Black Corporation Xerxes

8-stimmiger Analogsynthesizer

  • zwei DCOs pro Stimme mit Dreieck, Sägezahn, Rechteck und Pulse
  • einstellbare Pulseweite
  • zuschaltbarer Ringmodulator
  • einstellbarer Oszillator-Drift
  • Rauschgenerator
  • analoger Multimode-Filter (Tiefpass, Bandpass, Hochpass)
  • zwei ADSR-Hüllkurven
  • zwei synchronisierbare LFOs mit 6 Wellenformen und zuweisbaren Modulationszielen
  • zuschaltbarer analoger BBD-Chorus
  • vollständige MIDI-Steuerung und Verarbeitung von polyphonem Aftertouch und MPE
  • 1408 Preset Speicherplätze
  • OLED-Display
  • USB-Port
  • MIDI In, Out & Thru
  • Stereo Audio-Ausgang: 2x 6,3 mm Klinke
  • Abmessungen: 483 x 178 mm (19" / 4 HE)
  • inkl. externem Netzteil
Erhältlich seit März 2020
Artikelnummer 488402
Verkaufseinheit 1 Stück
Bauweise 19", 4 HE
Anzahl der Stimmen 8
Tonerzeugung Analog
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out, 1x Thru
Speichermedium Intern
USB Anschluss Ja
Effekte Nein
Arpeggiator Nein
Anzahl der analogen Ausgänge 1
Digitalausgang Nein
Display Ja
Optionale Erweiterungen keine
Besonderheiten keine
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4.199 €
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Hommage an einen analogen Klassiker

Der achtstimmige analoge Desktop-Synthesizer Xerxes ist inspiriert durch den zwischen 1983 und 1987 produzierten Elka Synthex, der heute zu den Klassikern im Bereich der polyphonen Synthesizer gezählt wird und unter anderem durch seine Sync-Sounds und seine breiten Flächen populär wurde – zu hören beispielsweise bei Jean-Michel Jarre. Im Unterschied zum Original fällt der programmierbare, tastaturlose Xerxes explizit kompakt und monotimbral aus. Die Klangerzeugung ist durchaus vergleichbar und offeriert pro Stimme zwei DCOs und ein Multimodefilter, einen VCA sowie je zwei Hüllkurven und LFOs. Auch der klangprägende analoge Choruseffekt fehlt nicht. Als modernes Instrument punktet Xerxes mit MIDI-Kompatibilität, Anschlagsdynamik, polyphonem Aftertouch und sogar MPE. Die übersichtliche Bedienoberfläche bietet diverse Regler und Schalter, die einen direkten Zugriff auf die Klangformung gestatten.

Analoger Polysynth mit Multimodefilter

Die achtstimmige Klangerzeugung des Xerxes bietet zwei DCOs mit vier Standardwellenformen einschließlich modulierbarer Pulsbreite, die um Oszillator-Sync, Cross-Modulation, Puls-Amplituden-Modulation, Ringmodulation und Rauschen komplettiert werden. Das Filter basiert auf dem AS3320, einem Remake des Curtis CEM3320, und bietet alternativ einen Tiefpass mit 24 dB/Okt-Flankensteilheit, zwei Bandpass-Betriebsarten (6 und 12 dB/Okt.) sowie einen 12-dB-Hochpass. Auf den chipbasierten VCA folgt in der Summe der dreifach schaltbare BBD-Chorus. Filter und VCA verfügen über skalierbare ADSR-Hüllkurven. Hinzu kommen zwei LFOs mit sechs Wellenformen, Sync und Delay-Parameter. Auch Portamento- und Unisono-Funktionen bietet Xerxes. Gegenüber dem Original wurde der Synthesizer durch den zweiten LFO, die Implementation von Anschlagsdynamik, Aftertouch und MPE erweitert.

Spielerisch erfahrbarer Charakterkopf

Xerxes liefert jede Menge charakterstarke Analogklänge. Neben wunderbaren Flächen und charakteristischen Sync-Sounds punktet der Synthesizer auch im Bereich der Bässe und der synthetischen Bläser. Die Hüllkurven agieren schnell genug für knackige und perkussive Klänge. Im Unterschied zu vielen analogen Klassikern erreicht man über das gut klingende Multimodefilter in den Bandpass- und Hochpassmodi eigenständige Klänge, die auch andere Frequenzbereiche in den Fokus stellen. Die Resonanz ist dabei fein abstimmbar und reicht bis zur Selbstoszillation. Auch der analoge Chorus ist ein klarer Mehrwert und sorgt über die doppelte Pulsbreitenmodulation und einen regelbaren Drift-Parameter für zusätzliche Klangfülle. Die Klangfindung erfolgt über die großzügig ausgestattete Bedienoberfläche intuitiv und spielerisch – was Xerxes gleichermaßen für den Einsatz im Sound-Design, den Studioeinsatz und die Bühne prädestiniert.

Über Black Corporation

Bei der 2017 in Tokio durch den Entwickler Roman Filippov und dem heutigen Geschäftsführer Bob Akber gegründeten Firma Black Corporation handelt es sich um einen jungen japanischen Hersteller, der auf die Fertigung polyphoner Synthesizer mit klassischer Inspiration im Rack- und Desktop-Format spezialisiert ist. Die Geräte verstehen sich nicht als Kopien der Originale, sondern greifen wesentliche Elemente der Klangerzeugung bestimmter Klassiker heraus und nutzen diese für die Konstruktion eines modernen speicherbaren und MIDI-fähigen Instruments, der den Geist der inzwischen raren Originale in sich tragen soll. Gleichzeitig implementiert der Hersteller auch stets MPE-Funktionen, die noch über polyphonen Aftertouch hinausgehen. Die Produktion der Instrumente findet überwiegend in Japan und den USA statt.

Kompakter Analogsynthesizer mit Vollausstattung

Dank zahlreicher Regler und Schalter ist der Zugriff auf die Klangerzeugung in Xerxes jederzeit zielgerichtet möglich, ohne dafür auf das Display zugreifen zu müssen. Mit Xerxes wird die Klangformung zum Teil des musikalischen Ausdrucks, ganz wie es sich für einen Synthesizer gehört. Hinzu kommen relevante Spielhilfen, die dem Elka Synthex fehlten: Anschlagsdynamik, polyphoner Aftertouch und MPE, mit denen sich dem Instrument über eine passende Klaviatur eine vortreffliche Expressivität verleihen lässt. Das gleichermaßen kompakte und leichte Desktop-Format erlaubt es, Xerxes auch in kleineren Studios und als ergänzenden Klangerzeuger auf der Bühne zu nutzen. Dabei entpuppt sich der Synthesizer als interessante Ergänzung zu seinen polyphonen Mitbewerbern.

Im Detail erklärt: Curtis CEM3320 Filter

Der Curtis-Filterbaustein CEM3320 findet sich analogen Klassikern wie dem Oberheim OB-Xa/OB-8 und Prophet 5 Rev. 3, wo er jeweils als reiner Tiefpass agiert. Elka entlockte dem gleichen Baustein im Synthex durch eine clevere Beschaltung jedoch gleich vier Filtermodi. Und das gilt im Xerxes auch für das eingesetzte Chip-Remake AS3320. Während der Tiefpass zurecht in seiner Rolle als effizientester Filtertyp dominiert, lassen sich über Band- und Hochpässe interessante Klangalternativen generieren, die nicht nur ergiebig sind, sondern auch oftmals eine perfekte Ergänzung zu konventionellen gefilterten Klängen darstellen.

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