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Hier die hilfreichsten Bewertungen unserer Kunden: **
ZOOM B-1, der kleine rote Wunderkasten
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Gesamtbewertung
Vorgeschichte Bisher war ich immer ein reiner Purist, was das Baß-Spielen angeht, nach dem Motto: "Der Sound kommt aus den Fingern". Ich wußte, daß es Effektgeräte in großer Auswahl für Baß gibt, hielt sie aber für entbehrlich bzw. Schnickschnack und hatte nie an einen Kauf gedacht. Durch Zufall bin ich kürzlich wieder darauf aufmerksam geworden und dachte mir, ich könnte so ein Gerät doch mal ausprobieren. Gesagt-getan, nach kurzem Studium einiger Geräte habe ich mich dann für das ZOOM B-1 entschieden. Kaufgründe Dies erschien mir besonders geeignet aus folgenden Gründen: 1. Es hat 80 sog. Patches, 40 voreingestellte und 40 frei konfigurierbare. 2. Es hat 8 Module mit Dutzenden von zusätzlichen Parametern, u.a. 13 verschiedene Amp-Modelle. 3. Eingebaut sind zusätzlich ein Tuner und ein Drum-Computer. 4. Außerdem ist ein passendes Netzteil im Lieferumfang, es kann aber auch mit Batterien betrieben werden. 5. Nicht zu vergessen der im Hinblick auf die vielen Features sehr günstige Preis von 49 EUR. All das war für mich entscheidend für den Kauf. Nach dem Auspacken des Gerätes war ich zunächst leicht überfordert von den vielen Features in der Anleitung, die immerhin 28 Seiten hat. (Ich habe ja noch nie vorher so ein Effektgerät benutzt.) Sie ist in fehlerfreiem Deutsch geschrieben und erklärt sehr genau die einzelnen Module und Parameter. Nach einigen Stunden des genauen Lesens, Ausprobierens und Testens wird dann aber alles sonnenklar. Die anfänglich verwirrend erscheinende Bedienung erscheint dann durchaus sehr logisch und übersichtlich. Aufbau-Prinzip Das ZOOM B-1 verfügt über insgesamt 80 Patches, davon sind 40 voreingestellt (=Presets) und lassen sich nicht ändern oder löschen. Die Kennzeichnung dafür geht von 00-09, 10-19, 20-29 und 30-39. Auf einem Extrablatt werden die Effekte auch sehr anschaulich beschrieben. Alle diese 40 sind ab Werk nochmal kopiert unter A0-A9, b0-b9, C0-C9 und d0-d9. Diese letzteren 40 Patches kann man so lassen, dann hätte man alle doppelt. Interessanter aber ist es, sie nach eigenem Geschmack und Bedarf zu editieren. Dafür stehen die weiter unten aufgeführten Effekt-Module zur Verfügung, es lassen sich sogar alle 8 kombinieren. Das ist aber nicht immer sinnvoll, weniger ist hier mehr. Das Editieren erfordert ein wenig Studium der Anleitung und Experimente, ist dann aber recht einfach. Nach den erfolgten individuellen Einstellungen lassen sich diese abspeichern und stehen fortan zur Verfügung. Der Speicherort ist im User-Bereich unter A bis d frei wählbar. Wenn einem etwas nicht gefällt, läßt sich ein Patch wieder anders einstellen bzw. ganz löschen. Das Wechseln der einzelnen Patches geschieht schrittweise mit den großen Tasten auf- oder abwärts, mit einem kleinen Knopf (per Finger zu bedienen) kann man direkt 10 Patches weiter vorwärts springen, das geht manchmal schneller. Kleiner Tip: Für den unveränderten Baß-Sound ohne Effekte habe ich einen Patch so programmiert, daß keine Module verwendet werden und zwar A1, der automatisch beim Einschalten erscheint. Effekt-Module Dies sind die wichtigsten Komponenten des kleinen ZOOM. Es hat 8 verschiedene Module bzw. Effekte: 1. Patch Level (=Volume) 2. Compressor/Limiter 3. EFX (=Effekte) u.a. mit Wah, Octave, Tremolo, Phaser, Defret 4. Drive (=Amps) u.a. mit Fender, Ampeg, Acoustic, Marshall, SWR, Tube Pre, Fuzz 5. EQ mit LO, MID, HI 6. ZNR (=Noise Reduction) 7. Modulation/Delay u.a. mit Chorus, Ensemble, Flanger, Vibrato, Detune, Echo 