ART TubeOpto 8

8-Kanal-Röhren-Mikrofonvorverstärker

  • mit ADAT-Schnittstelle
  • acht vollwertige Röhrenmikrofonvorverstärker in Klasse-A-Technologie
  • bis zu 70 dB Verstärkung
  • Regler für Eingangsverstärkung und Ausgangspegel in jedem Kanal
  • schaltbare Pegelabsenkung, Phasenlage und Trittschallfilter in jedem Kanal
  • 4-Segment-LED-Pegelanzeige in jedem Kanal
  • zuschaltbare 48-Volt-Phantomspeisung für je vier Kanäle
  • acht symmetrische Eingänge auf Kombibuchsen (XLR/Klinke)
  • zwei zusätzliche hochohmige Instrumenteneingänge auf der Vorderseite (Klinke)
  • acht symmetrische Ausgänge auf 6,3-mm-Klinkenbuchsen (schaltbar +4 dBm / -10 dBV)
  • acht Eingänge/Ausgänge auf ADAT-Optical-Anschlüssen (44,1 kHz oder 48 kHz bei 24 Bit)
  • wordclock-Eingang und -Durchgang
  • Bauart: 19", 1HE

Weitere Infos

Kanäle 8
Anzahl der Mikrofoneingänge 8
Instrumenten Eingang Ja
Röhre Ja
Kompressor/Limiter Nein
Equalizer Nein
De-Esser Nein
Phantomspeisung Ja
Phasenumkehrung Ja
Externer Effektweg Nein
Analoge Ausgänge Klinke
Digitale Ausgänge ADAT
Kopfhöreranschluss Nein
Pegelanzeige Ja
19 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.5 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
11 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Klasse AD/DA Wandler mit Röhrenfärbung
01.03.2017
Den ART TubeOpto 8 verwende ich als Ergänzung meines RME Hammerfall um 8 Kanäle via ADAT.

Der Vorverstärker / Wandler im 19-Zoll-Format ist dabei relativ tief und vor allem schwer - eher etwas fürs Studio als für mobile Anwendungen. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen - die Buchsen, Taster und Potis sind hochwertig und fühlen sich erstklassig an.

Beim Anschluss fällt als erstes positiv auf, dass der TubeOpto nicht nur DA wandelt, also die vorverstärkten 8 Kanäle auf ADAT ausgibt, sondern auch AD - man kann dem TubeOpto aus der Soundkarte 8 Kanäle via ADAT senden, die dann auf den rückseitigen Klinkenbuchsen anliegen.

Wahlweise kann man die vorverstärkten Signale auf den Klinkenoutputs direkt wieder ausgeben (paarweise schaltbar), beispielweise um einen anderen Wandler zu verwenden als den im Gerät verbauten.

Anwendungsbeispiel: der TubeOpto syncht via ADAT oder Wordclock auf 44.1 kHz bzw 48 kHz - eine Option zum Multiplexing gibt es nicht, d.h. wer mit höheren Sampleraten aufnehmen will, benötigt einen Wandler, der SMUX beherrscht.

Der TubeOpto verstärkt in mit einer Transistorschaltung, die Röhre ist nachgeschaltet und kann pro Kanal mit einem Poti zur Färbung angezerrt werden. Die Sättigung der verbauten Röhren funktioniert für mich auf breitspektralen Sounds mit mittigem Grundton am besten - analoge elektronische Claps, Snares und Hats und Cymbals klingen damit wirklich fett.

Für bassige Signale wie Kicks und Synthbässe funktioniert die in den ART Tube MPs verbaute V3 Klangformung besser - beim Tubeopto sollte man sich bei diesen Signalen mit dem Überfahren der Röhren eher zurückhalten.

Über ein zweites Poti wird der Pegel vor der Wandlung eingestellt. Das geht in der Praxis fix von der Hand: Röhre regeln - Pegel anpassen - fertig.

Da der Pegel vorm Wandeln bereits optimal angepasst werden kann, fällt in der Praxis nicht ins Gewicht, dass die Wandler etwas weniger rauscharm ausfallen als bei RME. Es bleiben immer noch 80 dB Dynamikumfang, die Rauschpegel der angeschlossenen (modernen) Synths - Dave Smith, Mutable Instruments, Jomox, Arturia - liegen da deutlich höher.

Phantomspeisung schaltet man ganz links am TubeOpto für je vier Kanäle gleichzeitig, Pad und Phase gibt es für jeden Kanal - hier gibt's nichts zu meckern, die Phantomspeisung einzeln schalten zu können wäre natürlich noch schöner gewesen.

Fazit: mit dem TubeOpto 8 bin ich voll und ganz zufrieden, die Option mit den Röhren klanglich bei der Aufnahme bereits zu färben benutze ich ausgiebig, aber nicht für alle Sounds - für noch mehr Flexibilität empfehle ich den ART Tube MP, klanglich präzise und neutrale Aufnahmen mit guten Mikros mache ich gerne mit dem RME Quadmic.

Der TubeOpto 8 macht genau was er verspricht und soll, ist mit Features sinvoll und ohne Faxen ausgestattet super verarbeitet. Würde ich mir nochmal kaufen.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Rundum Gut
Hans Finsterkopf, 23.06.2017
Ich habe den Preamp gekauft, um in unserem Semi-professionellen Studio etwas analoge Wärme in das digitale Signal zu kriegen, und dafür ist der Amp sehr gut. Natürlich ist es kein High-End Gerät aber wenn man etwas darauf achtet dass man bereits vor dem Mikro einen guten Sound hat, halbwegs adäquate Mikros benutzt und sich etwas Zeit nimmt, um Gain und Output einzustellen, dann kriegt man ein sehr gutes Ergebnis hin. Drums und Bass funktionieren mit dem ART TubeOpto 8 meiner Meinung nach besonders gut, was nicht heißt dass Gitarre und Vocals schlecht klingen, der (positive) Überraschungseffekt ist einfach bei den beiden Instrumenten größer gewesen und hat mir ein Grinsen auf die Backen getrieben. Das Ding macht Spaß und für das Geld kann man nicht viel falsch machen, wenn man bedenkt dass man für High-End Tubepreamps wesentlich tiefer in die Tasche greifen muss!
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