Boss RE-20 Space Echo

Tap Tempo Pedal

Detailgetreue Nachbildung des analogen Bandecho-Klassikers, welcher aufgrund seines warmen, vollen und musikalischen Klangs noch heute bei zahlreichen Musikproduktionen eingesetzt wird. In den 70er Jahren prägte dieses Gerät den Sound vieler erfolgreicher Bands wie beispielsweise Pink Floyd.

  • perfekte Simulation des RE-201 Space Echo
  • Mode Selector
No JavaScript? No Audio Samples! :-(

Soundbeispiele

 
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  • Delay clavinet
  • Delay epiano
  • Delay guitar

Weitere Infos

Analog Nein
Delayzeit 6 s
Tap-Funktion Ja
Batteriebetrieb Ja
Inkl. Netzteil Nein
239 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.6 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Kommt auf den Vergleich an...
Gary W., 23.08.2010
Eines vorweg: dies ist eine unfaire Besprechung! Ich habe den Luxus, ein echtes altes Roland Space Echo zu besitzen, und es geht eigentlich nicht an, dieses gesuchte Original mit einem digitalen Modeling-Gerät zu vergleichen. Nachdem aber so oft behauptet wurde, es sei das Modeling hier täuschend echt gelungen, muss ich dem leider widersprechen. Wenn das alte Space-Echo sozusagen dreidimensional klingt, so klingt die Simulation eher zweidimensional. Das Funkelnde, Lebendige im Analogsound muss einem etwas lebloseren Emulationssound weichen, der aber nicht schlecht ist. Die Echos klingen etwas verwaschen, und erinnern zwar deutlich an das alte Tape-Echo, aber sie sind immer gleich, während das Original (auch abhängig von der Qualität der Bandschleife, die z.B. bei jedem Wechsel des Bandes wieder für neue kleine Überraschungen sorgt) unberechenbare und besonders lebendige Echos abliefert. Vielleicht geht das nach dem Stand der Technik nicht besser - aber der Sound des Modelings hat mich zunächst nicht wirklich überzeugt.

Vergleicht man aber das Boss Space Echo mit anderen Digital-Delays, so dürfte der Eindruck ganz anders ausfallen: Dieses Gerät hat dann so gesehen schon was von dem besonderen Charakter mitbekommen, der mit analogen Tape Echos verbunden wird - schließlich konzentriert es sich auf die Emulation eines einziges Vorbildes, und enthält als eines der wenigen Digitalgeräte sowohl Reverb als auch Delay, und alle Regelmöglichkeiten inclusive Selbst-Oszillation, wie beim Original. Auch Gleichlaufschwankungen und Tape Flutter sind zu hören, (aber, wie gesagt, immer gleich...).
Für die Bühne sind die alten Space Echos sowieso nur bedingt geeignet, da sie zu groß, zu schwer und zu wartungsanfällig sind. Hier hilft wirklich nur die moderne Modeling- Version, die mit Sicherheit zuverlässiger läuft, und weniger Ärger macht. Manche klangliche Feinheit wird womöglich live sowieso nicht wahrgenommen, und so gesehen macht die Anschaffung in diesem Falle Sinn - wie auch bei mir.
Es hängt also von den Erwartungen, vom Einsatzgebiet, sowie vom Vergleichsmaßstab ab, den man anlegt.

Das Boss-Gerät ist sicherlich nicht schlecht, aber man sollte es möglichst nicht anhören, nachdem man gerade ein Original im Einsatz hatte! (wie man den Film nicht nach dem Buch anschauen sollte??).
Die Verarbeitung ist Boss-typisch super, und das zusätzliche Feature Tap Tempo ist für manchen vielleicht das entschiedende Extra, vor allem für den Live-Einsatz. Und genau für diesen würde ich das nicht unbedingt billige Boss.Gerät empfehlen.

