Behringer Model D

Analog Desktop-Synthesizer mit klassischem Aufbau

  • analoger Signalweg (VCO-Mixer-VCF-VCA)
  • 3 VCOs mit 5 Wellenformen
  • 24 dB Ladder-Filter mit Resonanz
  • Hochpass / Tiefpass Modi
  • analoger LFO mit Rechteck / Dreieck Wellenformen
  • monophone Klangerzeugung mit Polychain-Möglichkeit für bis zu 16 Stimmen
  • Rauschgenerator
  • Overdrive-Schaltung
  • semi-modular mit 13 Patch-Punkten
  • 49 Kontrollelemente für direkten Zugriff
  • kann als vollständige Eurorack-Synthesizerstimme verwendet werden (Breite: 70 TE)
  • 3,5 mm Audioeingang zur Klangbearbeitung externer Quellen
  • 2 Line-Ausgänge (6,3 mm) mit unterschiedlichen Pegeln
  • 3,5 mm Kopfhörer-Ausgang
  • MIDI In/Thru und USB-MIDI
  • Abmessungen: 90 x 374 x 136 mm
  • Gewicht: 1,7 kg
  • inkl. Netzteil (12 VDC, 1000 mA)
  • passende Koffer: Art. 480288 und Art. 483012 (beide nicht im Lieferumfang enthalten)

Weitere Infos

Bauweise Desktop
Anzahl der Stimmen 1
Tonerzeugung Analog, Synthese
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Thru
Speichermedium Keine
USB Anschluss Ja
Effekte Nein
Arpeggiator Nein
Anzahl der analogen Ausgänge 2
Digitalausgang Nein
Display Nein

Die Wiederbelebung des größten Analogklassikers

Der Synth-Klassiker „Minimoog“ von Moog prägte in den 70er-Jahren die generelle Struktur von Synthesizern und etablierte Klangkategorien wie Synth-Bass und Leadsound. Behringers Model D ist eine modernisierte, kompakte und preiswerte Anlehnung an diesen Wegbereiter. Hier finden sich alle Elemente des Originals, wie die drei VCOs mit je fünf Wellenformen, das berühmte 24-dB-Tiefpassfilter nach der Kaskadenschaltung sowie ein Mixer mit Schaltern, Noise-Generator und ADS-Hüllkurven. Dem fügt Model D nun noch einige sinnvolle Funktionen hinzu. So kann das Filter auch als Hochpass genutzt werden und es gibt einen separaten LFO. Darüber hinaus sind 13 Patch-Punkte für eine Anbindung an modulare Geräte vorhanden. Via MIDI lassen sich bis zu 16 Einheiten verketten (Polychain), um die Synthesizer dann polyphon spielen zu können. Davon konnte man zu Zeiten des originalen Minimoogs nur träumen.

Monophoner Analogsynthesizer mit semimodularer Anbindung

Model D kann entweder mit seinem pultförmigen Gehäuse als Desktop-Synthesizer aufgestellt werden oder aus dem Gehäuse entnommen und in ein Eurorack-Modularsystem eingebaut werden. Als monophoner Synthesizer entwickelt er mit seinen drei VCOs einen sehr kräftigen Grundklang. Die VCOs können für Schwebungen leicht gegeneinander verstimmt werden, aber auch mit bis zu fünf einstellbaren Oktavlagen beliebige, sogar extreme Intervalle erzeugen. Das 24-dB-Filter hat mit seiner markanten Resonanz einen großen Anteil am Sound und kann bei Selbstoszillation sogar als Klangerzeuger, etwa für analoge Percussions oder SFX, genutzt werden. Mit seiner Ausstattung ist Model D wie sein Vorbild für äußerst kräftige Bässe und durchsetzungsfähige Leadsounds prädestiniert. Doch über die Patch-Punkte lässt sich sein Potenzial zur Ansteuerung von externen Modulationsquellen und Stepsequenzern noch deutlich erweitern.

Kompaktes Modul für jedes Setup

Als monophoner Synthesizer ist auch das Model D immer nur Teil eines Setups, sei es im Studio oder auf der Bühne. Mit seiner kompakten Bauweise findet es jedoch überall Platz. Im Studio kann der Synthesizer von einer DAW aus via USB/MIDI angesteuert werden oder von einem normalen Masterkeyboard auch über die herkömmliche DIN-MIDI-Buchse. Die analogen CV/Gate-Anschlüsse lassen sich sowohl im Desktopgehäuse als auch beim Rack-Einbau uneingeschränkt nutzen. Ein Synthesizer wie das Model D ist besonders für Musiker geeignet, die während des Spielens in die Klanggestaltung eingreifen wollen. Sowohl während des einhändigen Spielens eines Keyboards als auch bei der Ansteuerung durch einen Sequenzer lebt der Sound gerade erst durch das intuitive Drehen an den Reglern so richtig auf.

