Hit the Tone! Indie & Alternative

Hit the Tone! Indie & Alternative

Sau deine Gitarre ein und huldige der mitreißenden Essenz von Indie (oder Alternative Rock, was auch immer) … đŸŽžđŸ’„

Was meinst du mit „INDIE kann so Vieles bedeuten“?

Über wenige Begriffe wurde so viel geschrieben wie ĂŒber Indie. Ist es ein einfach eine Art und Weise, wie man etwas tut? Ist es ein Genre geworden? Hat es als eine Sache angefangen und ist jetzt eine andere? Was ist Indie und was ist Alternative? Wird Indie die Klimakrise beenden? Ist es tot oder weder erschaffen noch zerstört und nur transformiert? Ich fĂŒrchte, liebe Leser, ihr mĂŒsst woanders nach den Antworten darauf suchen. Hier ist es mehr oder weniger eindeutig, wir beziehen uns auf einen sehr konkreten Sound: Denjenigen, der seit Mitte der 80er von (ĂŒberwiegend amerikanischen) Bands auf kleinen Independent-Labels erschaffen wurde, die einigermaßen populĂ€r waren (Matador, K, Merge), und der stets einen Fuß im (Velvet) Underground hat, einen anderen in der zweiten Welle des amerikanischen Punk und die Ohren auf die „4 Bs“ gerichtet (Beatles, Byrds, Flying Burrito Brothers, Big Star). Wir reden selbstverstĂ€ndlich ĂŒber Bands wie Pavement, Sonic Youth, Dinosaur Jr., Yo La Tengo und The Pixies. Makellose Melodien und schon naive und Lo-Fi-GefĂŒhle, aber auch Zerre, Tempo und Macht. Dieser Mix von Ruhe und Sturm ist sicher das charakteristischste Feature des Sounds, den wir suchen. Ein Sound, den du, wenn es um Gitarren geht, besonders mit den Effektpedalen und dem Amp erzeugst. Aber inzwischen weißt du: Sogar die Art, wie du deine Gitarre hĂ€ltst, zĂ€hlt. Also hol deine Flanellhemden raus, lass das Haare kĂ€mmen und sing wie Lou Barlow: Gimme Indie Rock!


Ohne eine passende Gitarre gehst du nirgendwo hin

dann ist das die Fender Jazzmaster, gespielt von Leuten wie Ira Kaplan von Yo La Tengo (Video oben), Thurston Moore und Lee Ranaldo von Sonic Youth oder J Mascis von Dinosaur Jr, die ĂŒbrigens zusammen mit Fender eins der am meisten gefeierten Signature-Modelle entwickelt haben. Aber es gibt nicht nur die eine: Da war Peter Buck (von REM) mit einer Rickenbacker, D Boon (von Minutemen) mit einer Telecaster, Kurt Cobain (Nirvana) mit einer Hybrid-Gitarre von Jaguar und Mustang, Joey Santiago (The Pixies) mit einer Gibson Les Paul, Frank Black (auch von The Pixies) mit einer Mustang. Was wir sagen wollen, ist, dass man bei der Breite der Referenzen, die von diesem Soundtyp abgedeckt werden, ihn mit praktisch jeder Gitarre erzielen kann. Allerdings gibt es bestimmte Details, die es lohnen, dass wir sie einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Obwohl es normalerweise empfohlen wird, die Pitch– und Volume-Potis auf 10 zu drehen, mĂŒssen wir berĂŒcksichtigen, dass der Sound, den wir haben wollen, oft auf IntensitĂ€tsschwankungen basiert (etwas, das aus einer Kombination von HĂŒsker DĂŒ und The Pixies stammt, unter Berufung auf DAS). Das zwingt uns, wenn wir erstmal unsere Verzerrung gefunden haben, das LautstĂ€rkepotentiometer zu benutzen, denn das ist wĂ€hrend des Spielens das nĂ€chste fĂŒr uns. Zum Schluss musst du bei der Wahl deiner Gitarre noch – offensichtlich – berĂŒcksichtige, welche Art von Sound du im Kopf hast. Vor allem wegen der Pickups.

