6 Gründe, warum das Saxophon ein cooles Instrument ist

6 Gründe, warum das Saxophon ein cooles Instrument ist

Schon faszinierend, wie beständig das Saxophon die Musikszene bereichert. Da wollte vor mehr als 170 Jahren Adolphe Sax ein warm klingendes Instrument bauen, weil ihm ein „gut klingendes Holzblasinstrument in der tiefen Lage fehlte. Und dann kam ein derartig prominenter und beliebter Vertreter dabei raus. 1929 übernahm ein gewisser Henri Selmer die Patente inklusive Werkstatt. Spätestens mit dem Jazz begann der weltweite Siegeszug. Der Rest ist legendäre Geschichte. Hier haben wir für euch 7 Gründe für die zeitlose „Faszination Saxophon“! ?


 

1. Das Sax ist und bleibt ein Stück Seele

Wer dem Sax-Spieler zuhört, hat automatisch das Gefühl, was da klingt, ist alles andere als ein geformtes Stück Blech. Das kann nur ein Teil seiner Seele sein. Die Melodien, Phrasierungen und Tonfärbungen scheinen von ganz tief innen zu kommen. Legt der Saxophonist los, erst ganz zart und dann – im wahrsten Sinne des Wortes – „volle Kanne“, zieht er auch dann jeden in den Bann, wenn die Töne nicht mit hundertprozentiger Virtuosität kommen. Ein dezenter Kiekser, ein Hauch zu viel Luft in der Röhre, ein leicht überzogenes Timbre? Nicht das geringste Problem. Dieses Instrument ist schlichtweg ehrlich. Vielleicht sogar die wortlose Übersetzung der menschlichen Stimme.

 

2. Multitalent in sämtlichen musikalischen Stilrichtungen

Die gute alte „Kanne“ ist unvergleichlich vielseitig; kaum ein Musikstil, dem sie nicht diese ganz speziell glänzenden Momente aufsetzen würde. Von der Folkmusik über den Blues bis Rock’n’Roll, Funk und Soul; von Hardrock über Punk, Hip-Hop bis zu Nu-Metal – von Jazz und Swing ganz zu schweigen. Das darf man sich durchaus mal auf der Zunge oder im Ohr zergehen lassen: Nahezu sämtliche anderen Instrumenten sind in den jeweiligen Genres mehr oder minder wichtig; mal mehr, mal weniger. Das Saxophon allerdings ist überall präsent. Das muss dem Ding erst mal jemand nachmachen.

 

3. Musikalisch beständiger Fels in der aufrührerischen Brandung

Das Interessante dabei: Die Musik hat sich – und das ist gut so – über die Jahrzehnte und Jahrhunderte kontinuierlich verändert. Die Bands haben vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Zeit experimentiert, nach ihrer ureigenen Rebellion gesucht und sie mit immer wieder neuen kreativen Cross-Over-Entwicklungen auch gefunden. Stillstand gab es nicht; so wie die Welt selbst, veränderte sich über die Generationen auch die Musik. Und das Saxophon? Das ist hat alle Strömungen mitgemacht und ist dabei ganz einfach geblieben, was und wie es war. Ein zweifellos verlässlicher Faktor zwischen Mississippi, Themse und Elbe.

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4. Virtuos einfühlsamer Tanz auf den menschlichen Emotionen

Es kann weinen und lachen; ist mal melancholisch verträumt und im nächsten Moment wieder fröhlich und geradezu humorvoll. Die Kanne klingt rauchig wie nach dem fünfzehnten Whisky und plötzlich wieder hell, klar und druckvoll. Kein Mensch möchte immer traurig sein oder den ganzen Tag über grinsen, bis sich die Lachfalten bilden. Das Geheimnis ist die Mitte zwischen betrübt und himmelhochjauchzend. Das Sax kann das alles, nimmt die Zuhörer an eine abwechslungsreich musikalische Hand und gibt ihnen ein gutes Gefühl. Vermutlich ist die immense Dynamik eines der wichtigsten Argumente überhaupt.


5. Natur pur; ein Instrument fernab von Modeerscheinungen

Selbst wenn es mittlerweile durchaus interessante und technisch kreative Möglichkeiten gibt, das Saxophon per Expander mit anderen als den bekannten Klängen zu versorgen: Grundsätzlich bleibt es auch auf Rock- und Funkbühnen – und sogar bei Pop- oder X-Over-Produktionen in Zeiten von Samples und Sequenzern – eines der letzten echten Naturinstrumente schlechthin.


6. Teamplayer und solistischer Leader zugleich

Mit seinem ganz speziellen Klang ist die Kanne das Frequenz-Bindeglied zwischen den zwischen blechernen Trompeten, Posaunen und den restlichen Probanden wie der Klarinette. Ausgesprochen harmonisch weiß es sich unaufdringlich und satzdienlich einzufügen. Und sobald es nach vorne gehen darf und auf das Publikum losgelassen wird, ist das Sax Anführer und solistischer Eigenbrötler – im positiven Sinne. Zwischen den metallischen Jericho-Klängen der anderen Protagonisten überzeugt es mit seiner Wärme und die Post geht richtig ab.

Beratung

Hast du Fragen oder Beratungswünsche in Sachen Saxophon oder zu Brass allgemein? Unsere Fachabteilung für Blasinstrumente hilft dir gerne weiter! Nähere Informationen und Kontaktdaten erhalten Interessierte unter diesem Link.

 

Weiterführende Links

 

–> Zum Online-Ratgeber Blasinstrumente

–> Brass: 10 Tipps zum Üben mit Sinn und Verstand

–> 7 Dinge, die ein Bläser nicht hören will

–> Welches Blasinstrument passt zu mir?

–> Hier geht es zu den Saxophonen auf thomann.de

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Dominic hat als E-Gitarrist einer Alternative-Rockband etliche Clubs im deutschsprachigen Raum unsicher gemacht (die wenigsten davon mussten anschließend zu machen). Mit seiner Unplugged-Band steht er auch heute noch regelmäßig auf der Bühne.

Ein Kommentar

    Auch in der klassischen Musik ist das Saxophon nicht unbekannt.
    Einige Komponisten
    haben dieses Instrument in ihren Kompositionen eingesetzt oder Solokonzerte geschrieben,
    zb. Bizet,Ravel,Debussy, Glasunov , Hindemith und B. Hummel.

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