Boss BR-80 Digitaler Recorder

Digital Recorder

  • drei Modi: 8-Spur Digital-Studio, Stereo Field-Recorder und "eBand" Jam Station
  • nimmt direkt auf SD-Karten auf (bis zu 32 GB)
  • hochwertige Kondensator-Mikrofone für Stereoaufnahmen eingebaut
  • 64 Spuren gesamt und 8 Spuren gleichzeitige Wiedergabe + Stereo-Drumspur mit einer riesigen Auswahl an Grooves
  • eBand-Funktion zum Üben und Jammen: Riesige Library mit eingebauten Begleit- und Rhythmus-Patterns
  • viele Funktionen zum Heraushören und Üben von Soli (Tempo Shift, Pitch Shift, Center Canceller etc.)
  • Sounds für Gitarre und Bass (über 40 Amp-Modelings & Boss Effekte aus GT-10 und GT-10B)
  • Vocal-Effekte aus dem Bestseller VE-20 (Harmonist, Pitch Correction etc.) + Mastering-Effekte
  • kann als USB Audio Interface mit eingebauten Effekten verwendet werden
  • Anschlüsse: Guitar/Mic IN (Klinke), Line IN (Stereo-Miniklinke), Phones/Line OUT (Stereo-Miniklinke), USB (Mini-B), Netz
  • Stromversorgung: DC 9 V: Netzteil (nicht im Lieferumfang, Art. Nr.: 102842)
  • Alkaline-Batterien (AA, LR6) x 2 Ni-MH-Akkus (AA, HR6) x 2 oder USB
  • Abmessungen (B x T x H): 138 x 86 x 22 mm
  • Gewicht: 140 g

Weitere Infos

Anzahl der Spuren 8
Anzahl gleichzeitig aufnehmbarer Spuren 2
Effekte Ja
Speichermedium SD/SDHC Card
Phantomspeisung Nein
XLR-Anschlüsse 0
Klinken-Anschlüsse 1
Cinch Anschlüsse Nein
MIDI Schnittstelle Keine
USB Anschluss Ja
Digitale Anschlüsse keine
Sonstige Anschlüsse keine
Kopfhöreranschluss Ja

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4.5 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Gut, vielseitig, aber kein Standalone Gerät.
Erich Klatschtonne, 17.05.2020
Kurzfassung:
(plus) Guter Recorder, hochwertige Qualität und stabile Konstruktion, praxistauglich und vielseitig. Die enthaltenen Mikros sind gut. Die Latenz bei der Aufnahme ist für mich nicht spürbar. Die produzierten Audiospuren sind problemlos in DAWs importierbar und das Clocking scheint in Ordnung zu sein, da ich keine Tempoprobleme hatte.

(neutral) Kann nur ein Instrument oder Mikrofon gleichzeitig aufnehmen, das aber auf einer oder zwei Spuren.

(minus) Keine Standalone Lösung, um einen Computer mit DAW kommt man nicht herum.

(fettes minus) Der Drumcomputer ist umfangreich, aber umständlich in der Handhabung und Programmierung und die einzelnen Loops schlecht kombinierbar. Die rechtliche Situation zum Copyright der Audiodaten ist für Laien und Hobbymusiker absolut unzureichend erklärt und sorgt für Verwirrung.


GUTES:

Aufbau und Bedienung:
Boss-Qualität im besten Sinne. Der BR-80 hat ein schweres Metallgehäuse, griffige Gummifüße, hochwertig wirkende Tasten und Knöpfe, ein helles, gut ablesbares Display, hochwertige Klinkenbuchsen, geschmeidige laufende Lautstärkeregler mit sinvoll dosiertem Widerstand, sitzt fest auf der Tischplatte und rutscht nicht weg oder fällt vom Tisch. Alles bestens, mit Ausnahme des leicht fummeligen Drehrades, hier wäre eine weniger glatte Oberfläche wesentlich ergonomischer. In Summe bin ich sehr zufrieden.
Die Batterielebenszeit reicht meiner Erfahrung nach, wenn man das aufzunehmende Lied bereits komponiert hat, locker aus, um ein Stück üblicher Länge komplett aufzunehmen und zu bearbeiten.

