Boss EQ-200 Graphic Eq

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Effektpedal für E-Gitarre und E-Bass

  • Stereo-Equalizer
  • 2x 10 Band EQ - wahlweise parallel, seriell oder stereo
  • Stereo Sound in 32 Bit / 96 kHz Studioqualität
  • 4 Speicherplätze
  • LED Display
  • Regler: 10 Schieberegler 30 Hz-12,8 kHz, Level, Channel, Memory
  • 2 Fußschalter
  • 2x 6,3 mm Klinken-Eingänge (A / Mono B), 2x 6,3 mm Klinken-Ausgänge (A / Mono B), 6,3 mm Klinke Eingang für externe Schalter oder Expression-Pedal, MIDI, USB
  • Stromversorgung mit drei AA-Batterien oder 9 V DC Netzteil (nicht im Lieferumfang enthalten - passendes Netzteil: Art. 409939)
  • Stromaufnahme: 170 mA
  • Abmessungen (B x T x H):101 x 138 x 63 mm
  • Gewicht: 630 g
Erhältlich seit August 2019
Artikelnummer 468043
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22 Kundenbewertungen

W
Klingt gut, aber Vorsicht vor Übersteuerung!
Wernie 10.05.2020
Es gibt zum EQ-200 bereits einige Bewertungen und auch diverse Testberichte, die das Gerät weitgehend positiv einschätzen. Dem kann ich mich grundsätzlich anschließen. Diverse Nachteile sind mir allerdings erst nach einem halben Jahr Benutzung klar geworden. Deshalb warte ich jetzt gespannt auf den neuen EQ von Source Audio.

Der Boss EQ-200 ist ein digitaler Grafik-Stereo EQ mit 10 Frequenzbändern, die man übers Menü in 3 Varianten verändern kann. Außerdem kann man ihn auch als Dual-Mono EQ einsetzen, wenn man sich die Mühe der komplizierteren Einstellung machen will. Mit dem letzten Firmware-Update kann man (zB. per Midi) 128 Presets abrufen. Meistens reichen aber schon die 4 Presets, die man über Tasten abrufen kann. Leider ist das Arbeiten mit den winzigen Schiebern ein Geduldsspiel. Es gibt bisher noch keine Editor-Software, wie bei Source Audio. Das gibt einen Punkt Abzug bei der Bedienung.

Für Gitarristen sind Grafik-EQs eher ungewöhnlich. Man findet sie häufig vor der Endstufe von Beschallungsanlagen, aber selten zwischen Gitarre und Amp oder im Insert eines Verstärkers oder Mischpults. Dort arbeitet man lieber mit parametrischen EQs, die man feinfühlig auf einige wenige kritische Frequenzbereiche abstimmen kann. Man muss aber zur Ehrenrettung des EQ-200 sagen, dass er mit dem Signal von Gitarren und anderen Instrumenten (zB eine Ukulele mit passivem Piezo-Pickups) ziemlich gut umgehen kann und auch gut klingt, aber nur wenn man ihn nicht übersteuert:

Denn was BOSS eingespart hat, ist etwas so Wichtiges wie eine Aussteuerungsanzeige. Dafür gibt es zwei Punkte Abzug bei den Features, weil man nicht vor Übersteuerung gewarnt wird. Die Anleitung verschweigt auch eine Angabe über die Ein- und Ausgangspegel. Auf der Boss-Webseite findet man dann, dass der EQ-200 auf -10dBu ausgelegt ist und bei +7 dBu übersteuert. Das gilt für Eingang und Ausgang und heißt, wenn man ihn mit mehr als -10 dBu anfährt und ein Frequenzband maximal (+15 dB) hochzieht, darf man nicht auch noch den Volume-Fader Nr. 11 hochziehen, sonst verzerrt’s. Ich habe ihn hinter einen BOSS RC-10R Looper geschaltet, um das eingebaute Schlagzeug im Klang zu optimieren. Dabei stellte sich heraus, dass der EQ-200 auch das maximale Ausgangssignal seines Stallgenossen RC-10R nicht verzerrungsfrei verarbeiten kann. Nicht anders sieht es aus, wenn man den EQ-200 hinter einen Synthesizer mit Stereo-Line-Ausgang schaltet. Auch da kommt er leicht an seine Grenzen, wenn man einzelne Frequenzbänder zu weit hochzieht.

