischen Firma Clavia sind von den Bühnen dieser Welt nicht mehr wegzudenken: Überall sind sie im Einsatz! Das muss gute Gründe haben und da fallen einem zunächst hervorragende Sounds, eine hohe Zuverlässigkeit und die praxisorientierte Benutzeroberfläche ein. Für den typischen Live-Keyboarder, der meist nach Pianos, Orgeln und Streichern lechzt, kommen je nach Einsatzgebiet der Nord Electro, Nord Piano/Grand oder Nord Stage in Frage. Ersteren gibt es mittlerweile in Version 6 und mit jeder neuen Runde kamen innovative neue Features hinzu, die ein ohnehin schon tolles Produkt noch besser gemacht haben.

Klingt klasse!

Der Nord Electro legt seit jeher den Fokus auf die Emulation klassischer elektromechanischer und akustischer Instrumente in einem kompakten, stabilen Gehäuse. In Version 6 sind die drei Soundsektionen jetzt wirklich unabhängig voneinander und lassen sich beliebig an- und ausschalten, splitten und layern. Neu sind auch die nahtlosen Übergänge zwischen den Sounds (Seamless Transition), es kommt beim Umschalten von Klängen also zu keinem Abreißen mehr. Die Orgelabteilung (neu: zwei Kirchenorgeln) mit Zugriegeln und Leslie-Simulation ist links, links-mittig folgen die Klaviere und jede Menge E-Pianos/Clavinets, rechts-mittig der Sample-Synthie. Hier stechen vor allem die kultigen Mellotron- und Chamberlin-Sounds hervor, aber auch gängige Klänge sind an Bord. Abgerundet werden die Sounds ganz rechts durch eine Effektsektion und wie am gesamten Gerät gibt es für jeden Parameter einen Regler oder Button.

Vintage Flair

Der Electro richtet sich vor allem an versierte Keyboarder, die ein Faible für Retro-Instrumente haben. Die B3-Klänge mit der Leslie-Emulation sind einfach eine Wucht und die Zugriegel sorgen für die entsprechenden Eingriffsmöglichkeiten. Ebenso wie die Klaviere und E-Pianos/Clavinets setzen sie sich auf der Bühne durch und machen jede Menge Spaß. Der Speicher des Sample-Synthesizers wurde aufgestockt und lässt sich mit Klängen aus der umfangreichen Nord-Sample-Library bestücken. Man muss allerdings beachten, dass es keinen Pitchbend und auch kein Modwheel gibt. Das hätte man bei einer Hammond B3 oder einem originalen Fender Rhodes aber auch vergeblich gesucht!

Über Clavia Nord

Die Geschichte der schwedischen Firma Clavia begann in den 1980er-Jahren mit elektronischen Schlagzeugen. Im Jahr 1995 erschien der Nord Lead und legte als einer der ersten virtuell-analogen Synthesizer der Welt den Grundstein für eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Schon damals war das Markenzeichen die rote Farbe, durch die die Instrumente von Clavia weithin sichtbar sind. Bald stellte die Firma nicht mehr nur Synthesizer her, sondern entwickelte mit den Reihen Nord Electro, Nord Stage und Nord Piano Instrumente, die Keyboardern völlig neue Möglichkeiten auf der Bühne und im Studio eröffneten. Neben dem kompromisslos guten Klang und der exzellenten Fertigungsqualität war es von Anfang an auch die einfache, praxisorientierte Bedienung, die Clavia-Instrumente zu bevorzugten Werkzeugen für Live-Keyboarder/innen machte. Inzwischen werden die Instrumente unter der Marke „Nord Keyboards“ vertrieben, werden aber nach wie vor in Schweden von Hand hergestellt.

The key to success

Den Nord Electro 6 gibt es in verschiedenen Ausführungen: mit einer 61er-/73er-Waterfalltastatur (6 D 61/73) und echten Zugriegeln oder als 6 HP mit 73 Tasten Nord Hammer Action Portable (also einer gewichteten Tastatur mit Hammermechanik) und LED-Drawbars. Waterfall bedeutet, dass es sich um halbgewichtete Tasten ohne die für Klaviere typische kleine „Lippe“ am Tastenende handelt. Waterfalltastaturen erlauben es dem geübten Hammondspieler, typische Glissandi mit dem Handballen, dem Ellenbogen oder dem Fingerrücken einzustreuen, um seine Performance aufzupeppen. In diesem Text behandeln wir den Nord Electro 6D 73, wer mehr Pianos als Orgeln spielen möchte, der sollte sich das Modell 6 HP anschauen, obwohl auch mit der halbgewichteten Tastatur erstaunlich authentisches Klavierspiel möglich ist.

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  • 1
4.6 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Gelungene Weiterentwicklung des NE5, aber die Hardware wird schlechter
Heinrich282, 15.04.2020
Ich spiele seit Jahren Nord Keyboards und hab mich durch die Reihen gekauft (NE2,3,4,5,6, Nord Stage 76).

Ich spiele viel live, mit einer 4 Mann Band, meist in kleinen Kneipen, mit dem Electro als einzigem Keyboard.

