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Arturia MicroFreak

Hybrid Synthesizer

  • 25 Tasten Touch-Keyboard
  • anschlagsdynamisch mit polyphonem Aftertouch
  • digitaler Oszillator mit Syntheseverfahren wie Karplus Strong, Harmonic OSC, Superwave und Texturer
  • analoger State Variable Filter (-12 dB/Okt.) mit wählbarer Tiefpass-, Bandpass- und Hochpass-Charakteristik
  • LFO mit 6 Schwingungsformen
  • 2 Hüllkurven-Generatoren
  • Modulationsmatrix mit 5 Quellen und 7 Zielen
  • Arpeggiator
  • Stepsequenzer mit 4 Automationsspuren und Zufallsparametern
  • Paraphonic Modus
  • OLED Display
  • Mono Line-Ausgang: 6,3 mm Klinke (symmetrisch)
  • CV / Gate / Pressure Ausgänge: 3.5 mm Klinke
  • Clock In / Out: 3.5 mm Klinke
  • MIDI In / Out: 3.5 mm TRS Klinke
  • USB Port
  • Abmessungen: 311 x 233 x 55 mm
  • Gewicht: 1,02 kg
  • inkl. 12V DC Netzteil
  • passende Tasche: Art. 485323 (nicht im Lieferumfang enthalten)
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Soundbeispiele

 
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Weitere Infos

Anzahl der Tasten 25
Anschlagdynamik Ja
Aftertouch Ja
Keyboard Split Nein
Modulation Wheel Nein
Anzahl der Stimmen 1
Tonerzeugung Digital-Analog Hybrid
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out
Speichermedium Intern
USB Anschluss Ja
Effekte 0
Arpeggiator Ja
Anzahl der analogen Ausgänge 1
Digitalausgang Nein
Display Ja

Le freak, c'est chic!

Wer außergewöhnliche Synthesizer liebt, muss den Arturia Microfreak einfach erleben. In diesem kompakten Hybridsynthesizer steckt ein digitaler Oszillator mit verschiedenen Syntheseverfahren. Diese einzigartige Klangquelle ist mit einem analogen Multimode-Filter und flexiblen Modulationsmöglichkeiten kombiniert. Einzigartig sind auch die druckempfindliche, kapazitive Touch-Tastatur, die besondere Modulationsmöglichkeiten beim Spielen bietet, sowie der polyphone Stepsequenzer mit Parameteraufzeichnung. Das Ergebnis sind unkonventionelle und charakterstarke Sounds, die jedem Track eine individuelle Note geben. Ein kleiner Giftzwerg für Experimentierfreudige!

Ein Oszillator wie kein anderer

Das Herzstück des vierstimmig paraphonischen Arturia Microfreak ist sein digitaler Oszillator, der 12 verschiedene Syntheseverfahren beherrscht. Darunter sind Standard-Wellenformen, Wavetable-Synthese und FM, aber auch seltene und außergewöhnliche Verfahren wie Karplus-Strong-Synthese, Granular-Formant-Oszillator und Modal-Resonator. Das garantiert eine beeindruckende Klangvielfalt, die dadurch noch vergrößert wird, dass der Oszillatortyp moduliert werden kann. Überhaupt wird die Modulation beim Microfreak groß geschrieben: Über eine flexible Matrix lassen sich Modulationsquellen und -ziele frei miteinander verbinden. Zudem verfügt der Sequenzer über vier Spuren für Modulationsdaten, sodass Reglerbewegungen aufgezeichnet und wiedergegeben werden können.

Get your Freak on!

Der Arturia Microfreak ist ein Tipp für alle Synthesizer-Freaks, die gern mit außergewöhnlichen Syntheseverfahren und einzigartigen Klängen experimentieren. Mit seinen vielen verschiedenen Arten der Klangerzeugung sind Klänge möglich, die man den meisten anderen Synthesizern nicht entlocken kann. Wer seiner Musik eine ganz besondere Note geben möchte, ist beim Arturia Microfreak also genau richtig. Und dank der vielen Bedienelemente des Microfreak lässt sich diese Klangvielfalt leicht erforschen, ohne dass man in Menüs abtauchen muss. Während andere Synthesizer mit einer so komplexen Klangerzeugung oft kompliziert zu bedienen sind, lädt der Microfreak zum spontanen Experimentieren ein.

