Akai EWI USB Elektronischer Blaskontroller

elektronischer Blascontroller

  • mit USB-Anschluss
  • mehrere Fingersätze: Sax, Traditional, Blockflöte und EVI (Brass)
  • erweiterbare Soundpalette
  • Mundstück lässt sich entnehmen und reinigen
  • Plug-und-Play mit PC/Mac
  • inkl. USB-Kabel

Weitere Infos

Basspedal Nein
Blaswandler Ja
MIDI Controller Ja
Filter Nein
Effekte Nein
Sequenzer Nein
Produktspezifische Erweiterung Nein

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Akai EWI USB
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  • Bedienung
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Sowohl prima Hilfsmittel, Spielzeug als auch eigenständiges Instrument
Alexander289, 24.12.2009
Das EWI USB ist der helle Wahn, Angesichts des Hammerpreises ist das Leistungsverhältnis unglaublich, überwiegen doch klar die Knallerfeatures. Das EWI beherrscht so ziemlich sämtliche Griffweisen der Blasintstrumentlandschaft: Saxophon, (Quer-)Flöte, Oboe, dreiventilige Blech-Griffweise und in Abstrichen auch Oehler- bzw. "deutsche" Klarinette (jedoch ohne "Überblasen" in Duodezime, da hier nur Oktavregister möglich sind). Die mitgelieferten Garritan-Instrumente durch das Programm Aria sind zum Großteil überzeugend (Streicher, Synths, bedingt Blechbläser und Holzbläser mit Ausnahme der Einfachrohrblattinstrumente) und das Handling kann einfacher kaum sein. Hier sollte sofort ein jeder mit zurecht kommen, Installation, Bedienung und Inbetriebnahme sind geradezu idiotensicher und hochergonomisch. Ich habe das Teil im Bandspiel über 1.4 GHZ Laptop mit Billigsoundkarte und schlappen 512 MB Ram Laufen und mit entsprechendem Entbrummer komme ich damit weitaus unkomplizierter über die Liveanlage, als mit meinen Holzblasinstrumenten (ich spiele auch Klarinette, Saxophon und Querflöte). Für LIVEeinsatz ist das Ding einfach nur der Kracher. Im Studio greife ich dann aber doch lieber auf meine authentischen Akustik-Babies zurück.

Da ich von dem Ding schlichtweg begeistert bin, möchte ich hier ausdrücklich ein stärkeres Augenmerk auf die NACHTEILE werfen, damit jeder Interessierte weiß, wo er ggf. Abstriche hinzunehmen hat:

