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Voller Vorfreude und Erwartung habe ich dieses Interface kürzlich erworben. Gleich vorweg, die Ideen hinter dem Gerät sind für diese Preisklasse extraordinär, allerdings bleibts in der Umsetzung bei der Idee und so wurde ein unterdurchschnittliches Homerecording-Gerät mit Alzheimer daraus... ich war doch recht enttäuscht vom Gesamtpaket, aber fangen wir vorne an: Das Interface selbst ist robust und gut verarbeitet, hier gibt es keinen Grund zur Beanstandung, auch die Haptik der Knöpfe und die Pegelanzeigen sind vorbildlich. Die mitgelieferte Software lässt sich problemlos installieren, aber das wars dann auch schon: Die Treiber und die mitgelieferte "Mixersoftware" würde ich als alles andere wie "Rock solid" bezeichnen und sind doch mehr was für Bastelakrobaten, die lieber am Treiber spielen, als Musik zu machen. Unter Cubase funktioniert das Gerät noch ganz passabel, nachdem man alle Einstellungen gesetzt hat, aber andere Softwares, wie z. B. Kore 2 von NI sind nicht ganz einfach zu händeln - es kommt zu Dropouts, Synchronisationsproblemen und vielen anderen Kleinigkeiten, die plötzlich gar nicht mehr so funktionieren, wie sie eigentlich sollten - angefangen von nicht mehr reagierenden Midiports bis hin zum Totalverlust aller Audio-Ins... Teilweise kann man das durch die Erhöhung der Latenz wieder zum Laufen bringen, aber ein akkurates Spiel von VSTi ist damit natürlich dahin. Als besonders nervig hat sich die Tatsache herausgestellt, dass sich das Interface die vorgenommenen Einstellungen aus der Software nicht merkt (z. B. Synchronisationsquelle, eingestelltes Routing, Aufnahmequalität, etc.) und man nach jedem Aus- und Einschalten des Gerätes nochmal mit allen Einstellungen von vorne anfangen muss, weil das Gerät grundsätzlich immer in seiner Basiseinstellung startet. Das ist im Vergleich zu anderen Interfaces ein absolutes K.O.-Kriterium und macht es für den Live-Einsatz, wo öfter mal mit Stromausfällen oder -schwankungen zu rechnen ist, absolut untauglich. Von einem wirklichen "Standalonebetrieb" möchte ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst anfangen - in Wahrheit kann das Gerät in Standalone nur von Analog zu ADAT und umgekehrt wandeln, und das auch nur mit interner Clock bei 44,1 kHz - also ist es nicht mal als Wanlder im Verbund mit anderen Wandlern zu gebrauchen, weil es sich dabei nicht von extern syncen lässt. - Zwar kann man das Gerät auf die gewünschten Einstellungen per Computer bringen und den dann abklemmen und das Gerät läuft auf diesen Einstellungen dann weiter, aber das hält auch nur bis zum nächsten Ausschalten an und wer möchte schon sein Gerät ständig anlassen müssen, damit es sich behält was es tun soll ? - Vielleicht sollte man hier eher "Standalone bei angeschlossenem Computer" schreiben, denn mit wahrem Standalone hat das in meinen Augen nichts zu tun. Der Klang der Wandler ist nur marginal über dem Qualitätsniveau des Behringer ADA8000, aber was will man für den Preis bei der üppigen Ausstattung überhaupt noch erwarten ? - Irgendwo musste ja gespart werden und so ist das Niveau der Aufnahmen des Gerätes allenfalls im unteren bis mittelmäßigen Homerecording-Bereich anzusiedeln. Kein Vergleich zu den Wandlern des Steinberg MR816x, welches ich mir nunmehr als solide Alternative angeschafft habe und was im direkten A/B Vergleich mindestens 999999999999999hoch10 besser klingt. 192kHz ? - Eher reine Makulatur und vielmehr ein Werbegag, als faktisch nutzbar. Dann lieber nur 96kHz und die dafür immer und überall... Ich möchte auch nicht versäumen, meine Erfahrungen mit dem technischen Support von Phonic mit Euch zu teilen... Wenn die Jungs in Taiwan überhaupt verstehen, wovon man spricht, dann erhält man meistens eine überaus freundliche Antwort mit Floskeln auf Englisch wie "Wir sind bemüht das Problem schnellstmöglich zu beheben und werden es für ein nächstes Update der Firmware oder des Treibers in Erwägung ziehen" - Nur, dass es seit Mai 2010, also nunmehr 1,5 Jahre, keine Updates mehr gegeben hat... Soviel dazu. Fazit: Wer beabsichtigt, sich ein Interface anzuschaffen, der sollte jetzt lieber schnell zur Auswahlliste zurück kehren und sich ein Gerät eines anderen Herstellers aussuchen. Wer jedoch eher anspruchslos ist, unendlich viel Zeit vor jeder Aufnahme/Wiedergabe hat, kein verlässliches Gerät benötigt und überhaupt vom Recording (noch) keine Ahnung hat, der darf sich das Gerät ruhigen Gewissens zulegen und dabei lernen, dass er im Nachhinein betrachtet besser 100 Euro mehr für was Vernünftiges ausgegeben hätte... Danke fürs Lesen !
