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AKG K-812

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Referenz-Kopfhörer

  • offen
  • ohrumschließend
  • dynamisch
  • Impedanz: 36 Ohm
  • Schalldruckpegel: 110 dB
  • Übertragungsbereich: 5 - 54000 Hz
  • Nennbelastbarkeit: 300 mW
  • abnehmbares Kabel, einseitige Kabelführung
  • Kabellänge: 3 m
  • LEMO Stecker und vergoldeter 3,5 mm Klinkenstecker
  • Gewicht mit Kabel: 455 g
  • Gewicht ohne Kabel: 402 g
  • inkl. Ständer aus Echtholz
Bauform Over-Ear
System Offen
Impedanz 36 Ohm
Frequenzgang 5 Hz – 54000 Hz
Adapter Ja
Kabel austauschbar Ja
Farbe Schwarz
Erhältlich seit Dezember 2013
Artikelnummer 328776
Frequenzgang von 5 Hz
Frequenzgang bis 54000 Hz
Max. Schalldruckpegel 110 dB
Empfindlichkeit 110 dB
Steckerart Miniklinke
Gewicht 402 g
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B-Stock ab 825 € verfügbar
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16 Verkaufsrang

98 Kundenbewertungen

A
Überragender Kopfhörer für Klassik-Hörer
Anonym 21.06.2016
Über den AKG K812 ist schon sehr viel Positives geschrieben worden. Ich will mich daher auf einige - überaus positive - zusätzliche Anmerkungen von der Warte des technisch versierten Liebhabers klassischer Musik aus beschränken.

Zum Vergleich besitze ich den neuen Studiokopfhörer Beyerdynamic DT 1770 PRO, bei dem Beyerdynamic die gleiche "Tesla 2"-Technologie einsetzt wie bei seinem Spitzenmodell T1, sowie die Studiolautsprecher Klein+Hummmel O 300D (die ursprüngliche teure Ausführung mit trafosymmetrierten Analogeingang - zusätzlich zum digitalen Eingang - aus der Zeit, als Klein+Hummel noch selbständig und nicht von Sennheiser liquidiert war). Ich verwende ausschließlich digitale Quellen, D/A-Wandlung über ein externes Gerät (die in Player/Recorder eingebauten D/A-Wandler taugen nichts, sondern erzeugen in der Regel die berüchtigte digitale Schärfe). Angesteuert wird der Kopfhörer über einen externen professionellen Kopfhörerverstärker Palmer PHDA 02 (siehe meine Bewertung dieses Geräts).

Um mein Urteil vorwegzunehmen: Der AKG K 812 übertrifft selbst meine - nach der Lektüre von Testberichten - hochgespannten Erwartungen bei weitem. Der Beyerdynamic DT 1770 PRO wird regelrecht deklassiert. Überdies ist der AKG K 812 der erste Kopfhörer, den ich der Lautsprecherwiedergabe vorziehe. (In den 70er Jahren hatte ich den berühmten Jecklin Float, einen helmartigen Kopfhörer mit riesigen elektrostatischen Wandlern; trotzdem habe ich die Wiedergabe über meine damaligen elektrostatischen Lautsprecher Quad ESL vorgezogen.)

Der größte Nachteil der Kopfhörerwiedergabe ist die "Im-Kopf-Lokalisiertheit" (IKL). Literatur dazu: Jens Blauert: Räumliches Hören, Hirzel-Verlag Stuttgart 1974. Wirklich überzeugende Abhilfe läßt sich nur mit der Kunstkopfstereophonie schaffen; diese ist aber nicht Lautsprecher-kompatibel und deswegen gibt es keine Kunstkopfaufnahmen mehr auf dem Markt. Mit dem K812 konnte AKG das Problem der IKL zwar auch nicht lösen, aber so weit mildern, dass es nicht mehr störend wirkt. Die Klangquellen scheinen bei der Wiedergabe mit dem K812 nicht im Kopf, sondern in einer Wolke rund um den Kopf zu sein.

Darüber hinaus ist der AKG K812 der neutralste Kopfhörer, den ich in langer Erfahrung (ich bin 70 Jahre alt) gehört habe. Kein Teil der Frequenzspektrums wird hervorgehoben oder abgeschwächt. Dabei ist der K812 durchaus kein Schönfärber oder Weichzeichner, wie man es bei vielen HiFi-Kopfhörern erlebt. Die charakteristischen Schärfen von Blechbläsern oder Barockviolinen (dazu unten mehr) werden durchaus nicht gemildert.
(Der von der Kritik hoch gelobte Beyerdynamic DT 1770 PRO besitzt eine deutliche Bass- und Höhenanhebung und ähnelt in seinem Klangbild dem berüchtigten "Taunus-Sound" der Lautsprecherhersteller Heco und Canton in den 70er Jahren).

