Basics – Einrichtung & Gestaltung Proberaum

Basics – Einrichtung & Gestaltung Proberaum

#PracticeRoomDays #WhereItAllBegins 

Was braucht man, um einen Proberaum einzurichten? Bevor du mit dem Wort „Geld“ antwortest, gibt es noch drei weitere Dinge zu berücksichtigen: Wissen, Inspiration und einen durchdachten Plan. In diesem Artikel werden wir hoffentlich all dies liefern. Es gibt bestimmte Komponenten eines Proberaums, die unverzichtbar sind. Ohne sie würden sich die Musiker entweder nicht hören oder der Output ihrer musikalischen Anstrengungen wäre einfach nicht befriedigend. Klar, viele Bands fangen klein an und jammen unplugged im Kreis sitzend im Keller ihrer Eltern. Aber wenn man erst einmal ein gewisses Level an Fähigkeiten und Hingabe (oder auch nicht) erreicht hat, ist es Zeit, über einen funktionalen Platz für seine Kunst nachzudenken …

🎸🔊🎤


1. Der richtige Raum

Einige Dinge, über die es bei der Auswahl des Raums für die Proben nachzudenken gilt (sofern du nicht gerade einen Raum extra dafür baust, aber nehmen wir mal an, das machst du nicht), sind:

Der Ort: Willst du dein schweres Gear einmal durch die Stadt schleppen und so eine Stunde mit der Anfahrt verplempern? Miete: Wie viel bist du bereit zu zahlen, wenn du einen Raum anmietest? Willst du einen durchgehenden Vertrag oder etwas, das du nach genutzten Stunden bezahlst?
Größe: Brauchst du einen großen Raum oder lieber etwas Kuscheliges? Was passt zu deinen Bedürfnissen und deinem Gear?
Bauform: Manche Akustikexperten sagen, dass ein komplett rechtwinkliger Raum nicht ideal für die Akustik ist. Räume mit ausgefallenem Grundriss sind meist besser.
Akustische Behandlung: Darauf gehen wir in einem bald folgenden Blogartikel ein. Stay tuned!
Ausstattung: Muss der Raum beheizt oder mit Klimaanlage ausgestattet werden? Brauchst du fließend Wasser? Soll der Raum ein Fenster für Tageslicht haben oder bevorzugst du eine Höhle mit deiner eigenen atmosphärischen Beleuchtung?


2. PA-System

Ein PA-System ist etwas, das du für die Verstärkung des Komplettmixes der Instrumente und Vocals deiner Band benötigst. Es besteht in der Regel aus zwei (oder mehr) Lautsprechern und Stativen und hebt die Lautstärke auf den Level des akustischen Schlagzeugs (sofern vorhanden). Man kann auch ohne PA-System auskommen und stattdessen separate Amps für alle Vocals und Instrumente benutzen. Aber es ist auf diese Weise meist viel schwieriger, einen ausgeglichenen Mix hinzubekommen.


3. Mixer

Um das Audiosignal in die PA-Lautsprecher zu bekommen, brauchst du ein Mischpult, die es in vielen verschiedenen Varianten gibt. Der meist übliche Mixer für einen Proberaum ist ein Analogmixer mit 12 Kanälen, aber auch ein 5-Kanal-Mischer kann je nach Setup deiner Band schon ausreichen. Digitale Mischpulte sind auch toll, denn sie ermöglichen flexiblere AUX-Output-Einstellungen und individuelle (manchmal per W-LAN einstellbare) AUX-Mixe. So kann jeder Musiker seinen eigenen auf ihn zugeschnittenen Mix auf den In-Ear-Monitoren hören.


4. Amps

Ob es darum geht, E-Gitarre, E-Bass, Keyboards oder die Vocals zu verstärken … Für Rockbands gilt in der Regel: Du wirst die elektrische(n) Gitarre(n) durch einen Amp schicken wollen. Ein Bass-Amp verstärkt den E-Bass, der alternativ auch direkt in den Mixer auf die PA gestöpselt werden kann. Das nennt sich Direct Injection (DI) und manchmal, wenn die Gefahr elektrischer Störungen besteht, braucht man dazu eine DI-Box. Das Gleiche gilt fürs Keyboard (klicke hier für Keyboard-Amps). Das Schlagzeug wird bei Proben in der Regel nicht mikrofoniert und verstärkt. Es sei denn, es ist ein elektronisches Drumset, dann nutzt man auch hier DI.


5. Schlagzeug

Ob du ein Schlagzeug im Proberaum hast, hängt vom Musikstil der Band ab. Manche Genres oder Besetzungen benötigen nur eine Drum-Machine und/oder Percussion. Wenn dein Raum nicht richtig schallisoliert ist, könnte ein elektronisches Drumkit die ideale Lösung sein. Um zu verhindern, dass dein Schlagzeug munter im Raum umherrutscht, solltest du überlegen, ob du nicht einen Drum-Teppich darunter legst.


6. Kaufen, mieten oder bei den Eltern schmarotzen 😉

Wie willst du für den Raum bezahlen? Idealerweise wäre es toll, der Besitzer des Raums zu sein, aber nicht jeder hat so viel Geld. Wenn du den Proberaum durchgehend mietest, solltest du überlegen, ihn und damit die Miete mit anderen Bands zu teilen und einen Belegungsplan aufzustellen. Wenn es sich um einen Raum im Haus deiner Eltern handelt, um so besser! In diesem Fall darfst du dich sehr glücklich schätzen. Junge Leute nutzen oft den elterlichen Keller oder die Garage für diesen Zweck …


7. Unverzichtbares Zubehör

Bring deinen Proberaum auf das nächste Level, lese den Artikel So pimpt ihr euren Proberaum um herauszufinden, wie du dein Proben- oder Jamming-Erlebnis optimierst!

Vom 5. bis einschließlich 11. November 2018 steigen unsere #PracticeRoomDays, insbesondere auf Facebook und Instagram. Es dreht sich alles rund um den Ort, wo alles beginnt: den Proberaum. 💘

Hilfreiche redaktionelle Artikel hier auf dem t.blog, Deals und allerlei Unterhaltsames warten während der neuen Mottowoche auf euch!


Wir hoffen, dieser Artikel hat ein bisschen Licht in die Sache gebracht, was du brauchst, einen funktionellen Ort für dich, deine Bandmitglieder und deine Musik zu erschaffen. 🤘 Wenn du meinst, wir haben etwas in unserer Grundlagen-Liste vergessen, lass es uns bitte in den Kommentaren unter dem Artikel wissen. ✍

Author’s gravatar
Dominic hat als E-Gitarrist einer Alternative-Rockband etliche Clubs im deutschsprachigen Raum unsicher gemacht (die wenigsten davon mussten anschließend zu machen). Mit seiner Unplugged-Band steht er auch heute noch regelmäßig auf der Bühne.

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