Sound, Effektsimulationen und Recording:
Die integrierten Stereomikrofone sind, soweit ich das beurteilen kann, absolut praxistauglich und decken einen großen Lautstärkebereich ab. Ich freue mich schon darauf, für Song-Intros damit Umgebungsgeräusche zu samplen.
Der Multitrack Recorder (MTR-Modus) funktioniert ausgezeichnet. Man hat im Prinzip ein vollwertiges Achtkanal-Pult mit allen gewünschten Extras. Dreiband Equalizer, Kanal-Lautstärke Regler, Solo- und Mute Schalter. Die Kanäle lassen sich paarweise koppeln und werden dabei automatisch 100% links und rechts im Stereobild gelegt. Um das gedoppelte Signal auf die goldenen 30/60/90% legen zu können, muss man die beiden Kanäle entkoppeln und dann bei jedem Kanal die Einstellungen einzeln machen.
Superklasse sind auch die ganzen Bearbeitungstools, Auto-Punch-In um Fehler zu überspielen, Spuren schneiden, Abschnitte kopieren und verschieben, alles möglich und funktioniert ausgezeichnet. Man kann während des Abspielens auch zwischen den einzelnen V-Tracks hin- und her schalten, um zum Beispiel zwei am selben Kanal aufgenommene Spuren in Echtzeit miteinander zu vergleichen.
Die Effekte und Verstärkersimulationen für Gitarre und Bass sind gut und haben viele einstellbare Parameter. Es haben halt alle den typischen Boss-Sound, aber der ist ja mittlerweile Industriestandard und bei anderen Effektmodeling-Spezialisten ist eine gewisse Eigenfärbung ja auch nicht zu verleugnen. Auch in Kombination mit vorgeschalteten Effektpedalen sind für mein Halblaiengehör keine Beschwerden anzumelden. Die „Guitar to Bass“-Funktion ist im Endeffekt ein Pitch Shifter und hat mich noch nicht dazu verleiten können, ohne „richtigen“ Bass aufzunehmen; aber ich finde trotzdem gut, dass so etwas vorhanden ist.
Nicht veränderbar ist die Anzahl und Reinfolge der Effekte in der Signalkette und die Belegung der Signalkette, die da lautet:
Kompressor/Limiter → Drive/Distortion/Boost → Verstärker mit Cabsim → Modulation → Delay.
Bei Coverversionen von alten Sisters Of Mercy Songs wird das knapp, aber in der Regel lässt sich damit sauber arbeiten.
Mit der Qualität und Menge der vorhandenen Effekte und Simulationen wird der BR-80 auch zu einem sehr kompakten und vielseitigem Übungsverstärker für zu Hause und unterwegs. Davon kann sich ein gewisses nierenförmiges rotes Kompaktgerät eine große Scheibe abschneiden; gut gemacht, Boss!

BR80 Wave Converter:
Die Wave Converter Software ist ein mitgeliefertes Programm, mit dem man die im Boss Trackformat aufgenommenen Spuren in WAV-Dateien konvertieren und exportieren UND auch WAV-Dateien ins Boss Trackformat konvertieren und importieren kann. Man kann sich entscheiden, alle Spuren oder nur einzeln ausgewählte zu im-/exportieren. Das funktioniert auch alles spitze, allerdings hätte ich zumindest die Exportfunktion gerne am Gerät selbst gehabt, um das Gerät ein wenig von der Verfügbarkeit der Software zu emanzipieren. Weiters ist es nicht möglich, nur durch diese Exportfunktion das aufgenommene Lied als Wav-Datei zu exportieren, das geht nur, indem man die aufgenommen Spuren bounced (ja, das Wort habe ich auch erst gelernt).

WENIGER GUTES:

Die rechtliche Situation:

Boss hält in seiner Anleitung zwei Dinge fest (wörtliche Zitate):

'Sie können die Aufnahmen der Spuren mit einem Mastering-Effekt versehen und als WAV-Datei aufzeichnen. Diese kann dann als 'finalisierte' Audiodatei mithilfe eines Rechners auf eine CD gebrannt bzw. veröffentlicht werden.' (Bedienungsanleitung, deutsch, Seite 81)

'Das Copyright der Daten in diesem Instrument (die Sound-Wellenformen, Style-Daten, Audio Loops und Bilddaten) liegen bei der Roland Corporation und/oder Atelier Vision Corporation. Als Besitzer dieses Instrumentes erhalten Sie eine Nutzungslizenz für diese geschützten Daten. Die in diesem Gerät enthaltenen Sounddaten dürfen nicht kommerziell verbreitet werden (z.B. Aufzeichnen als Audidoatei und Vertrieb dieser Audiodaten über das Internet).' (Seite 8)

Darf ich jetzt oder darf ich nicht und wenn jein, was genau? Liebes Roland/Boss-Team, ich habe keine Lust, wegen fünf Minuten Hobbykrawall eine Anwaltskanzlei für Medienrecht zu konsultieren. Diese Fragen sind bitte bereits in der Anleitung zu klären, alles andere wird ja auch idiotensicher vorgestammelt.

