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Moog Sub 37 Tribute Edition

Analoger Synthesizer

  • 37-Tasten Keyboard mit Velocity und Aftertouch
  • Mono- und Duo-Paraphonic-Modus
  • Arpeggiator
  • Step-Sequencer
  • 256 Presets
  • 40 Regler
  • 74 Taster
  • LCD-Display
  • Classic Moog Filter
  • Feedback
  • MultiDrive
  • 2 Modulations-Busse
  • DAHDSR-Hüllkurven
  • Abmessungen (B x T x H): 679 x 375 x 171 mm
  • Gewicht: ca. 9,98 kg

Anschlüsse:

  • Line-Eingang: 6.3 mm Klinke Mono
  • Line-Ausgang: 6.3 mm Klinke Mono
  • Kopfhörer-Ausgang
  • MIDI I/O
  • USB
  • CV/GATE

Eingänge:

  • Filter CV
  • Pitch CV
  • Volume CV
  • KB Gate
No JavaScript? No Audio Samples! :-(

Soundbeispiele

 
0:00
  • Sequence 1
  • Sequence 2
  • Sequence 3
  • Sequence 4

Weitere Infos

Anzahl der Tasten 37
Anschlagdynamik Ja
Aftertouch Ja
Keyboard Split Nein
Modulation Wheel Ja
Anzahl der Stimmen 2
Tonerzeugung Analog
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out
Speichermedium Keine
USB Anschluss Ja
Arpeggiator Ja
Anzahl der analogen Ausgänge 1
Digitalausgang Nein
Display Ja

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  • Bedienung
  • Features
  • Sound
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66 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Sub37 - der Moog mit dem wahrscheinlich besten Preis-Leistungsverhältnis

Sascha575, 08.11.2016
Der Moog Sub 37 ist mein erster »echter« Synthesizer. Ich hatte mich zunächst mit verschiedenen Paradigmen synthetischer Klangerzeugung befasst. Mit FM-Synthese bin ich nicht so recht warm geworden. Um mich in die Subtraktive Synthese ein wenig einzuarbeiten habe ich längere Zeit mit dem Korg-MS20-Simulator auf dem iPad herumgespielt. Der MS20 mini erschien mir eine Zeit lang auch recht reizvoll, letztendlich machte der Moog Sub 37 jedoch das Rennen, der zwar fast dreimal so teuer ist, aber auch ganz andere Möglichkeiten mitbringt.

Verarbeitung
Was soll ich sagen? Top! Der Sub 37 ist relativ schwer, fühlt sich aber auch durch und durch wertig an. Die Potis scheinen allesamt leicht gedämpft zu sein, jedenfalls sind sie leichtgängig, bieten gleichzeitig jedoch beim Drehen einen angenehmen Widerstand. Alles scheint darauf ausgelegt zu sein, ausgiebig angefasst und genutzt zu werden, was sich bei solch einem Synthie eigentlich von selbst verstehen sollte. Auch Pitch- und Modulation-Wheel laufen angenehm smooth. Die Haptik ist jedenfalls für mein Gefühl durch und durch perfekt.

Analog trifft digital
Der Sub37 ist ein klassischer, vollanaloger Synthesizer - zumindest was den kompletten Signalweg angeht. Dies hat Moog mit einer digitalen Steuerung und einem Digitalspeicher kombiniert. Einerseits hat man alle im Signalweg relevanten Parameter über Potis, Stellknöpfe sowie Taster jederzeit in direktem Zugriff (perfekt für die Bühne), ist also nicht wie bei Workstations auf Displays und die Navigation durch 1000 Untermenus angewiesen, andererseits bietet der Sub37 bei Bedarf auch recht tiefe Eingriffsmöglichkeiten in diverse Systemparameter.
Der Digitalspeicher ermöglicht glücklicherweise das Ablegen und schnelle Abrufen eigener Sounds oder auch Sequenzen.

Gleichzeitig ergibt sich jedoch ein kleiner Nebeneffekt, den ich nicht als schlimm erachte, man muss sich aber ein wenig dran gewöhnen:
Bei anderen Geräten mit digitalem Speicher sind die Steuerelemente (wie etwa Drehregler), oft als Endlosregler ausgeführt, die z.B. per LED ihren aktuell eingestellten Wert anzeigen. Mogg hat, um auch die bekannte, bewährte analog-Haptik zu wahren, Drehsteller (z.B. für die Fußlage eines Oszis) oder Drehregler mit fest definierter Min- und Maxstellung (z.B. für die Cutoff-Frequenz des Filters) gewählt. Da diese nicht als aktive Motorelemente ausgeführt sind, die sich beim Abruf eines Programmes von selbst in die benötigte Position regeln, sieht Moogs Lösung hier anders aus. Beim Abruf eines Presets, werden alle analogen Stellglieder im Inneren des Sub37 automatisch entsprechend des Presets eingestellt, dies entspricht jedoch nicht den Reglerstellungen auf der Bedienoberfläche. Ruft man also z.B. ein Preset auf, bei dem der Waveregler von Oszillator 1 auf Sägezahn steht, so liefert Oszi 1 auch eine Sägezahnwelle, selbst wenn der Regler auf Rechteck oder Dreieck steht. Erst wenn man den Regler minimal bewegt, bekommt der Stellwert des Reglers plötzlich Priorität. Gerade beim Cutoff-Regler des Filters kann dies schon auch mal zu Sprüngen führen, wenn man den Regler nach dem Aufruf des Presets das erste Mal verwendet. In der Praxis führt dieser Umstand jedoch meines Erachtens nach nicht wirklich zu Problemen. Man muss sich dieses Verhaltens nur bewusst sein.

