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Hallo, als gelegentlicher Schlagzeuger auf einem Akustik-Set im befreundeten Übungsraum, also quasi Anfänger mit zu wenig Spielmöglichkeit, war ich nun kürzlich auf der Suche nach einem E-Drumset für zuhause. Nach langem Recherchieren und Überlegen habe ich mich für das frisch auf dem Markt gekommene Roland HD-3 entschieden. Meine Kriterien waren: kompakt, von den Spielgeräuschen her leise, kleine aber gute Auswahl an gut klingenden Drumsounds, sowie ein MIDI-Anschluss. Eben 'Heimstudio' tauglich ;) Der Preisbereich bis ca. 800EUR war auch ein Erfordernis, da ich inkl. Sticks und Hocker nicht mehr als 1000EUR ausgeben wollte. Zur Wahl standen Drumsets von Yamaha, Alesis, XM und eben Roland. Von den Testberichten und Videos die ich so fand, schnitten alle mehr oder weniger gut ab, wobei die Roland V-Drum Serie in den Bereichen Klang, Spielbarkeit und Verarbeitung vom Gesamteindruck her immer vorne lag. Das HD-3 und sein geradezu legendärer Vorgänger HD-1 sind die einzigen Drumsets auf dem Markt, welche keine 'echten' Fußpedale einsetzen, sondern in das Rack integrierte Fußtaster' wenn man so will, und damit das Problem des Trittschalls fast komplett eliminieren. Zu den Pads kann ich im Allgemeinen sagen dass das Spielgefühl besser ist als ich erwartet hätte. Vor allem die Mesh-Head Snare fühlt sich sehr echt an. Auch die Toms mit der neuen Textilbespannung sind super, welche nochmal geringere Lautstärke beim Schlagen ausweisen, als die Toms des HD-1. Die Cymbals und das Hihat funktionieren recht gut, auch wenn der Schlagbereich der Ride-Bell am äußeren Rand nicht ganz realistisch ist. Man kommt aber schnell damit zurecht und kann von der 2-way Funktion profitieren. Was übrigens auch für das 2te Becken gilt. Beim Hihat muss ich sagen, dass das Öffnen und Schliessen mit dem Pedal etwas gewöhnungsbedürftig ist, da es auf leichte Bewegungen nicht sehr empfindlich reagiert. Bei der Snare war ich angenehm überrascht, dass sie je nach Schlagstärke nicht nur die Lautstärke ändert, sondern auch 2 unterschiedliche Samples triggert, sowie eine Rimshot Funktion bietet. Die Choke-Funktion der Becken scheint über MIDI nicht zu greifen, zumindest habe ich es bisher nicht hinbekommen. Die internen Drumkits wurden von mir noch nicht ausgiebig getestet, aber der erste Eindruck beim Überfliegen war vom Klang her nicht unangenehm. Der Kopfhörerausgang des Moduls fällt etwas leise aus. Das mag aber auch mit an den 55 Ohm meines Kopfhörers liegen. Da ich über einen MIDI PC das VST-Plugin 'Kitcore' mit dem HD-3 bespiele, kann ich etliche professionelle Drumkits testen und muss sagen: es funktioniert out-of-the-box so wie es sein soll. Die Mehrfachbelegung der Pad-Sounds stimmt, es macht unglaublich Spaß mit dem HD-3 so zu spielen. Lediglich die Velocity, also Anschlagdynamik der Pads bereitete mir im Zusammenspiel mit dem PC am Anfang etwas Probleme. Ich habe bisher Drumsound immer über ein Keyboard eingespielt und beim HD-3 musste ich richtig laut spielen um überhaupt was zu hören. Daher musste die Empfindlichkeit der Pads und Cymbals im Edit-Menü des Moduls erstmal angepasst werden. Noch was: man sollte sich die Zeit nehmen, und alle Positionen der Pads optimal einstellen, was sehr flexibel möglich ist. Auch bei der Stärke, mit der man die Befestigungsschrauben der Cymbals anzieht, ist Sorgfalt entscheidend, um ein Mittelmaß aus freiem Schwingen und Stabilität zu erreichen, was der Spielbarkeit sehr zuträglich ist. Vom Aufbau bis zu den ersten sinnvollen Spielergebnissen vergingen bei mir ca. 2 Stunden, und das war eher gemütlich :) Die Aufbauanleitung ist übrigens durch eine Schritt-für-Schritt Beschreibung mit Bildern sehr hilfreich und in 7 Sprachen beiliegend. Die Bedienungsanleitung selber ist in Umfang und Details als vorbildlich zu nennen. Das Roland HD-3 ist ein wirklich kompaktes, und dennoch realistisch spielbares Drumset mit klitzekleinen Schwächen aber jede Menge Spaßfaktor. Und vor allem ist es aufgrund des geringen Trittschall-Aufkommens ideal für's Wohnzimmer. Bei mir steht das HD-3 auf Teppich, ansonsten hätte ich noch den Roland TDM-1 Drum-Teppich in Erwägung gezogen. Der Preis des HD-3 geht in Ordnung. Für 100EUR mehr bekommt man allerdings schon das Roland TD-4K2, welches eine echte Fußmaschine, austauschbare Pads und Becken und ein mächtigeres Drummodul besitzt. Jedoch ist diese Kategorie Drumsets nur noch bedingt wohnungstauglich. Wenn, dann nur mit einem Trittschall-Podest und viel Platz. Mein Fazit: das HD-3 ist in dem Bereich, wofür es gemacht ist, eigentlich absolut konkurrenzlos. Ich bin absolut damit zufrieden.
Nachdem ich mein Millenium MPS 400 verkauft habe, um mich in meinem Homestudio wieder stolperfrei bewegen zu können, habe ich mir das HD 3 gegönnt. Ja, ich weiß- die Sounds / Sets könnten mehr sein und der Preis ist stolz.....Trotzdem gibt es in der Größe mit der Soundqualität nichts Besseres. Das Beste daran ist aber, dass sich die Pads unglaublich echt anfühlen.
**Hinweis: Dieser Artikel wurde mit durchschnittlich 5 von 5 Sternen bewertet. Insgesamt wurden 2 Textbewertungen abgegeben. Die hier angezeigten Kundenbewertungen geben ausschließlich die persönliche Meinung der einzelnen Kunden wieder. Jeder Kunde kann seine Bewertung jederzeit ändern oder entfernen. Alle Rechte an den Inhalten der Bewertungen verbleiben bei den Kunden.
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