Der Drumcomputer:

Es sind zwar eine riesige Menge verschiedener Drumloops enthalten (das Durchscrollen mit dem Drehrad dauert gefühlte Stunden), aber die Loops verschiedener Kategorien sind teilweise schlecht kombinierbar, da hier oft deutliche Lautstärke- und Dynamikunterschiede hörbar sind Das zwingt einen, im selben Baukasten zu bleiben. Der eine Riff, der einem dann für den Song eingefallen ist, fällt dann vermutlich auch mal weg, weil man keine passende Loop in der Kategorie hat, oder man lebt damit, dass die Schlagzeugspur und die Gitarre an ein, zwei Stellen im Lied nicht zusammenpasst. Desweiteren verstehe ich nicht, warum man sich bei den Loops so dermaßen um die Open HiHats herumdrückt, entweder nur ohne oder mit Ride statt HiHat.
Die enthalten Schlagzeugsets klingen, glaube ich, ganz ok. Es ist neben rockig klingenden Sets auch ein paar elektronische Sets enthalten, falls man mal die Kills covern will oder so. Ich hätte mir mehr Auswahl bei den Metronomsounds gewünscht, das Kling-Tack-Tack ist nicht unbedingt mein Favorit. Desweiteren hätte ich gerne irgendeine Form von visuellem Metronom gehabt, auf der Anzeige oder als LED Blinker.

Theoretisch kann man ja beim BR-80 seine Drumspuren selber programmieren. In der Anleitung steht, dass man hierzu .SMF Dateien importieren kann.
Die Internetrecherche ergab folgendes:
SMF steht für „Standard-Midi-Format“. Es gibt die Formate SMF0, SMF1 und SMF2; die sowohl die Endung .SMF als auch .MIDI haben können. Zugelassen sind am BR-80 Format 0 und 1. Um derartige Dateien erzeugen zu können, braucht man wiederum erst mal einen Computer mit einem Programm, mit dem man derartige Midispuren erstellen und exportieren kann, damit man diese dann auf die SD-Karte des BR-80 kopieren kann, um sie in den BR-80 einzusetzen und mit einem Untermenü des MTRs versuchen kann, diese Datei zu importieren. Das setzt natürlich voraus, dass man VOR dem Import aber NACH der Komposition der Drumspur die NotenNUMMERN aus der Anleitung (Tom 4: 41, Crash Cymbal: 49, Kick: 36 etc.) dem richtigen NotenNAMEN in seinem Sequencer zuordnen konnte. DABEI muss man wieder beachten, dass es hier ZWEI Nummernsysteme gibt, und man muss das erwischen, das Hersteller wie Roland und Kurzweil verwenden.

Warum man sich das allerdings antun sollte, nur um dann Schlagzeugspuren zu haben, die man sowieso nicht oder eventuell nur nichtkommerziell veröffentlichen darf, bleibt ein Rätsel.


Abschließend: siehe Kurzfassung oben.
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
grandioses Multitalent im Smartphone-format
07.02.2016
Ich war auf der Suche nach einem mehrspurigen Aufnahmegerät, um eigene Ideen zu Hause einzuspielen. Bekommen habe ich einen digitalen Mehrspurtracker, eine Jamstation, ein für Gitarristen nahezu unerschöpfliches Reservoir an drumbeats und Gitarrensounds, ein Stereomikrofone für Livemitschnitte, ein Stimmgerät, Metronom, und und und...

Mein Gesamteindruck gleich vorweg: eine eierlegende Wollmilchsau, ein geniales Gerät nicht größer als ein Smartphone, mit tollen Features, erstaunlicher Soundqualität, umfangreichen Einsatzmöglichkeiten und das zu einem unschlagbaren Preis verglichen mit den normalerweise dazu nötigen Einzelgeräten!

Die Kritikpunkte: zu kleines und manchmal unpräzises Drehrad mit schlechter Haptik. Hier wäre ein komplett erhabendes und gummiertes Rad oder eine Finger-Vertiefung wie bei z.B. Alesis drumcomputern hilfreich. Ein letzter Schwachpunkt sind die sehr flach und für meinen Geschmack zu hart zu bedienenden Taster. Dafür Abzug in der Bedienung. Ansonsten würde noch ein kleiner Lautsprecher helfen, für einen schnellen Aufnahme-Check.

