Dieser Mikrofonratgeber soll Ihnen helfen, sich einen Überblick zu verschaffen und die richtigen Produkte für Ihre Arbeit, Ihr Hobby, Ihre Leidenschaft auszuwählen. Natürlich gehört dazu eine gehörige Portion Hintergrundwissen: Werden Sie zum Mikrofonversteher! Denn erfolgreich mit Mikrofonen zu arbeiten heißt, zu lernen wie ein Mikrofon hört. Aber keine Angst, mit Formeln und höherer Mathematik wird Sie dieses Buch nicht belästigen. Im Vordergrund steht immer die Praxis!
Mikrofontypen: Dynamisch, Kondensator, Bändchen
Richtcharakteristiken: Niere, Kugel, Acht
Zusatzausstattung: Vom Poppschutz bis zum Vorverstärker
Aufnahmeergebnisse: Szenarien für die Praxis
Spezialmikrofone, Mikrofontechnik und Troubleshooting
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Das t.bone RB500 ist ein günstiges China-Bändchen mit - wenn man Bändchensound grundsätzlich mag - hervorragendem Klang. Ausführungen Das RB500 wird gebaut als Alctron RM-11 und ist als OEM bei anderen Firmen unter den Namen Nady RSM-2, Apex 210 oder ShinyBox 23 erhältlich und ist dem legendären RCA 44 von 1932 nachempfunden. Trotz großem Variationsspaß der Hersteller, was Gehäuseform und -Farbe angeht, gibt es das Innenleben, den "Motor" der Chinabänder in nur zwei Ausführungen: Kurzes oder langes Bändchen. Die kurzen (RM700, RB100) sind in den Mitten etwas linearer, die langen haben ein weiteres Top-end, sind somit für Stimme evtl. besser geeignet. Michael Joly von OktavaMod schreibt darüber gute Artikel. Klang Ich habe mir das RB500 gekauft, nachdem ich festgestellt habe, dass Kondensatoren in der für mich erschwinglichen Preisklasse so gut wie grundsätzlich mit auffallend betonten Höhen, den "China-Höhen" zu kämpfen haben. Da das mittlerweile so gar nicht mehr meinen Klangvorstellungen entspricht und ich diese Härte auch nicht mit echter oder falscher Röhre "wegsättigen" möchte, habe ich ein paar Experimente angestellt und landete schließlich beim Bändchenprinzip. Also habe ich mich schlau gemacht, erfahren dass es bei den Billigbändern große Fertigungstoleranzen gibt, also gleich zwei bestellt: Das bessere behalte ich. Ja, da kommt das Paket, die Mikros klingen tatsächlich etwas unterschiedlich in den Höhen (aber vernachlässigbar), sind sogar etwas unterschiedlich gefertigt (die Feststellschrauben) und der Klang - ja wunderbar! So habe ich mir das vorgestellt. Wo sind die Höhen (hatte ich schon gelesen), reingeregelt, dann steigt das Rauschen, tja, da muss man sich noch was überlegen... Aber wie gut klingen Stereoaufnahmen, Blumlein, akustische Gitarre! - Ich habe sie beide behalten. Der Klang ist so wunderbar. Der Pegel ist so gering, dass man einiges experimentieren muss, damit man bei leisen Quellen (Gesang, Gitarre) das Rauschen in den Griff bekommt. Die Verarbeitung ist denkbar grob (wie ungeduldig zusammengebaute Fischertechnik, dachte ich beim reinkucken...) und läd zum Weiterbauen ein. Man kann das ein oder andere an Dämmmaterial und Resonatoren entfernen, den Übertrager gegen einen hochwertigeren (Lundahl LL2913, 60EUR) ersetzen, oder das Mic mit dem Phantomgespeisten "Ribbon Booster" aus der Zeitschrift Sound&Recording aktivieren. Was es tatsächlich bringt: Feinheiten. Kleine, aber hörbare Verbesserungen in Rauschen, Klarheit und Frequenzgang. Nachtrag am 1.2.2012: Ca ein Jahr und viele Einsätze später... Nach wie vor arbeiten die Bändchen gut und werden immer wieder gerne eingesetzt. Allerdings nicht mehr für alles :-) Habe sehr gute Ergebnisse erziehlt an Trompeten und Amps. In speziellen Fällen (und in gut klingenden Räumen) ebenfalls für Overheads und bestimmte Vocals (m/w) zu empfehlen. Manchmal ist Trittschall wegen der schlechten Aufhängung ein Problem, sie passen aber gut in die Spinne vom AKG P220. Fazit Kauft es euch! Das ist ein lustiges Stück Mikrofontechnik, das mit etwas Gefühl und Wissen sogar zu einem brauchbaren Werkzeug werden kann.
