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Blackmagic Design ATEM Mini

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Live-Produktionsmischer

  • ideal für Streaming auf YouTube, Skype oder Geschäftspräsentationen
  • USB-Ausgang für Web-Streaming und HDMI Ausgang für Präsentationen vor Ort
  • USB-Ausgang funktioniert wie eine Webcam
  • vier HDMI Eingänge für Video-Quellen wie Videokameras, Computer oder Spielekonsolen
  • integrierter DVE-Prozessor für Bild-in-Bild Effekte und DVE-Übergänge in vollem HD
  • Übergänge in Broadcast-Qualität einschließlich Mix, Dip und Wipe
  • zwei Stereoaudioeingänge zum Anschluss von Tisch- oder Ansteckmikrofonen
  • interner Medienspeicher für 20 RGBA-Grafiken für Titel, Eröffnungstafeln und Logos
  • umfasst einen ATEM Advanced Chroma Keyer für die Arbeit mit Green- oder Bluescreens
  • Audiomixer unterstützt Limiter, Kompressor, 6-Band-Equalizer und mehr
  • Up- und Crosskonverter
  • konvertiert Quellen in 1080p, 1080i und 720 automatisch in die Videonorm des Mischers
  • automatische Re-Synchronisierung an allen HDMI-Eingängen
  • eingebaute Ethernet-Steuerung und SDK ermöglichen die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen
  • Videoeingänge: 4x HDMI (Typ A, 10-bit-HD, umschaltbar, 2 eingebettete Audiokanäle)
  • Videoausgänge: 1x HDMI (Typ A), 1x USB (Typ C 3.1 Gen1)
  • Audioeingänge: 2x 3,5 mm-Stereo-Miniklinke
  • Media Player: 1
  • Abmessungen (B x H x T): 238 x 35 x 104 mm
  • Gewicht: 0,55 kg
  • inkl. Netzteil mit verschiedenen Länderadaptern
  • passendes Case: Art. 492751 (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passendes Inlay: Art. 515202 (nicht im Lieferumfang enthalten)
Streamingfähig über USB Ja
Erhältlich seit März 2020
Artikelnummer 485831
Typ Video Mixer
285 €
315,35 €
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
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Kamera läuft - und Action!

Das kompakte Videomischpult ATEM Mini von Blackmagic Design ermöglicht professionelle Mehrkameraproduktionen in Echtzeit zu einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Bis zu 4 HDMI-Eingänge (z.B. für Digitalkameras, Computer, Spielekonsolen, etc.) und zwei 3,5 mm Audioeingänge ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Videoproduktion. Die Bedienung ist dabei erfreulich intuitiv. Die angeschlossenen Quellen können direkt am Gerät umgeschaltet werden, auch Effekte wie Bild-in-Bild, elegante Übergänge, Croma Keyer (besser bekannt als Green- oder Bluescreenfunktion) oder das Einbinden eigener Grafiken sind möglich. Das Ergebnis wird über die USB C-Schnittstelle an den Computer gesendet, der das ATEM Mini als Webcam erkennt. Ideale Voraussetzungen zum Livestreamen auf YouTube, Facebook und Co. oder für innovative Geschäftspräsentationen mit Skype oder Zoom.

Plug and Play

Egal ob Digitalkamera, Computer, Smart Device, Spielekonsole oder Blueray/DVD-Player – verfügt ein Gerät über einen HDMI-Ausgang, kann es problemlos am ATEM Mini verwendet werden. In puncto Bedienerfreundlichkeit ist dieser Mischer beispielhaft. Schnitte zwischen den angeschlossenen Videoquellen werden über die Eingabetasten 1 bis 4 auf dem Bedienfeld gesetzt. Zur Auswahl stehen harte Cuts und weiche Übergänge mit Effekten. Der Ton folgt wahlweise den selektierten HDMI-Quellen oder wird dauerhaft zugewiesen, zum Beispiel auch den beiden zusätzlichen 3,5 mm-Klinkenanschlüssen für Line- und Mikrofonsignale. Dank des integrierten Encoders muss man sich keine Gedanken um das Videoformat machen. Alle eingehenden Signale werden automatisch zu h.265 / bis zu 1080p und 60fps konvertiert. Wenn es doch immer so einfach wäre.

