AKG K-712 Pro

Referenz-Studiokopfhörer

  • offen
  • ohrumschließend
  • dynamisch
  • Impedanz: 62 Ohm
  • Schalldruckpegel: 105 dB
  • Frequenzbereich: 10 - 39800 Hz
  • Nennbelastbarkeit: 200 mW
  • abnehmbare Kabel
  • 3 m gerades Kabel
  • 1,2 m Wendelkabel
  • Stereo-Anschlussstecker 3,5 mm Klinke
  • Gewicht mit Kabel: 356 g
  • Gewicht ohne Kabel: 300 g
  • inkl. 6,3 mm Adapter

Weitere Infos

Bauform Over-Ear
System Offen
Impedanz 62 Ohm
Frequenzgang 10 Hz – 39800 Hz
Adapter Ja
Kabel austauschbar Ja
Farbe Schwarz/Rot
446 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.7 /5
  • Sound
  • Tragekomfort
  • Verarbeitung
Gesamt
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
K-712 Pro versus K-702: 50 % teurer ist nicht 50 % besser
Lunetaris, 03.01.2021
Nach langer, reiflicher Überlegung habe ich mir den K-712 Pro schließlich dann doch bestellt, um an der heimischen Anlage in den Genuss von etwas mehr Bassfundament als mit dem bereits vorhanden K-702 zu kommen. Für mich als einen eher analytischen Hörer ohne Hang zu Frequenzgangbasteleien sind musikalische Details sehr wichtig, erst dann macht mir das Durchhören von CD's wirklich Spaß, allerdings mit dem Risiko, vorher gern gehörte Alben sofort wegzulegen, da man sie wegen Mängel an der Audioproduktion einfach nicht mehr hören mag. Zum Ausgleich offenbaren einem die paar wirklich gut produzierten Scheiben der Sammlung dann einen vorher ungeahnten Detailreichtum .... Genau dafür sind diese Kopfhörer gemacht, vorausgesetzt, die gesamte Kette kann diesen Detailreichtum auch reproduzieren.
Der K-712-Pro hat tatsächlich gehörig mehr Bass, allerdings vermisse ich zu den ganz tiefen Tönen hin nach wie vor das ganz "fette" Fundament. In Worten: falls man bei Massive Attacks "Unfinished Sympathy" nicht weiß, an welchen Stellen die Drumkicks tatsächlich zu hören sind: man kann es mit den K-712 Pro Hörern bestenfalls etwas besser erahnen. Schade, da hatte ich mir mehr erhofft.
Wer den K-702 mit seinem wirklich grandios ausdifferenzierten, eher breiten Klangbild gewohnt ist, empfindet den K712Pro eventuell gar als etwas "zugeknöpft", weniger detailversessen und zu "kopflastig" in den tieferen Mitten. Die vor dem Kauf vermutete Gleichung "K-712 Pro = K-702 + mehr Bass" geht bei mir nicht auf. Für mich ist und bliebt der K-702 in seiner Preisklasse ungeschlagen, was den Detailreichtum und die Lebendigkeit des Klangbildes angeht. Der Mangel an Tiefbass bei diesem Hörer ist z.B. beim Hören der meisten Klassikproduktionen nicht ausschlaggebend. Den um einiges teureren K-712 Pro werde ich aber dennoch behalten, auch wenn er mir eher als ein höherpreisiges, nicht unbedingt viel besseres Marketingproduktderivat des K-702 erscheint. Immerhin: die mitgelieferten Kabel machen einen wertigeren Eindruck als es beim K-702 der Fall ist ... und Spaß macht der 712er auf jeden Fall auch.

Nachtrag:
Wurde bereits irgendwo hier in den Kommentaren erwähnt und experimentierfreudig wie ich bin, habe ich es natürlich auch gleich ausprobiert und die Ohrpolster des K-712 mit denen des K-702 ausgetauscht. Das Ergebnis hat mich dann doch sehr überrascht:
durch die nicht-angeschrägten etwas dickeren Gelpolster des K-712 gewinnt der K-702 plötzlich bedeutend mehr an Bassfundament; die Detailauflösung wird dabei nur geringfügig in Mitleidenschaft gezogen.
Andersherum verliert der K-712 mit den K-702 Polstern die ansonsten etwas zu starke Betonung der unteren Mitten, das Klangbild gewinnt deutlich an Plastizität, er klingt nun mehr nach dem K-702, aber mit immer noch etwas mehr Bass als dieser.
Fazit: Die beiden Hörer scheinen elektrisch und konstruktionstechnisch sehr ähnlicht zu sein, den größten Unterschied machen tatsächlich die Polster aus! Für mich hat sich deren Tausch gelohnt: Der K-702 wird zum "Überhörer", zumindest für meine Zwecke (Hören an der Anlage). Der K-712 gewinnt ebenfalls und wird nun anstelle des K702 zum Komponieren/Produzieren verwendet. Sound-Bewertungsupdate von 3 auf 4 Sterne und insgesamt nun volle Punktzahl.
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Top-Stoff für einen Kopfhörerabhängigen
Aljen, 26.12.2020
Ich besitze eine ganze kleine Armada von Kopfhörern, jeden für andere Zwecke. Geschlossene B&W P9 Signature für HiFi, deren kleine Schwester PX für mobil, einen 30 Jahre alten Faltbaren Technics DJ-Klassiker (mit mittlerweile leider nur noch China-Ersatzpads) mag ich hier als einige Beispiele nennen. Einen kleinen Studio-AKG besaß ich vor Jahren auch, der war aber ob seiner hohen Impedanz wenig universell.

