Behringer X Air XR16

16-Kanal Digitalmixer

  • fernsteuerbar über integrierten Router mit Wi-Fi und Ethernet
  • 4 integrierte Effekt-Prozessoren
  • 100 Band Analyzer
  • Abmessungen: 333 x 149 x 140 mm
  • Gewicht: 3,0 kg
  • inkl. Rackmounts
  • Apps für iOS, Android und weitere Software kostenlos verfügbar
  • passende Tasche: Gator G-Mixerbag-1306 - Art. 379654 (nicht im Lieferumfang enthalten)

Anschlüsse:

  • 8 Mic/Line XLR/Klinke Combo-Eingänge
  • 8 Line-Eingänge über 6.3 mm Klinke
  • XLR Main-Out
  • 4 AUX/Monitor Ausgänge
  • Stereo Kopfhörer-Ausgang
  • MIDI Ein- und Ausgang

Weitere Infos

Busse 4
Physikalische Eingänge 16
Kanalzahl max. 16
DCA Ja
Externer Kartenslot Nein
Touch Screen Nein
Offline Editing Ja
Absetzbare Stagebox Nein
Externes Netzteil Nein
Havarienetzteil Nein
19" Rackformat Ja
Eingebauter Audio Player Ja
86 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.5 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
59 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Das kleine Wunderkistchen, oder nie mehr FOH vom Klo aus

Jürgen747, 19.06.2015
Also es geht um das mittlere Gschwisterchen von XR12 und XR18.
Eigentlich ist eher der größere Bruder vom XR12.
Die Daten sind identisch mit denen vom XR12, es sind eben 8 Mikrofoneingänge und 8 Lineeingänge vorhanden.
5 Mic. Eingänge waren mit etwas zu knapp, deshalb habe ich auf das XR16 gewartet.

Das XR18 ist schon etwas umfangreicher ausgestattet.(USB, Ultranet)
Damit liegt es schon nahe beim X32 Rack, das aber einiges größer vom Gehäuse daherkommt.
Man sollte sich als genau überlegen was man braucht.

Das Killer Argument für die XRs ist, daß sie praktisch keinen Platz benötigen. Wenn Ihr eure Kabel kürzt passt es noch mit in die Kabelkiste.
Für alle Kneipen-, Geburtstags-, Brunch-, Hochzeits- und sonstnochwas Gigs bei denen man kein Mischpult aufstellen will, kann oder darf.
Das XR irgendwo auf den Boden und die Stecker rein. -Fertig-
Absolut genial. Dem Kumpel ein Tablet in die Hand gedrückt und schon stimmt der Sound.
Damit erfährt man nicht erst kurz vor dem dritten Set, daß man den Sänger hinten nicht versteht und dafür der Bass ohne Ende wummert.
Mal kurz seinen eigenen Monitorsound tunen ist auch kein Problem, da auch mehrere Geräte gleichzeitig steuern können.

Eigentlich stellt sich nur die Frage, wie viele Eingange mit Mic-Verstärker brauche ich. Damit kann man sich das richtige XR raussuchen.
Wenn man das Drumset nicht komplett abnimmt, reicht das XR16 eigentlich schon für eine komplette Band.
2 Main und 4 Monitorausgänge sollten für den üblichen Kleingig ausreichen.
Die Entscheidung iOS oder Android ist Geschmacksache. Win und Linux geht auch.(oder alles gleichzeitig)
Jeder sollte sich im klaren sein, daß die Dinger keinerlei Bedienungselemente haben. (ausser Kopfhörerlautstärke)
Die Bedienung steht und fällt damit mit der Software. Die Software kann sich aber jeder vorher runterladen und auch ohne Gerät ausprobieren.

Die Achillesferse ist die WLAN-Anbindung. Die sollte nicht wackelig sein.
Die XRs haben WLAN und LAN eingebaut. WLAN kann als Client oder Accesspoint fungieren.
Womit wir beim größten Schwachpunkt der Blechkiste sind. Beim WLAN Modul bzw. den Lizenzen wurde leider gespart. Es gibt nur 2.4Ghz und kein 5Ghz.
Und was eigentlich nur Kopfschütteln auslöst, als AP kann das Modul nur WEP Verschlüsselung.
Als Client gehen die heute üblichen Verschlüsselungen.

Allgemein sollte man sich die 2.4Ghz Situation vorher überlegen. Wenn Ihr schon 4 (Line6) 2.4Ghz Funkstrecken in Betrieb habt und die Location auch noch mitten im WLAN-Sumpf absäuft, könnte es kritisch werden.
Sorgt für eine gute WLAN Verbindung. Sucht einen wenig belasteten Kanal raus. Testet vorher mal in der hintersten Ecke.
Bei schlechter Verbindung gehen die Kommandos zwar meist noch durch, ein Scene Up- oder Download geht dann aber sehr langsam bis schief.
Dies führt bei schwierigen Lagen dazu, daß Ihr wieder einen eigenen AP einsetzen müsst. Schade.