Über Arturia

Die Erfolgsgeschichte von Arturia begann mit Software-Emulationen bekannter Analogsynthesizer wie Moog Minimoog, Sequential Prophet-5 und Oberheim SEM. Noch immer nehmen die Softwareinstrumente der V-Collection einen wichtigen Platz im Produktportfolio des französischen Herstellers ein. Schrittweise erweiterte Arturia das Angebot später um Hardwaregeräte wie Synthesizer, Controller-Keyboards und Sequenzer. So ist der einstige Softwarehersteller auch in der Welt der analogen Synthesizer zu einer festen Größe geworden.

Ein Muss für experimentierfreudige Klangtüftler

Der kompakte Arturia Microfreak lässt sich in jedes Setup problemlos integrieren. Er verfügt über USB- und MIDI-Schnittstellen, über die er nicht nur mit einer DAW-Software, sondern beispielsweise auch mit einem externen Sequenzer wie dem Arturia Keystep verbunden werden kann. Darüber hinaus ist er mit seinen CV/Gate-Outputs und Clock-Ein- und Ausgängen eine tolle Ergänzung zu einem analogen Modularsystem. Und auch auf der Bühne macht er mit seiner ungewöhnlichen Touch-Tastatur und seinem druckvollen Sound mächtig Eindruck. Ein mutiger Synthesizer für Experimentierfreudige, die auf der Suche nach neuen Sounds und Ausdrucksmöglichkeiten sind.

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171 Kundenbewertungen
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  • 2
  • 1
4.7 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Ich habe den Heiland gesehen!
Martin276, 19.11.2020
Ich übertreibe nicht: Dies-ist-der-bes-te-Synth-al-ler-Zei-ten!!!!
Nur zur Info, um wenigstens ansatzweise meine Urteilsfähigkeit einordnen zu können, hier mein Equipment der letzten 40 Jahre: Alle Korg MS, Yamaha CS 5 + 30, DX2II, DX21, Roland SH 2000 + SH5, Arp Odyssey, Oberheim Matrix, Oberheim SEM, Minimoog x2, Moog Voyager, Moog OldShool, alle späteren monophonen China/USA Moogs, Steiner/Parker Synthacon, Hammond M100, Korg Odyssey, Moog Grandmother, Dotcom Modularsystem, Formant2000 System, Korg Monologue, Miniloge, Microkorg, Korg Tiny Piano und weiterer Kleinkram.
Der MicroFreak schickt sie alle, vor allem, was das Preis/Leistungsverhältnis angeht, in die Wüste. Das Ding ist unglaublich vielseitig. Die Anleitung sollte man sich unbedingt ausdrucken. OHNE DIE ANLEITUNG KÖNNT IHR DER KISTE NICHT UNTER DIE HAUBE GUCKEN! Die Tastatur ist absolut grottig zu spielen, macht aber nichts. Der Arpeggiator ist, vor allem mit der Spice-Funktion, einmalig - gleiches gilt für den Sequenzer. Ich sitze jetzt seit Tagen nur an dieser kleinen Kiste und komme von einem Erregungszustand in den nächsten. Ein gutes Hall- und ein Echogerät sind hilfreich, um die Entstehung des Klanges seit dem Urknall komplett durchzuspielen. Ohne LSD, ohne irgendwelche Viren, die das Hirn angreifen. Wenn es dieses Konzept mit anständigen Tasten, weiterer Hüllkurve und zweiter Sound-Engine gibt, bin ich der erste, der das Teil kauft. Vergesst nahezu sämtliche Presets, die auf der Kiste sind. Völlig überambitionierter Rave-Techno-Neunziger-Trash. Nach etwas Übung geht alles, was man in den 60ern und 70ern gehört hat und in den 80ern ertragen musste. Einzig die Hüllkurve könnte in den Anfangsbereichen von Attack und Decay etwas feiner einstellbar sein, da bin ich von Moog verwöhnt (Minimoog, nicht Grandmother!). Ich nutze für den Anfang ein Oszilloskop, um überhaupt sehen zu können, in welchen Wellenformen ich da gerade rumturne.
Eine sagenhafte Kiste, die einen glatt vergessen lässt, dass man eigentlich mal eine rauchen sollte. Und das will was heißen.....
Einzigartiges Instrument. Wirklich. Ich krieg mich gar nicht wieder ein.
Wie heisst es so schön: Manche Dinge sind mehr als die Summe ihrer Teile. Wie wahr! Wer auf schräges, floydiges, psychedelisches, tangerinedreamiges, contemporary-music-artiges steht, wird hier bestens bedient. Und dann noch, fast hätte ich vergessen: 4 stimmig polyphon!!! Nicht paraphon, wie angepriesen, nein, das Ding hat 4 VCAs und spielt sich praktisch polyphon, wenn es denn sein soll. Lediglich das Filter (was für ein begnadetes Filter!!!) verhält logischerweise paraphon.
Schluss jetzt, ich muss wieder ran an das Ding. Kaufen!!
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Verarbeitung
Digitaler Synthesizer zeitgemäß - braucht Jeder
Rogerroger, 07.09.2021
Jeder Homestudiobesitzer sollte einen MF sein Eigen nennen.
Warum? Das Preis/Kreativitätsverhältnis ist unschlagbar und die kleine Kiste bietet gleich mehrere Ansätze, einen Kaufgrund zu rechtfertigen auch für Inhaber von diverser Softwaresynth und Analog Synth.