Mit Livestream zum Erfolg

Ob für virtuelle Tutorials, Konzerte, Musikunterricht, Tanzkurse, Tagungen, Gottesdienste, Webinare oder innovative Geschäftspräsentationen: Die Welt des Livestreamings ist vielseitig und öffnet die Tür zu einem großen Publikum. Wer hier Fuß fassen will, wird an dem kompakten Videomischpult ATEM Mini nur schwer vorbeikommen, denn es bietet einen überzeugenden und zugleich erschwinglichen Einstieg. Auf YouTube, Facebook, Twitch, ZOOM, Skype und ähnlichen Streamingdienste sind mit dem ATEM Mini Präsentationen auf gehobenem Niveau möglich. Darüber hinaus kann der Anwender auch offline profitieren, indem der HDMI-Videoausgang in Verbindung mit einem Beamer genutzt wird, um der Business-Präsentation mehr Glanz zu verleihen.

Über Blackmagic Design

Das 2001 gegründete australische Unternehmen Blackmagic Design ist einer der weltweit führenden Wegbereiter und Hersteller von kreativer Videotechnologie. Bekannt für seine hervorragenden Codecs bietet Blackmagic professionelle Technik zu erschwinglichen Preisen. Das bewies der Hersteller 2002 mit der Veröffentlichung der DeckLink-Capturekarte. Diese ermöglichte das Bearbeiten von unkomprimiertem 10-Bit-Videomaterial auf einem Macintosh OS X-System. Die Produkte der ATEM-Live-Serie sind weltweit in großen Produktionen im Einsatz. Grant Petty, Gründer und CEO der Firma, beschreibt das Leitmotiv seiner Firma selbst in den folgenden Worten: "Blackmagic Design strebt danach, Videos von höchster Qualität für jeden erschwinglich zu machen, sodass Produktions- und Fernsehbranche zu einer wahrhaft kreativen Branche werden kann.“

Mini oder Mini Pro?

Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich und haben doch entscheidende Unterschiede. Wer in Echtzeit live streamen oder Präsentationen halten möchte, ist mit dem ATEM Mini sehr gut beraten und schont den Geldbeutel. Die Pro-Version bietet einige Zusatzfunktionen, deren Relevanz allein von den Bedürfnissen des Anwenders abhängt. Per USB-C Anschluss kann das Video direkt im H.264-Format auf USB-Laufwerke aufgezeichnet werden – über einen Hub sogar auf mehrere Festplattten gleichzeitig oder nacheinander. Vorproduktionen und Backups sind damit ein Kinderspiel. Eine integrierte Hardware-Streaming-Engine ermöglicht das Streamen ohne Computer. Der HDMI-Ausgang kann direkt über das Mischpult gesteuert werden und bietet zusätzlich eine Multiansicht für vier Kameras, Vorschau einzelner Ansichten, hinterlegter Medien sowie den Status von Aufzeichnung, Streaming und Audio.

D
Super Mischer mit einigen Verbesserungspotential (für mein Verständnis)
DeHaBo 31.07.2021
Ich bin hin und her gerissen von dem ATEM MIni (ohne PRO)

Die Lieferung von Thomann war schneller als erwartet und so konnte ich mich auch schon ein paar Tage mit dem Mini beschäftigen.
Gut das es im Netz schon einige Videos gibt, da ich trotz Handbuch schon an der einen oder anderen Stelle bei der Installation nahe der Verzweiflung kam.
So einfach ans LAN anschließen war nicht möglich, da ich erst die Einstellungen für die IP Einstellung nicht gefunden hatte und die "automatische Suche" den MINI nicht gefunden hatte.
Auch interessant ist die Bezeichnung der Software, Man solle sich die neue Software "ATEM Software Control" von der Supportseite laden - dort wird aber nach der Eingabe des Gerätetyps diese nicht angezeigt. Die dortige SW nennt sich "ATEM Switchers 8.x.x Update" - hört sich eigentlich nur nach einem Update-Part einer anderen SW an, ist aber die gesuchte SW "ATEM Software Control".
Auch das für die Einstellung des Gerätes 2 Programme notwendig sind, wird nicht direkt klar. Mit dem "ATEM Setup" werden die IP Adressen, Verhalten beim Drücken der Kanal-Tasten" (ob als Preview oder als CutBus ausgewählt) und die Farbe und Helligkeit eingestellt.
Mit der "Switcher" aka "Software Control" werden beim MINI eine Vielzahl der Funktionen gestartet/vorbereitet.