Der EQ-200 ist ein Digital-EQ, deshalb hört man so gut wie kein Rauschen. Dafür besitzt er zwangsläufig eine Latenz, die zwar unhörbar gering ist ist (< 0,5ms), aber bei Mischungen für Klangverschlechterung sorgen kann. Ich habe mir den Spaß gemacht, das Signal meiner Gitarre auf zwei Mischpultkanäle zu legen, und zwar einmal direkt und einmal über den EQ-200 als Insert. Mit dem EQ-200 im Bypass-Betrieb klingen beide Kanäle exakt gleich, sodass die Summe der beiden Kanäle lediglich um 3dB lauter wurde. Schaltet man aber den EQ-200 ein (mit allen 11 Fadern in Mittelstellung), klingt das Summensignal plötzlich dumpf und mulmig. Das ist eine Folge davon, dass sich das Direktsignal und das latenzbehaftete EQ-Signal teilweise auslöschen. Beim Vergleich mit einem rein analogen Grafik-EQ (von Dynacord, über 30 Jahre alt) tritt dieser Effekt nicht auf. Das gibt einen Punkt Abzug beim Sound.

Fazit:

Der EQ-200 ist ein recht guter Grafik-EQ, allerdings nur für Instrumente mit niedrigem Pegel wie z.B. Gitarre geeignet. Wegen seiner Latenz und seines niedrigen Arbeitspegels von -10 dBu ist er definitiv KEINE Empfehlung für’s Studio. Schade, dass er keine Aussteuerungsanzeige hat. Eine mehrfarbige LED hätte man gut noch unterbringen können. Ich habe Roland vorgeschlagen, per Firmware-Update das Display als Aussteuerungsanzeige umschaltbar zu machen. Mal sehen, ob Roland die Idee umsetzt. Roland sollte auch darauf achten, dass bei der Fertigung weniger Chemikalienrückstände im Gerät verbleiben. Meines riecht nämlich sehr unangenehm, wenn es warm wird.
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Ma
Sehr zufrieden
Martin aus M&uuml;nchen 23.05.2021
Ich verwende den Equalizer eher unkonventionell beim Üben, um Basslines besser heraushören zu können.
Das heißt ich filtere damit die Musik und senke die restlichen Instrumente ab bis ich den Bass klar hören kann. Sozusagen "filetiere" (bzw. filtere) ich mir den Bass aus der Musik.
Ergebnis: Funktioniert wunderbar.
Was mir gefällt:
- ein kompaktes Gerät und stabil gebaut
- ordentliche, wertige Bedienelemente (im Gegensatz zu meinem Vorredner komme ich mit den Schiebepotis gut zurecht. Ich denke das ist aber individuell verschieden. Ich finde die Größe, die Abstände und den Kraftaufwand / Widerstand der Schieberegler sehr gut abgestimmt - passt irgendwie zu meinen Tatzen).
- Stereo ist für meinen Zweck ein Muss, das hat man bei diesem Gerät im Gegensatz zu vielen anderen EQ's mit drin. Es geht insofern doch nichts über digitale Rechenleistung, die ersetzt hier gleich eine zweite Filterbank mit. Soweit ich es sehen kann ist dies das einzige Gerät in dieser Größe welches Stereo kann.
- beim Spielen sehr einfach und "failsafe" zu bedienen
- das Display leuchtet wirklich hell - der Verlauf der Frequenzabsenkung / -anhebung ist viel besser zu erkennen als die Stellung der einzelnen Schieberegler, gerade in dunklen Räumen ein Plus.
- ich finde den Sound sehr gut, kein Rauschen

Was ich noch besser fände
- eine Pegelanzeige wie von Vorrednern angemerkt oder wenigstens eine Übersteuerungsanzeige. Es ist halt doch blöd wenn man erst hören muss dass man Zuviel des Guten einspeist.
- traumhaft wäre dazu ein Regler für die Eingangsempfindlichkeit, gerade für Signalquellen und Instrumente die ordentlich Pegel liefern.
- ein Netzteil könnte für den Preis einfach dabei sein finde ich. Wer will denn allen Ernstes permanent Batterien wechseln oder befürchten dass das Teil beim Spielen absäuft. Auch von der Ökologie her sind Batterie-Orgien halt nicht der Hit finde ich.
- auch wäre ein Netzschalter wäre m.E. besser als das Einschalten durch das Stecken des Instrumenentenkabels.

