
Wie heißt es so schön? „Never change a winnig team“ – ADAM Audio tut es trotzdem und ersetzt die mittlerweile in die Jahre gekommenen und immer noch weit verbreiteten Erfolgsmodelle P11A und A7 durch das neue Modell A7X. Genauer gesagt wird die P-Serie komplett eingestellt, und von nun ab tritt die AX-Serie die Nachfolge an. Da wir zum Test keine A7 zur Verfügung hatten, jedoch eine P11A, vergleichen wir die A7X mit diesem Modell.
Rein technisch hat sich einiges getan, so handelt es sich nicht einfach um eine Weiterentwicklung der P11A, sondern um eine komplett neue Box, die eigentlich auch die Weiterentwicklung der A7 darstellt. Der Papiertieftöner der P11A weicht einem aktuellen Carbon-Modell, der Hochtöner wird durch das neue X-ART Modell ersetzt, und es kommen aktuelle Endstufen zum Einsatz. Auch die Bassreflexführung wurde verändert, und Powerschalter und Lautstärkeregelung wurden auf die Front verortet.

Der neue 7“ Woofer wird von einer digitalen 100W Endstufe angesteuert, während der Hochtöner durch eine 50W A/B-Endstufe gespeist wird. Die Übergangsfrequenz liegt bei 2,5 kHz.

Rückseitig finden wir die üblichen Verdächtigen, eine Kaltgerätebuchse, einen XLR- und Cinch-Eingang, sowie Potis zur Klanganpassung. Der komplette Hochtöner kann in der Lautstärke (also ab 2,5 kHz) von -4 dB bis +4 dB verändert werden. Zusätzlich stehen zwei Kuhschwanzfilter parat, um die Tiefen unter 300 Hz und die Höhen ab 5 kHz um je +/- 6 dB zu beeinflussen.

Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen: Der Monitor macht einen grundsoliden Eindruck und ist aus schwerem MDF gefertigt, welches mit einem schwarzen Vinyl überzogen wurde. Die oberen Ecken neben dem Hochtöner wurden, wie inzwischen bei ADAM üblich, abgeschrägt. Dies vermindert Beugungserscheinungen in den hohen Frequenzen.
Klang
Es hat sich einiges getan. Der neue X-ART Hochtöner gibt hohe Frequenzen noch brillanter wieder, und auch der neue Tieftöner vermag ein stabileres Klangbild zu erzeugen, so dass gegenüber der P11A (wir hatten keine A7 zum Vergleich da) ein deutlicher Schritt vollzogen wurde. Die räumliche Abbildung der A7X ist für die Preislage recht gut, könnte aber etwas mehr Tiefe vertragen. Die Stereoabbildung lässt hingegen keinen Anlass zur Kritik. Die Mitten stehen nicht mehr so weit im Vordergrund, was für den Umsteiger eine Einhörzeit in die A7X erfordert. Die Detailauflösung konnte im oberen Frequenzbereich erheblich erhöht werden, was aber auch mit einer leicht brillanten Wiedergabe resultiert. Wir haben den Test deshalb mit einer leichten Pegelreduktion des Hochtöners durchgeführt. Die Mittenauflösung ist sehr gut gelungen und für den Preis der Boxen bemerkenswert. Auch im Bassbereich ist alles „straff“, auch wenn die Box aufgrund der Größe natürlich keine Wunder vollbringt. Ein Subwoofer ist für drückende Tiefbässe diesbezüglich erforderlich. Positiv ist aufgefallen, dass die Bassreflexgeräusche der P11A hier nicht mehr auftreten.
Die ADAM A7X sind mehr als würdige Nachfolger für die abgelösten P11A. Wir konnten in allen Punkten eine Verbesserung feststellen. Man sieht also, dass ADAM seine Hausaufgaben gemacht hat, bravo! Somit wird die A7X vor allem in kleinen Studios und Editräumen bestimmt großen Anklang finden, eben dort, wo das Budget genauso klein wie die räumlichen Gegebenheiten ist.
- sehr guter Klang
- sehr gute Verarbeitung
- Preis/Leistung
- nichts