1. komplexe Mods in Sekunden
Workflow für Modulationen ist nirgends besser gelöst als in der Matrix,
modulieren der LFO Wellenform mit der Cycling Envelope, LFO moduliert Rise Flanke des Cycling envelope, pressure moduliert Filter cutoff und cycling envelope amount. alles in wenigen Sekunden gemacht ohne Kabelsalat. Alle Modulationen aus den Presets lassen sich sofort ablesen, gefällt eine Idee aus einem Preset, so ist das sehr schnell adaptierter.

2. Das Keyboard
Die kapazitive Klaviatir ist ein Gedicht und ergänzt andere Triggermechaniken (Fatar mit Aftertouch, Drumpads, MPE etc etc. ) ideal,
denn die Reaktionsfreude ist unerreicht, Einspielen von Wechselnder Dynamik aus kurzem Pressure Hits und "Aftertouchsimulation" ist so schnell möglich, wie es auf einer normalen Klaviatur nie ginge. Auch auf einem Push o.Ä. nicht darstellbar. Zusätzlich ist das die perfekte Live-Tastatur, kein Staub/Dreck kann irgendwo hin, einmal abwischen und gut.

3. Die Oszillatoren
Fast alle sind brauchbar, einzige Kritik ist, dass es immer nur 1er ist und der Pitch nur dynamisch über die Modmatrix zugänglich ist.
Toll wäre eine 2er oder 3er Kombination an Oszillatoren (z.B. Superwave, FM, Harm) im Monobetrieb.

EIn paar Schwächen hat der MF

Filter hat nur 12dB Flanken - das ist schade, dass hier nicht 12 oder 24 möglich ist.

Die Verteilung der Potis könnte besser sein, (z.B. Filter typ zwischen Cutoff & Reso oder die Oszillator Potis weiter nach links und mit mehr Abstand gleichverteilen), denn es ist schon etwas eng, aber wildes Knobdrehen ist trotzdem möglich.

Die Potis sind minimal wackelig und man hört ein sehr, sehr leichtes knistern beim Drehen, das hat aber keine Auswirkung auf den Sound oder Parameter (keine Sprünge). Wenn das alles so bleibt, dann ist das angesichts des Preise völlig in Ordnung.
Die Encoder sind gut.