Nun also der K-712 mit dem stolzen Pro im Namen. Denn bei all den HiFi-Lauschern vermisste ich doch einen offenen Studio-KH sehr. Der Technics bringt es nicht hundertprozentig und drückt auf Dauer etwas, außerdem ist die Technik schon etwas weiter. Also hinein in das gute Heimstudio, AKG!

Erste kleine Enttäuschung: nicht mehr Made in Vienna. Immerhin weiterhin in Europa. Dem Klang tut es freilich keinen Abbruch – bzw. dem Nicht-Klang, denn: der AKG ist ein kristallklar geputztes Fenster für die Löffeln. Das Gerät zeigt sich vollkommen transparent und glänzt durch akustische Abwesenheit. Für reines Musikgenuss aus der Konserve nicht so geeignet, da ist eine gewisse HiFi-Färbung doch gefälliger. Darum geht es aber bei einem Studio-Hörer nicht. Der muss halt unsichtbar bzw. unhörbar sein. Das tut er. Ich habe den AKG noch nicht aus der Reserve locken können: nicht mit feistestem Moog-Bässen, nicht mit Filtersweeps und Selbstoszillationen, nicht mit Verzerrungen und nicht mit Sinuswelle… schon unglaublich.

Der Hörer läuft bei mir wahlweise am Tascam DP24 Studio, an einem kleinen Audiointerface von Presonus oder einfach am Ausgang der Nach wie vor fabelhaften MM1 von Bowers & Wilkins als Logic X Pro-Monitor. Ich nehme hauptsächlich elektronische und elektrische Musik auf: Hardware-Synths, Ambient-Gitarre und Bass durch verschiedene verrückte Verbieger. Dem Spektrum ist der Hörer mehr denn gewachsen.

Tragekomfort: ein 1970er-Jahre-Mercedes mit Plüschgarnitur. Puschen auf den Ohren, leicht dank Drahtkonstruktion. Das austauschbare orangene Kabel verursacht keine Körpergeräusche. Mit dem Spiralkabel habe ich noch nicht gearbeitet, das orangene ist viel cooler. ;) Für einen offenen Kopfhörer ist eine gewisse Schallisolierung doch vorhanden, und zwar für den Träger wie für die Außenwelt.

Sicherlich findet sich das eine oder andere Top-Feature auch in günstigeren AKG-Modellen. Wenn es aber im Budget drin ist: warum nicht zu dem Besten greifen? Jederzeit wieder.
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Endlich gefunden was ich suchte!
23.04.2016
Was suchte ich? Einen Nachfolger zum AKG Q701.
Warum? Der Q701 ist ohne Zweifel ein guter KH. Ich habe ihn 3 Jahre lang gerne benutzt am PC für jegliches Einsatzgebiet. Was mich schon immer störte war (man mag es jetzt glauben oder nicht) die Bühnenabbildung. Für mein Hörempfinden ist das Stereobild einfach zu breit - was in vielen Aufnahmen die Tendenz hat, seine Räumlichkeit zu verlieren. Die Instrumente wirken für mich teilweise einfach "nur" nebeneinandergestellt. Die Tiefenstaffelung fällt dem Q701 meiner Meinung nach schwer. Ebenso der doch schwächelnde Bass. Am "nervigsten" auf Dauer fand ich allerdings die leichte Färbung des Klangs im Präsenzbereich. Irgendwie klingtt das nicht natürlich (ich nenne es mal "nasal" oder "plastiky".

Vergleichshörer:
DT990 Pro (zu "Badewannig", vor allem zu starker Bass)
K702 (etwas "muffelig" durch die deutlich zurückgenommenen Höhen)
DT880 Edition 600Ohm: WOW. Für den Preis bleibt hier nicht mehr zu sagen.