a.) Optik - das Teil sieht schlichtweg aus, wie ein Spielzeug und hält keinerlei Vergleich mit klassischen Instrumenten statt, deren Ästhetik einfach unerreicht ist
b.) Tragegurt - der mitgelieferte Gurt ist Marke Sonderbillig. Ich verwende einen anständigen Saxgurt - kommt geiler!
c.) es klingt banal, ist aber für den Bühneneinsatz nicht unentscheidend: es gibt keinerlei Haltevorrichtungen für den EWI, falls man das Instrument mal abstellen möchte, da schlicht ein Schallbecher oder eine Öffnung am unteren Ende fehlt. Wer das Teil abstellen will, muss es schon irgendwie am Gurt irgendwo hinhängen.
d.) USB-Stecker: der USB-Stecker hat zwar eine Vorrichtung zur Vermeidung versehentlichen Ausziehens, jedoch hindert diese lediglich das Kabel am Herunterfallen. Wird am Stecker gezogen, so geht dieser auch schon bei leichterem Impuls aus der Buchse raus und in dem Moment ist Feierabend. Eine kleine Wäscheklammer leistet hier gute Abhilfe, sieht aber albern aus. Hier muss man etwas kreativ sein, wenn man auf Nummer sicher gehen will.
e.) Einer meiner Vorredner war wohl sehr unglücklich mit dem EWI, weil er scheinbar nicht bedacht hat, dass dieses Teil eben tatsächlich ein eigenständiges Instrument darstellt. Tatsächlich löste Yamaha mit seinen ehemaligen Blaswandlern das Kontaktproblem aufgrund "richtiger" Klappen besser, als Akai, jedoch kann man sich mit etwas Übung gut dran gewöhnen. Die Oktavroller funktionieren bestens, wenn man das Prinzip erst einmal raus hat. Gleiches gilt für den sehr empfindlichen Ansatz, für den man unerwarteterweise wirklich kaum Luft braucht. "Zahnvibrato" wirkt zunächst ulkig, geht aber wunderbar. Das Einzige, was echt ne Menge Übung und Sauberkeit in Punkto Fingersatz bedarf, sind die empfindlichen Kontakte. Wer hier schludert, dem verzeiht das Gerät nicht. Bestes Beispiel ist das Bb des linken Saxophon-Zeigefingers... normalerweise ist man gewöhnt, bei B-Tonarten den linken Zeigefinger gleich über beide Klappen zu legen - das geht hier schief, spätestens, wenn man das C mit dem linken Mittelfinger spielen will. Ist jener nur einen Hauch zu hoch, wird das Bb mit kontaktet und man wundert sich, warum man auf den Tod kein C zu hören bekommt. Wie bei ALLEN Instrumenten hilft hier jedoch üben! Das EWI ist nunmal kein Saxophon, sondern ein EWI. Und seien wir ehrlich: wer hierdurch seine Griffsauberkeit verbessern kann, der spielt auch letztlich flüssiger Sax. Von daher sehe ich diesen Nachteil nicht als wirklich gravierend an, sondern schlicht als umstandsbedingt.
f.) Kondenswasser - durch ein kleines Löchlein am unteren Ende läuft lustig und munter das Kondenswasser vom Anblasen - immer schön am USB-Kabel entlang. Weder sinnvoll, noch lecker. Ein kleines, leerbares Zwischenventil Marke Blechbläser würde hier viel helfen.
g.) Achtung - reines Anblashilfsmittel! Ohne externe Sounds geht hier gar nix. Auch ist man durch USB ständig an Kabel UND Computer gebunden - zwingend! Denn das USB-Kabel ist gleichzeitig Stromversorgung. Nix Akku hier, nix alternative Stromversorgung. Zumindest in der Hinsicht lässt sich sicher noch viel verbessern, vor allem zugunsten von Freaks wie mich, die gerne "wireless" spielen - das geht hier leider nicht.
h.) Garritan-Instrumente nicht allesamt überzeugend - seien wir ehrlich: wir hören hier zwar täuschend echte, aber eben keine authentischen Instrumentsamples. Spätestens bei der Einfachrohrblatt-Holzbläsergruppe (Klarinette, Saxophon) erfährt man dies schmerzlich: diese Sounds klingen einfach nur für die Tonne. Wer mehr in diese Richtung machen will, braucht Zusatzsoftware, zB das Sample Modelling von The Sax Brothers namens "Mr. Sax" (gibt's für Alt, Tenor und Bari, leider nicht Sopran). Gleiche Firma stellt auch die Samplebank "The Trumpet" her. Trompetensound vom feinsten. Da kann Garritan nicht mithalten.
i.) ASIO, ASIO und nochmals ASIO - wer EWI einfach nur an seinen Computer anschließt, kriegt unakzeptable Latenzprobleme. Abhilfe schafft hier zB Freeware wie Asio4All, noch besser ist es allerdings mit einem leistungsfähigen Rechner und einer guten Soundkarte. An meinem Beispiel sollte aber klar werden, dass man auch ohne letztere brauchbare Ergebnisse erzielen kann.