Trotzdem, für diesen Preis - überwältigendes Werkzeug und Betrieb via Powerbank ist auch möglich, das ist mehr als nur ein Spielzeug, wenn man gekonnt damit umgeht.
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elGerhado, 07.03.2021
Die Hauptmotivation für den Kauf war die Tastatur und die ist im Endeffekt auch das Highlight an diesem Instrument. Man kann darauf sehr ausdrucksstark spielen und zwar auf eine Art und Weise, wie das auf einem mechanischen Keyboard mit Velocity und Aftertouch nicht geht. Das fühlt sich einfach anders an.
Ich betreiben meine Instrumente sehr gerne mit Batterie, weil ich viel unterwegs bin, wo man geerdete Steckdosen nicht oft findet. Batteriefach gibt es zwar keines, aber über USB nimmt der MicroFreak weniger als 1,5W auf und das ermöglicht mir mit einem einfachen Powerpack, das ich für's Handy sowieso immer dabei habe, oder mit dem Laptop als Energiequelle eine lange Zeit im Freien zu spielen. Die fehlende Erdung macht sich für die kapazitive Tastatur dabei gar nicht bemerkbar. Sie funktioniert einfach immer so, wie sie soll. Dazu kommt, dass das Gerät sehr leicht ist und gut in die Laptoptasche passt. Es gibt nichts, das ich kritisieren könnte. Der Preis ist wirklich sehr günstig, aber wenn es einen doppelt so großen Synthesizer mit den gleichen Funktionen um den doppelten Preis gäbe, würde ich ihn bevorzugen. So ein tolles Keyboard und davon nur 2 Oktaven - das ist schade zumal ich damit quasi nur live einspiele und das als erfahrender Keyboarder gern auch beidhändig tun würde. Die vielen ausgefeilten Arpegiator- und Sequenzer-Funktionen mögen ja ganz lustig sein, wie auch die vielen anderen Zufallsgeneratoren, die man mit Rückkopplungen über die Modulationsmatrix bauen kann, aber dieser Trend von vor 100 Jahren (Zufallsprozesse als musikalische Ereignisse zu verkaufen) nimmt in letzter Zeit schon ein Bisschen überhand in der elektronischen Musik und wird von mir persönlich nicht gepflegt. Wer es mag, dass "Hilfe, Hilfe, Mammi, der Synthesizer spielt schon wieder verrückt", wird aber sicher auch gut bedient.
Sound:
Wer von Arturia die brutalen Steiner-Parker-Filter gewohnt ist, wird mit dem analytisch arbeitenden 12dB/Okt Filter des MicroFreak etwas ernüchtert. Im Vordergrund steht hier eindeutig die digitale Tonerzeugung und das saubere Filter stört dabei nicht wirklich. Ich finde, ja, die Klänge haben allesamt sehr digitalen Charakter und den bringt das Filter auch nicht weg, aber wer es analoger möchte, soll sich halt einen MiniBrute kaufen.
Nach einem Monat habe ich noch nicht alle klanglichen Möglichkeiten erforschen können und das Mikrofon für den Vocoder muss auch erst nachbestellt werden, damit ich diesen beurteilen kann. Ich denke, dass ich noch lange Spaß an diesem und Inspiration durch diesen Synthesizer haben werde und empfehle ihn jedem, der schon alles an analogen, PCM, FM und sonstigen Standardklängen satt hat, aber sich doch nicht zu weit in technisch komplizierte Methoden einarbeiten möchte. Man muss absolut kein Freak sein, um neuartige Klänge interessant zu finden und eigentlich muss man sehr froh sein, dass es nach so langer Zeit der Rückschritte nun doch einmal wieder etwas Ungehörtes gibt.
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Vielseitige und günstige Hybrid Wunderkiste
Frank291, 25.11.2019
Ich hab den MicroFreak jetzt seit Release und hab gezögert eine Rezension zu schreiben weil man einige Zeit braucht um die Möglichkeiten auszuloten.

Der Microfreak ist super billig und dabei gut verabeitet und ja, dieser Synth ist fantastisch. Ein so vielseitiges Angebot an Synthese Engines findet man derzeit als eigenständige Hardware nur Im Korg Monologue/Minilogue XD der aber eine Komplett andere Strategie fährt ( teurer, normale Tasten, plus analoge VCO) und dafür aber polyphon ist. Dann vielleicht noch die Organelle die aber keinen analogen Filter hat. Mit der OP-1 und OP-Z kann man den Freak auch nicht gut vergleichen, zu unterschiedliche Preiskategorien und beides eher Grooveboxen im miniformat mit weniger Augenmerk auf East und Westcoast Synthese.

Das Einsatzgebiet ist breit gefächert und reicht von Ambient Sounds bis experimentellem Noise, von Techno bis House, von Pop bis Hiphop und RnB. Für mich ist es aber aufgrund der ausgebufften Modulationsmöglichkeiten durch Matrix und Funktionsgeneratoren eine Ambient Geheimwaffe. Atmosphäre kann er nämlich äußerst vielseitig.

Die Features im Detail:

Die Bedienung ist sehr einfach und direkt und auch das Menü finde ich gut gelöst, der Bildschirm hat für mich auch die richtige Größe könnte aber für Menschen mit Weitsichtigkeit zu Problemen führen.

