10 Kultinstrumente, die Millionen erzielten

10 Kultinstrumente, die Millionen erzielten

Dass in Kunst-Auktionen zuweilen gigantische Preise aufgerufen werden, ist allgemein bekannt. Das Devolved-Parliament-Gemälde von Streetart-Künstler Banksy für über 11 Millionen Euro ist lediglich eines der prominenten Beispiele. Auch für kultige Instrumente werden in Auktionen unfassbare Summen aufgerufen. Und da schlägt ein Rekord den nächsten … Lest hier mehr von den teuersten wie berühmtesten Instrumenten! 🤑


Martin D-18E Akustikgitarre von Kurt Cobain: 6,01 Millionen USD / rund 5,4 Millionen Euro

Vor 27 Jahren spielte Kurt Cobain mit Nirvana das legendäre Unplugged-Konzert in New York. Sein Instrument: eine Martin D-18E Halbresonanz-Gitarre von 1959. Nun wurde das Schätzchen in der Music-Icons-Auktion in Beverly Hills zum Einstiegspreis von rund 920.000 Euro angeboten. Schlussendlich erzielte sie eine Rekordsumme von 6,1 Millionen US-Dollar, was rund 5,4 Millionen Euro entspricht. Gekauft hat sie übrigens Peter Freedman, der Gründer von Røde Microphones, der sie nicht in einem geheimen Hinterzimmer verschwinden lassen, sondern ausstellen will.


„Black Strat“ 1969er Fender Strat von David Gilmore: Fast 4 Millionen USD / ca. 3,5 Millionen Euro

2019 hatte Pink-Floyd-Sänger und Gitarrist David Gilmore bei einer Auktion von insgesamt 120 seiner Gitarren getrennt. Unter den „Exponaten“ auch seine berühmte „Black Strat“, die schwarze Fender Stratocaster, ständige Begleiterin und Markenzeichen des Guitar-Heroes bei zahlreichen Pink-Floyd-Hits und -Konzerten. Das wertvolle Sammlerstück ging für schwindelerregende 3,975 Millionen US-Dollar über die „Ladentheke“.


Gibson J-160E Akustikgitarre von John Lennon: 2,4 Millionen USD / ca. 2,14 Millionen Euro

Ebenso zum Zielobjekt solventer Sammler geworden ist die Gibson J-160E von Beatles-Mastermind John Lennon. Auf der Gitarre komponierte Lennon etliche der frühen Hits der Fab Four. Mal so am Rande: Das Instrument galt 40 Jahre lang als verschollen. Der Höchstbietende zahlte für das Kultinstrument sagenhafte 2,4 Millionen Dollar.


Steinway-Klavier von John Lennon: ca. 2,7 Millionen USD / umgerechnet ca. 2,37 Millionen Euro

Ein weiteres Kultinstrument stammt vom Pilzkopf John Lennon: das Klavier, auf dem er unter anderem den Jahrhundert-Song „Imagine“ geschrieben hat. Gekauft hatte John es 1970 bei Steinway in Hamburg. Zahlen musste er dafür nur 30.000 Mark. Die Auktion wurde in den Hard Rock Cafés in New York und London, außerdem über die Website von Fleetwood-Mac-Sänger Mick Fleetwood durchgeführt. Höchstbietender war der keinesfalls unbekannte George Michael, der dafür einen Betrag von umgerechnet etwa 2,4 Millionen Euro hinblätterte.


68er Fender Stratocaster von Jimi Hendrix: 2 Millionen USD / ca. 1,78 Millionen Euro

Als Wegbereiter und Zauberer auf der E-Gitarre unvergesslich ist Jimi Hendrix. Wie er seine Gitarre spielte, welche Klänge, Sound und Riffs er ihr entlockte, war für damalige Zeiten mehr als innovativ und sollte Generationen beeinflussen. Auf dem Woodstock Festival lieferte der Saiten-Hexer einen seiner denkwürdigsten Auftritte vor zigtausenden Menschen. Seine Strat spielte er nicht nur mit den Fingern, stattdessen auch mit der Zunge. Versteigert wurde die Gitarre für eine Summe von 2 Millionen US-Dollar.


