Behringer Kobol Expander

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  • Semi-modularer duophoner Analogsynthesizer
  • Nachbildung des Kobol Expander der 70er Jahre
  • semi-modularer Aufbau erlaubt Zugrif auf alle Bausteine der Klangerzeugung über 31 Buchsen (3,5 mm Klinke)
  • analoger Signalweg (VCO-VCF-VCA)
  • zwei Oszillatoren mit 7 Wellenformen, Oszillator-Synchronisation und Pulsweitenmodulation
  • Tiefpass-Filter mit Resonanz (24dB/Okt.)
  • LFO mit 2 wählbaren Wellenformen (Dreieck, Rechteck) und mehreren Modulationszielen
  • 2 Hüllkurven, je mit Regler für Attack, Decay und Sustain
  • Noise-Generator
  • Poly-Chain Funktion zum Verbinden von bis zu 16 Geräten
  • externer Audio Eingang zum Anschluss externer Klangquellen
  • Lautstärkeregler
  • kann als vollständige Eurorack-Synthesizerstimme verwendet werden (Breite: 80 TE)
  • Abmessungen (B x T x H): 424 x 136 x 97 mm
  • Gewicht: 1.5 kg
  • inkl. Netzteil (12V DC2, 1.0A)

Anschlüsse:

  • 1 Audio Ausgang: 6,3 mm Klinke
  • 1 Audio Ausgang: 3,5 mm Klinke
  • 1 Kopfhörer-Ausgang: 3,5 mm Klinke
  • 1 MIDI-In/Thru: 5-Pol DIN
  • USB-MIDI
  • 1 USB-Anschluss: Typ-B
Erhältlich seit Dezember 2023
Artikelnummer 571630
Verkaufseinheit 1 Stück
Bauweise Desktop
Anzahl der Stimmen 2
Tonerzeugung Analog
Speichermedium Keine
USB Anschluss Ja
Effekte Nein
Arpeggiator Nein
Anzahl der analogen Ausgänge 3
Digitalausgang Nein
Display Nein
Optionale Erweiterungen keine
Besonderheiten Eurorack kompatibel
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199 €
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in Expander

Eigenwillig + selten

Mit dem Kobol Expander hat Behringer den gleichnamigen französischen Analogsynthesizer von RSF wiederbelebt. Seinerzeit wurden lediglich ca. 800 Stück davon produziert, weshalb der Monosynth im 19"-Rack-Formart nicht sehr bekannt wurde. Heute sind die Originale begehrte Sammlerobjekte und tauchen auf dem Gebrauchtmarkt nur sehr selten und zu horrenden Preisen auf. Der analoge Synthesizer, der aufgrund einiger Besonderheiten ein größeres Potential als viele seiner damaligen Mitbewerber hat, zeichnet sich durch seine Flexibilität und guten Klang aus. Und mit seinem semi-modularen Konzept, das Steuereingänge für fast alle Funktionen bereitstellt, kann der Expander hervorragend mit anderen analogen Synthesizern, Sequenzern und Modularsystemen kombiniert werden. Tatsächlich lässt sich das Gerät auch aus seinem Gehäuse herausnehmen und in einen Eurorack-Rahmen einsetzen.

Über dem Standard

Der Behringer Kobol Expander ist kein normaler 2-VCO-Synthesizer, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. Bei den Oszillatoren besteht die Besonderheit, zwischen sieben Wellenformen stufenlos überblenden zu können. Der gesamten Tuning-Bereich (10Hz - 10kHz) lässt sich ohne Oktavumschaltung mit einem Regler komplett durchfahren, was sich speziell bei Effektsounds gut einsetzen lässt. Außerdem gibt es eine Sync-Funktion und beide VCOs haben je einen eigenen, modulierbaren VCA. Das 24dB-Tiefpassfilter packt kräftig zu und kann von mehreren Quellen gleichzeitig moduliert werden. Audio- und Steuersignale lassen sich mit einem Voltage Processor bearbeiten. Neben den CV-Eingängen für die Parameter sind auch Ein- und Ausgänge für Audiosignale vorhanden, sodass z.B. Effektgeräte zwischen VCO und VCF eingebunden oder externe Klangquellen eingespeist werden können, wodurch sich das Klangspektrum spürbar erweitert.