8. Reverb/Delay u.a. mit Delay, Tape Echo, Ping Pong Delay, Hall, Room Alle Module haben noch viele weitere sog. Parameter, die man ganz nach Geschmack einstellen kann und zwar sind diese sehr fein abgestuft, so daß sich wirklich feine Nuancen erzielen lassen. Tuner Mit einem Druck auf beide Fuß-Tasten gleichzeitig steht der Tuner zur Verfügung. Er ist gut ablesbar und arbeitet sehr genau, damit wird das Stimmen ganz einfach. Man kann wählen zwischen Bypass- oder Mute-Schaltung. Drum-Computer Dieses Feature finde ich besonders reizvoll und nützlich zum Üben. Es kann sehr dabei helfen, ein sicheres Timing zu entwickeln und macht einfach mehr Spaß als mit einem simplen Metronom zu üben. Ich empfand es sogar als sehr inspirierend zum freien Solo-Spiel. Das Tempo ist einstellbar von 40 bis 250 bpm, natürlich ist auch die Lautstärke regelbar. Es stehen 36 verschiedene Rhythmen zur Verfügung, meistens im 4/4 Takt, aber es gibt auch ein paar 3/4 und 5/4 Rhythmen. Dazu kommen noch 4 Einstellungen für ein Metronomklicken. Klang Wahrscheinlich das wichtigste Kriterium. Ich war tatsächlich angenehm überrascht vom Klang der meisten Effekte. Diese gute Qualität hatte ich gar nicht erwartet. Die Amp-Simulationen klingen recht natürlich und echt. Auch wichtige Effekte wie Overdrive, Phaser, Chorus, Flanger, Room-Delay usw. haben mich überzeugt. Besonders viel Spaß hatte ich am Overdrive oder Fuzz, damit ließen sich herrlich Melodien spielen mit einer tollen Zerre! Ich habe das ZOOM befreundeten und sehr kompetenten Baß-Kollegen vorgeführt und auch sie waren sehr angetan von dem kleinen Kasten. Anschluß Der Baß wird mit dem Eingang verbunden, der Ausgang geht dann direkt in den Amp, man braucht also noch ein Extra-Kabel. Ebenso kann man ohne Amp spielen und statt des Amp direkt einen Kopfhörer anschließen. Die Stromversorgung erfolgt mit dem mitgelieferten Netzteil oder über 4 AA-Batterien. Als optionales Zubehör kann ein Fußschalter oder Expression-Pedal angeschlossen werden. Haltbarkeit Darüber kann ich natürlich jetzt noch nichts aussagen. Die 3 Tasten und 2 Drehregler sowie die beiden Fußtasten funktionieren einwandfrei. Weil das Gehäuse aus Plastik ist, sollte man allerdings nicht zu roh damit umgehen oder elefantenartig darauf herumtrampeln. Jedoch gibt es immerhin eine Thomann-Garantie von 3 Jahren, das müßte reichen. Fazit Einige Effekte wird man kaum oder selten im Proberaum oder auf der Bühne einsetzen, immerhin sind sie da und jeder kann sich selbst die wichtigsten aussuchen. Doch zumindest beim Üben zu Hause machen sie einfach nur Spaß. Ich denke da an den Octaver, der eine weitere Baßstimme eine Oktave tiefer hinzufügt oder es wird eine parallele Gitarrenstimme eine Oktave höher hinzugefügt, dieses Unisono klingt besonders nett. Auch einige spacige abgefahrene Sounds sind dabei, z.B. "Attack from Mars", "Horn Solo" u.v.m. Man kann verschiedener Meinung sein, ob ein Bassist so ein Gerät braucht oder nicht. Ich jedenfalls bin froh, es entdeckt zu haben und empfinde es als eine Bereicherung meiner Ausdrucksmöglichkeiten. Auch dem Spieltrieb des Bassisten läßt es viel Raum, damit zu experimentieren, denn es gibt ja fast unendlich viele Einstellungen! Vorteile + keine hörbaren Stör- oder Nebengeräusche + sehr viele Parameter und Klangmöglichkeiten + viel Speicherplatz für 40 eigene Sounds + integrierter Tuner und Drum-Computer + Netzteil wird mitgeliefert + günstiger Preis Nachteile - Gehäuse nur aus Plastik (aber bei dem Preis kann man wohl nicht meckern) Ich hoffe, mein etwas lang gewordenes Review hat euch Spaß gemacht und war informativ oder zumindest hilfreich für alle, die sich vorher (wie ich selbst) noch nicht mit dem Thema befaßt haben.