Washburn 22 Hawk von Bob Marley: 1,2 Millionen USD / ca. 1,07 Millionen Euro

Reggae-Urvater Bob Marley hat Musikgeschichte geschrieben, als Sänger, als Revolutionär, Vorkämpfer und Botschafter seiner jamaikanischen Heimat. Zu seinem instrumentalen Markenzeichen war die Custom-Anfertigung der Hawk 22 von Washburn geworden. Verstorben ist Bob Marley 1981; Anfang dieses Jahres wäre er 75 Jahre alt geworden. Die Gitarre der Reggea-Ikone wurde für 1,2 Millionen US-Dollar verkauft.


Blackie: Selfmade-Custom-Strat von Eric Clapton: 959.000 USD / ca. 854.000 Euro

“Blackie“ lautet der Spitzname von Eric Claptons besonders individueller E-Gitarre. 1970 hatte er in Nashville sechs Stratocaster für je 100 US-Dollar gekauft, davon jeweils eine Pete Townshend, George Harrison und Steve Winwood geschenkt. Aus den besten Teilen der verbliebenen drei Modelle baute er „Blackie“, die ihn bis ins Jahr 1987 bei seinen Shows als auch im Studio begleiten sollte. 2004 wurde das Instrument zu Gunsten seines Rehabilitationszentrums für Alkoholkranke und Drogensüchtige versteigert. Mit einem Erlös von 959.000 US-Dollar verfehlte „Blackie“ nur knapp die Millionengrenze.


„Lady Blunt“: Stradivari-Geige aus dem Jahr 1721: 15,9 Millionen USD /ca. 14,2 Millionen Euro

All das sind gigantische Zahlen, zugleich eine Hommage an die Künstler als ehemalige Besitzer. Interessant dabei, dass für Instrumente aus der Klassik noch ganz andere Summen aufgerufen werden. So beispielsweise für die Geigen und Bratschen aus dem Hause Stradivari. Für die neuen Besitzer sind solche Sammlerstücke eine kunstvolle Wertanlage. Lukrativ vor allem deshalb, weil die vergleichbaren Instrumente immer weniger werden und dadurch der Marktwert der noch vorhandenen Exemplare steigt. So wurde die Stradivari-Geige „Lady Blunt“ 2011 für einen Rekordpreis von 15,9 Millionen US-Dollar verkauft.


Viextemps Guarneri Violine aus dem Jahr 1741: 16 Millionen USD / ca. 14,3 Millionen Euro

Ebenfalls aus dem italienischen Cremona stammt die bis dato teuerste Violine der Welt, erbaut 1741 von Guiseppe Guarneri. Dabei handelt es sich um ein einzigartiges Stück, das sich bis heute in ausgezeichnetem Zustand befindet und niemals restauriert werden musste. Für satte 16 Millionen US-Dollar hat im Jahr 2012 ein anonymer Bieter dieses exklusive Instrument gesichert.


Konzertorgel in der Hamburger Elbphilharmonie: 2,18 Millionen US-Dollar // 2 Millionen Euro

Nicht zu vergessen, dass auch neue Instrumente gigantisch viel kosten können. Die Elbphilharmonie in Hamburg war und ist ein Jahrhundert-Prestigeobjekt im hanseatischen Norden. Gesetzt wurde auf höchste Ingenieurs- und Konstruktionskunst und raumakustische Perfektion. So auch bei der Orgel, die anfangs eigentlich gar nicht eingeplant war. 2016 war das 14 Meter hohe und 14 Meter breite Instrument fertig. Kostenpunkt für das Klangkraftwerk: 2 Millionen Euro.

Author’s gravatar
Meon ist Gitarrist und Blogger. Er arbeitet seit 7 Jahren bei Thomann und ist permanent von Musik, Musikern und Instrumenten umgeben.

Schreibe einen Kommentar