P.S. Inzwischen habe ich bemerkt, dass das Boss Space Echo über einen getrennten Kanal viel besser klingt. D.h. ich schleife das Signal auf den 2. Kanal meines Amps durch, und habe damit die Original-Soundqualität der Gitarre erhalten, während der Effekt extra geht. Das klingt super, und es fehlt dir nix...
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Verarbeitung
Sehr gutes Pedal
Echomann, 29.02.2016
Nachdem ich eine Weile recherchiert und überlegt hatte, welches Delay ich mir kaufen sollte, blieben am Ende das MXR Carbon Copy und das Boss RE 20 Space Echo übrig. Ausschlaggebend für den Kauf des RE 20 war, dass es sich hierbei um ein Stereo-Delaypedal handelt, was ich persönlich sehr nützlich finde, da ich auch Stereo recorden will. Außerdem kann man mit dem Tap-Tempo-Schalter "feedbacken".

Bevor das Pedal ankam, war ich noch skeptisch, da ich eigentlich ein analoges Delay wollte und das RE 20 ja "nur" eine Simulation des legendären Roland Space Echo ist, doch sobald ich es ansteckte und kurz anspielte, waren alle Zweifel verfolgen. Der Sound ist wirklich sehr warm und authentisch. Es gibt mehrere Delay-Modi und 3 Potis, um das Delay einzustellen. Sehr cool ist dabei das authentisch analog klingende Feedback, das man bekommt, wenn man "Intensity" aufdreht und die Änderung der Tonhöhe, wenn man die Repeat Rate einstellt. Damit lassen sich wunderbar sphärische "Walls of Sound" kreiern, die das RE 20 quasi zu einem eigenen Instrument machen.
Nützlich ist hierbei auch der Expressionpedal-Input, mit dem man verschiedene Parameter direkt während dem Spielen verändern kann, wenn man des nötige Pedal hat.

An der Verarbeitung und Bedienung habe ich nichts zu bemängeln. Gewohnte Boss-Qualität. Das Gehäuse ist stabil, die Potis wackeln nicht, alles tip-top.

"Abzüge" gibt es lediglich für den Reverb, der wirklich nicht gut klingt. Ob man das jetzt tatsächlich als Schwachstelle anmerken kann, sei dahingestellt, da der Reverb genau wie das Delay dem Original nachempfunden ist, deswegen ziehe ich dafür auch keine Punkte in der Bewertung ab.
Mir gefällt er jedenfalls nicht, aber man kann ihn sicher auch irgendwie einsetzen. Ich persönlich drehe ihn immer ganz weg.
EDIT: Seit ich eine Stromversorgung für das Pedalboard verwende, klingt auch der Reverb besser. Das hätte ich mir vielleicht vorher denken können ;) Trotzdem ist er meines Erachtens nach kein besonderes Feature.

Alles in allem bin ich aber absolut begeistert vom Boss RE 20. Der Vintagesound ist täuschend echt imitiert - wenn auch natürlich nicht zu 100%. Das Pedal macht Spaß und ist eine gute Alternative zum Roland RE 201 Space Echo.
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Space Echo Sound
Klaus-Dieter H., 01.11.2013
Vieles habe ich an Echos ausprobiert. Darunter auch die teuren programmierbaren Geräte mit ihren mannigfaltigen Sounds. Doch als alter Rock'n Roller wollte ich ein Delay, was einfach mit ein paar Potis einzustellen ist und annähernd an den Klang eines alten Bandechos erinnert. Abgefahrene Delays wie LoFi, Ice und dergleichen interessieren mich eh nicht.

Nun kam ich nach einigen Tests (Thomann sei Dank) zum Boss RE-20 Space Echo. (Ich könnte nich in den Allerwertesten beissen, dass ich da nicht schon eher drauf gekommen bin.) Und bin schlicht begeistert. Die Leute von Boss simulieren mit ihrer COSM-Technologie wirklich sehr gut das Roland Space Echo 201. Sogar Multitape-Einstellungen sind möglich und klingen auch gut. So konnte ich z. B. für "Apache" von den Shadows das Echo in zwei Minuten einstellen. Und das Ganze ohne Bandverschleiß und Bandgeleier. Ich behaupte mal ganz frech, dass 98 % der Vintagefreaks mit verbundenen Augen keinen Unterschied zwischen einem originalen Roland und dem RE-20 hören würden; und schon gar nicht unter Stage-Bedingungen. Und gefallen hat mir das eigentlich nie, wenn die Bänder alt wurden und damit mulmiger klangen. Und auch das Geleier (Flutter) war nie mein Ding. Da konnte ich immer drauf verzichten.

