Behringer DEEPMIND12

12-stimmiger Analog-Synthesizer

  • 49 halbgewichtete Fullsize-Tasten
  • Tasten velocity sensitive und mit Aftertouch
  • 4 FX Engines powered by tc electronic und Klark Teknik
  • 24 Oszillatoren - 2 OSCs und LFOs pro Stimme
  • 3 ADSR Generatoren
  • zuschaltbarer 2- oder 4-poliger Low-Pass Filter pro Stimme
  • High-Pass Filter
  • 8-kanalige Modulations Matrix
  • 32-step control Sequencer
  • Envelope Depth
  • Key Tracking
  • fernbedienbar über iPad/PC/Mac und ausgewählte Android-App über USB, MIDI oder eingebautes Wi-Fi
  • 26 Regler und ein Schalter pro Funktion für direkten Zugriff auf alle wichtigen Parameter in Echtzeit
  • 1024 Programmspeicher
  • eingebauter und einstellbarer Wi-Fi-Client
  • LC Display
  • Abmessungen (B x T x H): 822 x 257 x 103 mm
  • Gewicht: 8,4 kg
  • designed and engineered in the U.K.
  • passende Tasche: Art. 479789 (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passendes Case: Art. 416352 (nicht im Lieferumfang enthalten)
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Soundbeispiele

 
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Weitere Infos

Anzahl der Tasten 49
Anschlagdynamik Ja
Aftertouch Ja
Keyboard Split Nein
Modulation Wheel Ja
Anzahl der Stimmen 12
Tonerzeugung Analog
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out, 1x Thru
Speichermedium Intern
USB Anschluss Ja
Effekte Multieffektprozessor
Arpeggiator Ja
Anzahl der analogen Ausgänge 2
Digitalausgang Nein
Display Ja

Preiswerter Analogsynthesizer mit großer Ausstattung

Mit 12 analogen Stimmen, Modulationsmatrix, 32-Step-Sequencer und vier hochwertigen FX-Engines besitzt der polyphone Synthesizer Behringer DeepMind 12 eine Ausstattung, die es weder in der großen Ära der Analogsynthesizer gab, noch ein Gerät der Neuzeit bietet, und das zu einem unschlagbaren Preis. Das 49-Tasten Keyboard kann auf der Bühne wie auch im Studioeinsatz für massive Klangflächen, rhythmisch modulierte Sequenzen und Arpeggios sowie prägnante Leadsounds eingesetzt werden. Mit seinem analogen Signalpfad liefert er den beliebten, warmen Klangcharakter und die vier FX-Engines mit Algorithmen von TC Electronic und Klark Teknik sind speziell für die Live-Anwendung eine nützliche Erweiterung, die zusätzliches Equipment spart.

Polyphoner Analogsynthesizer mit 4 FX-Engines

Die Klangerzeugung des DeepMind 12 besitzt zwei Oszillatoren, ein 12/24 dB Tiefpassfilter und einen VCA in dem analogen Signalpfad. Oszillator 1 erzeugt Saw und Square/PWM, Oszillator 2 Square/Pulse mit einem speziellen Tone-Parameter. Zur Modulation verfügt jede Stimme über drei ADSR-Hüllkurven sowie zwei LFOs mit sieben Wellenformen, einschließlich Sample & Hold, die auch zur MIDI-Clock synchronisiert werden können. Insgesamt lassen sich 19 Modulationsquellen über die integrierte Matrix auf mehr als 130 verschiedene Ziele zuweisen, was sehr viel Spielraum für Klangexperimente lässt. Da Sounds in aller Regel sowieso mit Effekten abgemischt werden, sind On-Board-FX heutzutage Standard. Im DeepMind 12 sind gleich vier parallel nutzbare Effekteinheiten vorhanden, mit deren mehr als 30 Algorithmen wie Reverb, Chorus, Phaser, Delay etc. die Klänge des Synthesizer aufgewertet werden können.