Fazit: wem klar ist, dass der EWI USB im Grunde nur ein Hilfsmittel ist, das jedoch wie ein eigenständiges Instrument erübt werden muss, der kann hier, sofern er Verwendung für so ein Teil findet, nicht viel verkehrt machen. Ich bin schlichtweg begeistert von dieser eierlegenden Wollmilchsau. Alle anderen, insbesondere Klassikfreaks, Authentikverfechter und solche, die die Flöhe husten hören sollten tunlichst die Finger hiervon lassen und sich mit gescheiter Instrumentenabnahme auseinandersetzen. Als Multiinstrumentalist profitiere ICH hier zumindest in Sachen Ergonomie enorm.
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Features
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Verarbeitung
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Bilsenmann, 17.12.2014
ist das Teil. Ohne Computer geht nichts, dann braucht man auch einen exra für das Gerät, weil auf dem unbedingt nötigen ASIO-betrieb nur dieses Teil hörbar ist. Also überlege ich einen Billig-Computer ala Tablet PC anzuschaffen. Wer hat Erfahrung damit?

Oder die Variante des Dyna Sample XPression, kostet aber 1600 Euro.

Die eh schon dazugehörige Aria-Garritan Samples sind auch nicht schlecht, für den Anfang.

Wenn man aber wirklich mal die Sax Brothers (sehr jazzig) dazu gekauft hat, merkt man den Unterschied. Die Sax Brothers erkennen das "Luftvibrato" während die Garritan auf dem "Beißvibrato" fußt. Das ist zwar gewöhnungsbedürtig, aber wenn man das konsequent einsetzt, klingt es auch ganz gut, fast natürlich. Gut ist an dieser Software, dass sie im Preis inbegriffen ist und die gängigen Instrumente dazu liefert.

Die anderen Varianten kommen jeweils über 1500,- zuzügl. dem Tablet PC mit 200,- bei der Variante mit Samplemodeling. Beim XPression kann man allerdings diverse Fußschalter anschließen. Ob die Sounds mit denen von Sample Modeling mithalten kann, ist nicht so einfach durch die Demos auf youtube zu beurteilen.
Mir scheint es die entscheidende Frage, wie schnell man zwischen den unterschiedlichen Instrumenten umschalten will, wenn man das EWI-USB in Live betreibt. Hat man mehr Zeit, scheint die Tablet Variante wohl ausreichend. Soll es schnell gehen, ist wohl die XPression Variante vorzuziehen, mit den Fußschaltern. Zu diesem Teil kann ich aber nur das sagen, was man auf der Web-Seite sieht und hört. Prinzipiell super, würde ich sofort kaufen, ist aber eben nicht grad so aus der Portokasse zu zahlen, ebenso das Samplepaket von Sample Modeling.

Tja, ich werde wohl noch mal etwas überlegen. Mit den Sax-Brothers und den Garriton Instrumenten bin ich erst mal versorgt. Muss man eben überlegen, wie oft man das braucht.

Zum Gerät selber: Die Tasten sind für einen Blockflötenspieler kein Problem, denn das geht genauso leicht.
Die Oktavroller und unterscheidlichen Halbtongriffweisen kann man sich schnell erarbeiten - nur etwas Übung.
Ja, der Luftdruck ist für den Blockflötisten erst mal gewöhnungsbedürfig, aber was soll man - auch das ist doch kein Drahma, sondern mit etwas Übung zu lösen. Davon das Teil aufzubohren, würde ich absehen, lieber dran gewöhnen. Das Mundstück lässt übrigens genug Luft durch, die Engstelle kommt später...

Klar schade, das das Gerät nicht ohne Computer funktioniert, etwa mit Kopfhörer, das weiß man aber eigentlich vorher... Dafür kann man eben die Natur-Samples spielen, das war für mich der Kaufgrund, da ich die Synthi-Sounds gar nicht mag, lieber ein nicht ganz perfekter Natur-Sond, das merkt in der Praxis auch nur der Profi... (Ich spiele auch eine Digital Orgel mit Begeisterung: Viscount Cantorum VI)
Mal sehn, wie ich das Gerät in der Band einsetzen werde, Live Erprobung steht noch aus.