Single Coil Pickups sind die Ă€ltesten in Geschichte und charakterisiert von einem hellen, runden und warmen Sound. Das Problem ist, dass sie ein durchgĂ€ngiges Brummen erzeugen können, wenn sie mit hohen LautstĂ€rken gespielt werden. Wir mĂŒssen auf sie zurĂŒckgreifen, wenn wir nach einem cleanen und sanft verzerrten Sound suchen. Ein Sound wie der, den wir in den weniger krachigen Songs von Yo La Tengo finden, zum Beispiel bei DIESEM.

Um das Brummen zu entfernen, wurden Humbucker (oder Double Wound Pickups, doppelt gewickelte Tonabnehmer) entwickelt. Wenn zwei einzelne Spulen (single coils) in einer bestimmten Weise miteinander verbunden werden, verschwindet das Brummen. Und nicht nur das: ein bisschen Brillanz des Klangs verschwindet ebenfalls und der Sound wird dadurch voller und krÀftiger. Stöpselt man ihn mit der gleichen LautstÀrkeeinstellung in einem Amp wie einen Single Coil, klingt der Humbucker viel lauter. Deshalb benutzen wir sie, wenn wir richtig LÀrm machen wollen. Etwas wie DAS HIER.

Eine weitere Option um die Vielfalt an IntensitĂ€tsstufen zu bekommen, die wir zuvor erwĂ€hnten, wĂ€re eine Gitarre zu nehmen, die ĂŒber beide Pickup-Arten verfĂŒgt und mit mit dem Umschalter zu spielen. Schließlich, Freunde, sind im Indie Rock viele verschiedene Stile zu einem zusammen gemixt.


Pedals will lead the way

Mal ehrlich: Es gibt kein Teil in deinem Gear, das deinen Zugang zu dem Sound, den wir suchen, mehr bestimmt als die Pedale. Aber sind ein Fuzz oder ein Distortion dasselbe wie ein Overdrive? WofĂŒr benutze ich das jeweilige? Nun, ein Schritt nach dem anderen.

Bei den Saturation-Pedalen (Saturation = SĂ€ttigung) sind die Ă€ltesten die Fuzz-Pedale. Ihr Sound, reich an Harmonischen, Ă€hnelt dem Summen einer Hornisse und ist charakteristisch fĂŒr Psychedelic Rock (eine weitere Quelle, aus der sich der Alternative Rock nostalgisch speist, zum Beispiel Screaming Trees). Der Fuzz erzeugt den Sound eines defekten Amps und erlaubt uns, einzelne Noten oder Akkorde zu verlĂ€ngern und ihnen mehr PrĂ€senz zu verschaffen. Es gibt dutzende Modelle, aber diejenigen, die wir hier zeigen, sind stets eine sichere Bank: der Electro Harmonix Green Russian Big Muff Fuzz, der Electro Harmonix Big Muff PI USA oder der Dunlop Jimi Hendrix Fuzz Face. Nachdem das geklĂ€rt ist, sag mir: Möchtest du so klingen?

Neben einem Reverb (Hall) und einem Overdrive (sehen wir uns spĂ€ter an) ist der SchlĂŒssel zur Wall of Sound, die J Mascis baut, in seinem Fuzz. Um sowas zu erzeugen, drehen wir das Volume-Poti auf 2 Uhr, Tone auf 1 Uhr und das Sustain (die Zeit, die eine Note, die nur einmal gespielt wurde, weiter erklingt, bis sie nicht mehr zu hören ist) auf volle Pulle. Mit dieser Sustain-Übermacht erschaffen wir eine Wall of Distortion, die durch die verschiedenen Noten entsteht, die wir spielen. Möchten wir einen Sound haben, wie ihn John Frusciante im Solo von Wet Sand erzeugte, lassen wir das Sustain voll aufgedreht und senken Volume und Tone noch weiter (so ca. 11 Uhr), um den Sound noch ein bisschen runterzufahren.

