10 Musiker, die legendäre Bands verließen, bevor sie berühmt wurden

10 Musiker, die legendäre Bands verließen, bevor sie berühmt wurden

Mit der Musik ist es wie im ganz normalen Leben: Manch große Chance geht einfach an dir vorbei, nur weil du nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist. Dabei hättest du eine gigantische Karriere machen können. Shit happens. Hier kommen 10 Musiker, denen genau das passiert ist.

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 1. Pete Best – The Beatles

Bekannt als „der vergessene Beatle“ ist der britische Schlagzeuger Pete Best. Er bediente bei den Pilzköpfen von 1960 bis 1962 die Drums. Der Produzent der Fab Four, George Martin, war von ihm wenig überzeugt. Er wollte bei den Aufnahmen einen Studiomusiker einsetzen. Nicht nur, weil Martin den speziellen Sound der Beatles kreierte, hatte sein Wort Gewicht. „Love Me Do“ wurde vom Session Schlagzeuger Andy White eingespielt. Nicht mal der künftig dauerhafte Drummer Ringo Starr durfte ran.

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2. Tony Chapman – The Rolling Stones

Wir schreiben das Jahr 1962. Die Rolling Stones stehen kurz vor ihrem Durchbruch. Selbstverständlich ohne das zu wissen. Tony Chapman sitzt eine Zeit lang an den Drums. Ganz nebenher hatte er sogar noch Bill Wyman in die Band gebracht. Tony schmeckt die raue Art nicht, mit der die Stones den Blues interpretieren. Er tritt zurück und wird von einem gewissen Charlie Watts ersetzt, der einfach mehr Rock’n’Roll auf den Kesseln hat. Der Rest ist die legendäre Geschichte der ikonischen Band, die 2020 noch immer auf den Bühnen dieser Welt steht.

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3. David Lee Marks – The Beach Boys

1963, die Surfmusic erlebte ihren Höhepunkt, stemmte sich zugleich dagegen, vom Rock’n’Roll abgelöst zu werden. In der Nachbarschaft von David Marks wohnte die Familie Wilson. Bereits als 10-Jähriger spielte David gemeinsam mit Carl Wilson Gitarre. Es entstanden die Beach Boys, allerdings ohne David. Der wurde erst mit 14 Jahren dazu geholt. Dann ging alles ganz schnell. David Marks zerstritt sich mit Murry Wilson, dem Vater von Brian, Carl und Dennis Wilson, außerdem Bandmanager. Bereits mit 15 war David Marks wieder raus.

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4. Doug Sandom – The Who

Ob er schlichtweg schon zu alt war oder welche Gründe sonst dafür gesorgt haben, dass Doug Sandom durch Keith Moon ersetzt wurde, ist nicht wirklich überliefert. Er war ein netter und umgänglicher Mensch. Trennungsschmerz gab es durchaus, Trennungsstress allerdings nicht. Tatsache ist, dass die Mega-Band des Hardrocks ab 1964 ohne den Schlagzeuger durchstartete. Doug war der eigentliche Ur-Drummer der britischen Rocker.  Seinen Ausstieg bezeichnete er später als den größten Fehler seines Lebens. 2019 ist Doug im Alter von 89 Jahren verstorben.

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5. Keith Levene – The Clash

Er war Gründungsmitglied von The Clash, hat aber nie eine Platte mit der Punkband aufgenommen. Keith Levene stammt aus der legendären Szene von West-London. Als es 1977 losging, war er bereits nicht mehr mit an Bord. Den Ruhm und natürlich auch das Geld von The Clash hat er verpasst. Nach seinem Abgang von Clash formierte der Multiinstrumentalist die avantgardistisch brutale Post-Punk-Band Public Image Ltd. Schon kurios, wenn musikalisches Können dich auf andere Pfade treibt. Levene sieht sich selbst als Non-Punk-Rocker.

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6. Paul Di’Anno – Iron Maiden

Kaum noch vorstellbar, dass jemand anders als Bruce Dickinson als Frontmann bei Iron Maidon steht. Aber so war es durchaus. Sänger auf den ersten beiden Alben war Paul Di’Anno. Für die damalige Zeit geradezu typisch, war er immer mehr durch Drogen und Alkohol fremdbestimmt, konnte seine Leistung nicht mehr abrufen. 1981 war es dann vorbei. Paul wurde ausbezahlt. Kurioserweise bekam er die Abfindung dafür, nie wieder einen Cent aus den Bandeinnahmen zu erhalten.

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7. Dave Mustaine – Metallica

Er hatte auf lange Sicht nicht wirklich Probleme, sich im Heavy-Metal-Zirkus zu behaupten. Immerhin gründete Dave Mustaine Megadeth. Das sollte ihn aber nicht davon abhalten, sich jahrzehntelang über seinen Rausschmiss bei Metallica zu beschweren. Den gab’s 1983. Und wie sollte es anders sein? Wegen Drogenmissbrauchs. Angeblich verstehen sich allesamt mittlerweile wieder bestens miteinander.

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8. Tracii Guns – Guns N‘ Roses

Lange haben wir uns gefragt, woher nun wirklich der Name Guns N‘ Roses stammt. Dabei liegt die Erklärung auf der Hand: 1985 wurde die Band von Tracii Guns und Axl Rose gegründet. Dass er eigentlich mit dem bürgerlichen Namen Tracy Richard Irving Ulrich das Licht der Rock’n’Roll-Welt erblickte, tat dem Namenskonstrukt keinen Abbruch. Schon bald erschien der Gitarrist nicht mehr zu den Proben. Genervt davon, dass Axl meinte, er würde schreien und jaulen. Etwa ein Jahr vor dem ersten Erfolgsalbum verließ er die Band.

