Boss GT-1 Guitar Multi-FX Pedal

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Multieffektgerät für E-Gitarre

  • 108 Effekt-Typen
  • 32 Sekunden Looper
  • bis zu 7 Stunden Spielzeit im Batteriebetrieb
  • 99 Presets, 99 Userpatches
  • 3 Fußtaster, 1 Expression Pedal und 1 zusätzlicher Fußschalter/Expression-Pedal Eingang
  • USB Anschluss für die Verwendung als Audiointerface oder für den Editor
  • professionelle Sounds und Editor kostenlos zum Download auf bosstonecentral.com
  • Stromversorgung mit AA-Batterien oder 9 V DC-Netzteil (Koaxialanschluss, Minuspol innen - z.B. Art. 102842 - nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Abmessungen (B x T x H): 305 x 152 x 56 mm
  • Gewicht (inkl. Batterie): 1.3 kg
  • passender Fußschalter: Boss FS-6 - Art. 173531 (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passendes Expressionpedal: Roland EV 5: Art. 102890 (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passende Tasche: Art. 438093 (nicht im Lieferumgang enthalten)
Erhältlich seit Oktober 2016
Artikelnummer 398160
Verkaufseinheit 1 Stück
Bauweise Floorboard
Amp Modeling Ja
Drumcomputer Nein
Inkl. Stimmgerät Ja
Expression Pedal Ja
USB Anschluss Ja
Kopfhöreranschluss Ja
MIDI Schnittstelle Nein
Line Out Ja
Batteriebetrieb Ja
Inkl. Netzteil Nein
245 €
269,73 €
Alle Preise inkl. MwSt.
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307 Kundenbewertungen

174 Rezensionen

S
Viel Sound für wenig Geld
SigiFlam 25.03.2018
Mit über 50 Jahren Bühnenerfahrung habe ich sicher schon mehr als 40 verschiedene Gitarreneffektgeräte besessen und großteils auch wieder verkauft. Das ging von einfachen Bodentretern wie dem TubeScreamer oder einem Ibanez Analogdelay bis zum GR-55, VG-99 oder zuletzt dem Line 6 Helix.
Das für mich optimale Kasterl war leider noch immer nicht dabei.
Das neu erworbene Boss GT-1 war aber doch eine sehr positive Überraschung.
In meinem Alter muss mein Live-Equipment vor allem leicht transportabel sein, ich brauche ein gut ablesbares Display für die Patchnamen und ein Effektgerät muss auch auf der Bühne ohne Handbuch schnell editierbar sein.
Was ich nicht brauche, sind abgedrehte, effektüberladene Sounds oder ressourcenfressende FIR-Boxensimulationen, weil ich live sowieso die meisten Sachen über meinen kleinen 22 Watt - Röhrenamp spiele. Ich brauche live auch nicht 50 verschiedene Soundeinstellungen, deshalb stört mich die einfache Organisation der 99 Patches beim GT-1 (ohne Bänke) gar nicht. Die UP ? DOWN Taster und bis zu 3 Controller-Taster pro Patch reichen mir da völlig.
Und wenn die Geräte der mindestens 5 mal so teuren Oberliga beim Abhören in einer Studioumgebung hier und dort noch einen Tick besser klingen, so ist das völlig normal. Das interessiert mich aber bei meinen Gigs nicht, weil in einer typischen Live-Situation diese Unterschiede sowieso nicht mehr hörbar sind.
Das heißt natürlich nicht, dass mir die Soundqualität bei einem Multieffektgerät egal wäre ? ganz im Gegenteil. Auch in einer Livesituation können mangelnde Dynamik oder störende Rauschfahnen am Ende eines Effekts ganz schön nerven.
Aber gerade das GT-1 zeigt jetzt, wie sehr sich die Hardware (vor allem die A/D-Wandler und DSPs) aber auch die Software (die Simulationsalgorithmen) in den letzten Jahren weiterentwickelt haben und wie erschwinglich diese Technik schon geworden ist.

Meine persönlichen Eindrücke vom GT-1 habe ich unten kurz zusammengefasst.