Pro:
alle angeschalteten Quellen - egal welche Auflösung /FPS wurden bei meiner Konfig erkannt.
hierbei ist eine Panasonic FHD Camcorder als "Haupt-Cam" (vor einem Greenscreen) auf 1, ein TV Signal vom Receiver auf 2, ein PC VideoSignal auf 3 (von der internen Graka via HDMI ausgegeben) und auf 4 eine GoProHero6 in FHD angeschaltet.
Alle Signale werden direkt erkannt - einzig das TV Signal muss nach dem Start des ATEM angeschaltet werden, da es sonst nicht gefunden wird.
Auch die Ausgangsauflösung ist einstellbar.

Habe es nach viel Mühe geschafft, das Signal von Port1 vor die anderen Quellen zu schalten. Da die direkten PiP Tasten nur das Bild 1:1 auf die andere Quelle legen, ohne dass dabei die Greenscreen "Durchschein"-Effekte funktionieren, habe ich mir die "Flying Key" Funktion so belegt, dass FlyKey das überlagerte Bild mit dem Durchscheineffekt verkleinert in die Ecke A oder B oder im Vollbild mittig legt.
Also eigentlich ok.

Makros gehen recht einfach zu programmieren, nur die Sachen anklicken die hintereinander getätigt werden sollen - speichern fertig

Die Konfiguration /Start-Konfig kann gespeichert oder geladen werden,.....

aber:

Cons:
Wenn ich in den MediaPool meine 20 Bilder eingeladen habe, kann ich diese auch recht schnell abrufen/ändern
Jedoch gehen diese Bilder beim Netzstecker ziehen verloren.

Auch gehen die festgelegten Positionen "A" und "B" bei den Flying Key" Definitionen verloren - hier musste ich mir über ein Makro helfen, welches nach einem Neustart die Position und Größe auf A bzw B neu abgespeichert.

Angemerkt sei auch noch, dass der MINI recht warm wird, wenn er mit relativ wenig HDMI Kabeln verbunden ist. Beim Einrichten wurde er recht heiß, im Betrieb allerdings mit 4 HDMI-Kabeln hat sich dies deutlich verbessert.

Nach dem ich nun verschiedene Suchbegriffe im BMD Forum versucht hatte, habe ich auch eine Antwort auf die Frage nach "speichert die Bilder nicht " gefunden - geht nicht mit dem MINI
geht erst ab Mini PRO

Auch wenn es mir echt leid tut, ich werde daher den MINI wieder zurücksenden und etwas sparen müssen, damit ich mir den PRO zulegen kann.
Ich habe keine Lust das Gerät 24/7 durchlaufen zu lassen oder immer die Bilder nachladen oder die Konfig neu erstellen zu müssen.
Das Backup speichert leider nicht alles (siehe A/B )

Dies ist alles meine persönliche Erfahrung und Meinung.
Sicherlich kann es auch sein, dass der Fehler vor der Tastatur sitzt :)

Daher 4/5 Gesamt - kann durchaus sein, dass es viele User gibt, denen das Speichern egal ist - dann ist es 1a ....

Ich werde nun noch etwas sparen und dann auf einen Pro wechseln ... vielleicht habe ich ja auch Glück und gewinne einen Gutschein :)

VG Dirk
Bild/Sound
Verarbeitung
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W
Idealer Einstieg in den Live-Videoschnitt und bei dem Preis ohne Alternativen
Wernie 30.03.2021
Um in meinem kleinen Videostudio zwischen 2 oder 3 HDMI-Quellen umzuschalten, habe ich mir bisher mit billigen Videoswitchern aus dem Consumerbereich beholfen. Diese können zwar meistens 4K, machen aber oft keinen sauberem Schnitt und sogar eine kurze Pause beim Umschalten. Man kann zwar hinterher editieren, aber beim live streamen stört die Unterbrechung.

Der ATEM Mini bietet hingegen zum relativ kleinen Preis einen vollwertigen 4 fach HDMI Videoswitcher und - Mischer für Auflösungen bis 1080p60. An allen 4 Eingängen sitzen Formatkonverter, die unterschiedliche Eingangssignale in das Projektformat konvertieren können. 4K-Signale kann der ATEM aber definitiv weder konvertieren noch verarbeiten. Das Projektformat kann man in weiten Grenzen bis 1080p60 vorgeben.

Mit den beleuchteten Drucktasten am Gerät kann man beliebige Cuts und Überblendungen zwischen jeweils 2 Signalen machen, Bild im Bild oder nach Schwarz überblenden. Mithilfe der Software kann man auch 2 Videos beliebig überlagern (mischen) und zahlreiche weitere Funktionen wie Makros etc verwenden. Mit Tricks ist auch MIDI Steuerung möglich. Und außerdem lässt sich der ATEM aus der Regie heraus per Ethernet fernsteuern, und zwar von mehreren Computern gleichzeitig!