Anfangs war ich skeptisch was das an gameboy-Zeiten anmutende Display betrifft, jedoch zeigte es sich als völlig ausreichend in der Auflösung und präzise in der Anzeige. Die Infovielfalt die es darstellt überforderte mich zunächst, was aber dem ersten Benutzen geschuldet war. Nach ein paar Minuten begann sofort der Spaß am Ausprobieren. Die drei Hauptmodi erschließen sich auch für Einsteiger wie mich von selbst. Ein besonderes Plus erhält die sehr gute Bedienungsanleitung. Hier gabs bisher auf alle Fragen auch schnell eine Antwort :-) Die Verarbeitung ist preisentsprechend nur Kunststoff, aber robust gestaltet.

Von der Soundqualität darf man sicher kein High-end gerät erwarten. Jedoch sind die Gitarrensounds dank COSM-technologie erstaunlich realistisch. Die Drumbeats klingen ebenso echt und dynamisch. Sehr praktisch sind auch die guitar-to-bass sowie Akustikgitarren-Simulation sounds. Somit kann man mit einer einzigen E-gitarre alle möglichen Instrumente einspielen. So dauerte der Weg zum ersten eigenen Song mit Schlagzeug, Bass, lead und rhythm Gitarre bei mir nur eine halbe Stunde. Auch die virtuellen Unterspuren ermöglichen verschiedene Soli oder Sounds auszuprobieren. Sehr umfangreich auch die Aufnahmeoptionen. Z.B. lassen sich Dank punch-in-out Funktion fehlerhafte Passagen einfach im Zusammenhang überspielen, ohne das gesamte Solo nochmal neu einspielen zu müssen. Auch die Mastering Funktionen sind wie bei einem "richtigen" Multitracker. Verschiedene Halleffekte sowie Pan, EQ, Mute oder Levelanpassungen für jede Spur sind möglich.

Fazit: mit etwas Mühe lassen sich auch Demos von ausreichend guter Qualität produzieren. Man bekommt für 200,-EUR ein tolles Paket, ein ideales Notizbuch für Gitaristen oder kleine Produktionen vom live-konzert oder Probenmitschnitt über Demo bis zum Höhrspiel! Ich kanns nur empfehlen, 4,5 von 5 Sternen! Das vorher noch keiner auf die Idee gekommen ist, so viel in so eine kleine Schachtel zu packen :-)
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Zu dem Preis ein positive Überraschung
MIDIAkkordeonMarko, 29.10.2016
Eins vorab, das BR-80 ist kein professionelles Aufnahmegerät, das soll es aber auch gar nicht sein. Es ist ein Digitalrecorder um mal eben eine Probeaufnahme zu machen oder mal schnell eine musikalische Idee festzuhalten.
Ein gewaltiger Vorteil gegenüber der Aufnahme mit einer DAW Software und einem Computer, ist die einfache Installation und Bedienung. Ich habe das Gerät immer an meinem Mischer angeschlossen und kann so, bei Bedarf, Aufnahmen machen. Ein zeitaufwändige Installation meines Computer erübrigt sich. Leider gibt es nur einen 6,3 mm Mono Klinkeneingang, die eigentliche Line In/Out Buchsen sind 3,5mm Klinke stereo. Ich muss hier also mit Adaptern arbeiten.
Also ich habe nicht zu viel erwartet, wurde jedoch angenehm überrascht, nachdem ich die ersten Aufnahmen hörte. Der Sound ist für die Preisklasse wirklich ansprechend und die Dynamik meiner Live Darbietungen kommt sogar gut rüber.
Ich sehtze das Gerät hauptsächlich im Live Recording Modus ein, da ich die Rhythmus und Effekt Features nicht brauche, das mache ich mit meinen anderen Geräten. Diese zusätzlichen Features sind auch insbesondere für Gitarristen(m/w) sinnvoll, ich bin MIDI Akkordeonist. Zudem sind diese Features lizenzrechtlich geschützt und ich möchte die Probeaufnahmen veröffentlichen.
Auch mit den eingebauten Mikrofonen lassen sich schon gute Ergebnisse erzielen, z.B. für Aufnahmen unterwegs.

Positiv
Die Bedienung im Live Recording Modus ist einfach.
Kompaktes Format.
Für den Preis wirklich guter Sound.
3,5 Mono Klinkenbuchse für Mikrofon oder Gitarre.
Intuitive Menüführung.