Für Live-Keyboarder und Soundschrauber

Für den Bühneneinsatz hat der DeepMind 12 nicht nur alle nötigen Features mit an Board, sondern besitzt auch eine klar strukturierte Bedienoberfläche, mit der man alle wichtigen Parameter, die man während des Spielens intuitiv verändern möchte, in schnellem Zugriff hat. Durch die Presets lässt es sich zügig navigieren und neben den Handrädern sowie zahlreichen Fadern und Tastern sind zwei Anschlüsse für Pedale als Spielhilfen vorhanden. Die leichte Zugänglichkeit über die Bedienoberfläche macht das Erstellen eigener Klangkreationen einfach. Soll noch tiefer in die Materie eingestiegen werden, können die in Menüs organisierten Parameter alternativ über eine App (iOS/PC/Mac) oder den Einsatz eines zusätzlichen MIDI-Controllers adressiert werden. Über diesen Weg lassen sich die Sounds dann komplex über eine DAW automatisieren.

Über Behringer

Das in Deutschland von Uli Behringer gegründete und heute in China ansässige Unternehmen steht seit dem ersten Produkt, dem Studio Exciter F, für preiswertes Equipment. Mischpulte, wie das Eurodesk MX8000, sowie unzählige Signalprozessoren und später auch Beschallungsequipment ermöglichten es unzähligen Musikern auch bei begrenztem Budget ihre Heimstudios, Übungsräume und mobilen PAs mit Equipment auszurüsten, das sonst nicht erschwinglich war. Die Produktpalette von Behringer wuchs über die Jahre ständig weiter. Durch die Übernahme weiterer Firmen, u.a. Midas, Klark Teknik und TC Electronic, kamen nicht nur neue Produktgruppen hinzu, sondern es floss auch deren technisches Know How in die Produktentwicklung mit ein. Die noch junge Synthesizersparte von Behringer setzt die Firmenphilosophie des preiswerten Equipments mit überdurchschnittlicher Ausstattung fort.

Flächen und andere Poly-Sounds

12 Stimmen sind in der analogen Welt auch heutzutage noch ein sehr hoher Wert. Viel häufiger trifft man polyphone Analogsynthesizer mit acht, sechs oder gar nur vier Stimmen an. Somit kann der DeepMind 12 für „große“ Akkorde und vielstimmige Flächen sowie Sounds mit langem Release eingesetzt werden, ohne das Stimmen zu schnell abgeschnitten werden. Die Klangstruktur des DeepMind orientiert sich mit zwei Oszillatoren und Tiefpassfilter pro Stimme an den großen Analogklassikern aus den 70er und 80er Jahren. Sie ist musikalisch ausgelegt und hat sich in unzähligen Anwendung für die verschiedensten Genre bewährt, so dass man schnell damit vertraut ist und gezielt an seinen Sounds arbeiten kann.

Im Detail erklärt: DCO - Digitally Controlled Oscillator

Die Oszillatoren des DeepMind 12 sind, wie auch bei einigen Synthesizern aus den 80er Jahren (zum Beispiel Roland Juno- und JX-Serien), als DCOs ausgeführt. Irrtümlich werden diese oft als „digital“ eingestuft. Tatsächlich handelt es sich aber um analoge Oszillatoren, die jedoch zum Erreichen einer verlässlichen Stimmstabilität, die insbesondere bei einem polyphonen Synthesizer unerlässlich ist, digital kontrolliert werden. Das verhindert die bekannte analoge Drift der Tonhöhe, die vor allem durch Temperaturschwankungen bei längerer Betriebsdauer auftritt. Die eigentliche Erzeugung der Wellenformen ist im Kern analog.