Aufnehmen und Streamen kann der ATEM Mini nicht selbständig, das bleibt der Pro-Version vorbehalten. Der Mini braucht dafür einen Laptop mit USB3.0-Schnittstelle, der ihn als Standard-UVC-Webcam erkennt. Das klappte problemlos mit meinem Mac (Intel oder Apple Silicon). Das Aufnahmeformat ist H264, das schafft sogar mein Intel-MacBook Pro von 2012 problemlos.

Mithilfe des eingebauten Medienmanagers kann man ein Standbild einblenden, Greenscreen, Logos oder Texte einblenden (Keying), wobei die dafür notwendigen Bilddateien leider nach jedem Einschalten neu reingeladen werden müssen, das Gerät hat keinen permanenten Medienspeicher.

Der Mini hat 2 Stereo-Analogeingänge im 3,5 mm Format, die alle Pegel von MIC bis Line verarbeiten. Der Hammer ist aber das eingebaute digitale Mischpult, mit dem per Software sämtliche 6 Audiosignale (2x Analog und 4x HDMI) abgemischt werden können, und zwar mit 6-Band EQ und Dynamik (Compressor, Limiter, Expander). Außerdem kann man damit das Audiosignal um bis zu 8 Frames verzögern. Man braucht also im Grunde kein externes Mischpult mehr!

Audio-seitig gibt es 2 bittere Pillen:

1. Es gibt keinen Analogausgang zum Abhören. Ich habe mir mit einem billigen HDMI-Splitter beholfen, der einen Cynch-Analog-Ausgang hat. Alternativ geht auch ein HDMI-Monitor mit Analogausgang (zB Blackmagic Video Assist siehe unten).

2. Wenn der Ton direkt aus der Kamera kommt, ist er in der Regel synchron mit dem Bild. Wenn er hingegen analog eingespeist wird, kommt er zeitlich diverse Frames vor dem Bild, das die Kamera über HDMI liefert. Das eingebaute Delay des Mixers reicht leider nicht immer aus, um das zu kompensieren. Das kann bei Livestreams stören.

Das Meiste von diesen Kunststückchen kann der Atem Mini auch ohne Computer, er merkt sich alle Einstellungen auch des Mixers (nur leider nicht die reingeladenen Bilder). Fürs Streamen und Aufnehmen verwende ich auf dem Mac OSB bzw. QuickTime. Das funktioniert alles wunderbar. Probleme gab es allerdings mit dem neuen M1 MacBook. Zwar ist die neueste ATEM Software 8.6 mit M1 kompatibel, aber nach dem Update lief bei mir der ATEM nimmer richtig mit meinem alten Intel-MacBook. Hoffe das Problem wird bald behoben von Blackmagic, gemeldet habe ich es.

Der ATEM Mini kann wie gesagt im Gegensatz zum Pro nicht selbst Aufnehmen. Anstelle eines Computers kann man dafür auch den Blackmagic Video Assist 3G verwenden. Das ist ein kleiner Videomonitor mit Aufnahmefunktion auf SSD oder SD-Card. Diese Kombination ist zwar teurer als der ATEM Mini Pro, dafür bekommt man zusätzlich einen Bildschirm.

Fazit: Der ATEM Mini ist der ideale Einstieg in den Live-Videoschnitt und kann mit einem Mac oder PC vieles, was seine teureren Geschwister alleine schaffen. Das ist aber in vielen Fällen kein großer Nachteil. Daher fünf Punkte trotz einiger Schwächen (siehe oben). Ob es sehr bald auch eine 4K-Version gibt, ist fraglich, weil sich bei 4K alle Rechenoperationen vervierfachen und der Prozessor des Mini schon jetzt ziemlich ins Schwitzen kommt. Übrigens hat der Mini einen Lüfter, der bei mir nur sehr selten mal kurz anlief, dann aber gut hörbar.
Bild/Sound
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c
Kleiner Videomischer für alle Fälle mit Technik der Profi-Mischer
canier 03.05.2020
Erstmal ein großer Dank an Thomann, die das Teil trotz extrem langer Lieferzeiten sensationell schnell geliefert haben.