Das Gehäuse ist aus Blech und macht einen stabilen Eindruck. Die Seiten links und rechts sind mit gummiartigen Seitenteilen ausgeführt.
Steht gut, rutscht nicht, rappelt nicht. Ich glaube man könnte jemanden damit totschlagen.
Die Antenne ist so ein üblicher WLAN Stummel, damit einfach ersetzbar.
Die Buchsen scheinen ok. Die Mic Eingänge sind Combobuchsen, haben aber keine Verriegelung.
Die Eingänge 15 und 16 sind Hi-Z.
Zu der MIDI Geschichte kann ich nichts sagen.
Mit der USB-A Buchsen kann man auf einen Stick 2 Spuren aufnehmen. Welche das sein sollen kann man auswählen. Vorsicht, vor den Netzstecker ziehen, die Aufnahme abschließen. Sonst isse weg.

Ich würde das Ding als Spar-X32 in Schukartongröße bezeichnen.
Weniger Kanäle, weniger Busse, weniger Outs, weniger Routing. (Achtung keine Matrix) Damit ist es auch viel einfacher bedienbar.
Aber den vollen Channelstrip für alle Kanäle.
4 Effekt Slots. Der Appetit kommt zwar mit dem Essen, aber überlegt mal was Ihr sonst so bei einem Kleingig an Effekten dabeihabt. Warscheinlich gar nichts ausser dem mischpultinternen ein Knopf Teil.
Kein Vergleich.

Fazit:
Testet erst mal die Softwares. Wenn Euch das nicht liegt, lasst es.
Ihr solltet ein WLAN konfigurieren können.

Ich schleppe für alle kleineren Sachen kein Mischpult mehr rum.

Mein bester Kauf seit dem X32.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Vertrauenssache

KontraBoss, 22.10.2017
Ich habe mich vor dem Kauf gefühlt unendlich lange mit SoundCraft und Behringer beschäftigt. Pro- und Contra rausgefiltert und dann eigentlich nur wegen der App zum Behringer gegriffen. Hätte auch SoundCraft werden können... warum bin ich zufrieden?

Ursprünglich gekauft, um mein eigenes Trio in Pubs abzumischen, mische ich mit dem Gerät größere Bands ab. Natürlich ist man limitiert, denn das XR16 heißt ja nicht, dass es 16 XLR-Eingänge hat sondern nur 8 plus 8 Klinkeneingänge. Das reicht aber völlig aus für meine Zwecke. Wer größere Bands mischen möchte, muss sich das XR32 kaufen, das halt ein "wenig" umfangreicher und teurer ist.

Das oft kritisierte anfällige WLAN-Netz des Behringers empfinde ich so nicht als Problem. Bislang ist noch die die Verbindung abgerissen. Liegt wohl auch an dem Umstand, dass ich den Mixer nur in Kneipen und Bars bediene, die nicht über eine Kapazität von >1000 Gästen verfügt.

Ich muss aber eines ganz klar sagen:
es gibt horrende Unterschiede in der Bedienung des Mixers mit einem Laptop (MacBook Air), einem iPad (egal welche Generation - die sind alle gleich) und einem Android-System.
Von den mobilen Tablets her ist das iPad das non-plus-ultra, da es über die meisten Einstellungsmöglichkeiten verfügt und eigentlich ganz nach an den Bedienumfang des Laptops herankommt. Android-Tablets haben leider einen wesentlich geringeren Umfang und eignen sich aus meiner Erfahrung her nur für das Abmischen der Monitore. Beim XR16 können die Musiker bei vorhandenem Monitoring den eigenen Mix zusammenstellen. Oder der Tontechniker stellt das ein - wie man halt will.

Mit Laptop hat man alle Funktionen des Mixers am Display und kann sehr übersichtlich navigieren. Mit dem iPad geht das auch sehr gut, allerdings kann man da keine Updates an den Mixer schicken bzw. dauert das Beschriften der Kanäle etwas länger (weil umständlicher).

Vor dem Kauf daher eher nachdenken: welches Tablet bzw. Laptop hat man und will man verwenden. Bei Androids würde ich eher zum Soundcraft raten, denn da gibt es kein App sondern man arbeitet via Browser. Mit allen Nachteilen...

Bin voll zufrieden und speichere mir die Einstellungen meines Trios bzw. der anderen Bands je neuer Location ab, sodass ich bei einem Folgeauftritt im gleichen Saal jederzeit wieder auf die alten Einstellungen zurückgreifen kann.
Mit dem XR16 macht man nichts falsch. In Verbindung mit iPad oder Laptop.
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