Durch die sehr unterschiedlichen Oszillator Modelle lassen sich viele eigenständige Sounds basteln, die sehr schön in der Klangfarbe durch die Parameter verändert werden können, wenn man sie moduliert enstehen Sounds die man so schon lang nicht mehr in Hardwareform gehört hat, außer vielleicht im modularen Kontext wo Digitale Oszillatoren und Wavetable Module sich die letzten Jahre stark verbreitet haben.
Meine Favorieten sind ganz klar die Wavetables, allerdings fehlt mir hier ein Tines artiger Cycle (also Rhodes oder änliches). Sehr gut sind auch Modal (Holz- bis Metallartige Perkussion) und Karplus-Strong, die man als Stringengine benutzen kann. Überhaupt kann man hier viele Klänge in Richtung Orgel, Strings und Pads einordnen aber auch Plucks und Stabs sind vielseitig möglich. Was mich wundert ist dass man auch einen guten analog klingenden Bass rauszaubern kann, mit Basic Waves (leicht detuned) oder Superwave. Was wirklich fehlt ist eine Noisequelle also farbiges oder weißes Rauschen, ohne kann man eigentlich bis auf Bassdrums und Kicks keine Drumsounds basteln. Meine Anregung an Arturia wäre deswegen gebt uns eine Drumengine mit einem neuen Update, das wär super nützlich!

Einer der Schwachpunkte ist der Filter. Ich finde es sogar etwas ärgerlich damit zu werben dass hier ein SEMartiger Filter verbaut wurde. So viel kann ich sagen, dass klingt Null nach SEM, nicht mal ansatzweise (ich hab 2 andere SEM Filterclones und kenne das Original). Dieser Filter hat eine vergleichweise sehr laute Resonanz und klingt trotzdem brav und glatt. Er schmatzt nicht besonders und hat auch nicht die typischen Sättigungeigenschaften des SEMs. Band und Hochpass haben keinen Biss und der Tiefpass klingt nicht edel, sahnig und seidig wie sein Vorbild. Der größte Unterschied ist aber das Obertonverhalten. Dafür ist das SEM berühmt, das Präzise anheben von Obertonfrequenzen und die funtioniert hier nicht richtig weil die Resonanz zu spät färbt und dann auch noch zu laut in Eigenschwingung gerät. Allerdings tut das Filter seinen Job und grundsätzlich bergrüße ich die Entscheidung bei so einem Synth ein 12dB Filter zu verbauen, die flachere Steigung ist besser für Flächensounds geeignet und macht einfach mehr Sinn in einem paraphonen Kontext.

Die Modulatoren sind gut und vielseitig. Der LFO hat Sync und zusätzlich zu den normalen Wellenformen noch 2 Randomformen. Die ADSR ist eher eine Moogsche Contour Hüllkurve funktioniert aber gut. Der Cycling Envelope ist eigentlich ein Rise und Fall Generator mit Hold Stufe und einstellbarer linearer oder exponentieller Response für Rise and Fall. Drei Modi sind hier möglich, normaler Envelope und zwei LFO modes, einer mit reset der andere frei rotierend.
Die Modmatrix ist perfekt gelöst und ähnelt der EMS Pin Matrix. Überhaupt findet man im MicroFreak eine NoCoast Tendenz mit ein par Westcoast und ein par Eastcoast Funktionen, fehlt eigentlich nur noch ein Low Pass Gate ;)

Der Arpeggiator bietet nur vier Modes (Pattern ist mein Favorit weil teilweise Random) und mit Dice und Spice zwei Tools die sehr schön sind und beide was mit Probability und Gate Längen zu tun haben. Der Sequencer hat bis zu 64 Steps und ebenfalls die Spice und Dice Funktion. Zusätzlich noch 4 mal Motionsequencing bei dem die Reglerfahrten aufgenommen werden können. Man kann im Step Modus aufnehmen oder in Realtime. Ich finde den Sequencer Vorbildlich.

Die kapazitive Tastatur ist für mich das beste Argument sich diesen Synthesizer zuzulegen. Ich hättte sie für den Preis (mit Sequenzer und Arpeggiator) auch ohne Synth gekauft. Der Grund ist simpel: Die CV und Gate Anbindung klappt Vorbildlich und kann vor allem für Modularsynhtesizer verwendet werden. Ich wollte schon immer eine kapazitive Tastaur. Die zwei Pressure Modes werden über einen eigenen CV Ausgang ausgegeben, als Aftertouch oder im Anschlagsmodus. Letzterer kann auch als CV Spur im Sequencer benutzt werden. Das Funktioniert über die Auflagefläche der Finger, je mehr man seine Finger auf der Tastatur hat desto mehr Steuerspannung wird generiert. Für ein expressives und schnelles Spiel eignet sie sich hervorragend um damit Pitchbends oder CV Modulationen zu verwirklichen. Komischerweise finde ich sie nicht gewöhnungsbedürftig sondern natürlich und organisch. Wenn man allerdings ein geübter Keyboarder ist, kann ich mir vorstellen, dass man dadurch etwas vor den Kopf gestoßen wird, weil das Verhalten schon recht anders ist als ein Keyboard. Ich bin Allerdings kein Pianist sondern Soundtüftler und mich macht das Teil einfach glücklich.