Behringer Kobol Expander Frontseite mit Bedienelementen

Wenn man mehr will

Ein Synthesizer wie der Behringer Kobol Expander kann wesentlich mehr als nur Bässe und Leadsounds erzeugen. Seine kleinen Besonderheiten entfalten sich beim Experimentieren mit den Patch-Möglichkeiten. Sowohl die Funktionserweiterung mit zusätzlichen Modulationsquellen, als auch das Einbinden von weiteren Audiosignalen sind hier effektiv, da der Signalweg an unterschiedlichen Stellen erweitert werden kann. Wenn man einen Monosynth benötigt, der im Studio immer wieder andere Aufgaben souverän erledigen soll, bietet sich der Behringer Kobol Expander mit seinen Features und seinem überzeugenden Sound an, insbesondere wenn man ihn mit der passenden Peripherie ergänzt.

Behringer Kobol Expander Rückseite mit Anschlüssen
Behringer Logo

Über Behringer

Das in Deutschland von Uli Behringer gegründete und heute in China ansässige Unternehmen steht seit dem ersten Produkt, dem Studio Exciter F, für preiswertes Equipment. Mischpulte, wie das Eurodesk MX8000, sowie unzählige Signalprozessoren und später auch Beschallungsequipment ermöglichten es unzähligen Musikern auch bei begrenztem Budget ihre Heimstudios, Übungsräume und mobilen PAs mit Equipment auszurüsten, das sonst nicht erschwinglich war. Die Produktpalette von Behringer wuchs über die Jahre ständig weiter. Durch die Übernahme weiterer Firmen, u.a. Midas, Klark Teknik und TC Electronic, kamen nicht nur neue Produktgruppen hinzu, sondern es floss auch deren technisches Know How in die Produktentwicklung mit ein.

Flexibles Werkzeug

Der Behringer Kobol Expander bietet mehrere Wege, seinen grundsätzlich runden Klang für charaktervolle und durchsetzungsfähige Sounds mehr in Richtung "gritty" zu treiben. Der Voltage Processor kann u.a. für die Oszillatoren als Mixer mit leichtem Overdrive genutzt werden. Über die Patch-Verbindungen ist eine einfache FM zwischen den VCOs möglich, wobei man wählen kann, ob beide Oszillatoren oder nur der Carrier anschließend ins Filter gelangen. Über die separaten VCAs ist eine Amplitudenmodulation von Tremolo bis in den Audiobereich möglich. Diese mit nur wenigen Patch-Verbindungen zu realisierenden Klänge können in Kombination mit Oszillator-Sync und Filter-FM noch vielfältigere Sounds erzeugen. Es ist sinnvoll, hiervon einzelne Klänge als Percussion und Effekte aufzuzeichnen, um sie mit einer DAW bzw. einem Sampler als Extra-Sounds für einen Track einzusetzen.

36 Kundenbewertungen

4.8 / 5

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Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

27 Rezensionen

A
Er kam, um Bildungslücken zu schließen
Aljen 11.12.2023
Offen gestanden sagte mir bis vor einigen Monaten der Name „Kobol“ gar nichts. Ich kannte nur Kobalt und Kobolde… das als bekennender Synthesizer-Afficionado. Sofern ich weiß, ging es vielen Gleichgesinnten so. Da lässt ausgerechnet Behringer etwas nachbauen, das nicht gerade aller Clubs dunkles Objekt der Begierde ist, sondern maximal einen Bekanntheitsgrad vergleichbar mit dem eines Bernard Szajner (französische Elektronik-Legende, einer der prominentesten Nutzer des Kobol) erreicht.

Den Namen Szajner habe ich im Übrigen auch erst in dem Behringer-Kobol-Zusammenhang kennengelernt. So lernt man.

Nun zu dem Behrobol selbst. Dass auf „jetzt bestellbar“ monatelanges Warten auf die Lieferung folgt, daran hat man sich inzwischen gewohnt – mit oder ohne Ost-Vergangenheit. Nun steht das Teil in der langen Moog-Wanne plötzlich da, und mach mal was draus. Zum Glück kam die Lieferung pünktlich vor dem Wochenende und es war sowieso Schietwetter… Ab in die Nerdburg damit.