Warum dann der K712 Pro und nicht der DT880: Der DT880 spielt mit einer schönen Tiefenstaffelung mit kleinerer Bühne alles was man ihm vorsetzt verfärbungsfrei und unaufgeregt. Bei längerem Hören empfand ich aber genau dieses Unaufgeregte in eine Tendenz zum "Gelangweilten" abdriften. Sicherlich für die Arbeit im Studio überhaupt kein Kriterium, eher ein Pluspunkt. Die Mitten mögen ein klein wenig in den Hintergrund geraten, was dem Gesamtklangbild aber nicht schadet. Kurz: Hier stimmt sehr vieles bis auf das, was der AKG 712pro für mein Haupt-Einsatzgebiet (Musikhören) leicht besser macht: bei ähnlichem Klangbild zeigt er etwas mehr "Punch" und wirkt etwas druckvoller als der DT 880. Nicht ganz so "gleichgültig". Die Bassquantität ist irgendwo zwischen DT990 und DT880 und stets sauber definiert. Es kann passieren, dass in den unteren Mitten bei Bassstarker Musik Details leicht untergehen, bestenfalls aber Nuancen. Das für mich aber entscheidenste Kriterium zwischen diesen beiden Hörern sind die Höhen: der DT880 erkauft sich seine Klarheit und den Detailreichtum durch eine leichte Anhebung der oberen Höhen. Je nach Aufnahme werden diese dann sehr scharf. Der AKG schafft es irgendwie, bei ähnlichem Detailgrad hier deutlich runder zu spielen. Er klingt insgesamt etwas verzeihlicher in dem Bereich. Die Tiefenstaffelung ist um Welten besser als beim Q701 und etwas besser (leicht breiter und tiefer) als beim DT880.

Fazit: Der AKG macht in seiner Preisklasse einfach alles richtig und hat für mich (meine Ohren) gegenüber dem Q701 deutlich und dem DT880 leicht die Nase vorn. Mehr Klang und Komfort kann man für den Preis einfach nicht erwarten. Wer den AKG in Betracht zieht aber ggfls. etwas weniger ausgeben möchte, sollte sich unbedingt den DT 880 anhören. Ich bin auf jedenfall ersteinmal Soundtechnisch angekommen.

Zuspieler:
Yamaha RXV469 (wer hört damit schon ernsthat Musik :-) )
Onkyo DX7355
Xonar Essence STX II (FLAC Audiodateien)

NorahJones,DefLeppard,JackJohnson,HillaryHahn,GöranSöllscher,Santana,KatieMelua,Metallica,Jewel,JohnnyCash,EigenesZeug,JeffreyMcFadden,ChrisCornell,Soundgarden, u.a.
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NoirMoi, 28.11.2020
Ich hatte mich eine ganze Zeit lang eingelesen, um Kopfhörer zum Beatbauen und Abmischen zu finden.

Ich hab erst etwas gezweifelt, weil Beyerdynamic oder Audiotechnica quasi omnipresent sind. Aber ich habe verschiedene HP tragen und hören können, und bin persönlich extrem zufrieden.

Klanglich sind sie um welten besser, klarer, dedizierter als die Audiotechnica ATH-M40 X, beyerdynamic DT-770 Pro 250 Ohms und beyerdynamic DT-880 Pro Black Edition. Das sind jedenfalls die 3 Alternativen, die Freunde gekauft haben. Die räumliche Aufteilung ist der Wahnsinn.

Haptik, Optik und Komfort
Der Tragekomfort ist der Hammer. Ich hab keinen großen Kopf, und die Kopfhörer sind riesig im Vergleich zu allen anderen die ich in die Finger bekam. Sehr bequem, sehr weiches Material, wirkt wertig verarbeitet.
Über die Farbe lässt sich streiten, wenn Ich sie auf dem Kopf habe, sehe ich sie ja aber sowie so nicht.

Einziges Manko, was mir persönlich auffiel; man bekommt tiefere Frequenzen aus den Dingern raus, aber unter anderen klanglichen Verhältnissen im Mix als bei den Beyer oder den Audiotechnica. Der Punch ist geringer als bei den Audiotechnica. Dafür sind die Tiefen insgesamt wesentlich klarer gestaffelt.

Ich benutze die Dinger um Samples/Beats zu bauen oder abzumischen, und für den Zweck bin ich absolut zufrieden.

Fazit, kann man eigentlich nur mit höherpreisigen Kopfhörern vergleichen. Ja, sie sind teurer, aber mMn ist das Bang for Buck hier enorm. Danke Thomann für die schnelle Lieferung, wie immer ;)
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