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  • am 19.04.2012

    Sieg­bert aus Wien: "Möchte mich bei Euch allen für den tollen Service, das gute Angebot und für die vielen Informationen recht herzlich bedanken!"

  • am 12.06.2012

    H. Weiss: "Hallo Thomann Team, und wieder einmal bin ich zufrieden mit Eurem Service. Ihr weid einfach die Besten. Vielen herzlichen Dank."

  • am 10.01.2014

    Marc W.: "TOP! Sehr übersichtlich und schön anzusehen :D"

Online-Ratgeber: Kabel

4. Kabelarten

Wie bereits am Anfang erwähnt, gibt es drei große Bereiche, in die man Kabel einteilen kann.

1. Mikrofonkabel

Mikrofonkabel
Mikrofonkabel

Aufgrund der hohen Impedanz und der geringen Spannungen, die durch das Kabel geleitet werden, benötigen Mikrofonsignale ein zumindest im professionellen Bereich symmetrische Kabel (2-polig abgeschirmt). Nur so ist es auch möglich, sein Mikrofonsignal über größere Entfernungen störungsfrei zu übertragen (30-50m sind keine Seltenheit). In Ausnahmefällen und auch nur für sehr kurze Strecken kann auch ein geschirmtes assymetrisches Kabel verwendet werden - doch nur sehr wenige Mikrofone (meist auch nur seeeehr einfache Modelle haben einen unsymmetrischen Ausgang). Der Leitungsdurchmesser ist eigentlich egal, aber auf die verwendeten Isoliermaterialien sollte man achten. Das Kabel sollte möglichst flexibel sein - wer möchte schon an seinem Mikro ein starres Kabel hängen haben, andererseits sollte es auch trittfest sein. Darunter ist nicht zu verstehen, daß es beim Draufstellen nicht kaputtgeht - das sollte sowieso nie passieren, sondern daß sich der Kabelquerschnitt bei Belastung nicht verändert. Das hat folgenden Hintergrund: Die Abschirmung muß zu den signalführenden Leitern in der Kabelmitte immer den gleichen Abstand einhalten - sonst verändert sich die Impedanz des Kabels (auch ein Grund dafür, warum Kabel nicht geknickt oder verknotet etc. werden sollen). Man sollte sich das Mikrofonkabel ruhig etwas kosten lassen, Kabel unter 0,50 Euro/m ist i.d.R. Schrott. Ein Hersteller von qualitativ hochwertigem Kabel ist z.B. Cordial oder vergleichbares Material. Man bedenke, daß wir das Signal welches wir am Mikrofon abnehmen, das kostbarste Signal ist, was am Ende um ein vielfaches verstärkt, das Ergebnis unserer Darbietung zeigt. Wird bereits am Anfang das Signal von vielen Störeinflüssen malträtiert, kann man es mit dem Mischpult und vielen teuren Effektgeräten nicht mehr hinbiegen.

 2. Line-Kabel

Linekabel
Linekabel

Linekabel sind einadrige geschirmte Kabel. Sie werden in der Rackverkabelung, im Studio, zwischen Mischpult und Effekten usw. verwendet. Als Stereoversion werden 2 jeweils unabhängig voneinander geschirmte Leiter verwendet. Im großen und ganzen trifft das zu den Mikrofonkabeln Gesagte auch auf Line-Kabel zu. Eventuell ist auf etwas mehr Leitungs-Durchmesser zu achten, da hier die Ströme etwas höher sind. Auch bei Linekabeln sollte auf Qualität geachtet werden. Billige Kabel sind höchstens für Vatter´s Quelle-Stereoanlage geeignet.

Ganz ähnlich sind auch noch Instrumentenkabel. Vom Kabelquerschnitt ist, bis auf die dickere Außenisolierung, kein Unterschied auf den ersten Blick zu erkennen, hier wird jedoch noch mehr Wert auf mechanische Belastbarkeit gelegt. Man stelle sich nur einen Gitarristen vor - so oft, wie der auf das Kabel sappt ;-).