Der erste Eindruck: herrje, das Stabilste an der Kiste ist der typische Behringer-Hochglanzkarton drumherum. Das Gerät selbst vermittelt den Eindruck eines, nun ja, Synthesizers für unter 200 Euro. In diesem Zusammenhang stimmt natürlich alles: das Gehäuse aus Spielzeugblech, die schon beim Angucken wackelnden Potis und Schiebeschalter. Was kann man schon für diesen brutal niedrigen Preis erwarten, für den es anderswo gerade mal ein Software-Plug-in gibt. Verrückte Zeit.

Dem Synth liegt eine übliche Wandwarze bei, außerdem zwei kurze Patchkabel. Die sind auch nötig, denn sonst kann der unbedarfte User einige Features nicht nutzen. Ohne Patchen tut etwa der Rauschgenerator gar nix und der Attenuator ist unerreichbar. Ach ja, MIDI ist, anders als im Original, auch on Board, sogar per DIN-Buchse zugänglich und nicht per „rate mal, ob’s geht“ TRS: Bravo! Hm. Schon eigen, diese Kiste.

So eigen klingt der Kobol auch. Spricht man bei so manchem Synthesizer vom „einzigen Sweetspot“, drängt sich bei dem Kobol eher „Weirdspot“ auf. Egal was man macht, das Ding klingt einfach nur schräg. Im allerpositiven Sinne wohlgemerkt! Schon ohne Patches gibt es im Handumdrehen ziemlich irre Klänge. Das liegt zum Teil wohl daran, dass viele Komponenten anders als sonst gewohnt getrimmt sind: der LFO geht sofort freudig zur Sache und macht aus jedem Tastenanschlag plötzlich lustige Rhythmen, ganz ohne Sequencer; dafür brauchen etwa die Regler der beiden Envelopes mehr als den halben Weg, eh sich die Einstellung überhaupt bemerkbar mag – anfangs dachte ich schon, die wären kaputt. So steckt der Kobol voller Überraschungen; da sind die viel gelobten „morphenden“ VCOs noch die geringste davon.

Der Spaß geht dann beim Patchen richtig weiter. Schon autark gibt sich der Kobol voller Freude den wildesten Patchkabel-Bondage-Attacken hin. Es kommt fast schon ein Eurorack-Feeling auf, was auch die wackelige Bauweise nun doch erklären mag.

Wer jetzt etwas wie Eurorack stehen hat, der hat nun länger was zu tun, denn natürlich werden damit die Möglichkeiten endlos. Oder so ähnlich; ich habe jedenfalls dem Kobol noch keine Klänge in Richtung soft, cloudy oder Ambient entlocken können. Vielleicht ist es nicht dafür gemacht. Oder es liegt an mir.

Die dem Original entnommene Grafik der Frontplatte beseitigt die noch verbliebenen Klarheiten erfolgreich. Man muss schon sehr genau hingucken, um die angedeuteten Signalflüsse zu erkennen und ihnen zu folgen. Fast schon so übersichtlich wie ein ÖPNV-Netztdiagramm einer völlig fremden Stadt in Schwarz-weiß, zudem in einer fremden Sprache. Das ist aber auch einer der Besonderheiten dieses „sehr speziellen“ Synthesizers – anscheinend auch schon des mir nicht bekannten Originals.

Alles in allem: mein erster Synthesizer von Behringer war die Wartezeit definitiv wert. Es steckt jede Menge Potenzial in der kleinen Kiste, die weniger für Brot-Und-Butter-Leads oder Basses, mehr für die Klangforschungsinstitute (und solche, die es werden wollen) gemacht ist. Das bedeutet nicht, dass Kobol nicht auch einfach kann; doch das Interessante ist ihm viel einfacher zu entlocken.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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Aa
Andreas aus Ü. 21.01.2024
Der Behringer Kobol Expander präsentiert sich im etablierten Desktop-Format, das Nutzer von anderen Synthesizern der Serie, wie dem Pro-1 oder K2, bereits kennen und schätzen. Dies bedeutet, dass der Kobol Expander ebenso kompakt ist wie seine Pendants.
Der Behringer Kobol Expander zeichnet sich durch zwei spannungssteuerbare Oszillatoren (VCOs) aus, die verschiedene Schwingungsformen bieten, darunter die klassischen Dreieck-, Sägezahn- und Pulse-Wellenformen. Diese Wellenformen können nahtlos ineinander übergeblendet werden. Besonders interessant ist die Möglichkeit, die Pulsbreite im maximalen Rechtsanschlag durch einen LFO oder eine Hüllkurve zu modulieren, ohne dafür den dedizierten CV-Eingang zu beanspruchen. Sobald dieser CV-Eingang jedoch genutzt wird, steht der gesamte Morphbereich der VCOs zur Verfügung.