Negativ:
Mehrspuraufnahmen sind etwas frickelig (umständlich) mit dem Gerät - macht nicht wirklich spaß, dafür gibt es ja das BR-800.
Die Schalter und das Datenrad sind etwas gewöhnungsbedürftig.
Die aufgenommenen Rhythmen dürfen nicht per Download im Internet veröffentlicht werden (siehe Bedienungsanleitung).
Line In/Out leider nur 3,5mm Klinke.
Das Gehäuse ist leider nur Kunststoff, aber ist für den Preis ok.

Die 5 Sterne beziehen sich auf das Preis- Leistungsverhältnis, denn das ist voll ok.
Ich suchte ein Gerät für eine schnelle Aufnahme zwischendurch und das habe ich hiermit gefunden :-).
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... und ich hab noch nicht mal angefangen!
Peter120, 14.09.2011
Nachtrag II
Sechs Jahre ist es her, dass ich den BR-80 gekauft habe.
Das Gerät ist bis heute fast täglich im Einsatz während Unterricht (vier Tage der Woche, manchmal auch mobil!) und es funktioniert noch immer. Das Drehrad ist die einzige Schwachstelle, wenn auch nicht so schlimm wie damals bei dem GT-5.

Da ich seit einiger Zeit ein kleines Studio betreibe, habe ich aus Spaß, den Recorder mal als Raummikro für Schlagzeug benutzt. Auch hier sind sehr hörenswerte Ergebnisse zu erzielen, gerade in Kombi mit den Close Mikes und Overheadstand!
Erstaunlich, dass der kleine BR-80 auch nach so vielen Jahren immer noch überraschen und über zeugen kann!



Schon zwei Wochen vor dem erwarteten Lieferdatum landete das BR-80 bei mir. Klasse.

Die Bedienung ist hier und da etwas gewöhnungsbedürftig, die bekannte Roland/Boss Funktionalität ist jedoch vorhanden. Da ich momentan zeitlich leider etwas eingebunden bin, benutze ich dieses Gerät mehr oder weniger nach Gefühl. Das Handbuch trage ich zwar immer mit mir herum, habe es jedoch noch nicht so richtig gelesen. NACHTRAG: Es lohnt sich wirklich das thomann Handbuch durch zu lesen (wenn man dann Zeit hat). Die 'verborgene' Features sind quasi endlos.

Multitrack: Super, tolle Effekte, einfache Bedienung. Wie früher mit einem Kassetterecorder!. Einstöpseln, Spur bestimmen, einpegeln, Aufnahme drücken, los legen. Die eingebaute Drumbeats reichen für's Erste. Hiermit lassen sich hervorragende Demo-Aufnahmen machen.

Eband oder Ejam: Ideal zum Proben oder Üben von Tonleiter, Licks usw. Eigene Tracks einlesen aus dem Multitrack oder Songs von den Favoriten runterladen und dazu spielen. Ist ein hervorragendes Werkzeug beim Unterrichten!!!

Live Recording: Klasse Feature. Ich habe mein Ukulele Orchester damit im Proberaum aufgenommen und das läßt sich hören. Dazu möchte ich noch auf die Tatsache aufmerksam machen, dass ich das BR-80 zentral platziert habe, mehr oder weniger wo ich als Orchesterleiter stehe. Instrumente und Gesang wurden definiert aufgenommen. Auch hier läßt sich, nach etwas Ausprobieren, bestimmt noch mehr machen.

Um in der MTR-Mode zum Anfang des Songs zu kommen, kann man den Cursor zum Anfang der Zeitangabe gehen, einmal gegen Uhrzeigerrichtung drehen und das Ganze steht wieder am Anfang.

Das einzige Teil wofür ich ein wenig Angst habe, ist dieses besagte Drehrad. Es gibt auch so eins auf mein Multi-Effektgerät GT-5 (ja, das alte) und da dreh ich mich ein Wolf um etwas zu bewegen ergo es funktioniert nicht mehr wie am Anfang! Ich hoffe, die Herren Techniker haben diesmal nicht gespart.

FAZIT: Dieses Teil macht Laune. Ob beim Mehrspuren-Aufnehmen, Jammen, Live Recording (oder Ideenspeicher!!!) oder als Effektgerät während Gitarrenunterricht (angeschlossen an ein Set 15 Euro PC-Monitor Boxen!!!). Auch nach mehreren Wochen intensive Arbeit mit dem BR-80 bin ich immer noch völlig begeistert und habe das Teil voll und ganz in meinem Tagesablauf bzw. Arbeit integriert. Deutliche Kaufempfehlung: Daumen hoch, 4-5 Sterne.

PS: Wann kommt die Ausführung mit programmierbaren Drumbeats ;-)?
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