Was mir gut gefällt:
+ soundmäßig für diese Preisklasse sensationell gut
+ sehr leicht und kompakt, scheint trotzdem robust zu sein
+ sehr einfach und intuitiv zu bedienen (auch der Editor/Librarian am PC)
+ die Fußtaster sind gut beleuchtet und schalten zuverlässig
+ die Effekte sind in der Effektkette beliebig verschiebbar (was manchmal Sinn macht)
+ die Möglichkeit mit bis zu 6 zusätzliche ?Assigns? Parameter zu verändern, gestattet die Realisierung zweier völlig unterschiedlicher Sounds in einem Patch
+ das dazu empfohlene Boss-Schaltnetzteil ist sehr gut entstört und es sind gegenüber Batteriebetrieb keine zusätzlichen Tonstörungen zu befürchten

Was meiner Meinung nach noch verbesserungswürdig ist:

Der Expression-Switch des Pedals ist kein Hardwareschalter, sondern wird softwaremäßig durch Abfrage der Pedalstellung ausgelöst, z.B. durch ganz festes Durchdrücken des Pedals. Nachdem das bei meinem Exemplar auch nach mehrfacher Neukalibrierung des Pedals und verschiedenen Schwellwerteinstellungen nicht zufriedenstellend funktionierte (was in diversen Foren auch schon bemängelt wurde), habe ich zwei zusätzliche Fußtaster an die CTRL2/CTL3 ? Buchse angeschlossen. Damit schalte ich jetzt sauber das WAH und den FX2-Block (Tremolo, Chorus, etc.).

Das Display hätte ruhig doppelt so groß ausfallen können. Der Platz dafür auf der Gesamtfläche hätte ausgereicht. Die Patchnamen sind für mich im Stehen gerade noch lesbar.

Das Expression-Pedal ist sehr klein und damit auch der Pedalweg vorne relativ kurz. Damit ist das Spielgefühl nicht mit einem ?vollwertigen? Pedal vergleichbar. Es ist trotzdem live als Volumen und Wah-Pedal brauchbar. Beim Volumen beschränke ich den Bereich sowieso immer zwischen 50% und 100%, damit ich die Lautstärke feiner dosieren kann.

Die Boxensimulationen sind nur bei der Output-Einstellung ?LINE/PHONES? aktiv (vorausgesetzt, das PreAmp-Modul wird überhaupt verwendet). Diese Information ist im Handbuch gut versteckt und das ist auch nicht im PC-Editor sichtbar. Falls man das GT-1 sowohl vor einem Amp als auch über die PA verwenden möchte, wird man aber sowieso verschiedene Soundsets kreieren müssen. Da hätte man die Entscheidung ?Boxensimulation JA oder NEIN? gleich dem Benutzer überlassen sollen.

FAZIT:
Viel Sound für wenig Geld. Auch Profis sollten da nicht von vornherein die Nase rümpfen. Es muss bei einem Klubgig ja nicht unbedingt immer ein Kemper oder Helix mitgeschleppt werden ?
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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Überzeugt auf ganzer Linie
120dBRockNRoll 02.01.2017
Das Boss GT-1 habe ich mir für's Wohnzimmer und für "kleine Gigs" als Alternative zu meinem Kemper gekauft.

Ich spiele seit fast 30 Jahren Gitarre, hatte schon sehr viel Equipment aller Preis- und Qualitätsklassen und würde mich als erfahrenen Semi-Profi bezeichnen.
Ich spiele überwiegend 80er/90er Jahre Heavy- und Thrash Metal, und benötige nicht viele Sounds: im Grunde nur Clean, Rhythmus und Solo.

Zur Einstellung des GT-1 habe ich den Kemper mit meinen bestehenden Sounds als Refeferenz genommen. Dazu habe ich beide Geräte an die (hochwertige) Proberaum-PA angeschlossen und die Sounds des des GT-1 dann nach Gehör so gut wie möglich an die des Kemper angepasst.
Um es kurz zu machen: meine drei Basis-Sounds hatte ich nach zwei Stunden mit der "Boss Tone Studio" App eingestellt.

Allgemeiner Hinweis: extrem wichtig ist die Wahl der korrekten Einstellung des Ausgangs "Output Select", ansonsten wird es äußerst schwierig, einen wirklich guten Sound zu finden. In meinem Fall (Anschluss an eine PA) habe ich "Line/Phones" gewählt.

Für den Rhythmus- und Solo-Sound habe ich die Amp-Simulation "Power Drive" mit dem Speaker Type "Origin" verwendet, ein zusätzlicher Verzerrer war nicht notwendig (so mache ich es auch beim Kemper). Der Sound ist damit trotz relativ hohem Gain sehr transparent und klar definiert, da matscht nichts.
Die Klangregelung der PreAmp-Sektion greift sehr effektiv, damit lässt sich der Sound schonmal gut anpassen. Für den Feinschliff habe ich zum Ende der Effektkette einen parametrischen Equalizer (PEQ) genutzt.
Das Noisegate verrichtet die Arbeit unauffällig, eine gut funktionierende Einstellung ist in wenigen Sekunden gefunden.