Das Overdrive Pedal andererseits emuliert den die Übersteuerung eines Röhren-Amps bei maximaler LautstĂ€rke: Das verstĂ€rkte Signal ĂŒbersteigt die KapazitĂ€t der Röhren und verformt die Klangschwingungen, aber sanfter als ein Fuzz- oder Distortion-Pedal. Somit ist klar, dass wir es nutzen, um damit verschiedene Levels der Verzerrung zu erzeugen. Die drei oben gezeigten Beispiele sind drei sehr interessante Modelle: der Wampler Plexi Drive Deluxe zum Beispiel wird oft von J Mascis benutzt; der Alexander Pedals Jubilee Silver wird oft von John Frusciante eingesetzt, und zwar sowohl mit den Red Hot Chili Peppers wie auch solo, und den Fulltone OCD Overdrive V2 kannst du oft bei Thurston Moore hören. Nehmen wir das letzte Pedal als eine Referenz. Bei Bull in the Heather gibt es zum Beispiel eine zweite Gitarre mit einem Overdrive, den wir bekommen, wenn wir Volume und Drive (der Anteil des Signals, auf den der Effekt angewendet wird) auf 11 Uhr stellen und Tone noch ein bisschen stĂ€rker, so auf 2-3 Uhr. Wenn wir ein Kompressor-Pedal dazuschalten, gibt das den perfekten Gegenpol zur ersten Gitarre. Im großartigen Opening Track von Feel the Pain von Dinosaur Jr. können wir beispielsweise die Smoothness eines Overdrives hören. In diesem Fall mit Tone auf Vollgas (um PrĂ€senz zu erzeugen) und mit Gain und Volume zwischen 2 und 3 Uhr. Noch eine Sache, bevor mit den Distortion-Pedalen fertig sind: Es gibt noch eine andere Möglichkeit, das Signal anzuheben und den Amp in die SĂ€ttigung zu bringen. Wir reden vom Booster.

Und jetzt kommen wir zu den Distortion-Pedalen. Sie sind sozusagen zwischen Overdrive und Fuzz. Obwohl moderne RöhrenverstĂ€rker einfach verzerren können, hilft uns ein Pedal dabei, einen ganz bestimmten Sound zu erzeugen und ihn auch viel einfacher zu manipulieren. Zum Sound, den wir suchen: Das Distortion-Pedal wird dann benutzt, wenn wir mehr AggressivitĂ€t und IntensitĂ€t suchen – und genau dafĂŒr stehen die vier oben abgebildeten Biester. Lasst uns sie euch vorstellen (auch wenn ihr wahrscheinlich die meisten von ihnen bereits kennt): der Boss DS-2, der DS-1, der Proco Rat 2 und der MXR Distortion +. Und wenn wir ĂŒber AggressivitĂ€t, IntensitĂ€t und dass Alternative Rock ein bisschen hĂ€rter ist reden 
 dann reden wir ganz klar ĂŒber Nirvana. Der DS-1 zum Beispiel schuldet viel von seiner PopularitĂ€t der Tatsache, dass Cobain (und auch Novoselic, der ihn nutze um seinen Bass dreckiger klingen zu lassen) ihn ĂŒberall mit hin nahm. Nehmen wir das Riff von In Bloom. Um diesen Ton hinzubekommen, mĂŒssen wir Tone und Level auf halb und das Distortion-Poti auf voll stellen. WĂ€hrend der In Utero Tour schenkte Cobain dem DS-2 sehr viel Aufmerksamkeit. Beweise dafĂŒr finden sich bei der Gitarre von Heart Shaped Box, mit einer Rohheit, die wir bekommen, indem wir Level und Tone auf 11 Uhr, Distortion auf voll und den Turbo in die Mitte stellen. Das Proco Rat ist eins der meistgenutzten Pedal im Grunge, aber Cobain nutze es kurioserweise nur bei Territorial Pissings. Wie? Nun, das ist ganz einfach: Stell Filter und Volume auf Werte zwischen 9 und 11 Uhr und –selbstverstĂ€ndlich – drehe die Distortion auf Vollgas. Siehst du? Deswegen sagt man, dass Nirvana-Songs von jedem gespielt werden können.

Nun, das war’s mit den Pedalen, oder?

Äh 
 nein. Richtig, du hast die Grundlagen, aber ich sage, du bist ja wohl nicht so weit gekommen, wenn du nur die Basics wissen willst, stimmt’s? Also los, dann wollen wir mal grĂŒndlich sein.