Ich beschränke mich auf zwei Musikbeispiele, bei denen ich den Beyerdynamic DT 1770 PRO als besonders unbefriedigend empfand:

Brahms: Das Orgelwerk, Georges Athanasiades an der Orgel der Stiftbasilika Waldsassen (TUDOR, 1992). Diese Orgel gehört zu den größten und klangprächtigsten Kirchenorgeln der Welt, und die Stiftbasilika Waldsassen besitzt eine so ausgezeichnete Akustik, dass sogar Orchester wie die Bamberger Symphoniker dort spielen.
Der Beyerdynamic DT 1770 PRO erzeugt hier ein völlig unnatürliches Klangbild: die tiefen Pedal-Register dröhnen geradezu, die oberen Höhen sind zuweilen so dominant, dass ich erschrecke, und die mangelhafte Räumlichkeit tritt unüberhörbar zutage. Man kann den Räumlichkeitseindruck durch sehr hohe Lautstärken verbessern (das menschliche Ohr empfindet sehr laute Musik als räumlicher), aber die hohe Lautstärke wirkt sehr unnatürlich - so laut hört man die Orgel in der Kirche nicht. Ich habe deswegen mit einem Hallgerät experimentiert, aber da wandelt man auf einem sehr schmalen Grat zwischen Klangverbesserung und Verschlechterung. (Die mangelhafte Räumlichkeit des Beyerdynamic DT 1770 PRO ist übrigens nicht ausschließlich darauf zurückzuführen, dass er ein geschlossener Kopfhörer ist; der offene Beyerdynamic DT 990 klingt auch nicht räumlicher.)
Ganz anders der AKG K812: Der Räumlichkeitseindruck ist so frappierend, dass ich zeitweilig vergesse, dass ich einen Kopfhörer aufhabe, und mich ganz auf die Musik konzentriere. Die tiefen Bässe sind deutlich hörbar, aber dröhnen nicht mehr; und wenn ein hohes Register gezogen wird, erschrecke ich nicht mehr wie bei dem Beyerdynamic DT 1770 PRO.

Vivaldi: Concerti della natura, Sonatori de la Giosa Marca, Giuliano Carmignola, Barock-Violine (Erato, 2000). Das Kammerorchester besteht aus gerade sieben Musikern/Musikerinnen (einschhließlich dem Cembalisten); der Solist - Giuliano Carmignola - spielt eine Barockvioline, die niemals verändert worden war. (Die berühmten Meistergeigen der Amati, Guarneri und Stradivari wurden ja im Laufe der Jahrhunderte dem steigenden Bedürfnis nach mehr Lautstärke angepasst; sie klingen zwar immer noch sehr gut, aber ganz anders als zur Zeit ihrer Entstehung). Die Barockvioline hat ein besonderes Timbre, graziler und schärfer als die umgebauten Violinen (Nicolaus Harnoncourt hat der Barockvioline in den 70er Jahren zu neuer Popularität verholfen.)
Mit dem Beyerdynamic DT 1770 PRO wird das Mini-Kammerorchester auf die doppelte Größe aufgeblasen und Giulianos Barockvioline klingt wie eine moderne.
Mit dem AKG K812 kehrt die Intimität des kleinen Orchesters zurück und Giulanos Barockvioline hat ihr charakteristisches Timbre.

Ich könnte noch viele andere Musikbeispiele anführen, will aber den Leser nicht überstrapazieren.

Zusammenfassung: Der AKG K812 ist der ideale Kopfhörer für den Klassikliebhaber (Pop-Liebhaber sind mit dem halb so teuren Beyerdynamic DT 1770 PRO sicher gut bedient, ich will diesen durchaus nicht schlecht reden.) Die AKG-Ingenieure, die dieses Meisterwerk entworfen haben, besuchen vermutlich regelmäßig den Wiener Musikvereinssaal, um die Wiener Philharmoniker zu hören.
Für Toningeniere, die kein gedämmtes Studio zur Verfügung haben, hat AKG kürzlich eine geschlossene Version dieses Kopfhörers vorgestellt.
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
104
9
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F
Am Ziel
Frieder_ 16.05.2020
Zuallererst: Wenn mir die Ergonomie (bei meinem Kopf) beim Beyerdynamic DT 1770 Pro keinen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hätte, hätte ich seh wahrscheinlich nie die große Reise mit diversen Kopfhörertests angetreten. Da dem aber so war, bin ich nun über mehrere (erst geschlossene, dann offene) Kopfhörer im Bereich 300 bis 1000 € beim K-812 gelandet.