An dieser Stelle wird deutlich, dass zusätzliche Abschwächer oder Multiples wünschenswert wären, denn der interne Voltage Processor stößt bei komplexeren Patches schnell an seine Grenzen. Dies ist jedoch kein gravierendes Problem, da Abschwächer und Multiples im Eurorack-Bereich preisgünstig erhältlich sind und eine logische Erweiterung für den Kobol Expander darstellen.
Der 24dB Tiefpassfilter ist für die weitere Klangformung zuständig. Dieses Filter zeichnet sich durch seine kraftvolle Wirkung aus und behält, im Vergleich zu klassischen Moog-Filtern, auch bei steigender Resonanz eine gute Basssubstanz bei. Klanglich erinnert es an den Pro-1, allerdings mit einer tendenziell pfeifenden und etwas schmutzigeren Resonanz.

Der Kobol Expander ermöglicht auch bei starker Resonanz eine Selbstoszillation, sodass saubere Sinusleads über einen breiten Tastaturumfang spielbar sind. In Kombination mit den Modulationen der VCOs lassen sich interessante FM-Effekt-Sounds erzeugen.

Der Kobol verfügt über einen LFO mit Puls- und Dreieck-Wellenformen, die über einen Kippschalter ausgewählt werden können. Dieser LFO erreicht Frequenzen im hörbaren Bereich und ist daher ideal für Effektsounds oder vokalähnliche Klänge.
Mein Fazit:
Sensationelles Preis-Leitungsverhältnis und gute Verarbeitung. Geiler Sound und die vielen Möglichkeiten machen einfach Spaß!
Bedienung
Features
Sound
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M
Der frische Franzose
Marco99999 17.12.2023
Eigentlich habe ich bereits genug Kisten hier rumstehen, aber ja bei dem Preis, scheiß drauf dachte ich mir! Kobol hatte ich nicht gekannt. 199 Öcken ist auch schon mal so ein Preis bei dem man wirklich nicht meckern kann! Dazu gibt es überall Ein und Ausgänge für die einfache Einbindung weiterer Module aus deinem Modular System oder innerhalb des Kobols.... Entdecke die Möglichkeiten. Den Sound zu beschreiben ist nicht so einfach ohne ihn einfach mal gehört zu haben, da hilft aber Youtube besser als meine Textzeilen. Denn Buchstaben machen keine Musik, aber im groben und ganzen kann man sagen, die Kiste klingt fett, grob und ungehobelt, und das lässt sich bei Bedarf auch alles ausdünnen. Depeche Mode Freunde können damit in der Coverband ne gute Figur hinlegen! Ich habe den unbeliebten Akai Wolf als midi keyboard dran gemacht und natürlich musste der Audio out in den Kobol mit rein..... Die ehemalige Gurke bekommt im Kobol ordentlich den Scheitel frisch durchgekämmt! Und so kam es, aus Scheise wurde Gold! 😲Ja der Kobol ist schon ein Alchemist, und er hat noch eine Menge mehr Tricks drauf. Aber ich bin eher der Musikmacher und Produzent anstatt der ewige Kopfkurbler, deshalb sag ich euch, der Kobol lässt sich musikalisch in sehr vielen Musikstilen zielsicher einsetzen! Er bleibt also in jedem Fall hier!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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T
Traumhaft
Tryst 14.12.2023
Ein gelungener Wurf. Der Signalweg ist auf dem Gerät selbst bis ins Detail beschrieben. Eine Bedienungsanleitung erübrigt sich. Alle Patchpunkte sind logisch oben und unten angeordnet. Übersichtlicher geht es eigentlich nicht mehr. Klanglich gesehen ist es ein kleiner Fetzer. Angesteuert habe ich den Kobol über Sequenzer (Midi und CV/Gate?. Mit einem Korg SQ-1 konnte ich den Kobol sogar zweistimmig spielen (2x CV, 1x Gate) . Besser geht eigentlich nicht mehr. Der Preis hält sich in Grenzen.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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