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Ich benutzte lange den Pocked-Pod II zum Üben daheim am Rechner und bin glücklich endlich DIE Alternative gefunden zu haben, die meinen Anforderungen gerecht wird. - Endlich gute Metalsounds! Beim Pocked-Pod II klangen sie entweder kraftlos oder matschig - oder beides. Hier nun endlich diverse High-Gain Amps, die mir ein breites Spektrum an "Brutalo-Metalsounds" bieten, die selbst über Kopfhöhrer harmonisch und für einen Modeller überraschend dynamisch klingen. Keine Matschbässe mehr...selbst mit der Baritone (damit hatte der Pod am meisten Probleme!) kann man alltagstaugliche, differenzierte Sounds kreieren. Die angebotenen High-Gain Amps klingen dabei alle eigenständig und haben jeder seine Daseinsberechtigung (beim Peavey Vypyr klingen 3 der High-Gain Simulationen in meinen Ohren SEHR ähnlich). Durch das Zuschalten von Pedalen (von Tubescreamer bis hin zu Metal-Pedalen) wird das klangliche Spektrum natürlich nochmal erweitert. - Looper. Er ist schlicht, aber absolut ausreichend. Die Bedienung ist erstaunlich einfach und so kam ich (als jemand, der gerade das erste Mal mit einem Looper zu tun hat) nach Sekunden damit klar - das Handbuch brauchte ich nur, um ihn zu finden. 60 Sekunden - die meisten Konkurrenten haben etwas weniger - reichen im Alltag! Schnell mal eine Begleitung eingespielt (und hier dankt man dem simplen und intuitiv bedienbaren System) und ich kann das Improvisieren üben...und das immer zu dem Stück, auf das ich gerade Lust habe, ohne mich durch endlose Menüs wühlen zu müssen. Ich habe für mich auch eine Nützlichkeit dahingehend gefunden, daß ich mal schnell ein Riff "aufnehmen" kann, daß ich gerade einstudiere...einfach, um mir das anschließend mal in Ruhe anzuhören und Fehler zu erkennen. Der Looper ist so praktisch, weil er in wenigen Sekunden startklar ist! - Drumsimulation. Dem stand ich skeptisch gegenüber - in der Produktbeschreibung las sich das für mich so, als hätte man hier noch einen eigenständigen, völlig flexiblen Drumcomputer an Bord. Dem ist nicht so - es sind viel mehr die "normalen" Drumpatterns. Mir persönlich reicht das und auch hier will ich nochmal die einfache Bedienung loben: eine Taste drücken* und ich bin im Drum-Menü! Auch hier ist alles schlicht und einfach gehalten...es geht von einem simplen Metronom los, ich benutze zwei Drehregler und stelle mit einem die Geschwindigkeit und mit dem anderen das Drumpatter ein. Für meine chromatischen Übungen benutze ich den "Metronom-Rhytmus", mit den Anderen kann ich im Alltag nicht soo viel anfangen. Wers braucht, freut sich - ich bin froh, daß ich vom grellen Piepsen meines bisherigen Metronoms endgültig erlöst bin. Womit ich beim Klang angekommen bin: an meinen Kopfhöhrern klingts sehr angenehm und natürlich. Wenn ich am Rechner übte nutzte ich ein kostenloses Online-Metronom, daß klanglich ein Schlagzeug imitiert...aber der integrierte Drummer klingt DEUTLICH natürlicher und angenehmer. *= Leider muß an die Taste mit der Hand bedienen - sich also bücken. Mit dem Fuß nicht bedienbar! - Aufnehmen. An den Rechner angeschlossen (Kabel ist nicht dabei, ihr braucht ein Druckerkabel: USB-A zu USB-B) und man kann Latenzfrei mehrspurig in digitaler Qualität aufnehmen. - Bediensoftware. Bei Line6 bekam ich die Software auf meinem Windows7 Rechner nie zum laufen - bei