Für den Solo-Sound habe ich den Rhythmus-Sound als Basis genommen, im PreAmp Gain deu und die Klangregelung etwas angepasst. Dazu ein dezenter Chorus (Mono), ein dickes Delay (Standard) und etwas Reverb (Hall 1), ein Wah (Fat Wah) optional zuschaltbar... fertig!

Die Amp-Simulation "Clean Twin" fand ich für den Clean-Sound sofort gut geeignet, in kurzer Zeit konnte ich mit der Klangregelung den GT-1 Sound an meinen Kemper-Sound annähern. Ähnlich wie beim Solo-Sound ließ sich mit dem Chorus, Delay und Reverb ein ausgewogener und schöner Clean-Sound einstellen.

Solange man nicht sehr viele verschiedene Sounds benötigt, zwischen diesen häufig und schnell wechseln muss, ist die Bedienung mit den drei (bzw. vier inkl. Exp.Switch) Fußschaltern gut machbar. Während des Umschaltens zwischen zwei Patches gibt es einen sehr kurzen "Aussetzer", das ist aber verkraftban und bei Geräten in dieser Preisklasse muss man damit vermutlich leben.
Das Expression-Pedal ist sehr klein, aber trotztem gut nutzbar. Als sehr praktisch empfinde ich die einstellbare Empfindlichkeit des zusätzlichen Schalters "Exp.Switch".

Die Fußschalter lassen sich mit der "Boss Tone Studio" App je nach Einstellung entweder je Patch oder Global einem oder auch mehreren Effekten bzw. Funktionen zuweisen. Das ist hervorragend und macht die Sache sehr flexibel.
Es gibt zwar die Möglichkeit, einen zusätzlichen Doppel-Fußschalter anzuschließen, aber durch die flexiblen Möglichkeiten ist das zumindest für meine Zwecke nicht nötig.

Das Gehäuse macht einen guten, stabilen Eindruck. Für eine Welttour ist es wahrscheinlich nichts, aber für zu Hause und gelegentliche Einsätze auf der Bühne ist es auf jeden Fall stabil genug.

Fazit: gute bis sehr gute Sounds, einfache Bedienung, flexible Konfiguration... und das für weniger als 200 Euro. Ich bin begeistert und kann das Boss GT-1 für die Nutzung zu Hause uneingeschränkt empfehlen. Für den semi-professionellen Einsatz ist es ebenfalls zu empfehlen, sofern die leichten Einschränkungen durch die wenigen Fußschalter keine Rolle spielen.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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P
Tolles Gerät mit leichten Einschränkungen
Pamphleteer 21.03.2019
Ich habe das GT-1 jetzt schon länger und ingesamt kann man sich mit der Software sehr brauchbare Sounds zusammenbasteln und diese direkt auf PA oder Kopfhörer geben. Das macht Spaß und wurde hier schon ausgiebig renzensiert. Die Anschlags-Dynamik ist gut, aber nicht vergleichbar mit einem richtigen (Röhren-)Amp.

Die Nutzung der Software empfinde ich als unabdingbar, da die Anpassung der Sounds am Gerät selbst schnell zur Geduldsprobe wird. Sehr schön finde ich aber, das man das Gerät via USB auch zur Ausgabe benutzen kann, um z.B. Musik oder Backing Tracks einzuspielen.

Zu- und Abschalten der einzelnen Effekte ist aber gut gelöst. Weniger gut finde ich, dass immer alle 200 Patches belegt werden müssen. Ich fände schöner nur die Patches auf dem Gerät zu haben, die ich wirklich nutze - das stört mein persönliches Ordnungsempfinden, zumal die 100 Presetpatches nicht bearbeitet werden können und somit eigentlich nie benutzt werden und Bearbeitung bedürfen. Ich verwende aus diesem Grund auch kaum die Fußschalter zum Durchschalten der Patches. Hier wäre es viel besser, diese Fußschalter frei belegen zu können.

Die Verarbeitung ist solide und macht Hoffnung auf ein langes Leben. Selbst das Volumepedal lässt sich ganz ordentlich nutzen - Ambient Swells oder Wahs sind also auch kein Problem.