Das RE-20 klingt überhaupt nicht digital, sondern sehr warm und ausgewogen. Und man kann sehr schnell durch wenige Handgriffe Einfluss nehmen und findet auch schnell den "richtigen" Sound. Sehr gut ist auch die Tap Tempo Funkion.
Man kann die Bedienungsanleitung lesen, muss man aber nicht.

Das Teil macht einfach Spaß und klingt klasse. Und das isses doch, worauf es bei der Mucke ankommt, oder?
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Hammergut!!!
Bassmatz, 22.03.2018
Ich benutze das Boss RE-20 seit bummelig 6 Jahren und ich habe es mittleweile an tiefen und hohen Saiten sowie an Tasten und sogar im Signalweg eines Channelstrips anstelle des Lexikongerätes eingesetzt, jedes Mal hat es die Charakteristik des Instrumentes widergespiegelt. Daher komme wir gleich einmal zum Sound:

Sound:
Vorweg: den Stern Abzug gibts nur im Vergleich zum Original; der Boss emuliert verdammt gut, nur die Wärme fehlt ein wenig. Ansonsten ist es aber unter den aktuellen Delays wirklich hoch anzusiedeln.
Die verschiedenen Signale werden klar wiedergegeben, ziemlich nah am Bandecho, erst bei höheren Nachhallraten wird das Signal sukzessive verzerrt bzw. leicht gepitcht. Aber eben sukzessive, man muss es dafür eigentlich schon solo abhören.
Gigantisch wird es dann bei der Selbstoszillation, da geht es dann richtig ins psychedelisch-verschwommen-krachig-verzerrte
... wow. Einzig Tasten werden heir relativ lange relativ klar wiedergegeben, hier dauert es länger bis zum Armageddon :)
Im Oszillations-Kontext wird das Re-20 zum eigenen Instrument. Ist aber sicher nicht für jederman etwas...

Damit sind wir eigentlich auch schon miten in den Features: vom Slapback-artigen Echo bis zur Selbstoszillation ist alles drin, die Hall-Sektion ist ok für den Live-Einsatz (Manchmal klingt es hier ohne Halle aber auch besser) im Studiokontext war es dann eher etwas zum Herumspielen, mit der Tendenz schnell zu blechern oder anderweitig nervig zu werden. Aber dafür ist das Re-20 ja auch nicht ausgelegt. Hält man das rechte Pedal gedrückt fabriziert das RE-20 so einen automatischen Delay-time-Verlauf, der, würde man ihn aufmalen, an eine Gaußsche Normalverteilung erinnert. Je nachdem, wie lange man das Pedal gedrückt hält. Das ist eher so was für den seltenen Einsatz. Dann kann man - wenn ich mich recht entsinne - noch via Jumper die Bezugsgröße des Delay-Time-reglers auf (lass mich lügen...) max 2 Sekunden im Gegensatz zu originalen 500 ms ändern. Das hab ich nie benutzt, ich bleib beim Space-Echo-Gedanken.

Die BEdienung:
...macht Spaß. Ist unkompliziert; man findet recht schnell die Grenze zwischen großer Delayrate und der Selbstszillation und kann schön um diesen Punkt herum spielen. Auch das Einstellen für Surf-musik-taugliche Echos geht fix. Von daher kann man die Features voll ausspielen. Gut gemacht, Boss.

Die Verarbeitung ist Boss-typisch, das Gerät ist ziemlich unkaputtbar. Eingroßer Vorteil gegenber dem wartungsintensiven Original, der eigentlich 6 Sterne verdient.

Fazit: Das war mal ein guter Kauf :)
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