Zoom funktioniert sie endlich. War auch wieder (selbst für mich als Laie) so einfach, wie etwas nur sein kann... runterladen, installieren, Zoom G5 mit Kabel anschließen --> Startet dann automatisch! Das Programm ist optisch nett gemacht - es wird für jedes Gerät in der Signalleiste ein liebevoll gestaltetes Bildchen angezeigt. Ich kann mich leicht durch die ganze Signalkette bewegen und direkt auf dem Bildchen Einstellungen am Gerät vornehmen. Etwas unübersichtlicher ist da der riesige Block mit alle den vorinstallierten Beispielsounds! Ich glaube es sind so um die 240 an der Zahl - und die meisten haben unpraktische Namen, weswegen man sich seine Favorieten nicht immer auf Anhieb merken kann. Hier dann auch mal etwas Wirr-Warr was die Bedienung angeht: ich habe noch nicht rausgefunden, wie ich eigene Sounds abspeichern kann, ohne einen dieser Beispielsounds zu überschreiben. Noch ein (sehr kleines!) Manko: mir persönlich gefällt der Regler zum Einstellen der gewünschten, simulierten Box nicht so recht. Auf dem Gerät selbst ist das mit Drehregler eine sinnvolle und übersichtliche Lösung - im Bedienprogramm auf dem Rechner hätte man es sicher etwas schöner und übersichtlicher gestalten können! ---------------------------------------------------- Bis hierhin bin ich auf diejenigen Aspekte eingegangen, die MIR am Wichtigsten erscheinen. Folgend nun die Allgemeinen: - Verarbeitung. Gehäuse ist aus Metall und macht auf mich einen robusten Eindruck! Die Endlos-Drehregler haben alle diese "Mikro-Einraster" und fühlen sich vom Drehwiderstand sehr angenehm (-> nicht billig) an. Das Pedal hat einen angenehmen "Honig-Widerstand" und wirkt ebenfalls sehr robust. Die Gummioberfläche das Pedals bietet ausreichend Grip. Die wenigen Tasten geben beim Betätigen ein zustimmendes, leises "Klack" und machen ebenfalls einen wertigen Eindruck. Die vier hellen Bildschirme in S/W (oder besser Hellblau/Schwarz) sind gut lesbar und die (Gameboy-) Grafiken geben ausreichenden Wiedererkennungswert des genutzten Effekts. - Sounds (allgemein). Die Cleansounds sind in Ordnung. Hier ist der Unterschied zum Pocked-Pod II nicht soo groß, was nicht zuletzt daran liegt, daß der in diesem Bereich auch schon o.k. war. Die verschiedenen Simulationen haben alle Charakter und damit jeder ebenfalls seine Daseinsberechtigung! Von Soft- bis Hard-Chrunch find ich das Teil dann wieder absolut Top. Besonders die britischen Sounds haben es mir richtig angetan...! Besonders überrascht hat mich der Einfluss der wählbaren Boxen auf den Sound... das hat Zoom wirklich gut hinbekommen und man staunt über die zusätzlichen Möglichkeiten hier nochmal ne richtige Kelle rauszuhauen, auf der Suche nach SEINEM Sound. Weitere positive Überraschung: Der Akkustik-Simulator. Gabs schon öfter - hat MIR aber nie so viel Spaß gemacht wie beim Zoom G5! :o) - Klangverhalten. Bis in den High-Gain Bereich hinein reagiert das Zoom G5 überdurchschnittlich dynamisch! Ich stütze mich hier auf die Erfahrung mit diversen Modellern (von Roland Cube bis Peavey Vypyr - vom Zoom 505II bis zum Line6 Pocked-Pod II) und attestiere dem Zoom G5 zusammen mit dem Vypyr das beste Ansprechverhalten. Dabei benutze ich vier verschiedene Gitarren, die in ihrem Charakter immer ehrlich wieder gegeben werden! Vorbildlich. - Effekte. Ich nutze sie eher bescheiden und bin soweit natürlich zufrieden. Es