8 Bands für deine Halloween-Playlist

8 Bands für deine Halloween-Playlist

Monsterkostüme, Kunstblut, schockierende und oftmals provozierende Texte und Bühnenshows: Die Shock-Rocker leben Halloween dauerhaft. Umso passender, zum großen Kürbisfest einen Blick auf ein paar der prominentesten Vertreter dieses kontroversen Genres zu werfen. Immerhin heißt es bald wieder Süßes oder Saures und vor allem vorsätzliches Grauen. Und das darf durchaus in den passenden musikalischen Rahmen verpackt werden. Hier ein paar schockierende Tipps …


1. Alice Cooper – der König des Shock-Rock

Mit einem simplen Missverständnis nahm die Karriere von Alice Cooper als König des Shock-Rock seinen Lauf. Wir schreiben das Jahr 1969, ein Fan wirft während eines Auftritts ein lebendes Huhn auf die Bühne. Cooper denkt sich, das Huhn hat Flügel, es wird davonfliegen. Und wirft es zurück. Es konnte nicht fliegen. Die Meldung in den Sensationsblättern lautete, Alice habe dem Huhn den Kopf abgebissen. Hat er nicht. Aber das Kunstblut, schauriges Make-Up und sein schwarzer Humor auf der Bühne wurden zu seinen Markenzeichen. Auf die Halloween-Playlist gehört neben „Schools Out“ der so gruselig aussagekräftige Song „Welcome to My Nightmare“.

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2. Misfits – die Pioniere des Horror-Punk

Leichenhaftes Make-Up und der tiefe Griff in die Kiste klassischer Horrorfilme waren die Erkennungsmerkmale der Misfits. Sie wurden mit ihren morbiden Hymnen und makabren Bühnenshows nichts Geringeres als die Begründer des Horror-Punk. Provozierend und schockierend bis ins Mark. Frontmann Glenn Danzig geriet bei einer Support-Tour der britischen Punkrock-Band The Damned in einer Bar in eine Schlägerei und kommt hinter Gitter. Davon handelt der Song „London Dungeon“. Eine Textzeile: „Sie nannten uns wandelnde Leichen“. Passt doch, ab damit auf die Playlist. Die Tour wurde abgebrochen.

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3. King Diamond – Übertreibung im akustischen Grusel-Cinema

Mit einer gehörigen Portion Übertreibung wurden die Auftritte von King Diamond mit der Band Mercyful Fate schon beinahe zur horrortriefenden Musical-Show. Die Grenze war angesichts der zahlreichen Requisiten und der zu Texten verarbeiteten Gruselgeschichten mit der Falsett-Stimme der Metal-Ikone haarscharf. Diabolisch anspruchsvolles Grusel-Cinema für die Ohren. King Diamonds „The Puppet Master“ will es auf eure Halloween-Playlist schaffen.

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4. Gwar – Gesellschaftskritiker aus dem fernen Universum

Seit 1985 unterhalten Gwar die Konzertgänger der härteren Art in unterschiedlichen Besetzungen. Einerseits eine lange Zeit für die satirische Shock-Rock-Band mit Science-Fiction- und Horror-Attitüde. Aufgrund der selbsterklärten Vita allerdings ein Klacks. Als Sänger und zu der Zeit letztes verbliebenes Gründungsmitglied Dave Brockie alias Oderus Urungus 2014 verstarb, war er nach irdischen Maßstäben 50 Jahre, laut eigener Darstellung allerdings bereits 43 Milliarden Jahre alt. Können auch ein paar Tage mehr oder weniger gewesen sein. Die Konzerte der episch kostümierten Band sind eine Mutprobe für alle Beteiligten: Für die Konzertgänger, die mit nachgemachten Flüssigkeiten besprüht wurden, und für Prominente und Politiker, die regelmäßig von der Band verspottet wurden. So richtig Halloween-like gruselig wird es mit „Go to Hell“.