Ich liebe das Konzept des Electro und kann auch mit den Sounds gut leben. Beim NE 6 gefallen mir die "Xammond" Orgel und - dank der 128 Stimmen - die Acoustic Pianos richtig gut, aber die E-Pianos könnten auf Dauer eine klangliche Auffrischung brauchen.

Das Einzige was mich nervt (und was schon beim NE5 zu bemerken war) ist die "Bauqualität" des Keyboards. Bisher sind mir zwei Köpfe abgefallen ... und die Tastatur ist wirklich so schwammig, dass weder Orgelspiel noch E-Piano darauf Spaß machen (Acoustic Pianos will ich hier nicht einbeziehen, das wäre unfair). Keine Ahnung, was Fatar denen hinstellt - aber auf Dauer muss Nord was tun, sonst ist mein nächstes Keyboard nicht mehr rot.

Fazit: Die bekannten Vorzüge des Konzepts sind geblieben, das Sound-"Paket" ist besser als je zuvor ... aber wegen der Hardware muss ich Abstriche machen.
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Sound
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Super Gerät - no regrets!
ilmagneto, 25.09.2018
Ich nutze das Electro 6D derzeit zuhause für Orgel- und E-Piano-Sounds und werde es bald auch im Live-Einsatz testen. Wahrscheinlich wird es auf der Bühne mein Nord Stage 2 komplett ablösen, da es mit nur ca. 10kg doch um die Hälfte leichter ist und die ständige Schlepperei meine Handgelenke malträtiert. Die Electro-Tragetasche hat hingegen sogar eine Rucksackfunktion, juchee!

Hammond-Orgel zu spielen ist zudem auf dem Electro 6D wesentlich lustiger, da meine Finger dabei erheblich weniger bluten als auf der gewichteten Klaviatur des Stage - nämlich gar nicht. Auch Klaviersounds lassen sich eigentlich relativ passabel auf dem Electro 6D spielen, obwohl ich hinsichtlich halbgewichteter Klaviaturen als ursprünglich klassischer Pianist sonst immer sehr kritisch bin/war. Klar ist es nicht dasselbe wie auf einem Steinway-Flügel, es ist aber sicher leichter, Klavier auf dem Electro zu spielen als Orgel auf dem Stage.

Was das Handling betrifft, bin ich soweit auch sehr zufrieden: Besonders erwähnenswert finde ich das große und gut ausgeleuchtete Display mit diversen Listenansichten und Menüstrukturen, die recht intuitiv zu bedienen sind. Bislang musste ich zumindest noch nicht oft ins Handbuch schauen - das kann aber natürlich auch daran liegen, dass ich mittlerweile doch schon etwas Nord-Erfahrung vom Stage mitbringe. Aber auch für Neueinsteiger tun sich da denke ich keine unüberwindbaren Hindernisse auf. Sehr nett finde ich auch die fließenden Übergänge beim Wechseln von Sounds bzw. beim Spielen über die Splitpunkte - im Livebetrieb sicher eine gute Sache.

Wichtigste Kaufgründe waren für mich die Orgelsounds (die ich ja schon vom Stage kannte und die einfach super klingen), diese auf einer halbgewichteten Klaviatur spielen zu können (Stichwort Blutverlust), und schließlich die physischen Drawbars, da ich mit den Button-LED-Pseudodrawbars des Stage nie wirklich warm geworden bin.

Vor dem Kauf hatte ich auch das Hammond SK-1 intensiv getestet, das sich bzgl. Sound und Spielgefühl ebenfalls sehr gut präsentierte. Im Gesamtpaket gibt das Electro 6D dann aber meines Erachtens doch um einiges mehr her (z.B. bessere Piano-Sounds, Sample Synth und generell das ganze kostenlose Nord Library-Angebot), ist entwicklungstechnisch um 7 Jahre jünger und nur marginal teurer.

Als das Gerät dann endlich bei mir zuhause stand (?endlich? nur wegen meiner Vorfreude, die Lieferung erfolgte nämlich superschnell und problemlos), gab es gleich mal eine ausgiebige Jamsession mit meinem Bassisten, während der ich zahlreiche Sounds getestet habe. Seitdem bin ich noch begeisterter vom Electro 6D und würde es mir auf jeden Fall wieder kaufen!
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Nur wegen guter lifebedienung behalten
Kurt aus B., 25.10.2018
Nun ja, ich weiß nicht so richtig. Die Verarbeitung macht einen sehr guten, stabilen Eindruck. Abstriche bei der Tastatur in Bezug auf Klavierspielen, war mir klar. Kann ich so auch mit leben. Die Klaviersounds finde ich aber nun auch nicht so überwältigend für den Preis, da bin ich schon etwas enttäuscht. Speziell bei den E- Pianos. Das absolute Plus sind natürlich die Orgelsounds, hier geht für mich die Sonne auf. Alleine die tolle B3 Simulation, mit hervorragendem Leslie.
Die Bedienung gefällt mir wirklich gut, da viele direkte Eingriffe im Sound möglich sind ohne durch tausend Menüs zu scrollen. Mit der Bedienung bin ich ohnehin sehr schnell klar gekommen, obwohl ich absoluter NorNeuling bin. Die Samples sind mal grad im Durchschnitt. Ich habe mir das Keyboard ja hauptsächlich wegen des Gewichts (Transport) gekauft. Diesen Vorteil bringt mir der Nord auf alle Fälle, gegenüber einer Fatar Klavier Tastatur und Laptop. Hatte aber für diesen Preis doch deutlich stärkere Sounds und auch eine bessere Tastatur erwartet. Ganz Negativ ist dann noch das man beim Anschluss als MIDI Board für die DAW, nicht mal die Anschlagdynamik ändern kann.
Das kann heute jedes Billigkeyboard. Ich hoffe da kommt nochmal eine neue Werkssoftware. Ich bin immer noch am Überlegen ob ich dieses Teil behalte oder von 30 Tage zurückgeben Gebrauch mache. Die B3 jedoch ist der Hammer, Gewicht super, die direkte Bedienung sehr gut, stabil verarbeitet, alles andere geht halt so. Dafür ist das dann doch schon viel Geld. Aber die B3...?????..