Mal im Ernst: Wer sich ein Bändchen-Mikro für 100 EUR kauft, kann wohl kaum erwarten, damit Hi-End-Recordings zu machen. Und so gerne man sich in unserer Soundschrauber-Szene auch seine potenziellen "Fehlkäufe" schön redet - billig ist eben billig - Punkt. Es kommt aber wie so oft auf die eigene Erwartungshaltung an. Wer sich also ein billiges Hi End Mikro wünscht, wird hier gnadenlos enttäuscht werden. Wer aber etwas mit Sound und Charakter sucht und ein bißchen Klangforschung betreiben möchte, der kann mit dem RB500 mächtig Spaß haben! Als das Mikro hier ankam, wurde es natürlich erst einmal bewundert: Schwer und massiv ist das Teil! Also ran an den Gitarren Amp, die Pre-Amps aufgerissen und ... naja ... klingt ja ganz nett, aber als Haupt-Signal nicht besonders brauchbar. Also etwas rumprobiert und schließlich direkt frontal auf den Konus einer 1x12er gerichtet - Jupp, das klingt schon besser. Im Endeffekt ist es kein Haupt-Mikro, bringt aber im Mix mit einem SM57 bei verzerrten Gitarren eine sehr schöne Farbe mit in's Spiel und macht sie etwas räumlicher (Bändchen eben...) und cremiger. Ob man das braucht oder will, sei einmal dahin gestellt... für richtig brachiale Distortion tiefer gestimmter Gitarren ist es mit Sicherheit eine kleine Wunderwaffe, wenn man auf basslastige Chunks steht :-) Für eher gemäßigten Overdrive immernoch ein nettes Zusatzsignal, dass man mal mehr - mal weniger brauchen kann. Da ich aber auch bei einer 100-EUR-Spaß-Investition etwas mehr als ein einziges nettes Zusatz-Signal möchte, wanderte das RB500 kürzlich zusammen mit einem Oktava MK012 (Kugel-Kapsel) über das Drum-Set als M/S-Mikrofonierung. Auch hier kann man nicht erwarten, dass man ein super schönes Overhead-Signal für die Becken bekommt, aaaaber: Wer auf QOTSA steht, oder generell ein Faible für eher dreckig-natürlich-räumliche Sounds hat, sollte ein mal ein M/S-Setup mit einem RB500 über den Drums ausprobieren. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man für einige Stilistiken dieses Setup evtl als Haupt-Mikrofonierung nutzen könnte. Denn was hier an Räumlichkeit und "Pfund" geht, ist eine wahre Freude! Das komplette Set wird mit einem sehr angenehmen "schmutzigen" Charakter abgebildet, hat eine schöne Sound-Prägung im unteren Mitten-Bereich und ist von der Stereo-Verteilung her sehr natürlich. Selbst wenn man dieses Signal "nur" als Effekt-Mikrofon benutzt und in bestimmten Stellen im Mix featured, ist hier nichts verschenkt. Wahrscheinlich werde ich noch zig weitere Anwendungen für das Mikro finden. Wissend, dass es eben ein Mikro für spezielle Sounds ist. Und wer mit genau dieser Erwartungshaltung ein RB500 erwirbt, wird damit genau so viel Spaß haben wie ich :-)
auch für Schlagzeugaufnahmen mehr als brauchbar - edler Beckenklang Übernommen von the t.bone RB 500
Features
Sound
Verarbeitung
Gesamtbewertung
Ich benutze dieses Bändchenmikro zur Zeit vor allem als Schlagzeugoverhead für M/S-Stereo. Meine Becken die sonst sehr schnell aufdringlich klingen, wirken hiermit angenehmer und ausgewogener. Für AB- oder XY-Stereo, wo man dann natürlich 2 Mikros braucht, geben sie mit Sicherheit auch eine sehr gute Figur ab. An der HiHat gefällt mir dieses Bändchenmikrofon auch sehr gut, sowohl von unten wie von oben positioniert. Es lässt sich sogar eine wesentlich bessere Signaltrennung bzw. geringeres Übersprechen realisieren als mit allen gängigen Nieren, die ich bisher ausprobiert habe. Dies erwartet man von einer Achtercharakteristik wahrscheinlich nicht und dabei ist bei mir das Splash sogar nur 20cm entfernt. Das Mikro ist natürlich schon globig, aber lässt sich an der HiHat hinten positionieren, wo ja nur Freaks zusätzlich spielen würden. Mit dem entsprechendem Know-How lassen sich RB500s prinzipiell auch am ganzen Schlagzeug genauso wie Großmembrankondensator einsetzen. Wobei mir an den Toms die Globigheit schon mehr als zu unpraktisch ist. Die Gefahr, dass das Mikro doch mal mit dem Stock getroffen wird und womöglich kaputt geht, ist wohl doch hoch. Bei Close-Miking braucht man nicht viel Vorverstärkerung, da der Schalldruck ja von vorherein wenn dann eher zu hoch für die Bändchen ist. Als Overheads genutzt ist durchaus schon viel Vorverstärkung nötig, abhängig natürlich auch vom Abstand zum Schlagzeug und der Spielweise. Ein Problem stellt das Thema Vorverstärkung und evtl. Rauschen am Schlagzeug definitiv nicht dar. Mit dem angebrachten Kabel kann man sich arrangieren, wer es aber öfter umbaut, für den kann es schon manchmal nerven - vielleicht einfach selber kürzen und dann immer verlängern. Fazit: Zu einem sehr erschwinglichem Preis erhält man wirklich einen sehr edlen Klang am Schlagzeug!
Das RB-500 ist schon cool, jedenfalls sieht es es so aus. Leider klang es zunächst nicht so. Schon bei der Lieferung fiel mir auf, dass ein sehr langes XLR-Kabel angelötet ist mit vermutlich zweifelhaften, dämpfenden Eigenschaften. Solche Mikros brauchen sehr viel Vorverstärkung, da ist sowas doppelt schlimm. Beim Öffnen bemerkte ich, dass der Hersteller es auch mit dem Schaumstoff als Pop- und Feuchtigkeitsschutz mehr als gut gemeint hatte, so dass auch hier mit Dämpfung zu rechnen war. Also flugs die Bohrmaschine geholt, ein Loch für eine hübsche hochwertige male XLR-Neutriks-Buchse ins Gehäue gebohrt, das olle Kabel abgeschnitten und auf die neue Buchse umgelötet, den halben Schaumstoff weggeschmissen, und Wow!, jetzt klingt es auch cool.
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