Neuerdings nutze ich das GT-1 aber verstärkt im Einschleifweg eines Roland Blues Cube Artist - vielleicht auch nicht ganz uninteressant.
Ich benutze das Original Bossnetzteil und kann beim Ausschalten aller Einzel-Effekte (also quasi Durchschliff) nur wenig Einbußen des Signals oder Rauschen wahrnehmen.
Schön wäre natürlich, wenn man wie bei den größeren Geräten einen zweiten Effektweg hätte. Wenn man die Zerre des Verstärkers nutzen möchte, muss man sich also fast entscheiden, ob man die Verzerrer bzw. Wah-Wah oder die Zeiteffekte benutzen möchte. Ich benutze das GT-1 also jetzt primär für Delay, Reverb, EQ usw. Man hat eine in diesem Bereich sehr schöne Sammlung an guten Effekten in einem Gerät. Auch hier ist man aber leider etwas eingeschränkt, da man zum Beispiel nicht mehrere Delays oder Reverbs kombinieren kann. Man hat jeweils nur 1 Delay oder Reverb und zwei weitere FX Effekte die man kombinieren kann. In dem FX-Effekten gibt es zwar auch einen eingeschränkten Delay bzw. Reverb, aber nicht in vollem Umfang wie im richtigen Effekt und man muss zum Beispiel dann auf Compressor, EQ o. Ä. verzichten. Mehr schafft der Prozessor womöglich nicht.
Ingesamt bin ich mit dem GT-1 im EFX-Loop aber zufrieden und man kann sich die Anschaffung von mindestens 4 Pedalen sparen. Man hat Freiraum, der ist aber begrenzt. Die Anschaffung habe ich aber bis jetzt nicht bereut.
Bedienung
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Sound
Verarbeitung
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H
Heulsuse hat einen neuen Freund
Hans8862 17.11.2016
Mein Setup:
das GT-1 direkt in den Palmer "Drei". An dem Amp hängt eine 1x12 Box mit Greenback.

Meine Erwartungen:
Brauchbare Brot- und Butter-effekte auf Höhe der Zeit (technisch gesehen), die Standards: Delay, Chorus, Phaser, vielleicht mal ein Reverb. Kann er mit links. Gelegentlich ein Wah und den Looper nehm' ich gerne mit.

Die Presets sind für mich völlig unbrauchbar, macht aber nichts. Zum einen ist das Gerät aufgrund der durchdachten Benutzerführung einfach zu bedienen, zum anderen weiß ich ziemlich genau was ich will/brauche.

Der Hammer:
Ich bin davon ausgegangen, daß mit etwas Glück vielleicht ein Overdrive Effekt dabei ist, der mir brauchbar erscheint (oder auch zwei). Die virtuellen Amps hatte ich im Geist abgehakt, denn ich gehe ja in einen realen Amp.
Nix da!!!!!!!
Die Amp Simulationen sind nämlich das Highlight des Geräts! Sie sind praktisch nebengeräuschfrei (zumindest mit Humbuckern) und klingen zum Großteil verdammt gut: namentlich der Soldano, der Boogie Lead Channel, der Plexi, der EVH 5050, die beiden Rectifier Channels und der Bassman sind klasse, nicht zu vergessen der Matchless. Dabei ist es mir egal, wie nahe die Simulationen den Vorbildern kommen, entscheidend ist, ob sie musikalisch brauchbar sind und das sind sie definitiv.

Wichtig dabei ist allerdings, daß der reale Amp völlig clean ist (sonst klingt's sofort komisch). Der Speaker Parameter sollte auf ORIGIN bleiben, sonst geht der typische Charakter der Simulation verloren. Der reale Amp spielt also nur die Rolle eines (möglichst neutralen) Klang-verstärkers.
Probiert's es aus, Jungs und Mädels ...!

(Aufgrund der Qualität der Amp Sims finde ich es sogar vertretbar, nur das GT-1 zu benutzen, wenn das Geld für einen brauchbaren Röhrenamp fehlt.)

Ach ja - die Hardware:
Vertrauenswürdig, fühlt sich alles gut an.

Zwei kleine Kritikpunkte:
1) Was mir fehlt ist ein Hardware Bypass mit eigenem Schalter.

2) Das eingebaute Stimmgerät ist nicht wirklich genau. Wenn sich also jemand nur auf's Stimmgerät verläßt, kann es sein, daß die Gitarre doch bissel schräg klingt. (Vielleicht gibt's mal einen "Coarse" und "Fine" Modus).

PS.:
meine Les Paul hat den Spitznamen "Heulsuse", deshalb der Titel;)
Bedienung
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