Der Chorus basiert darauf, ein (Gitarren-)Signal zu vervielfĂ€ltigen und dieses dann mit einer leichten Verzögerung wieder zum Original zu geben. Das kopierte Signal erhĂ€lt vom Pedal noch eine leichte Verstimmung, die zyklisch oszilliert, sich also bewegt. Der Chorus ist ein weiteres sinnbildliches Pedal von Indie und Alternative Rock. Diese beiden Modelle, der Boss CH-1 und der Electro Harmonix Small Clone, gehören zu den charakteristischsten. Den ersten hört man kombiniert mit einem Boost auf den Gitarren von Sonic Youth bei Wishing Fulfilment. In diesem Fall drehst du die Depth (der Anteil des verstimmten Signals, der hinzugefĂŒgt wird) zwischen 11 und 12, die Rate (Geschwindigkeit der Oszillation) auf 10 oder 11 und den Level (Anteil von Signal mit und ohne Effekt) und den EQ auf 1. Das zweite Modell kannst du auf der Gitarre bei Come as You Are hören. Hier brauchen wir keine weiteren ErklĂ€rungen, außer dass Cobain die Rate auf halb gestellt hat.

 

Wenn wir pingelig sein wollen, darf ein bisschen Reverb nicht auf deinem Pedalboard fehlen. Erinnern wir uns: Der Reverb (Hall) simuliert, dass unser Sound in einem anderen Raum erzeugt wird (grĂ¶ĂŸer, enger, höher usw.) als dort, wo wir uns tatsĂ€chlich befinden. Das ist ein grundlegendes Pedal, wenn es darum geht, mehr Tiefe zu deinem Sound hinzuzufĂŒgen. Diese beiden Modelle sind beispielhaft: Erinnerst du dich die Gitarre von J Mascis in Little Fury Things? Nun, neben anderen Pedalen benutzt er das Boss RV-6. Level (Signal mit Effekt/Signal ohne Effekt) auf 11, Tone (Level von Höhen und Bass) auf 12, Time (die Zeit, die es braucht, bis der Hall verschwindet) auf 9 und als Effekt den Spring Reverb (simuliert den klassischen Federhall der 50er). Sein roter Nachbar, das TC Electronic Hall of Fame 2 wird von John Frusciante bei The Sides verwendet, eingestellt auf Hall Reverb, dazu Tone, Decay (die Zeit, bis der Hall verschwindet) und FX Level (Signal mit Effekt/Signal ohne Effekt) zwischen 10 und 11.

Wir beenden diese Übersicht ĂŒbers Pedalboard mit zwei Teilen, die das SahnehĂ€ubchen auf deinem Sound sein können. Zur linken haben wir das Dunlop Crybaby GCB95, ein Pedal, das keiner Vorstellung bedarf: Kaum ein anderes Wah-Wah ist so bekannt. Ein Beispiel: Klar, hör dir Stephen Malkmus‘ Solo in Jo Jo’s Jacket an. Zur rechten sehen wir das Electro Harmonix Memory Toy, ein analoges Delay. Gerade um unseren gesuchten Sound abzurunden und ihm eine Spur von Vielseitigkeit zu geben, wird der Einsatz analoger Delays ĂŒblicherweise empfohlen. Und wenn nicht, erzĂ€hlst du das John Frusciante.

Jetzt mal ernsthaft: Ohne vernĂŒnftigen Amp 
 verlĂ€sst du nicht mal das Haus

Wie schon bei den Gitarren ist der VerstĂ€rker nicht das entscheidende Element, um den Sound hinzubekommen, den wir suchen. Aber ein paar Fragen im Hinterkopf werden uns helfen, unser Ziel zu erreichen, ohne dass wir uns komplett auf die Pedale verlassen. Soweit das möglich ist. Es wird oft betont, dass je Ă€lter (oder mehr vintage) dein Amp, umso besser ist er auch. Die vier Modelle oben sind Klassiker: Fender Blues Junior, Vox AC15 C1, Fender 65 Princeton Reverb und Fender 68 Custom Twin Reverb. Du hast vielleicht die Vorherrschaft von Fender bemerkt. DafĂŒr gibt es einen Grund: Seit Menschengedenken werden diese VerstĂ€rker fĂŒr Greifbarkeit und Reinheit ihres Sounds hochgeschĂ€tzt, besonders die klassischen Blackface– und Silverface-Modelle. Um den chrunchy Sound zu fördern, werden die Höhen ĂŒblicherweise lauter als die Mitten und Tiefen gedreht. Um die richtige Verzerrung zu finden ist es ratsam, die LautstĂ€rke so weit wie möglich aufzudrehen und dann die LautstĂ€rke des Zerrpedals zu checken, bis es ausreichend knackig klingt. Und wenn du dann etwas runterdrehen musst, vergewissere dich, dass es in den Mitten ist. Und jetzt 
 ist es nur noch eine Frage des AustĂŒftelns …