sind sehr viele Raumeffekte vorhanden (klingen aber manchmal auch sehr ähnlich - braucht man so viele?) mit großzügigen Regelmöglichkeiten. Neben weiteren Rubriken (z.B. Distortion-Pedale) werden dann noch diverse Modulations-Sachen angeboten. Vom starken (und gut brauchbaren) 5-Band Equalizer bis zum (für mich) fragwürdigen "Human Noise-Irgendwas". Zwei Noise-Gates sind auch mit an Bord - und im High-Gain Bereich braucht man sie auch meistens. Damit will ich nun langsam auch zum Ende kommen...vermutlich ist dieser Roman schon jetzt zu lang für die Meisten, die nur mal eine kurze Rückmeldung suchten! Dieses Gerät bietet soo viele Optionen, daß ich locker nochmal einen derartigen Text verfassen müsste, um alles wenigstens mal grob erwähnt und beurteilt zu haben. Testet dieses Ding einfach selbst mal...bei dem Preis werden die Allermeisten von euch Bauklötze staunen! Und wenn nicht kann man sich auf Thoman verlassen, die nehmen alles auch wieder kostenlos zurück ohne zu murren. :o) Lg Matze
Erst kritisch dann begeistert Übernommen von Zoom G5
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Gesamtbewertung
Ich habe mir das Zoom G5 nach der Messeankündigung gekauft. Hatte von Boss GT 6 bis heute GT10 die Nase voll. Diese Teile bringen keinen guten Sound und von der Dynamik eines Röhren-Amps sind sie Meilen entfernt. Selbst im seriellen Weg meines Marshall JVM 410 C klingen die Modulationseffekte (Chorus und Co.) des GT 10 einfach nicht gut (viel zu synthetisch). Der Zoom G5 überzeugt im den Amp-Modelling auch nicht, der Klang ist aber wärmer und daher eher erträglich. Im seriellen Effektweg des Marshalls spielt er seine Stärken voll aus. Die Modulationseffekte (Chorus, Reverb, Echo) sind super. Sie klingen warm wie analoge Schaltungen einzelner Bodentreter. Hier kann man viel Geld für die Einzelteile sparen und braucht kein großes Effektboard. Der mit einer Röhrenschaltung integrierte Booster ist klasse und integriert sich soundmäßig hervorragend in den Röhren-Amp. Mein Setup ist Cry Baby 535Q vor dem Marshall und im seriellen Weg der Zoom G5. So steht er ultimative immer sicher abrufbare und variable warme Rock-Sound und begeistert mich nach einem halben Jahr immer mehr. Wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich den G5 wegen der nicht überzeugenden Amp-Simulation wieder zurückschicken wollte. Ich habe mich damit abgefunden, dass die Entwicklung der Modellinggeräte einfach noch nicht soweit ist, um meinen Ansprüche zu genügen. Als kompaktes und sehr gut verarbeitetes und analog klingendes Effektboard für meinen Marshall möchte ich es nicht missen.
eigentlich wollte ich ja weg von den Multis und mal einen richtigen Röhrenverstärker. Das Ding klingt aber so gut (vor allem für den Preis), bringt die Effekte, Bühnentauglichkeit und DI (Klang direkt in der PA ist erstaunlich gut) direkt mit, so dass das G5 meine Verstärkerpläne durchkreuzt hat. Einzig die Bedienung ist etwas umständlich. Damit meine ich nicht das Einstellen der Patches (wobei die Software hier trotzdem zu empfehlen ist), sondern das Umschalten zwischen Bänken (1 Bank = 3 Patches) im Livebetrieb. Dazu muss man nämlich zwei Schalter gleichzeitig treffen, was die Nutzung von mehr als 3 Patches innerhalb eines Songs (d.h. ohne Gedenksekunde) schwer macht. Ansonsten top!
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