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5. Marilyn Manson – Spießbürgerschreck schockt mit Bowie-Pop

In den 90ern schienen die Shock-Rocker wie Alice Cooper schon nahezu etabliert. Kaum jemand, der sich durch die Inszenierungen noch außer Fassung bringen ließ. Zeit für die Kunstfigur Marilyn Manson, wieder für die gute Portion Empörung zu sorgen. Er machte sich zum Spießbürger-Schreck, überschritt immer wieder die Grenzen des Erträglich und wurde zum Gesamtkunstwerk. Stellt sich die Frage, wie der mittlerweile 51-Jährige es weiterhin schafft, die Menschen auf die Barrikaden zu bringen. Gerade auf den Markt gekommen ist sein neues Album „We Are Chaos“. Und darauf schockt er auch die Halloween-Kürbisse mit unerwartetem Bowie-Pop. Es geht eben auch andersherum:

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6. Slipknot – ohne Masken geht gar nichts

Zu Halloween sind die Menschen maskiert. Slipknot sind das bereits seit 1995. Häufig gab es Kontroversen um die Maskierten. So wurden ihnen immer wieder Textzeilen unterstellt, die mit Amokläufen im Zusammenhang stehen sollten. Diese Texte aber existierten nicht. Auch wurden Songausschnitte in Kontexte gestellt, die mit der eigentlichen Aussage nichts zu tun hatten. Umso merkwürdiger, als die Botschaften von Slipknot bei aller martialischer Darstellung grundsätzlich positiv gemeint sind.

Im August 2019 haben Slipknot mit „We Are Not Your Kind” ihr nunmehr sechstes Studio-Album auf den Markt gebracht. Und das kletterte in den USA, in England, Australien und weiteren Staaten schnell an die Chart-Spitze. Einer der bezeichnenden Songs darauf ist „Unsainted“, ideale Auskopplung für die Halloween-Playlist:

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7. Lordi – Zeitreise der besonderen Art

Echt kurios konzipiert ist das aktuelle Album „Killection“ der verrückt-sympathischen finnischen Maskenrocker um Mr. Lordi. Die Band hat so getan, als bestünde sie bereits seit den 70ern und mit dieser Idee eine Sammlung der angeblichen Songs von damals zusammengestellt. Auch technisch wurden die Aufnahmen an die 50 Jahre zurückliegende Ära mit originalem und authentischem Vintage-Sound angepasst. Das mittlerweile zehnte Studio-Album folgt damit einer ganz besonderen Idee. Und dass die Musiker sich für keine Grenzüberschreitung zu schade sind, beweisen letztlich die Auftritte auf dem European Song Contest oder mit Max Raabe. „Scream Demon“ ist eine Halloween-taugliche Auskopplung aus dem Album „Killection“:

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8. The Mummies – Kostüme als Arbeitsklamotten

Halloween hat immer auch etwas von vorsätzlichem Chaos. Geradezu prädestiniert dafür waren die Garage- und Surf-Punker „The Mummies“. Wichtige Mitglieder u.a. der Punkszene von San Franzisco. Die Musiker um den Sänger und Organisten Trent Ruane bezeichnen ihre Kostüme als Arbeitsklamotten, erzählen davon, dass die Klamotten furchtbar stinken. Zu den Markenzeichen neben dem exaltierten Outfit gehörte das arrogante Auftreten. Die Garage-Heros haben immer wieder Coverversionen von beinahe versunkenen Songs aus den Sechzigern gespielt. Echt schräge Typen, wie beispielsweise bei „The Fly“, wo der Frontmann ständig sein Keyboard durch die Gegend schubst und schiebt:

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Na dann, Halloween kann kommen. Passende Musik dafür ist reichlich vorhanden. Welche sind eure bevorzugten Songs, mit denen ihr für gruselige Gänsehaut sorgt?

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Franziska startete ihre Musiklaufbahn an der Violine und ist heute musikalisch zwischen Smetana und In Flames zu Hause. In ihrer Freizeit engagiert sie sich in allerlei Kulturbereichen und lebt ihre Leidenschaft - die Kunst - in all ihren Facetten.

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