Ich nutze die Kopfhörer hauptsächlich zum Musikgenießen und als offenen Monitor beim Üben an der Bassgitarre. Definitiv kein Profianwender.

Was habe ich auf der Reise gelernt? Egal was irgendwo geschrieben steht, oder ein Youtuber sagt, Kopfhörer müssen selbst getestet und erfahren werden, denn jeder hat eigene Vorlieben und Ansprüche an den Klang und die Ergonomiebewertung ist, gerade bei längerem Hören, ebenso individuell. Trotzdem, hier meine persönlichen Eindrücke:

Was gefällt mir:
1. der Klang trifft genau meinen Geschmack:
klare, differenzierte Bässe, saubere Mitten und strahlende Höhen. Sehr neutral und nicht sehr Fehlertolerant, aber genau da liegt auch die Stärke, wenn man gut abgemischte Aufnahmen und Konzerte hört. In dieser Kategorie möchte ich keine Hörer, die irgendetwas kaschieren.

2. Tragekomfort:
mit Abstand die gemütlichsten der getesteten Hörer, trotz des nicht unerheblichen Gewichtes. Das Kopfband ist superbequem und die Muscheln und Polster sind so groß, dass die Ohren ohne irgendwo zu berühren darin Platz finden. Die Polster passen sich so gut an, dass ich nach kurzer Zeit fast vergesse ihn zu tragen.
Ein kleiner Nachteil/Kompromiss ist, dass sie durch den eher geringen Anpressdruck nicht zu heftigen Kopfbewegungen einladen und beim Nach-unten-schauen gerne etwas verrutschen. Hängt aber natürlich auch an der individuellen Kopfgröße.

3. Verarbeitung und Haptik:
man merkt, dass das Modell (gilt auch noch für den K-872) noch in Wien entwickelt wurde, hier passt alles, von der kardanischen Aufhängung der Muscheln, bis zum Lemo-Stecker

Was gefällt mir nicht?:
Der mitgelieferte Kopfhörerständer aus Holz (oder besser, die Abwesenheit einer Tasche). Beim K-872 wurde bereits reagiert und es wird stattdessen direkt die Tragetasche mitgeliefert. Naja.

Viel Spaß bei der eigenen Suche!
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
5
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F
Vergleichstest der Konkurrenten: AKG K812 vs. Sennheiser HD 800
FrauHolle 15.01.2020
Ich habe mir den K812 zugelegt, weil mich das Kabel vom Konkurrenzprodukt (Sennheiser HD 800) extrem nervt. Durch die mehrfache Abschirmung ist dessen Kabel nicht nur unflexibel, sondern am Ende, hinter der mehrfachen Abschirmung, wird es schnell brüchig. Bei 200,- € pro Kabel ist das ein teurer Luxus. Aufgrund des hohen Gewichts schmerzt er nach über 6 Stunden auf dem Kopf und rutscht schnell bei ruckartigen Bewegungen. Das Kabel vom AKG ist bekanntlich sehr flexibel und was die Sensibilität am Kabelende angeht, ist wahrscheinlich alles besser als das Konkurrenzprodukt. Beide Kopfhörer sind ziemlich schwer. Der K812 sitzt zwar etwas fester an den Ohren, jedoch kann auch er aufgrund seines hohen Gewichts beim Bücken schnell vom Kopf fallen. Dennoch spürt man ihn nach langer Zeit nicht so sehr wie den Sennheiser. Allerdings erwarte ich von einem so hochwertigen Kopfhörer, dass das Kabel mit 6,3 mm Klinke verlötet ist und ein Minikliniken-Adapter dabei liegt - und nicht umgekehrt.

Wenn ich an die Anfangszeit vom HD 800 zurück denke, fand ich ihn damals zu stark in den Höhen, weshalb hier eine lange Eingewöhnungsphase notwendig war. Beim K812 war der A-HA-Effekt dagegen sofort da. Beim direkten Vergleich von beiden KH, fällt auf dass der HD800 sogar muffig klingt. Die Höhen und vor allem die Bässe sind beim AKG dominanter; er wirkt einfach runder, frischer, was für's Mixing sehr vorteilhaft sein kann. Er klingt auch komprimierter bzw. direkter (in your face) und ein Tick lauter.