Verwendung

Ich setze das Gerät für die Vorproduktion oder zum direkten Livestreaming von Online-Gottesdiensten ein. Angeschlossen werden drei Camcorder bzw. DSLM und ein PC. Ton kommt vom Digitalmixer über einen der Klinkeneingänge. Über den USB-Port wird das Signal in Open Broadcaster Studio (OBS) unter Windows 10 übernommen und gestreamt oder aufgezeichnet.

Übersichtlichkeit

Wer Blackmagic-Mischer kennt, wird sich innerhalb von Sekunden komplett zurechtfinden. Für Neulinge ist die Einrichtung an manchen Stellen zu Beginn möglicherweise etwas schwierig (z.B. empfehle ich den Mischer im Programm/Vorschau Modus zu betreiben, um mehr Flexibilität zu haben. Standardmäßig ist er aber als A/B Umschalter konfiguriert. Diese Einstellung muss erst über die Software im ATEM Setup umgestellt und gespeichert werden)

Das Pult ist klar strukturiert. Die Tasten auf dem Pult haben einen angenehmen Druckpunkt und können auch nicht ausversehen gedrückt werden. Durch die Tastenbeleuchtung sieht man innerhalb von Sekunden den aktuellen Status und die wichtigsten Einstellungen. Die HDMI- und Klinkenstecker sind gut verankert und haben den ersten Monat Nutzung sehr gut überstanden.

Die Software ist extrem umfangreich, aber nach kurzer Einarbeitungszeit findet man sich hier gut zurecht. Besonders hervorzuheben ist hier wie bei den teuren Bildmischern von Blackmagic der Mediaplayer, der mit bis zu 20 Standbildern bestückt werden kann, die detaillierten Keyer und Bild-in-Bild Einstellungen und die Funktion wiederkehrende Arbeitsschritte mit Makros zu automatisieren. gerade im 1-Mann-Livebetrieb sehr hilfreich. Ebenfalls in der Software ist der komplette Fairlight-Audiomischer und die Kamerasteuerung für kompatible Blackmagic-Kameras versteckt.

Vor- und Nachteile

+ kleines und leises Pult in gewohnter Baclakmagic-Qualität OHNE Hitzeproblem
+ Scaler und Frame-Synchronizer sind sehr tolerant auch für schlechte Eingangssignale
+ akzeptiert jede FullHD-Quelle, die ich angesteckt habe (Billig-Camcorder, DSLR, DSLM, PC, Mac..)
+ der Keyer arbeitet sehr präzise und entstammt meiner Erfahrung nach direkt aus den größeren Puklten (im Direktvergleich waren keine Unterschiede oder Artefakte erkennbar, insbesondere bei Rändern und Übergängen)
+ Kann nach vorheriger Konfiguration auch von nicht versierten Leuten bedient werden
+ Einstellungen und MediaPlayer-Inhalte können als Presets (xml) gespeichert werden. Außerdem kann auch ein spezieller Start Status festgelegt werden, in dem das Pult startet (sehr praktisch für gleiche Produktionen)
+ Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar

- nur ein Downstreamkeyer ist einer zu wenig. Ein zweiter DSK wäre schön gewesen. (z.B. dauerhaft Logo einblenden und mit dem 2. DSK Bauchbinden einblenden)
- kein Multiview. Ist aber bei kleinen Produktionen handlebar, indem man den HDMI.Ausgang auf Vorschau umschaltet. Somit hat man auf dem Ausgang die Vorschau (nächster Schnitt) und auf dem PC das Programmbild (on Air). Das reicht für die meisten Anwendungen
- die interne Videoverarbeitung braucht viele Milisekunden länger als bei den größeren Pulten, je nach Eingangsquellen können das bis zu 3 Frames (120ms) sein. Deshalb ist unbedingt eine Verzögerung des Audiosignales im Mixer oder dann in der Streamingsoftware notwendig
- manche wichtigen Einstellungen können nur über die Software vorgenommen werden (Keyer, Bild in Bild, MediaPlayer)
- Der Scaler bekommt Probleme, sobald die Signale eine geringere Auflösung als 1080px haben. 576px oder 720px Signale konnte ich über HDMI nicht bildfüllend einbinden
- 4K Signale werden nicht herunterskaliert, sondern nicht erkannt (getestet mit Sony DSLM)
- noch ein hochwertiges USB-C Kabel für die Verbindung zum PC als Zubehör hätte noch in die Kiste gepasst und hätte die Preiskalkulation sicherlich nicht über den Haufen geworfen