Ich benutze das Interface jetzt seit einem gutem Jahr und es gab einige Tiefen und Höhen. Ich finde es eine sehr gute Idee ein Interface in zwei Höheneinheiten zu packen, das ist sehr übersichtlich und sehr gut zu bedienen. Die Verarbeitung macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck und auch nach einem Jahr Benutzung fühlt sich alles wie neu an. Die Vorstufen überbrücke ich gerne mit einer Alternative (Soundcraft Compact 4 oder SM-Audio TC02) da sie nach meinem Empfinden erst richtig ansprechen wenn sie schon deutlich aufgedreht sind. Wenn es aber schnell gehen soll oder acht einheitliche Vorstufen gefragt sind liefern sie einen durchaus brauchbaren Sound ohne starkes Rauschen oder störende Einfärbungen. Das eigentliche Sorgenkind dieses Produkt sind die Treiber. Unter Windows XP ist der USB Treiber, nach meinen Erfahrungen, nicht zu benutzen. XP und die richtige Firwirekarte funktionieren nur mit dem Problemen, dass alle 10 Minuten die Sync flöten geht. Wer alleine vor seinem PC Gitarre spielt den wird das kaum stören hin und wieder das Intreface aus und wieder ein zu schalten, aber einem Drummer zu erklären dass bei jedem zweiten Take die Aufnahme abbricht nervt schon sehr. Windows 7 und die entsprecheden neuen Treiber brachten da die erste Entspannung aber auch ein Synchronisationabsturz am Tag ist ärgerlich. Jetzt benutze ich seit zwei Monaten einen Mac Mini mit seinen eigenen Audiotreibern und warte noch auf den ersten Sync.verlust. Alles in Allem ist das Firefly 808 sehr günstig im Preis, gut verarbeitet und sehr vielseitig (16 Kanäle!!!). Meine Empfehlung ist aber, wer Windows benutzt sollte das Geld welches er beim Computer gespart hat lieber auf ein etwas teueres Interface anlegen, der Nerven zuliebe. Wer schon draufzahlen musste um sich einen Apfel-PC zu kaufen der kann sich hier ein Schnäppchen abholen.
Das Phonic Firefly 808 U ist ein sehr gut verarbeitetes Audio-MIDI-Interface mit der Möglichkeit sowohl USB als auch Firewire zu nützen. Mir persönlich gefällt die Aufteilung der Ein- und Ausgänge: zwei Kombieingänge vorne, der Rest hinten, ideal für mein Desktop-"Studio". Die Installation auf meinen Macs war völlig problemlos und selbsterklärend (G4 iBook und Intel-iMac). Das Interface kann sogar während des Betriebs an die Schnittstelle angeschlossen werden, was aber laut Hersteller nicht empfohlen wird. Die Hardware fühlt sich gut und stabil an, die Schalter und Drehregler laufen geschmeidig. Einzig die Software, "F808 Control Mixing Panel" ist etwas gewöhnungsbedürftig und es erschließen sich einem nicht alle Funktionen auf den ersten Blick. Aber insgesamt ein sehr gutes Interface mit allem was man braucht (insbesondere alle gängigen Anschlüsse). Selbst beim Bandrecording mit dem alten G4 lief alles bestens, in sehr guter Qualität bei acht analogen und einem digitalen Eingang gleichzeitig.
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