Die Beurteilung der Stereobreite und Tiefenstaffelung funktioniert mit beiden KH gleichermaßen gut, jedoch muss man hier sagen, dass der Sennheiser luftiger ist. Beim K-812 habe ich wieder ein wenig das Gefühl unter einer Glocke zu sitzen, so wie man es vom kultigen K 240 DF kannte. Das heißt: das Klangbild wirkt von allen Seiten ein wenig verengt. Das ist aber jammern auf sehr hohem Niveau und keinesfalls so penetrant wie beim alten K 240 DF. Die Sounds lassen sich damit genauso hervorragend lokalisieren, wie beim Konkurrenten.

Fazit: Den K812 ziehe ich wegen den robusten Anforderungen im Studioalltag dem HD-800 vor. Auch wenn nicht mehr in Österreich produziert wird, hoffe ich dass die langfristig mindestens halb so gut ist wie die vom alten K 240DF; mit dem konnte man sogar "Fußball" spielen. ;-) Aber auch wegen seinem druckvolleren und fetteren Sound, was gerade für moderne Produktionen (Metal bis Elektronik) besser geeignet ist, hat der AKG bei mir die Nase vorn. Der HD 800 ist zweifellos ein Hammer-Kopfhörer. Den würde ich jedoch eher Klassikhörern empfehlen, denn gerade Klassik kommt wegen seinen luftigen und dezenten Eigenschaften besonders zur Geltung.
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
8
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T
Das ultimative Abhörwerkzeug.
Thomas704 04.12.2014
Als schon langer Fan von AKG-Hörern (besitze oder besaß bis jetzt K-500, K-701, K-712) habe ich mir nun den K-812 gekauft. Als Freund offener Kopfhörer hatten diese bis jetzt alle das Problem, dass sie im Tiefbass (bin Organist und liebe die 32'-Bässe) einfach zu wenig Schubkraft entwickelten. Beim K-701 bekam ich wegen der Noppen nach einiger Tragezeit auch immer Kopfschmerzen.

So war ich denn auch gespannt, was mich beim 812er mit seinem 53-mm-Treiber erwarten würde. Und als ich als erstes Stück eine Transkription von Richard Strauss (gespielt auf der Kölner Domorgel) hörte, kroch mir der Schauer vom Kopf abwärts bis in die Zehenspitzen. So einen genialen Bass hatte ich bis dato von einem Kopfhörer noch nicht gehört.

Wer jetzt aber meint, der K-812 könne nur Bass, den muss ich enttäuschen: Der 812 klingt einfach spektakulär unspektakulär. Hatten akustische Instrumente über den 712er noch einen leicht artifiziellen Beigeschmack, so klingt beim Topmodell alles so natürlich, dass man nach kurzer Zeit vergisst, einen Kopfhörer zu tragen. Im-Kopf-Lokalisation, die mich bisher bei Kopfhörern immer störte, ist hier fast gar nicht vorhanden, alles gruppiert sich je nach Musikstück im Halb- oder Vollkreis um den Kopf. Die virtuelle Bühne erscheint zwar kleiner als bei den 7ern, aber trotzdem kann man Schallquellen präzise orten. Stimmen klingen je nach Aufnahmequalität so echt, dass man den viel zitierten Vorhang erst gar nicht suchen muss. Und an meiner Hauptwerk-Orgel musste ich den Kopfhörer abnehmen, um zu checken, ob da nicht doch meine Monitore mitlaufen.

Negatives gibts natürlich auch zu berichten. Schlechte Aufnahmen zerpflückt der AKG regelrecht, bei diesen nimmt man den Kopfhörer lieber ab und hört sie über Lautsprecher.

Nach einigen Jahren Betrieb muss ich doch etwas Kritik am K-812 loswerden, und zwar, was den Kundenservice betrifft: Mein 812er hatte von Anfang an ein Problem mit der Verstellung des Kopfbandes auf einer Seite. Da ich noch Garantie hatte, schickte ich den Kopfhörer ein und dieser wurde an den Vertrieb weitergeleitet. Nach 6 (!) Wochen kam das gute Stück zurück und was war gemacht worden? Nichts! Da ich keine Lust hatte, wieder sechs Wochen auf Nichtreparatur zu warten (ein Ersatzkopfhörer für die Dauer der Reparatur wurde mir auch nicht angeboten), ging ich das Risiko ein und zerlegte den Kopfhörer selbst. Als Problem entpuppte sich ein unbearbeiteter Metallstift, der für die schwergängige Verstellbarkeit verantwortlich war. Nachdem ich diesen ein wenig zurechtgefeilt hatte, funktioniert die Verstellung seither problemlos.

Solch ein Fehler darf bei einem so hochpreisigen Produkt nicht passieren, vor allem hätte der Fehler bei der Überprüfung auffallen müssen.
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
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