Die Schattenseiten dürfen allerdings nicht verschwiegen werden:

- Das erste Firmware Update kam sehr Zügig und hat tatsächlich einige Bugs behoben jedoch gibt es noch Bugs die mich stören:
1. Man kann den Inhalt einer Sequenz nur Step für Step löschen wenn man mit einem kopierten Sound arbeitet. Bei Init Sounds funktioniert die Löschfunktion.
2. Bei kopierten Sounds kann man die Copy und Paste Funktion des Arpeggiators, bei dem man Arpeggios in den Sequenzer laden kann, nicht benutzen. Auch hier funktioniert das bei Init Sounds normal.

- Da der VCA im Polymode digital vervierfacht wird und der Filter wahrscheinlich nicht mit 4 Oszillatoren zurechtkommen würde ohne zu übersteuern, hat man drei daraus resultierende Probleme:
1. Ein starker Lautstärkeabfall der den nicht gerade lauten Output nochmal um einiges drosselt, selbst wenn man im Menü die Loudness um 12 Punkte erhöht. Arturia dass ist zu leise!
2. Durch diese enorme Absenkung ist auf einmal die Passende Abmessung des Filters futsch. Die Resonanz die normalerweise im Mono Mode noch völlig normal mit dem Oszillator eine Einheit bildet und mit ihm Interagiert, ist auf einmal vom Signal separiert und schwebt bzw. pfeifft eigenständig und zu laut vor sich hin. Das hat zur Folge dass die Resonanz nicht mehr hundertprozentig dem Verlauf der Modulation folgt. Das Verhalten ist so unerwartet und eigensinnig das mans einfach hören muss, beschreiben ist hier schwierig.
3. Durch diese Technik kommt es zu mehr Rauschen. Einerseits durch die 4 unabhängigen VCA Decay/Release Zeiten, die aber den Vorteil haben dass sie fast schon echt polyphon klingen. Andererseits wird das Rauschen durch den Filter begünstigt den man in dem Modus nicht offen lassen sollte wenn man Rauschen verhindern will.

- Ein altbekanntes Arturia Problem ist die Netzteilqualität.
Im Eigenbetrieb gibt es zwar keine Störgeräusche aber sobald man mit den CV, Gate und Pressure Outs andere Synths steuert (zB. ein Modularsystem oder Halbmodulare) gibts die typische Brummschleife, ein lautes Fiepsen. Arturia schreibt zwar dass hier ein spezielles Netzteil mit Erdung verwendet wird, anscheinend aber nur den Synth erdet und dabei das Erdungsgleichgewicht im anderen Gerät stört. Ein Workaround ist aber leicht, entweder man kauft sich ein anderes Netzteil oder man machts wie ich und verwendet einen USB Netzadapter der den Synth voll mit Strom versorgt und siehe da man hat keine Störgeräusche mehr.

- Die öffentliche Kontroverse um die Einbindung mit Mutable Instruments wurde von Arturia schlecht gehandhabt, ich hab leider erst davon erfahren als ich schon bestellt hatte. Einfach Werbung über eine angebliche Kooperation zu machen, die in Wirklichkeit einseitiger Natur war, ist unpassabel und hat den Ruf von Arturia im Modularland nicht gut getan. Beim nächsten mal bitte mit etwas mehr Moral und Verantwortung. Vor allem weil es sich bei Mutable um ein Ein-Frau Unternehmen handelt besonders ärgerlich.

Fazit:

Toller Synth mit genialer Tastatur für winziges Geld. Angenehm dass hier wieder mal etwas innovatives auf den Markt kommt, bei dem derzeitigen analog Hype war es lang überfällig das mal wieder in die Digitalrichtung weitergetüftelt wird. Dieser Synthesizer ist perfekt geeignet um das Soundrepertoire um andere Klangfarben zu erweitern. Wem das gefällt und modular unterwegs ist sollte unbedingt mal die Module von Mutable Instruments auschecken vor allem Plaits und Elements.
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