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4.7 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Ein klasse Analog-Einstiegssynthie
Sammy Sunlight, 23.12.2020
Als früherer Besitzer eines Juno60 und dann Juno106 verspürte ich nach 30jähriger analoger Abstinenz den Drang nach dem Sound der 80er. Behringer machte das mit dem DM12 bei einem absoluten Hammerpreis möglich. Endlich wieder an den Potis schieben, und sich über 30Jahre zurückgesetzt fühlen. Kein Plastik (hat mich selbst beim 106 gestört), sondern Holz und Metall machen einen soliden Eindruck. Da ich den DM12 nur im Homebereich nutze, sind die oft bemängelten Potis völlig okay und ausreichend und kann keine Mängel feststellen, auch das Lüftergeräusch (etwas reduziert) stört nicht. Das Display zeigt alle wichtigen Informationen, das durchsteppen der Sounds ist manchmal etwas lästig, per Editor lässt sich der Sound aber direkt anwählen. Die Werkseigenen Sounds zeigen die Vielseitigkeit des DM12, allerdings legte man doch mehr Wert auf "Effekthascherei", gerade durch die hervorragende Effektsektion. Eine Bank hätte man gerne mit Basic-Sounds ala Juno belegen können. Aber eigene Klänge sind durch die klare Struktur nach etwas Einarbeitung mit der zusätzlichen Edit-Funktion schnell programmiert. Genial gelöst, dass man für jede Sektion einen eigenen Edit-Schalter hat, dadurch hat man im Display nur die gerade entscheidenden Parameter zur Ansicht. Die Tastatur dess DM12 ist aus meiner Sicht völlig okay (die von den Junos fand ich da nicht besser, waren auch nicht anschlagsdynamisch und Aftertouch gab es auch nicht). Der Klang ist dem der 80erJ Jahre Analogsynths nachempfunden, bietet aber durch die Modulationsmatrix und der FX-Abteilung Unmengen mehr an Klangvielfalt. Auch die ARP/SEQ Sektion lässt in dieser Preisklasse keine Wünsche offen. Jahrelang hab ich mir die Junos zurückgesehnt, aber der DM12 ist mehr als ein vollwertiger Ersatz (auch wenn ich gerade den Juno 60 etwas wärmer im Grundsound in Erinnerung habe, auch schon im Vergleich zum 106). Mein Fazit: Toller Synthie zu einem Super-Preis. Jedem zu empfehlen, der das Flair einer analogen Maschine wieder oder neu erleben möchte. Kompliment an Behringer
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Features
Sound
Verarbeitung
Klangvielfalt und Echtzeitzugriff
Stratoblaster4711, 04.02.2017
Ich bestellte mir den DeepMind12 schon bevor ich jede reale Sound-Demo hören konnte Mitte 2016. Es war die Freude darüber, das ein Jupiter-Clone in neuer Form analog in heuteiger Technik wieder kommt. Kam nun hier in Deutschland für mich Ende Januar 2017 mit wohl aktuellstem Firmwarestand endlich an. Klar, war total hippelig dieses Instrument hier im Studio begrüßen zu dürfen, und wurde natürlich sofort akribisch parametriert und ausgetestet.

Ich konnte die Fehler und Unkenrufe die berichtet wurden nicht bestätigen, weder das Tasten laute Geräusche geben, noch das der DSP nicht funktionieren würde beim Hochlauf. Denke diese Fehler haben die jetzigen nicht mehr. Die Tastatur ist absolute Klasse, spielt sich wie eine Fatar oder vergleichsweise mein KeyLab 49. Eben sauber definiert in jeder Nuance mit Feedback an den Fingern. Allein dafür lohnt es sich schon das Teil zu holen, als MIDI-Masterkeyboard um die anderen Synths im Rack damit zu spielen. Das Aftertoch ist so in der Klasse der mechanischen Aftertouch des Waldorf KB37, man benötigt doch recht viel Kraft, bis die erste Anregung des Parameters beginnt.

Die eingesetzen Fader finde ich etwas lumpig, wie auch die Controls der Pitch und Mod. Haben eher gegen Echtholz und Metallcase einen billigen, nicht auf Jahre vertrauenserweckenden Eindruck meines Casio XW-G1 (dem fielen die Dinger auseinander nach gut einem Jahr). Sie haben eben sehr wackeliges Seitenspiel, was ihnen sicher aus Erfahrung in einigen Monaten Defekte bescheren wird. Reagieren zwar präzise, aber gebe den Teilen keine hohe Lebenserwartung. Dort wäre mir eine unbeleuchte Variante meist lieber, da ich diese Controls gerne exzessiv zur Artikulation nutze. Denke der eine oder andere sollte früher oder später als Ersatzteil lieferbar sein. Vieleicht in einer V2 bessere Teile (Liebe Behringer, bitte erhört meine Gebete!).