Als grundsätzlicher "Effektverweigerer" kam es mir in erster Linie darauf an, einen brauchbaren Kopfhörerverstärker mit Metronomfunktion für die heimischen Übungsstunden zu erwerben. Natürlich spielt für solch einen geringen Anspruch der Preis eine wichtige Rolle. Zoom vereint hier für einen äußerst fairen Preis gleich mehrere Leistungsmerkmale in einem Gerät, welches sich durchaus für mehr als nur das Üben im stillen Kämmerlein eignet. Die Bedienung ist dank sehr kurzer und übersichtlicher Gebrauchsanweisung schnell und intuitiv zu bewerkstelligen. 1. Effekte & Modeler Mit 40 fest voreingestellten, mehr oder weniger brauchbaren, Effekten bekommt der Bassist zunächst einen ganz guten Überblick, was hier alles möglich ist. Wer seinen Bass jedoch möglichst unverfälscht und natürlich klingen lassen möchte, für den bieten sich jedoch höchstens zwei bis drei dieser Presets an. Hier fehlt leider eine "Durchgangsfunktion" um das exakte Basssignal quasi unverbastelt an einen Amp zu leiten. Das muss man sich selbst etwas zurechtfriemeln. Aus diesem Grund werde ich erstmal auf die Verwendung des B1 beim nächsten Gig verzichten. Hat man jedoch seine Sounds gefunden, lassen sich diese auf den mit zusätzlich großzügig 40 bemessenen Speicherplätzen dauerhaft fixieren. Einzig der Compressoreffekt ist m.E. unbrauchbar, da er leider das Rauschen (als schwaches Signal) mit verstärkt. Außerdem wird ein gutes Sustain vom Bass irgendwie "abgewürgt". Die restlichen Effekte sind ok bis gut (besonders Hall, Chorus, und Flanger). Die Modelingoptionen sind ganz cool, aber mit dem Original doch nicht vergleichbar, denn dafür einfach noch zu synthetisch. Ob man diese ganzen Features benötigt, muss jeder selbst entscheiden. Weniger ist eben manchmal mehr. 2. Stimmgerät Das Stimmgerät arbeitet sehr präzise und optisch eindeutig. Leider ist es schwierig, das Stimmgerät mit einem Fuß (beide Taster gleichzeitig) zu betätigen. Eher eine Kleinigkeit. 3. Drumcomputer Sehr gelungen! 40 Drum-Patterns sind eingestellt, an denen auch nichts geändert werden kann bzw. muss. Von klassisch Rock, Pop, über Metal, Soul, Funk und Bossa Nova, etc... bis hin zu exotischen 5/4 und 7/4 Takten ist alles, was man zum Proben braucht vorhanden. Die Klangqualität ist ausgezeichnet. Dazu gibt's auch noch mehrere Metronomfunktionen. Wir haben das Teil sogar schon in unseren Bandproben genutzt, als der Drummer ausgefallen war. Top! Fazit Ich habe mehr bekommen, als ich erwartet habe, obwohl ich viele Effekte gar nicht nutze. Es macht aber viel Spaß, damit herumzuspielen und die eigenen Riffs kann man schnell mit dem elektronischen Drummer ganz gut grooven lassen, ob laut am Amp oder per Kopfhörer. Meine Nachbarn danken mir letzteres und den Verzicht auf den Übungsamp...
Ein rundum gelungenes Produkt. Einfach zu bedienen, klein, leicht, stabil trotz Plastik, und mit sinnvollen Funktionen. Eigene Einstellungen bleiben auch ohne Strom erhalten. Das Netzteil ist angenehm klein. Gute Basisrhythmen zum Üben mit stufenloser Geschwindigkeitseinstellung. Das alles zum Preis einer DI-Box, echt unglaublich. Die Standardeinstellungen sind etwas zuviel des Guten. Ich habe daher gleich zwei minimalistische Patches erzeugt (einmal ohne alles, einmal mit leichtem Overdrive und Chorus-Effekt). Dann noch etwas EQ um das Rauschen in den Griff zu bekommen, und es klingt viel besser als der anfängliche Effekt-Overkill. Gute Nachrichten für Musiker, die sowohl E-Bass als auch E-Gitarre spielen: Effekte wie Stimmgerät funktionieren auch mit mit E-Gitarre tadellos. Es lohnt sich also kaum, dieselbe Dose nochmal als E-Gitarrenversion (Zoom G1) zu kaufen, für Übungszwecke könnte der B1 auch für Gitarristen ausreichen. Der hier von einigen Rezensenten monierte mangelnde Sustain (d.h. abgeschnittene Noten) ist abhängig von den Rauschunterdrückungseinstellungen (m.E. nichts anderes als ein Noise Gate), also kein Fehler am Gerät. Kaum Negative Punkte: Die auf/ab-Wahlschalter sind viel zu schwergängig, da als Fusstaster konzipiert, was keinen Sinn macht solange alle anderen Regler und mini-Knöpfe ohnehin per Hand bedient werden müssen (das Gerät steht bei mir eh auf dem Tisch). Die Beschriftung ist zu klein bzw. an den Buchsen inexistent (gestanzt, kaum lesbar). Das Rauschen ist etwas zu deutlich hörbar, aber mit dem eingebauten EQ/Gate gut in den Griff zu bekommen. Fazit: Unschlagbar zum Üben, und m.E. selbst für Recordingzwecke zu gebrauchen, solange man sich mit den Effekten zurückhält.
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