Musikalische Vorsätze für 2016

Musikalische Vorsätze für 2016

Alle Jahre wieder kommt der Moment kurz nach Silvester, an dem man sich zusammenrauft und dem inneren Schweinehund tief in die Augen blickt. Und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, gibt es sogar bei uns Musikern noch die ein oder andere Kleinigkeit, die verbesserungswürdig ist. Was auf eurer To-Do-Liste für 2016 steht, müsst ihr mit euch selbst ausmachen, aber falls ihr noch ein bisschen Input diesbezüglich braucht, helfe ich euch gerne weiter. Falls einer der Vorsätze nicht zu dir passt, kommt dir beim Lesen aber sicherlich ein Freund in den Kopf, der sich den einen oder anderen Tipp mal zu Herzen nehmen sollte. 😉

 

1. Spätestens, wenn die Höhen bei deinem Amp wieder auf Anschlag stehen, solltest du überlegen, mal wieder neue Saiten aufzuziehen. Es schadet auch nicht, dies mehrmals im Jahr zu machen. Es spielt sich besser, es klingt besser und deine Gitarre bereitet dir wieder viel mehr Freude!

2. Sei nett zu deinen Kabeln. Lege sie mit Bedacht und fürsorglich zusammen. Wenn eines kaputt ist, werfe es doch mal in den Mülleimer und nicht einfach in den Proberaum. Dadurch umgehst du auch, immer wieder ein kaputtes Kabel in die Finger zu bekommen.

3. In deinem Studio wird es höchste Zeit mal alles anständig zu verkabeln und Ordnung zu schaffen? Mein Tipp: Trau dich mal an Kabelbinder ran. Sie sind super praktisch und weitestgehend ungefährlich, auch für Neueinsteiger im Bereich „Ordnung“. Das Ergebnis wird dich begeistern! 😉

4. Manche Drummer hielten es für ein Gerücht, doch amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Drums stimmbar sind. Nebenwirkungen sind ein guter Klang, vermehrte Spielfreude und wohlwollende Anerkennung seitens der Musikerkollegen.

5. Um den Frieden im Proberaum zu wahren, hier ein Vorsatz, den kaum eine Band bisher umsetzen konnte. Wenn sich Musiker unterhalten um z. B. an neuen Ideen zu feilen, sollten die anderen einfach mal für eine Minute die Finger vom Instrument lassen und den Rest nicht mit nervösem „Dazwischengespiele“ stressen. 😉

6. Bei dir zu Hause steht ein altes Klavier wie ein Möbelstück herum und es wird nur noch als Ablage benutzt? Dann erwecke es wieder zum Leben und mache damit Musik. Instrumente sind keine Abstellflächen.

7. Nimm dir doch mal die Zeit und hole noch mehr aus deinem Probekeller oder Studio raus und verpasse ihm eine bessere Akustik. Das kostet viel weniger als man glaubt und bringt mehr als erwartet.

8. Reinige dein Instrument. Egal ob Trompete oder Gesangsmikrofon, Violine oder Flügel. Jedes Instrument hat es verdient, von dir gespielt als auch in Schuss gehalten zu werden. Wäre doch schade, wenn dein Liebling irgendwann kaputt ist, weil du dich nicht darum gekümmert hast.

9. Lerne etwas Neues. Sei es ein neues Instrument, Beschallungstechnik, Recording oder Lichttechnik. Was wäre naheliegender als als Musiker seinen musikalischen Horizont zu erweitern?

10. Bleib der Musik treu. Kaum einer kann sagen,  er sei erst glücklich geworden, nachdem er keine Musik mehr machte. Im Gegenteil: Wir können uns in ihr selbst entfalten, gemeinsam Dinge erfinden und diese wachsen lassen. Wir können dank ihr die Welt um uns herum vergessen und die Zuhörer mit ihr verzaubern. Gibt es etwa irgendein besseres Hobby?

 

Vielleicht war ja auch eine Anregung für dich dabei – viel Erfolg bei der Umsetzung. 🙂
Wir wünschen euch allen ein wundervolles und friedliches 2016, voller Musik und Freude!

Und jetzt macht euch an eure Instrumente und rockt das neue Jahr!

 

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Meon ist Gitarrist und Blogger. Er arbeitet seit 7 Jahren bei Thomann und ist permanent von Musik, Musikern und Instrumenten umgeben.

Ein Kommentar

    Punkt 10 find ich gut…
    Manchmal, wenn’s grad nicht so gut läuft, möchte man ja doch auch mal alles hinschmeißen… Dann kriegt man sozusagen den Blues…

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