Das Gehäuse ist solide, Metall, Druck wie die alten wunderbaren Teile. Auch Haptik wie die damaligen. Da wurde wohl echter Wert gelegt. Auch die Echtholz-Seitenteile, wurde viel Wert gelegt, sieht sehr schön gefällig aus. Der Drehencoder, weiß da noch nicht wie lange der leben wird, gebe dem aus Erfahrung rund maximal 2 Jahre bis er den Dienst verweigert. Auch dem bedruckten Knopf, der sicher schnell seinen Abrieb haben wird, bis der blanke schwarze Kunststof durchkommt. Die Fader, da muß ich wirklich etwas dazu sagen. Man hört wirklich beim Bewegen digitale Sprünge! Also gegen einen echten Analogen, nie je eine Chance in der Sparte!

In der ersten Minute sagte ich anderen, die mich fragten, das die beiden Oszillatoren sicher DSP's sind, forschte nach - nein - es sind wirklich reale duale Analog-Oszillatoren in Rechteck (PWM) und Saw auf 12 Polyphonen, also insgesamt 24 Stück! War echt hin und weg und begeistert! Das hätte ich in dieser Bauform und Größe nie erwartet! Der zweite ist auch Sync auf den Ersten, was in +/- einer Oktave sehr viel Spielraum lässt. Der Hauptpfad ist daher wirklich komplett 100% Analog! Einzigstes was auf Masterbus liegt ist der HPF wie auch der Boost, was im Handling in der Architektur auch wirklich gut ist. Zumal dieses Instrument nur einen Sound treiben kann, nicht ausgelegt ist für zwei oder mehrere parallele Sounds.

Dann war ich doch etwas neugierig, gieng in das Global-Setup, machte einen längeren Messvorgang aller analogen Komponenten, war selbst erstaunt wie lange das dauert, mehrere Minuten in denen Testwellen durchliefen. Keine feststellbaren Abweichungen! Scheint also das Werk wirklich perfeckt kalibiert verlassen zu haben, und alle Pameter bis hier gehalten zu haben. Für ein analoges Instrument in dem Umfang für mich wirklich ein Wunder. Das hatte nicht mal der Ur-Jupiter, ein paar Grad Temparatur-Differenz, und alles war anders.

Die Filter der Voices sind etwas ungestüm, neigen sehr schnell zum brachialen Kreischen wenn man die Resonance etwas aufdreht. Die 20% erwarte ich an anderen erst bei rund 95%, die mir da entgegenbrüllt. Mir fehlt da irgendwo die Reserve der restlichen 70% im Weg. Das macht sich auch im Sound-Programming auch extrem schwierig, da man Modulationen immer sehr weit abregeln muß. Das gäbe es an den analogen mit den Inv-Log-Kennlinie nie. Naja sehe es mal so, wenn jemand extrem nonlineares liebt, sicher ein gutes Feature, aber wenn man es Live und Soft versucht zu fahren, eher ein Frustfaktor.