 3. Lautsprecherkabel

Lautsprecherkabel
Lautsprecherkabel

Speaker-Signale haben eine hohe Spannung und eine geringe Impedanz, sie können unabgeschirmt transportiert werden. Apropos Impedanz: Hier liegt das eigentliche Problem des Speakerkabels, welches sich mit zunehmender Leistung auch noch vergrößert. Die Impedanz sollte vom Kabel nicht noch zusätzlich erhöht werden. Wir benötigen die Leistung des Verstärkers nicht im Kabel, sondern im Lautsprecher. Wir können dem entgegenwirken, indem wir ein Kabel mit möglichst großen Leitungsquerschnitt verwenden oder das Kabel möglichst kurz halten. Die Entfernung von Endstufe und Lautsprecher läßt sich jedoch nur in gewissen Grenzen minimieren (ein entscheidender Vorteil von Aktivboxen ist die Entfernung von Endstufe und Speaker), die Boxen müssen schließlich auch positioniert werden. Bleibt der Querschnitt: für Endstufen mit niedriger Leistung (für Proberaum usw.) sollte man nicht unter 1,5 qmm anfangen, für fette Bass-Anlagen und PAs sind auch locker 6,0 qmm Leitungs-Durchmesser notwendig. Für die meisten normalen Anwendungen für Kabellängen von max. 10 m ist ein Querschnitt von 2,5 qmm am gebräuchlichsten. Asymmetrisch nicht-abgeschirmt heisst nicht, dass die Polarität egal ist, daher sollte man dringend auf die Markierung der Leitungen achten, durch Farbe oder Isoliermaterial ist ein Leiter immer kenntlich gemacht.

 4. Steuerkabel

Steuerkabel
Steuerkabel

Unter Steuerkabel fallen alle Kabel, die kein direktes Audiosignal weiterleiten wie z.B. Midikabel, DMX-Kabel, die Fernbedienung für die Nebelmaschine usw. Sie sind nicht ganz so anspruchsvoll in Bezug auf das Kabel. Wichtig ist, daß die einzelnen Adern gut isoliert sind und normalen mechanischen Belastungen widerstehen können.

 5. Digitalkabel

Digitalkabel
Digitalkabel

In letzter Zeit wird alles Digitalisiert. Das stellt besondere Anforderungen an Kabel. Wir können 3 verschiedene Arten unterscheiden: S/PDIF (einadrig geschirmt), AES/EBU (zweiadrig geschirmt) und Lichtleiterkabel (hier wird durch eine Glasfaser nur Licht übertragen - können nur fertig konfektioniert gekauft werden). Ähnlich den Linekabeln wird für S/PDIF ein gut geschirmtes unsymmetrisches Kabel verwendet, AES/EBU Verbindungen werden mit einem zweiadrigen geschirmten Kabel ermöglicht. Bei Digitalen Kabeln sollte kein analoges Kabel verwendet werden, sondern speziell für die digitale Übertragung entwickelte Leitungen, die entsprechend hoch leitfähiges Material (spezielle Kupferlegierungen) besitzen.

6. Multicorekabel

Multicorekabel
Multicorekabel

Multicorekabel können Mikrofonkabel, Linekabel, Steuerkabel und Digitalkabel sowie eine Kombination von diesen sein, nur halt viel mehr. Multicorekabel werden als Verlängerung der bestehenden Kabel angesehen und dienen zur Verbindung einer Vielzahl von Kabelverbindungen von der Bühne zum Mischpult und zurück. Das oben Gesagte (alle, bis auf Lautsprecherkabel), gilt auch hier. Multicores sind besonders extremen mechanischen Belastungen ausgesetzt, und wer schon einmal ein Multicorekabel selbst gelötet hat, wird nie wieder auf ein Multicorekabel treten. Wieviel Leitungen benötigt werden, hängt von den Erfordernissen jedes Einzelnen ab (natürlich sollte eine angemessene ´Reserve´ für zukünftige Anwendungen etc. eingerechnet werden), sonst muß schnell ein Neues her.

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