Fazit

Mit dem Gerät kann man fast alles bewerkstelligen. Mit etwas Kreativität und Know-how kann man auch die Schwächen vom ATEM Mini gut in den Griff bekommen und hochwertige audiovisuelle Produktionen im semi-professionellen Bereich durchführen. Wenn man Out-of-the-Box mit einem Gerät livestreamen will und nicht unbedingt einen PC zum streamen verwenden will, dnn ist das ATEM Mini Pro eher das richtige. Bei beiden Geräten ist meiner Meinung nach ein Laptop mit der ATEm Software unbedingt erforderlich, da sich manche Einstellungen nur dort und nicht auf dem Hardwarepult finden.
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SP
Eigentlich ein tolles Gerät
Stefan P aus BI 14.05.2021
Wer mit den eingebauten Funktionen HDMI umschalten möchte ist sicher gut bedient. Aber wenn man wirklich auf Präsentationen, oder als Einzelperson damit auf Sendung gehen will, sollte man sich das gut überlegen. Und da letzteres mein Einsatzgebiet wäre, schicke ich es leider etwas enttäuscht zurück.
Zuerst, es gibt eine wirklich falsche Werbeaussage:
"interner Medienspeicher für 20 RGBA-Grafiken für Titel, Eröffnungstafeln und Logos" Das wäre ein Feature, das ich bei Präsentationen bräuchte, dann könnte ich gewisse Grafiken einblenden. Geht aber nicht. Vielmehr muss man die Software installieren, während der Präsentation (in der Software) recht kompliziert die Bilder wechseln und dann quasi an das Gerät senden. Am Gerät kann man nichts auswählen und nichts speichern. Wenn überhaupt, würde 1 Bild gespeichert und wäre anwählbar, bis man den Stecker abzieht. Dann ist auch das weg.
Und wer sich z.B. Bild im Bild mit Größe, Position, Schatten und Rand in der Software gut konfiguriert hat, wird auf dem Gerät dafür keinen Knopf finden, geschweige denn beim nächsten Start davon irgendwas anwählen können. Auch die Software speichert nur lokal. Wer im Büro einen PC hat und unterwegs mit Laptop arbeitet, wird sich gut organisieren müssen...
Also, man braucht die Software, denn viele Einstellungen und Features gehen nur da. Das ist aber ein Widerspruch, wenn man die beworbene Zielgruppe ist. Denn dann überträgt man seinen Bildschirm zum Präsentieren, der dann auch noch Geräte-Verwaltung macht und ggf. die Videokonferenz zeigt.
Übrigens die Software heißt beim Download "ATEM Switchers" und wird dann aber als "Atem Software Control" bezeichnet, umfasst 1,4 GB, was nicht unbedingt jedem Laptop, bzw. Tablet-Gerät gut tut, und der Installationspfad ist nicht auswählbar, also C:\
Dann gibt es 2 Programme, "Atem Setup" und "Atem Software Control". In beiden Programmen gibt es insgesamt 3 Möglichkeiten der "Einstellungen" mit verschiedenen Möglichkeiten. Die Oberflöche zeigt einerseits schöne leuchtende Knöpfe, die dann nur mit max. 4 Buchstaben zu beschriften sind, andererseits verstecken sich wichtige Konfigurationen in Akkordeonmenüs, bei denen man ziemlich scrollt, und letztlich gibt es oben in einem "alten" Windows Menü wichtige Einstellungen wie den Output. Damit stellt man vieles ein, was z.B. beim Downtreamkey am Gerät nicht zu schalten ist, z.B. Einblendungen per Downstreamkey.
Man hat übrigens immer den Eindruck, echt nur das kleinste aller Geräte gekauft zu haben, vieles ist ausgegraut...
Das kann man alles lernen und bedienen, aber wehe, wenn man nicht jeden Winkel gut verstanden hat. Im Sende/Präsentations-Betrieb immer sehr gefährlich so was...
Nochmal: ein tolles Gerät, die verbaute Hardware macht einen guten Eindruck und hat bei mir 3 Kameras und 1 Mikro tadellos zusammen gemixt. Die Bedienungsanleitung ist eigentlich 1a und verstrickt sich dann trotzdem in ständigen Verzweigungen zu anderen Modellen und für die Software braucht man eine weitere Anleitung.
Was man wissen muss: die Software ist eigentlich zwingend notwendig. Für Leute, die sich nur um die Videoproduktion kümmern, kann das OK sein. Wer selbst der oder die einzige ist und übertragen will: leider nicht zu empfehlen.
Bild/Sound
Verarbeitung
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