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9. Jason Everman – Nirvana und Soundgarden

Als zweiter Gitarrist spielte Jason Everman 1989 – angeblich – auf dem Debüt-Album „Bleach“ von Nirvana. Zumindest ist er auf dem Cover zu sehen. Er ist Teil der Band, obwohl die Musikerwelt bezweifelt, dass Jason auf dem Album überhaupt einen Ton eingespielt hat. Kurz darauf spielt er mit Soundgarden die „Louder Than Love“-Tournee, diesmal als Bassist. Anschließend wird Everman ausgewechselt. Bereits Mitte der 90er hatte er die Nase vom Musikbusiness voll. Er ging zunächst zum Militär; anschließend studierte er an der Universität von Columbia Kunst.

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10. Michael Dempsey – The Cure

Die vier Gründungsmitglieder von The Cure waren im Jahr 1976 Klassenkameraden, gerademal 17 Jahre alt. Unter ihnen Michael Dempsey. Kurz darauf wurde der Bassist bereits ersetzt. Sein Problem war, dass er seinen Status als gleichberechtigtes Bandmitglied behaupten wollte. Dabei mischte er sich aber zu sehr in die Songs von Leadsänger, Gitarrist und Songschreiber Robert Smith ein. Für Dempsey sollte es eine kurze Episode bei The Cure bleiben.

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Was meint ihr zu unseren Beispielen oder kennt ihr selbst noch andere? ?

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Dominic hat als E-Gitarrist einer Alternative-Rockband etliche Clubs im deutschsprachigen Raum unsicher gemacht (die wenigsten davon mussten anschließend zu machen). Mit seiner Unplugged-Band steht er auch heute noch regelmäßig auf der Bühne.

12 Kommentare

    Als Bonus könnte man Stephen Duffy, Gründungsmitglied von Duran Duran, der die Band kurz vorm Vertragsunterschreiben bei EMI verließ.

    Erst viele Jahre später kam er zu Achtungserfolge mit seiner Kultband The Lilac Time und dann zu Mainstream-Anerkennung als Songwriter für Robin Williams.

    „Als Bonus könnte man Stephen Duffy, ERWÄHNEN“

    Mr. Dick Taylor, Bassist bei den Rolling Stones in den frühen Tagen. Verließ die Stones um mit Phil May die Pretty Things zu Gründen. Ist bis heute noch als Gitarrist aktiv.

    Tony Sheridan (* 21. Mai 1940 in Norwich, England; † 16. Februar 2013 in Hamburg, Deutschland; eigentlich Anthony Esmond Sheridan McGinnity) war ein britischer Musiker. In den frühen 1960er Jahren war er einer der Begründer der Beatmusik.
    Hit: my Boney was over the Ocean.
    Der 5. Beatles, brachte John Lennon das Gitarrespielen bei.
    Bis zu seinem Tod hauptsächlich im Blues unterwegs, konnte seinen Weggang und den gigantischen Erfolg der Beatles wohl nie ganz überwinden.

    Ich habe Toni Sheridan persönlich kennengelernt. Ja, den Verdacht habe ich auch, dass er den gigantischen Erfolg möglicherweise nicht verkraften konnte. Er gab tatsächlich an seinem Geburtstag ein gratis Konzert für mich auf einem Stadtfest.

    Der Name Guns’n’Roses kommt daher dass es ursprünglich zwei Bands waren: L.A. Guns und Hollywood Rose, die eng miteinander verknüpft waren weil Izzy Stradlin und Tracii Guns sich eine Wohnung teilten.

    Es gab einige Personalquerelen, z.B feuerte Axl den Hollywood Rose Gitarristen und den Guns fehlte der Sänger. Axl übernahm die Rolle, auf Vorschlag von Stradlin, und wurde vom Manager der Band gefeuert. Daraufhin hat sich eine neue Band gegründet die der quasi-Nachfolger von beiden war.

    Guns hat die LA Guns nach seinem Abgang/Rausschmiss (es gibt widersprüchliche Aussagen) übrigens wiederbelebt, allerdings ohne Erfolg.

    Witzigerweise kann ich mich noch an einen kleinen Bericht darüber in der Bravo erinnern. ‚Hollywood Rose und LA Guns haben sich zu GNR zusammengeschlossen“ – nicht dass ich von einer der Bands überhaupt schon einmal etwas gehört gehabt hätte. Es blieb mir trotzdem im Gedächtnis obwohl niemand ahnte wie groß das Ergebnis werden würde

    Der Grund warum ich das schrieb ist dass es den Plural von Rose erklärt „Roses“ bezieht sich da nur indirekt auf Axl, es sind vielmehr die (ehemaligen) Mitglieder der Hollywood Rose gemeint.

    Ja, als Iron Maiden Vorgruppe von Kiss waren – mein erstes Rockkonzert mit 14 – war der Italo-Engländer Paul Michael Di’Anno Frontmann! Die Bravo veröffentlichte damals ein Interview mit ihm! Dann hieß es, er habe chronische Stimmbandentzündung!

    Henry Padovani war in Urfomation von The Police von 76-77. Das Management überzeugte Sting und Steward Copeland einen besseren Gitarristen benötigt und so wurde der Korse durch Andy Summers ersetzt. Padovani spielte danach noch einige Zeit bei Wayne County & The Electric Chairs.

    Roy Lynes hat Status Quo Recht früh verlassen.

    Vince Clarke hat ganz am Anfang Depeche Mode verlassen.

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