Also, ich finde das Klasse, man kann eben damit verschieden Instrumente spielen, die man sich sonst erst kaufen und anlernen müsste. Durch den Blas-Wandler kommt auch echt ein wenig Original-Instumenten-Gefühl auf. Auch wenn die Dynamik doch etwas begrenzt ist.
Dann hat man für die Band auch gleich den Anschluss an den Mixer. Alles gut. Klar ein richtiges Sax sieht natürlich golden glitzernd aus, aber dann dürfte man auch kein E-piano spielen, sondern müsste immer den Flügel auf die Bühne wuchten...
Für mich ist das ein Traum, dieses Gerät, als Multi-Instrumentalisten.

So, also Kaufempfehlung!!!

Nachtrag 30.12.2014

Also die Sax-Brothers kann ich nur empfehlen, dazu zu kaufen, hab das mal vor einem Konzert so probeweise gespielt und alle sagten: Das klingt aber toll, wie ein echtes Sax...
Trompeten und Posaunen diverser Art gibt es auch für den mitgelieferten Kontaktplayer dazu, das ist relativ schnell installiert und mit etwas Hall dazu klingt das auch gleich gut. Wie schon gesagt geht unter ASIO immer nur ein Instrument.

Daher hab ich mir jetzt ein WinTab angeschafft, das läuft mit so einem internen Speicher und 32 bit zwar nicht ganz so schnell, aber es funktioniert. 15 sec. dauert es mit VSTHost und das Instrument ist geladen, 3 sec bei Kontakt Player. Leider ist der Ton sehr leise, so dass man auch mit einfachem Ohrhörer nur wenig hört. Man muss das ganze dann an PC-Boxen oder einen richtigen Verstärker mit Lautsprecher anschließen, dann klingt es schon ganz gut. Die Samplezahl unter ASIO hab ich auf 80 erhöht, dann knackst nichts mehr und es gibt keine Ausfälle und die Latenzzeit - Verzögerung ist auch nicht so schlecht.

Nun kann ich über das WinTab das EWI spielen und vom PC dann die Begleitung dazu rattern lassen... Das ist eben jetzt unabhängig und man kann das EWImit dem Tablet überall mit hinnehmen, wenn man das EWI live benutzen will.
Wenn man in den ASIOforAll Einstellungen den richtigen Lautsprecher auswählt, kann man auch gleichzeitig eine Musikdatei abspielen und dazu das Instrument spielen über den selben Computer. Bei mir ist es: Intel SST Audio Wave for IHF, Ausg: 6x 44,1-176,4kHz, 24 Bits.

Die übrige Software von Samplemodeling ist auch zu empfehlen, das läuft über die sogen. SWAM Plugin Variante. Das ist kein eigenes Programm, sondern man muss ein sogen. Host-Programm haben. Ich habe dazu VSTHost genommen, gibt es in deutsch und kostenlos. Man bekommt auch andere VST-Plugins kostenlos aus dem Netz, wie EQ und Reverb dazu. Das ist auch notwendig, damit es ordentlich klingt. Der kleine Hall der SWAM-Plattform ist leider ein Witz. Auch hab ich bei den Querflöten die Höhen etwas aufgeregelt, jetzt klingts auch nach angeblasener Querflöte.
Das ganze von Samplemodeling ist natürlich teuer. Dafür klingt alles wirklich echt!!! Ich glaub, wenn man das von der Empore aus spielt, merkt das unten keiner...

Ein paar Lacher hab ich schon geerntet, mit dem EWI, man glaubte, das spielt von allein... aber ich denk, das ist das noch Ungewohnte an dem Instrument. Sicher ging das mit einem Keyboard früher auch so, heute ist ein E-Piano auch unter Berufsmusikern akzeptiert.
Für mich eine Super-Erfindung!
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