Über Behringer

Das in Deutschland von Uli Behringer gegründete und heute in China ansässige Unternehmen steht seit dem ersten Produkt, dem Studio Exciter F, für preiswertes Equipment. Mischpulte, wie das Eurodesk MX8000, sowie unzählige Signalprozessoren und später auch Beschallungsequipment ermöglichten es unzähligen Musikern auch bei begrenztem Budget ihre Heimstudios, Übungsräume und mobilen PAs mit Equipment auszurüsten, das sonst nicht erschwinglich war. Die Produktpalette von Behringer wuchs über die Jahre ständig weiter. Durch die Übernahme weiterer Firmen, u.a. Midas, Klark Teknik und TC Electronic, kamen nicht nur neue Produktgruppen hinzu, sondern es floss auch deren technisches Know How in die Produktentwicklung mit ein.

Spezialist für mächtige Sounds

Der Minimoog war von Anfang an die erste Adresse für donnernde Synthbässe, cremige Leads, knackige Sequenzerfiguren und Synth-FX. Er ist in Rock, Funk, klassischer Elektronik, modernem R&B, G-Funk oder Pop gleichermaßen verbreitet, wird nach wie vor geschätzt und macht in Retro-Tracks eine ebenso gute Figur wie in aktuellen Produktionen. Die Kombination der drei VCOs mit dem stilprägenden Filter erzeugt wirklich druckvolle Bässe. Gleichermaßen sind die VCOs, mit Portamento gespielt, perfekt für weiche, eingängige Leadsounds. Und ein externer Sequenzer bzw. Arpeggiator ist ein dankbarer Abnehmer, wenn er beispielsweise die zackigen Hüllkurven triggert, die ihrerseits das resonierende Filter steuern. Die Klänge dieses Synthesizers sind weder an eine Ära noch einen Stil gebunden, doch sie verleihen mit ihrer unverkennbaren Präsenz einem Song all die positiven Aspekte, die man analogen Synthesizern zuspricht.

Im Detail erklärt: Polychain

Wenn kleinere Synthesizer nur eine begrenzte Anzahl an Stimmen erzeugen können, ist die Verkettung mehrerer Geräte eine Möglichkeit, die Polyphonie zu erhöhen bzw. wie in diesem Fall überhaupt erst eine Mehrstimmigkeit zu erzielen. Dafür ist die Implementation einer sogenannten Polychain-Funktion Voraussetzung. Die Geräte werden dafür via MIDI in Reihe geschaltet. Beim Eintreffen von MIDI-Noten werden die Noten, die die Stimmanzahl des ersten Gerätes übersteigen, an das nachfolgende weitergeleitet. Dieser Vorgang kann so oft wiederholt werden, bis die gesamte Gerätekette ausgelastet ist. So kann das eigentlich monophone Model D auch mehrstimmige Flächen erzeugen. Dafür muss bei allen Geräten natürlich der gleiche Sound eingestellt sein. Es ist aber auch möglich, mit unterschiedlichen Sounds in der Polychain zu experimentieren.

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4.8 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
lets go!
helli187, 02.05.2021
sound - top, extrem fett

bedienung - top

verarbeitung - leider nur 4 sterne da er leicht wippt, kann natürlich aufgekeilt werden

alles in allem um diesen preis unschlagbar, klare empfehlung
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Volksmoog
Eibensang, 05.01.2019
Was soll man noch sagen? Sound und Bedienkonzept des berühmtesten Monoquietschers aller Zeiten für weniger als ein Zehntel des Preises. Einen Schönheitspreis kriegt der freche Kleinklon von mir nicht, aber die Ergonomie ist ganz die meine: das Panel noch gut bedienbar und das Gerät rucksacktauglich. Den Original-Minimoog hätte ich mir nie gekauft - auch dann nicht, wenn ich ihn mir hätte leisten können (und so geht es sicher vielen, die sich für Behringers Model D entschieden), zumal ich das Instrument eh nur im Studio brauche (und nicht live, wo das größere und bequemer bedienbare Original von Moog sicher mehr hermacht - nicht nur als Vorzeigemöbel). Mir aber taugt das Ding als kleines Expanderchen am besten.

Genial die MIDI-Thru-Buchse: so konnte ich das Teil bequem in mein Setup integrieren, ohne einen neuen MIDI-Verteiler anschaffen zu müssen (denn der vorhandene ist schon voll bestückt).

Soundspeicher vermisse ich nicht wirklich, ich schraube gern direkt am Gerät. (Die gelungene Soundeinstellung lässt sich - wenngleich nicht so ideal wie bei Arturia-Panels - fotografieren.) Nur MIDI-Controller wären noch ein schöner Luxus gewesen (wenn die Knöpfe und Regler MIDI-Daten senden und empfangen könnten). Aber angesichts des Kampfpreises kann ich auch das nicht ernsthaft bemeckern. Nicht bei diesem wunderbaren Sound in dieser umwerfenden Qualität! Jetzt kann ihn jede*r haben... was ich nur begrüßen kann.
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Gesamt
Boom - Minimoog Sound für kein Geld!
Astrozombie, 08.02.2021
Wahnsinn, fetter, warmer Minimoog Sound für wenig Geld! Brachial fett und gute Editierbarkeit. Man muss fast aufpassen, dass der Boog im Mix nicht alles wegwalzt! :-) Für Nörgler: Speicherplätze wären schön und die Plastikkippschalter haben eine naja Haptik.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Toller Synthesizer Sound!
pulverfass, 27.04.2021
Der Klang ist der absolute Hammer, die Knöpfe fühlen sich hochwertig an. Das einzige was stört, ist das man es etwas schwierig tunen kann.
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