Unter dem Strich aber ein durch und durch gelungenes Gerät, Preis und Leistung stimmen.

Ich würde es sofort wieder kaufen wenn ich noch einen EQ benötigte.
Sound
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B
An der richtigen Stelle ein Super Pedal ...
Bastlwastl 26.10.2019
Nach so einem Teil habe ich eine Zeit lang gesucht – EQ-Einstellungen abzuspeichern und bei Bedarf per midi abrufen zu können. Die angebotenen Geräte hatten immer einen Nachteil, dann habe ich aufgegeben. Nun habe ich dieses Teil auf einer Messe entdeckt um zu erfahren dass es schon eine Weile angeboten wird. Umso schöner dass es im Preis deutlich gesunken ist, und ganz ehrlich, beim Originalpreis hätte ich es mir nochmal überlegt.
Den Boss-EQ setze ich ein um einem alten Triamp1 im FX-Weg nochmal die Falten nach zu bügeln, genau dafür scheint es gemacht zu sein. Das was in einem Kanal klanglich nicht so gut kommt kann man nachstellen und über die ohnehin vorhandenen Midifunktion für jeden einzelnen Kanal abrufen. Was mich etwas wehmütig macht ist das es nur 4 Speicherplätze besitzt, falls es technische Gründe hat hätte mann vielleicht auf ein paar Zusatzfuntionen verzichten sollen. Mit einem Trick kann ich allerdings wegen Stereomöglichkeit aber 8 EQ-Einstellungen speichern. Hmm sonst sind die Entwickler nie so geizig ...
Man sollte sich aber bei dieser Methode wissen was man tut, aus einem Marshallkanal kann man mit den Reglern keinen Fenderkanal machen, es geht darum Frequenzen, welche schon da sind etwas mehr zu betonen. Man sollte also schon eine Vorstellung davon haben was der Amp kann und was möglich ist. Mein MK1 klingt jedenfalls besser denn je.
Sound
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M
Ein Glückstreffer!
MangoMango 20.10.2019
Ich war mit meinem Amp immer etwas unzufrieden...ein Röhrentausch brachte zwar Besserung, aber die Basslastigkeit ließ sich einfach nicht in den Griff bekommen. Ich habe deshalb sogar schon andere Amps angetestet. Aber an die Lebendigkeit und Natürlichkeit meines Hotrods Deluxe ist kein einziger Amp herangekommen, den ich ausprobiert hab.

Ich habe zwar nicht daran geglaubt, dass ein EQ recht viel verändern kann, es gibt ja auch die Regler am Amp selber, und da tut sich nicht viel - aber: Wow!!!
Ich habe mir beide Boss EQs schicken lassen..es sind beide gut, aber, die Möglichkeit, Presets abzuspeichern ist natürlich besonders wertvoll, vor allem im Livebereich.. Speziell, wenn man zwischen Verzerrer und Clean Sounds wechselt - es geht nicht nur um die Verbesserung des Sounds, es ist mit dem EQ auch möglich, z. B. ganz unterschiedliche, neue Clean Sounds zu erzeugen, solche, die ich noch nie aus meinem Amp vernommen habe. So cool. Die Basslastigkeit ist übrigens kein Thema mehr!

Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, in einen Equalizer zu investieren, ich denke mit diesem Teil hier kann man sich (aufgrund der Speichermöglichkeiten) vielleicht sogar die eine oder andere Tretmine ersparen, weil man an Grundsounds dazugewinnt. (Zumindest für mich sind verschiedene Klangfarben wichtig.)

Nicht gerade billig, aber ihr werdet sehen, es zahlt sich aus..testen!

Mittlerweile gibt es ja auch einige Videos auf YouTube. Die Hardfacts sind andernorts angeführt, bitte dort nachlesen.

Absolute Kaufempfehlung!

Ich hoffe, das hilft so mancher Musikerkollegin, so manchem Musikerkollegen weiter!
Ich selbst bin erst nach vielen Jahre des Spielens draufgekommen, und wünschte, man hätte mich mal auf das Potenzial eines EQs hingewiesen. Aber: Ende gut, alles gut! 😉
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