Unter dem Strich, für rund 1200 Euro einen voll analogen zu bauen, ist bis heute eine gewagte Sache, Behringer versuchte es aus Eigenantrieb. Und ich werde dieses Instrument wohl nicht mehr veräußern. Eher wird es mit Kenntniss der Grenzen hier im Studio ein großartiges Teil sein.
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(Sehr) Gemischte Gefühle (oder Alles wird gut)
Atilla, 04.02.2017
Ich habe wie viele Andere seit über einem Jahr auf das Erscheinen dieses Instruments gewartet, nun steht es seit zwei Tagen bei mir.
Meine Stilrichtung ist vorwiegend ProgRock und und ein Wenig Classic-Rock. Ergänzend zu diversen Romplern und VAs, die bereits hier stehen, sollte der Behringer mein neuer Lead-/Performance -Synthesizer mit dem "real analogen Touch" werden.
Haptisch wirkt er zunächst recht solide gefertigt, klangtechnisch muß man sich die wenigen Perlen jedoch mühevoll herauspicken...
Die Presets hätte man gut und gerne auf ca. 100 reduzieren können, denn vieles wiederholt sich und vieles mutet eher an wie eine Demonstration der Effekte
als der klanglichen Essenz des Synthesizers.
Insgesamt finden sich für mich hier ca. 30 gute bis sehr gute pad/comp/lead-Sounds, die die eigentliche klangliche Stärke des Gerätes herausarbeiten.
Die Tastatur ist OK, entspricht in ungefähr der meines Korg TR 61, die nicht gewichtet ist aber ein ähnliches Spielgefühl vermittelt.
Die Verarbeitung ist jedoch deutlich ungleichmäßiger; einzelne Tasten liegen sehr nahe beieinander, während zwischen anderen "Zahnlücken" klaffen.
Das sollte bei einem Gerät in dieser Preislage und Kategorie eigentlich nicht sein.
Die hohe G-Taste verursacht bei etwas stärkerem Anschlag ein metallenes Geräusch, welches sehr ungesund klingt.
Jetzt aber zum Dealbreaker: das Pitch-Bend-Rad hat in der Mittelstellung einige Milimeter Spiel nach unten und oben, schnelles intuitives Bending ist hier Fehlanzeige, zudem ist die Festigkeit der Federn zu hoch gewählt, das heißt, es ist ein gewisser Widerstand zu überwinden bevor das wheel anläuft. An der glatten Kunststoffoberfläche
des wheels rutscht der Daumen bei schnellem Zugriff dadurch gerne immer wieder ab. Warum ist dieser nicht mit einer dünnen Schicht Gummi belegt worden, wie bei vielen anderen Herstellern schon länger üblich ?
Und nun die Krönung: das Rad schleift. nicht ständig aber immer wieder und zwar an der rechten Seite.
Für einen Performance-/Lead-Synthesizer als den ich ihn geplant hatte, ist der Deepmind für mich somit nicht zu gebrauchen.
Manch einer wird jetzt "Jammern auf hohem Niveau" wittern aber das hier wäre jetzt mein zwölfter Hardwaresynthesizer in ca. 30 Jahren und ich denke ich weiß, wovon ich hier schreibe. Das Spielgefühl stimmt hier (für mich) ganz und gar nicht!
Ich scheine auch nicht der Einzige mit diesem Problem zu sein, da in Internetforen bereits über das sog. Pitch bend wheel slack-Problem berichtet wurde.
Da ich also derzeit nicht sicher sein kann, daß ein Austauschgerät in den genannten Punkten besser sein wird, möchte ich den Thomann-Mitarbeitern, mir selbst und der armen Postbotin die erneute Mühe ersparen und sende das Gerät definitiv zurück. Ich freue mich jedoch schon auf das Expandermodul, welches hoffentlich demnächst in Produktion geht?