Nachtrag 20.02.19
und nochmal negativ:
Leider habe ich auf Grund von Krankheit die 30 Tage Rückgabe verpasst. Wenn ich mit meiner Gitarre nur in die Nähe des Nords komme quittieren das die Picks mit extrem lauten Brummen. Super, keins meiner billigeren Keyboards hat das geschafft. Muss ich nun selber sehen wie ich den Trafo entstört bekomme. Nun musste ich die Verarbeitung auch noch in den Sternen runter setzen.
Nachtrag 02.04.2020
Nun ja diese Woche hat es Clavia mit dem Letzten Update nun endlich geschafft das man auch am Rechner über MIDI mit der Anschlagdynamik etwas einspielen kann. Leider ist es immer noch nicht möglich verschiedene Anschlagstärken selbst zu bestimmen.
Die Bedienung setze ich aber inzwischen von 4 auf 5 Sterne hoch. Live macht das Teil schon richtig Spass durch viele Möglichkeiten an Regler und Taster ohne tausend Menues Sounds zu ändern. Der Gesamteindruck ist für mich aber, angemessen am Preis immer noch 3 Sterne. Die nur mit drei Sternen relativ schlechte Bewertung halte ich aber auf Grund der für mich recht schwerwiegenden 2 Mängel: Unzufriedenstellende Anschlagdynamik über MIDI und stark störender Trafoeinfluss auf Gitarrenpickups in der Nähe (auch brummunempfindliche Doppelspuler). Das geht einfach nicht für diesen Preis. Leider brachte auch ein Versuch der Abschirmung mit Kupferfolie keinen besonderen Erfolg.
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Sounds gefallen mir nicht
(T.), 11.01.2019
Ich habe den Electro 6D gekauft, weil ich ein Keyboard wollte, das gute Hammond und E-Piano Sounds hat.
Leider bin ich mit den Sounds überhaupt nicht zufrieden.

Orgel:
Die Orgelsounds an sich haben mir gefallen, insbesondere der Orgel-Bass, auch wenn ich mir eine Einstellung zwischen Vintage1 und Vintage2 wünschen würde.
Leider gefällt mir weder die Chorus/Vibrato Abteilung noch das Leslie - letzteres klingt für mich wenig 3-dimensional und hat eine Grundverzerrung, die für meine Ohren sehr unangenehme, "nervige" Obertöne erzeugt.
Die eigentliche Overdrive sektion gefiel mir dagegen gut.

Einige Soundparameter der Orgeln sind nur global einstellbar, das hätte ich mir anders gewünscht.

E-Pianos:
Die E-Pianos haben mich nicht inspiriert, ohne dass ich sagen könnte warum, nur, dass ich das von anderen Keyboards besser kenne.

Pianos:
Auch hier habe ich gesucht und gesucht und nichts gefunden, was mir wirklich gefallen hätte.
Dazu kommt, dass bei manchen Sounds (z.B. Grand Imperial) mit der EQ Einstellung "Bright" bei jedem Ton ein Rauschen hörbar ist.

Synth:
Sehr gut gefallen haben mir die Mellotron Sounds.

FX und Hall:
Die Modulationseffekte funktionieren gut, auch wenn man nicht alle Parameter einstellen kann.
Der Hall hat mich nicht überzeugt.

Bedienung und Spielbarkeit:
Die Bedienung gefiel mir gut, hier sind viele durchdachte Features eingebaut, wie z.B. der Preset Schalter für eine zweite Zugriegel Einstellung in jedem Orgel Preset, die Funktion Manual Organ, der Leslie Fast/Slow Schalter ist sehr schnell erreichbar, gute Transpose Funktion in jeder Sektion
Die Tastatur spielt sich für Orgel und E-Piano sehr gut.

Fazit:
+ gutes Bedienkonzept
+ gute Effekte
+ gute Mellotron Sounds

- V/C und Leslie
- E-Piano Sounds
- Piano Sounds
- Hall
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