Ein paar Tricks ohne GerÀte

Hier sind sie:

  • Vergiss nicht, dass es im Indie/Alternative Rock keinen echten Unterschied zwischen einem Rhythmusgitarristen und einem Solospieler Lee Ranaldo und Thurston Moore, wer ist der Solospieler und wer der rhythmische? Es ist wirklich nicht so klar! Das fĂŒhrt zu einer grĂ¶ĂŸeren Wichtigkeit des Riffs (mehr akkordbasiert) und des Rhythmus als dein typisches Gitarrensolo.
  • Die Akkorde beinhalten normalerweise kleine Variationen: Egal, ob eine Dur- oder Moll-Note addiert wird, die „changed chords“ sind charakteristisch fĂŒr diesen Sound.
  • Die Taktart ist normalerweise 4/4. Das macht es einfacher, den Rhythmus zu halten, aber du bist in der Verantwortung eine eingĂ€ngige Akkordfolge zu finden, die niemanden langweilt.
  • Solo oder kein Solo? Das ist eine der großen Diskussionen. Da dieser Sound eine Reaktion auf die Rock-Dinosaurier ist, haben selbstbefriedigende Solos keinen Platz. Also wenn es welche gibt, haben sie eine andere Bedeutung. Vergleich dieses hier mit irgendeinem von Slash. Siehst du?
  • Weniger ist mehr: Immer. Vergiss nicht, dass du Gitarrist in einer Alternative Indie/Rock Band bist, du bist (und willst es auch nicht sein) Matt Bellamy.

Fazit

Die meisten der Bands, auf die oben hingewiesen wurde, entstanden als eine Reaktion auf Unmoral und auf die, die wir die „Leute, die nicht verstanden, dass Spinal Tap ein Witz war“ nennen. Daher kommt die vermeintliche TrĂ€gheit und „NormalitĂ€t“, die die Mitglieder von Yo La Tengo oder Pavement umgibt. Es ist wichtig, dies herauszustellen, da diese Bands, neben einem bestimmten Sound, eine Einstellung reprĂ€sentieren: Ja, nimm dir Zeit, deine Gitarre, deinen Amp und deine Effektpedale auszuwĂ€hlen, aber vergiss niemals, dass es hier um Songs, Ideen und Emotionen geht. Und noch was: Wenn du merkst, dass du dich selbst zu wichtig nimmst, dann schmeiß alles weg und fang von vorne an. Die Welt wird es dir danken.

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Meon ist Gitarrist und Blogger. Er arbeitet seit 7 Jahren bei Thomann und ist permanent von Musik, Musikern und Instrumenten umgeben.

2 Kommentare

    Superartikel! Tolle Beispiele und Tipps!

    Danke fĂŒr den Artikel!

    Und zur Begrifflichkeit: Nachdem auf „EmptyVee“ die Sendung „Alternative Nation“ lief, war der Begriff wegen der Kommerzialisierung verbrannt, es wurde „Independent“ statt „Alternative“ verwendet. Benannt nach unabhĂ€ngigen Labels, der Antwort auf Major Labels. Selber Konzerte organisieren, Fanzines kopieren, Tapes verkaufen, die ganze Punksache. https://en.wikipedia.org/wiki/DIY_ethic (Die deutsche Version ist nicht so ĂŒppig.)

    Heutzutage bedeutet „Indie“ oft, daß da jemand eine Jaguar schrammelt, kein Drummer ohne Roland SPD und bollernder Floor Tom auskommt, im Hintergrund modulierte Synthpads wabern und die Melodie sich auf der Mollquinte bewegt.
    Man kann mit solchen (und anderen) Stereotypen sicher was reißen, aber mittlerweile muß man keinen persĂžnlichen „Indie-Jihad“ fĂŒhren, um sowas mindestens verdĂ€chtig zu finden.

    „Jonee went to the pawnshop / bought himself a guitar / now he’s gonna go far.“
    (Devo – Come Back Jonee)

    🧾💕🩠🔹

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