Update 01.01.2019:
Jetzt habe ich ihn seit Kurzem wieder, d.h. meine Frau hat ihn mir geschenkt aber leider nicht bei Thomann geordert, denn sonst hätte ich es ja mitbekommen.
Somit Zeit für eine Revision meiner Erstbeurteilung.
Jetzt ist die Tastatur einwandfrei, die Wheels funktionieren wie sie sollen (zwar immer noch nicht mit Gummi beschichtet aber kein Schleifen). Möchte man in Richtung kräftige Jupiter-Pads gehen, reduziert sich im Unisono-2 Modus die Stimmenanzahl zwar auf 6, das ist aber immer noch mehr als bei so manchem Vintage-Analogen ohne dessen altersbedingten Nachteile. Im Einklang mit dem nun reduzierten Preis gibt es eine klare Kaufempfehlung. Vielleicht hatte ich ja beim ersten Mal wirklich nur ein Montagsgerät erwischt.
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Weich, warm, fett
Holger B., 07.02.2017
Der DeepMind 12 bietet für sehr wenig Geld eine gewaltige Menge an Funktionen und Oszillatoren, das ist allgemein bekannt, einsichtig und nachlesbar. Daher werde ich mich in der Rezension nur auf die Punkte beschränken, die aus meiner praktischen Erfahrung mit dem Gerät resultieren. An den Funktionen ist nichts auszusetzen. Manche Leute bemängeln, das die Wellenform des 2. Oszillators nicht im klassischen Sinne wählbar sei. Ich hingegen empfinde das als Vorteil, da diese spezielle Funktion viel zu einem distinktiven Sound beiträgt und Neues ermöglicht. Mir persönlich fehlt in Anbetracht der vielen Oszillatoren und Funktionen Layer, Split bzw. Dual (-Sound). Auch eine Programm Chaining Funktion, also die Möglichkeit eine Kette bzw. Reihenfolge von Soundprogrammen festzulegen und dann mit dem Fußpedal bei Liveauftritten durchzusteppen wäre sehr hilfreich. Das läßt sich in Anbetracht des Preises wohl nicht erwarten, aber es bleibt zu hoffen, dass Behringer diese Funktionen per Software-Update nachreicht (denn technisch gesehen steht dem nichts entgegen). Dann würde ich mich nur in Superlativen über das Gerät ausdrücken.
Das wichtigste ist der Sound. Meiner Ansicht ist es Behringer gelungen einen distinktiven Sound zu schaffen, der sich in drei Worten zusammenfassen läßt: Warm, weich, und fett. Mir gefällt dieser Sound sehr gut und darum habe ich die Maschine sofort gekauft. Für mich schließt Behringer damit eine Lücke, die seit langem schmerzvoll auf dem Markt bestanden hat. Leute die einen distinktiv anderen Sound wollen sind aber vielleicht mit anderen Geräten gut beraten. Meine Bassstation II z.B. würde ich eher für druckvolle Basslinien oder schräge Geschichten einsetzen, ein Roland hat vielleicht einen mehr technomäßigen Grundsound, ein Yamaha mag vielleicht akustischer, ein Korg experimenteller, ein Dave Smith oder Oberheim eher druckvoller klingen, aber das heißt nicht, dass der DeepMind12 solche Sounds nicht kann. Sie klingen halt eher tendenziell wie oben beschrieben. Technische Schwierigkeiten mit dem Sound wie Rauschen oder Verzerungen gibt es nicht, der Grundklang ist weich, sauber und klar. Der Lüfter ist quasi nicht zu hören, das Gerät gibt auch keine anderen Betriebsgeräusche wie Netzbrummen von sich.
Das nächst wichtige ist die Haptik bzw. Ergonomie. Die Maschine kommt in einem massiven Stahlgehäuse mit Holzseitenteilen. Sie ist dadurch ein wenig schwer, aber wo gibt es das heute noch? Noch dazu für den Preis? Die Tastatur macht einen hochwertigen Eindruck, das Aftertouch ist präzise. Alle Regler sind angenehm gängig, greifbar und griffig. Das Display ist zwar kein Touch mit Megapunkten, aber gut abzulesen; alle wesentlichen Informationen sind hervoragend strukturiert und mit dem Dreh- und Tastschaltern mühelos, schnell und präzise anzufahren.
Das drittwichtigste ist Zuverlässigkeit bzw. Reliability. Bisher habe ich noch keinen Defekt oder verdeckten Fehler finden können, die Maschine scheint top in Ordnung zu sein; sehr hochwertig verarbeitet und 3 Jahre Thomann-Garantie sorgen dafür, dass es für drei Jahre so bleibt.
Behringer ist es gelungen einen Synth zu bauen von dem viele Menschen träumen, wahrscheinlich auch Uli Behringer selbst. Wer seinen Sound und seine Features mag kann hier bedenkenlos zugreifen.
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