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Resümee siehe letzte Zeile (wem es zu ausführlich ist) Gitarre spielen, ohne die Kinder zu wecken? Ohne den Nachbarn im Studentenheim aus dem Bett fallen zu lassen? Ohne seine Freundin bei Ihrer Lieblingssoap zu unterbrechen? Gelegenheiten, einen Kopfhörer-Amp einzusetzen gibt es genug. Aber welchen nehmen? Den Pocket Pod? Klar, der kann viel mehr - zahlreiche Effekte, auf Wunsch schon in einer von vielen Kombinationen mit illustrem Namen fertig angerührt, kann man auf Tastendruck auf das Ausgangssignal seines Pickups loslassen. Kopfhörerbuchse ist auch dran. Den Größenunterschied gibt es, aber ist der entscheidend? Nein Einen großen Vorteil haben die AmPlugs in meinen Augen. Es ist kein Gitarrenkabel notwendig im Gegensatz zum Pod. AmPlug direkt in die Buchse an der Gitarre einstecken, Kopfhörer mit 3,5mm Klinke in den Amplug und los geht's. Man muß kein Gerät auf den Knien balancieren, das Einstellen mit drei Poti-Rädchen und einem zweistufigen Schalter erfordert nicht einmal eine Bedienungsanleitung (liegt dennoch dabei). Ein Display braucht es nicht, so muß man es zum Einstellen auch nicht ablesen. Insbesondere wenn man den Pod an den Hosengürtel geschnallt hat, ist für das Verändern der Einstellungen des Pods der Hals zu verrenken, will man das Display ablesen. Welcher AmPlug soll es nun sein? Ich wollte hauptsächlich zum cleanen Spielen etwas Reverb. In diese Richtung gibt es drei AmPlugs: AC30/ Joe Satriani, Lead und eben der Twin. Alle drei wurden von mir getestet: der Joe Satriani sieht am coolsten aus und kommt in rotem Gewand einher. Aber wen soll man beeindrucken, wenn man nur für sich spielt und das noch über Kopfhörer? Rot zählt also nicht, wohl aber, was aus dem Kopfhörer kommt. Joe rauschte schon beim Einschalten sehr hell, auch ohne die Effekte zu bemühen. Taten die beiden anderen nicht. Batteriewechsel half nicht. AC30/Joe Satriani und Lead können ordentlich zerren, mehr als der Twin. Mit meiner G&L Legacy kam beim Twin ordentlicher Zerr Sound bei aufgedrehtem Humbucker und dem Gain Poti des AmPlug auf Stellung 7 (10=max). Reicht mir also. Mit der Jazzmaster Jo Mascis eines Feundes kam auch bei voll aufgedrehtem Gitarrenpoti und Gain Poti des Amplugs noch keine Zerr-Stimmung auf - soll es mit der Gitarre ja eigentlich aber auch nicht. Also kein Punktabzug für den Twin. Und die Effekte? Bei AC30/Joe Satriani und beim Lead kann man mit dem Schieben des Anschalters von "On" auf die zweite Stellung ein Delay dazuschalten. Das geht so brutal zu Werke, daß ich mit den fünf- bis sechsfachem Wiederholungen, die das Delay bringt, keinen Spaß mehr hatte. (Ist das der gleiche Chip wie im Dan Electro Kopfhörerverstärker, der in den USA erhältlich ist??). Die Stärke des Effektes kann nicht verändert werden. Entweder an oder aus! Also lieber aus! Auch der Twin hat einen Effekt der zugeschaltet werden kann, die Beschreibung auf Thomanns Homepage verheimlicht es nur. Im silbernen AmPlug ist es ein Chorus, der beim Schieben des Anschalters in die zweite Stellung aktiviert wird. Und zwar ein Stereo Chorus. Wie sollt Ihr Euch das vorstellen? Denkt Euch, ein paar andere Gitarren spielen haargenau das gleiche wir Ihr, jeder minimal zeitversetzt, jeder minimal anders gestimmt. Eben wie der Vergleich eines Sängers zu einem Chor. In Stereo. Und plötzlich habt Ihr einen Eindruck von Raumgröße und vollem Sound. Für mich perfekt! Jammen zu youtube oder MP3 Spieler? Geht! 3,5 mm Klinkenbuchse als AUX Eingang ist vorhanden. Preis/Leistung: sicher nicht billig, aber o.k. Klare Kaufempfehlung für cleane, crispe Sounds, ich finde ihn besser als die anderen AmPlugs. Viel Spaß mit dem Plug
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