Sound
Analog-Synths finden (nicht zuletzt wegen der tollen Bässe) häufig in der elektronischen Musik rege Verwendung. Ich persönlich bin eher im Bereich Rock zuhause. Da ich aber u.a. auf den Spuren von Pink Floyd, Manfred Mann oder Emerson, Lake & Palmer wandle, bietet der Moog Sub37 mir ebenfalls eine perfekte Basis für verschiedene authentische Sounds. Das Erstellen von Leads für Shine On You Crazy Diamond oder Lucky Man war jedenfalls sehr unkompliziert und schnell erledigt. Gleichzeitig merke ich jedoch, dass ich mich noch ganz enorm in die Verwendung der LFOs und der beiden EGs einarbeiten muss, zumal sich gerade die LFOs nahezu beliebig routen lassen. Kräftige, satte, fette Bässe (der Sub-Oszillator lässt grüßen), kristallklare Leads, Soundeffekte wie etwa Sturm- oder Maschinengeräusche (dank Noise-Generator) oder auch Sounds, die an alte 8-Bit-Computer erinnern, alles kein Problem.
Wie in anderen Rezensionen bereits beschrieben, läd der Sub37 zum regen Drehen und Regeln ein. Es macht einfach Freude, alle Parameter in direktem Zugriff zu haben und den Sound in all seinen Nuancen aktiv und direkt zu formen.

Ausstattung:
Hier noch einmal ein paar Fakten, die aber in verschiedenen anderen Rezensionen auch bereits zur Sprache kamen (deswegen auch eher kurz angerissen): Zwei Oszillatoren mit stufenlos regelbarer Charakteristik und je vier verschiedenen Fußlagen. Ein Suboszillator, der immer als Rechteck eine Lage unter OSC1 läuft (außer OSC1 läuft auf 16', dann laufen beiden unisono). Ein Noise-Generator. Zwei LFOs mit extrem (!) umfangreichen Routingmöglichkeiten. Glide- bzw. Portamentosektion mit verschiedenen Glide-Charakteristika. Zwei ADSR Hüllkurvengeneratoren (Filter und Amp) mit den zusätzlichen Parametern Delay und Hold (DAHDSR). Paraphonie - d.h. die beiden Oszis lassen sich auch getrennt spielen, wodurch quasi eine Zweistimmigkeit entsteht. Arpeggiator, 64-Schritt-Sequenzer, digitaler Speicher, und, und, und.
All das macht aus meiner Sicht den Sub37 zum Moog mit dem mit Abstand besten Preis-Leistungsverhältnis. Dem kleinen Bruder Sub Phatty fehlen eltiche Parameter und dessen Einsatzbereich ist dadurch deutlich beschränkt. Die großen Geschwister aus der Voyager-Reihe sind deutlich näher am legendäten Mini-Moog dran, bieten mehr Möglichkeiten, liegen aber allesamt (teilweise weit) jenseits der 3.000EUR Marke.

Als ich den Sub37 kaufte, lag der Anschaffungspreis bei ca. 1.600EUR nicht gerade wenig, aber man bekommt eine ganze Menge geboten und quasi »schon fast einen Mini-Moog« - wenn auch nur fast.

Fazit
Moog ist es perfekt gelungen, einen vollanalogen Synthie mit digitalen Speicher- und Steuerelementen zu kombinieren. Diese Flexibilität und die umfangreiche Ausstattung machen den Sub37 für mich persönlich zum perfekten Moog.
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Viel Synthesizer für viel Geld

Minimoog, 10.07.2017
Ich habe mir den Sub 37 aufgrund seiner Möglichkeit Presets zu speichern zusätzlich zu meinem alten Minimoog Modell D angeschafft.
Natürlich vergleicht man da den Sound und der ist schlicht und einfach anders. (Wie übrigens bei allen verschiedenen Moog-Modellen, das ist aber kein Mangel sondern liegt an den verschiedenen Schaltungsdesigns) Aber der Sound ist nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Der Sub 37 ist ein eigenständiges Gerät mit einem klassischen Moog-Filter. Und eben dieses Filter macht den Unterschied. Nicht die Oszillatoren, nicht die Software (LFOs, Hüllkurven usw.) sondern das Filter, insbesondere wenn es entsprechend durch die Hüllkurve und die LFOs moduliert wird.
Kurzum das Gerät klingt echt geil. Insbesondere, wenn sich ein Solo durchsetzen soll, ohne dabei überlaut oder schrill zu sein, dann ist ein analoger Synthesizer das Gerät der Wahl. Und das macht der Sub 37 hervorragend.
Das Einsatzgebiet ist vielseitig, von Elektro über Jazz bis hin zu Prog-Rock deckt das Teil alles ab. Für Soundbastler sind die vielfältigen unmittelbaren Einstellmöglichkeiten (Schalter, Potis) mehr als ausreichend, ich persönlich habe bisher nichts vermisst.
Die Qualität stimmt, da hat sich Moog echt Mühe gegeben. Das in einigen Rezensionen bemängelte horizontale Spiel der Tasten ist typisch für Fatar-Tastaturen (keine Billigware) und kein Vorbote eines etwaigen Auseinanderfallens.

Beim Preis-Leistungsverhältnis bin ich etwas weniger euphorisch, da frage ich mich, wie viel man davon für den Namen Moog bezahlt. Bei aller Liebe, aber wir reden immer noch noch von einem zweistimmigen Synthi mit 37 Tasten und einem analogen Signalpfad, der wesentliche Teile in Software realisiert.

Fazit: Für den stolzen Preis ein sehr guter Hybrid-Synthesizer mit einer druckvollen, analogen Audio-Engine. Wer trotzdem unbedingt den Sound eines Minimoog Modell D braucht, der muss sich eben einen kaufen.
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